Beiträge von Wutzi

    Nee, aber ernsthaft boccaccio. Wenn du so eine Huthaut anschaust, hilft dir das ja nur im direkten Vergleich zu anderen Exemplaren derselben Art. Bei Xerula zumindest hätte ich jetzt einen Wiedererkennungseffekt, aber wenn du dich bei so einem Dunkelsporer auf Psathyrella eingeschossen hast, magst du dich eben nicht gern mit Tatsachen verwirren lassen😆.

    Hallo Benjamin, in Pilze der Schweiz, sind sie garantiert beschrieben🥴. Aber du hast Recht, für sie und für alle Pilze auf Magerrasen gilt ja, dass sie relativ selten sind, da auch die Habitate immer seltener werden.


    Und die Entolomas sind ein Running gag zwischen Tuppie und mir. Wir haben nämlich beide keine Ahnung von Rötlingen jenseits der Gattungsebene. Wenn wir eckige Sporen unterm Mikroskop entdecken, legen wir den Pilz lieber weg. Nur ausnahmsweise können wir auch einmal eine Entoloma bestimmen.

    Aber falls du mal gar keine Ahnung hast, mit welchem Pilz du es zu tun hast, lass ihn doch einfach aussporen. Etliche haben dann rosa Sporenpulver. Dann bist du zumindest der Gattung ein Stück näher. Rötlinge sind echte Chamäleons, können zahllose Farben, Größen und Habitate haben.

    Hallo Claudia,


    hatte dir nicht jemand beim letzten Online-Treffen gesagt, daß du die Huthaut mikroskopieren sollst? Damit erkennt man Agrocybe sehr schnell :D


    Björn

    Hallo Björn, ich weiß, ich weiß. Und hab es sogar getan. Liest du bitte mal den 2. Beitrag des Eingangsthreads🥴.

    Hallo Karl,

    irgendetwas muss bei dir in der Luft liegen. Aber vielleicht sind’s auch nur die fehlenden Eichen bei mir.

    Ich hab noch nie Eichhasen gefunden. Danke fürs Zeigen!

    Ich freu mich für dich das auch die Saftlinge bei Dir in Kommen sind und ärgere mich, weil ich derzeit nicht raus kann. Eine Woche braucht mein Muskelfaserriß schon noch um abzuheilen.


    Danke fürs Zeigen.


    VG Jörg

    Hallo Jörg,

    vor kurzem hattest du eine wahrhafte Saftlingsparade präsentiert und nun Muskelfaserriss. So ein Mist. Dabei wird es doch jetzt richtig spannend. Sieh zu, dass du wieder zusammenwächst! Ich wünsch dir alles Gute!

    GriasDi Wutzi,

    vergleich doch mal mit Agrocybe rivulosa.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Danke Werner, genial!

    Kein Wunder, dass ich bei Psathyrella nichts Passendes gefunden habe. Eigentlich hätte ich dem Eindruck der Farbe des Sporenabwurfes trauen sollen. Der erschien mir gar nicht so grau, wie er hätte seien sollen. Danke vielmals.

    Moin.


    ziemlich staubig hier. Da wollen wir doch mal richtig durchwischen, Wasser gibts gerade mehr als genug. Ich liebe es! Ne Runde Pils aufs Pilzwetter! Obwohl, ich mag eigentlich lieber ein freundliches Weizenbier. Cheers!


    Hallo zusammen,


    auf einem Häckselhaufen, vermutlich Erle, fand ich eine größere Gruppe gesellig wachsender, auffälliger Mürblinge. Die Hutgröße lag zwischen 2 und 8 cm Durchmesser. Farblich variierten sie zwischen chromgelb und creme. Hut zum Hutrand hin runzelig. Das Fleisch im Stielinneren war hyalin. Großes vergängliches Teilvelum, knollige Stielbasis.

    Leider funktioniert meine Software gerade nicht, wie sie soll und ich kann keine gescheiten Mikrobilder machen.


    Die Zellen in der Huthaut waren rundlich. Auffällig waren sehr lange, unseptierte, fädige Strukturen in der Huthaut, sie sich teilweise verzweigt haben. Einigermaßen erkennbar sind nur die Bilder vom Sporenabwurf - ohne Deckglas und Flüssigkeit.


    Hat jemand einen Namen als Ersatz für das spec.? Das würde mich sehr freuen. Danke fürs Nachdenken.


    1.


    2.


    3.


    4.


    5.


    6.

    Hallo Mareen,

    ob das Schimmel ist, kann ich nicht auf die Ferne beurteilen, aber möglich ist es. Auf jeden Fall sind das keine gut getrockneten Steinpilze in guter Qualität. Ich würde so etwas eher unter Gammelpilz einordnen.

    Bei Norma fand ich letztes Jahr getrocknete Steinpilz nun ähnlich schlechter Qualität. Der Aufdruck "Dein feiner Moment" war die Krönung des "Sonderangebots". Vielleicht kann man die in kleinen Mengen essen, ohne Schaden zu nehmen. Ein Genuss ist das definitiv nichts und ich würde solche Pilze auch nicht freigeben, sondern kompostieren.


    1. Sonderangebot von Norma


    2. gut getrocknete Steinpilze sind hell

    Hallo zusammen,

    nach der großen Hitze kam der große Regen - nicht das Richtige für Wiesenpilze. Aber allmählichmit dem Einsetzen des ganz durchschnittlichen Herbstwetters zeigen sich die ersten Wiesenpilze.


    Zunächst einmal die recht häufenden schwärzenden Saftlinge in Rot-, Orange- und Gelbtönen - Hygrocybe conica.

    1.


    2.


    3.


    4.


    5. Aber auch eine größere Gruppe Nitratsaftlinge - Hygrocybe nitrata schaute schon hervor.


    6. Besonders erfreuen mich immer diese Winzlinge: Pfifferlingssaftlinge - Hygrocybe cantharellus.


    7. Für Tuppie darf natürlich auch die Gattung Entoloma nicht fehlen. Hier der Bischofsmützenglöckling - Entoloma infula.


    8. Nicht besonders selten, aber für mich trotzdem besonders: Rauchgraue Keulen - Clavaria fumosa.


    Mehr war es noch nicht. Aber das schauerliche Wetter lässt auf einen guten Wiesenpilz-Herbst hoffen.

    Hallo zusammen,

    letztens habe ich für eine Freundin ein paar Pilze als Mitbringsel gesucht. Perlpilze, Flockis, Täublinge, Maronen, das Übliche. Dabei entdeckte ich einen hübschen Röhrling, den ich wegen des starken Blauens zunächst für einen farblich abweichenden Flockie hielt. Ich fotografierte ihn und legte einen ins Körbchen. Erst zu Hause habe ich meinen Fund genauer untersucht. Dabei viel mir auf, dass der ja vollkommen gelbe Röhren ohne auch nur einen Anflug von Rot an den Röhrenmündungen hat. Also kein Flocki. Der Pilz stand bei Buchen, Fichten und Lärchen. Kein Netz, saurer Booden. Rostbraune Flöckchen am Stiel. Alte Verletzungen röten etwas (vgl.1. Foto linker Fruchtkörper oben). Der Pilz blaut sofort und intensiv bei Berührung und im Schnitt, wie Hexenpilze.


    Wir haben den Pilz im Onlinetreffen diskutiert, aber da gab es auch keine wirklich überzeugende Idee. Bei der Gattung Butyroboletus wurde ich nicht fündig, auch der vorgeschlagene Nadelholzröhrling - Buchwaldoboletus lignicola hat mich nicht überzeugt. Der Habitus passt einfach nicht, mein Fund entsprach eher den dickfüßigen Röhrlingen.

    Der Einzige, mit dem ich mich anfreunden könnte, wäre der Falsche Schwefelröhrling, Neoboletus pseudosulphureus, dem zur Zeit wohl der Name Sutorius junquilleus zugewiesen wurde. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit. Allerdings zeigten die Vergleichsfotos alle eher reingelbe Huthaut.


    Natürlich wurde er nicht verschenkt oder verzehrt sondern entsorgt. Was wohl ein Fehler war, denn es sind keine weiteren Exemplare nachgewachsen.


    Was haltet ihr von diesem Pilz, wachen Namen sollte ich dranschreiben?




    Hallo Nobi, klasse Beitrag! Da hat Björn wirklich Recht. Der macht Lust auf Kackpilze🥴. Und je länger ich darüber nachdenke, gefällt mir die Idee immer besser, mich im Winter mit den Stuhlproben „meiner“ Landschaftspfleger zu beschäftigen. Ich kann den Koniks vom Wohnzimmer aus bei der Pflege meiner Lieblingssaftlingswiese zuschauen. Bestimmt hinterlassen die auch ganz interessante Pferdeäppel.

    Hallo Wutzi Wutzi ,


    wegen deines "gelbblättrigen" kleinen Fundes. Vielleicht könnte man da sogar an einen schnöden Gymnopilus penetrans denken. Die haben mich jung auch schon genarrt. Vergleiche mal mit Ludwig Band 1 Bild 31.10.G Tafel 44. Ist nur eine Idee.


    LG Sebastian

    Danke Sebastian, die Idee gefällt mir gut! Warum immer so kompliziert denken. Wenn der im Ludwig in einem so ungewöhnlichen Habitus gezeigt wird, dann kann der das offensichtlich.👍🏼

    Hallo,

    wenn du dir eine Pilzvergiftung zuziehst, ohne genau zu wissen, was du da verzehrt hast, kann die Selbstmedikation mit Aktivkohle tödlich enden. Bei manchen Pilzgiften reicht Aktivkohle eben nicht aus. Ohne gleichzeitige Gabe des richtigen Antidots hast du ganz schlechte Überlebenschancen. Deshalb:

    1. nur Pilze essen die du zweifelsfrei hundertprozentig kennst.

    2. Bei Unsicherheit nicht den Pilz“Experten“ von nebenan fragen, sondern zum Pilzberater.

    3. hast du das Gefühl, einer Pilzvergiftung, sofort Giftnotruf und medizinische Hilfe suchen Arzt/Krankenhaus!

    Hallo Claudia,

    die Pilze wuchsen an einem völlig vermorschten Stamm, der bereis zerkrümelte und sehr feucht lag.

    da werde ich wohl noch eine Weile warten müssen da die Stämme bei mir noch nicht zerbröseln und muß dort weiterhin Austernseitlinge sammeln ;(.


    VG Jörg

    Du tust mir wirklich leid, armer Jörg. Du musst! Austernseitlinge sammeln. Das ist wirklich traurig!


    Aber was mich wirklich interessiert: Müssen die Stämme tatsächlich immer fast verrottet sein, damit sich de Stachelbärte wohl fühlen? Sterbende Buchen sind ja immer mit irgendwelchen Pilzen besiedelt. Zunderschwamm, Schmetterlingstrameten, Austern etc.. Lassen diese Pilze denn überhaupt die Besiedlung mit Stachelbärten zu? Oder besiedeln die Stachelbärte auch Stämme, die noch nicht so morsch sind und bringen nur noch keine Fruchtkörper hervor, so lange andere Pilze darauf wachsen?

    Hallo Sebastian, schade, dass du den Beitrag jetzt geschrieben hast und nicht in drei oder vier Monaten, wenn die Saison vorbei ist. Das sind so wunderbare Pilze und gerade jetzt ist so wenig Zeit, die Seltenheiten ausgiebig zu bewundern. Ich habe bislang nur zwei der von dir gezeigten Boletenarten selbst gefunden und eine dritte in einer Ausstellung ansehen können. Ich würde gar nicht wissen, um welche Arten es sich handelt, wenn ich sie denn irgendwann einmal finden würde. Danke, dass du uns die Schönheiten so wunderbar präsentierst.

    Hallo Elisabeth, ja, die Warzigkeit sieht man auch auf dem 6. Foto ganz gut und das stimmt mit mehreren Quellen im Netz überein. Aber danke für den Link. Die Seite kannte ich noch nicht.


    Ich dachte mir, wenn ich einen Fehler bei 123 finde, kann ich es ja hier einmal anmerken. Es gibt ja sicher Forianer, die auch bei 123 unterwegs sind und es dort den Moderatoren mitteilen können. Ich gestehe, dass ich 123 gern nutze, wenn es mir am schnellsten den Namen in „schlau“ verrät. Dann lese ich auch einmal, was dort steht. Manches stimmt ja ;) und natürlich vergleiche ich mit anderen Quellen. Schlecht finde ich bei 123 vor allem, dass dort falsche Fotos als Belege für eine Art herumgeistern.