Hallo Nobi, Ute, Phillip,
da gibt es doch noch einen interessanten Aspekt - Nachtrocknen bzw. sicherstellen dass keine Feuchtigkeit mehr übrig ist.
Wie schön dass wir uns hier darüber austauschen können ![]()
Ich trockne grundsätzlich die im Dörrautomaten getrockneten Pilze noch für wenige Minuten im Backofen bei ca. 50°C und Umluft rascheltrocken nach.
Einfach um sicherzugehen, dass die Feuchtigkeit kompett raus ist.
Ich mache es genauso mit dem Nachtrocknen. Aber wirklich nur, um auf Nummer sicher zu gehen. Und auch die in der Sonne getrockneten kommen noch mal in die Backröhre.
Interessant dass ihr im Backofen nachtrocknet. Warum eigentlich wenn schon mal ein Dörrgerät vorhanden ist?
Ich selbst trockne i.d.R. Pilze wie Kräuter und Beeren im Dörrautomat nach. Bevor ich damit angefangen habe, ist mir nur ein mal ein Fiasko passiert, und zwar letztes Jahr mit Johanniskraut. Alle Pilze und Pflanzen habe ich bis dann sofort vom Dörrgerät in Schraubgläser oder sonstige luftdichte Behälter verpackt und alles war gut. Bei der gesamten Johanniskraut-Ernte gab es allerdings später Schimmel, und zwar in allen drei verschiedenen Behältern. Obwohl das Johanniskraut zumindest optisch und haptisch absolut trocken war, gab es doch irgendwie da drin etwas Feuchtigkeit. Deshalb trocknte ich jetzt nach.
Ich lasse nach dem Haupt-Dörrvorgang das Getrocknete ruhen, von mehreren Stunden bis über mehrere Tage. Danach wird noch ca. 1-2 Stunden nachgetrocknet, wieder im Dörrgerät, und erst dann wird das Trockengut luftdicht verpackt. So wie ich es verstehe, kann es passieren dass bei schneller Trocknung im Dörrautomat, Teile des Trockenguts ungleichmäßig getrocknet werden (bspw. innen noch etwas feucht, oberflächlich aber trocken, oder am Rand trocken und in der Mitte nicht). Wenn man das Trockengut liegen lässt, verteilt sich die Feuchtigkeit binnen weniger Stunden gleichmäßig. Nach meinem Verständnis ziehen die besser getrocknete Teile die Feuchtigkeit aus den weniger trockenen ab. So hoffe ich, dass mit dieser Ruhepause vor dem kurzen abschließenden Dörrvorgang das Restfeuchtigkeitsrisiko eliminiert wird.

