Beiträge von Wutzi

    Ich hätte ja eher Phytos und Physik im Angebot :D


    Björn

    Wenn’s keine Theoretische Physik ist, und du bisschen was Experimentelles hättest, wär ich durchaus geneigt🥴.

    Ansonsten kann ich euch heute einen Mix aus Gedöns zeigen und die schöne Gelbbindige Furchenbiene.

    Über die Phytos oder daß ich erst später reinschaue?

    Natürlich über die Phytos. Du hast sie ja nun endgültig infiziert.


    VG Jörg

    Nö, hat er nicht hat. Höchstens irgendwas kontaminiert. Also wenn ich die Wahl zwischen Psycho und Phyto habe, ist die Entscheidung einfach😆.

    Hallo zusammen,


    an diesem Wochenende habe ich es endlich geschafft, das Schwämmklopferfest in Neustadt am Rennsteig und das dortige Rennsteigmuseum mit seinen schönen Pilzexponaten zu besuchen. Es hat sich gelohnt. Die Schwämmklopfer des Rennsteigvereins haben vorgeführt, wie aus dem Zunderschwamm Zunder hergestellt wird. Vor der Erfindung der Streichhölzer lebten viele Menschen im Ort von der Herstellung von Zunder zum Feuermachen - bis zur Erfindung der Streichhölzer.


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    2. Der Herstellungsprozess beginnt mit dem Kochen der Zunderschwämme. Dann wird das Fruchtfleisch mit speziellen Werkzeugen herausgelöst, denn nur die Trama lässt sich zur Herstellung von Zunder verwenden. Junior gewährt einen Blick in den Kochtopf.


    3. Auf das Fruchtfleisch wird mit einem Holzwerkzeug so lange geklopft, bis es ganz flach ist. Die Schwämmklopfer bringen dabei an Waschleder erinnernde Tücher zustande. Die Kunstfertigkeit der Besucherinnen und Besucher reichte nur für löchrige Lumpen aus. Dass die Kruste nicht vor dem Klopfen entfernt wurde, erwies sich auch nicht als hilfreich.

    Am Ende werden die papierdünnen Zunderlappen getrocknet. Mit einem Stahlwerkzeug und einem Feuerstein können Funken geschlagen werden. Diese Funken bringen ein Stück Zunder zum Glimmen - Basis für einen Feuer.


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    Neben der Zunderherstellung werden auch historischen Verwendungen von Zunderschwammpräparaten zur Wundheilung und zur Unterstützung des Immunsystem erklärt. Außerdem werden aktuelle Anwendungen beschrieben, die im Wesentlichen auf der Wirkung von Beta-Glukanen, Chitin und Melanin beruhen. Auf der Basis erfolgversprechender wissenschaftlicher Studien zu den positiven gesundheitlichen Wirkungen sind u.A. verschiedene Kosmetik- und Pflegeprodukte entstanden.



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    7. Leckere Zunderkekse


    8. Einen Schwamm-Höhepunkt stellt die Preisvergabe für den schönsten Pilz dar. Besucherinnen und Besucher können zu Beginn des Festes Pilze abgeben, die dann am letzten Tag prämiert werden. Hier ein Blick auf die Kandidaten.


    9. Exponate


    10. noch mehr davon



    Im Rennsteigmuseum gibt es Informationen zu weitergehenden Verwendungen, Werkzeugen und anderen Pilzen, z.B. den größten je gefundenen Flachen Lackporlling und andere erstaunliche Pilze.


    11. Hier Zunderschwammhüte, allerdings in Rumänien hergestellt.


    12. Allerlei Zunderschwamm-Stehrümchen und ein bisschen Geotropismus und eine lange Reihe zusammengewachsene Zunderschwammfruchtkörper.


    13. Erklärungen auf dem Fest


    14. noch mehr Erklärungen auf dem Fest



    15. ein wohlgeratener Zunderlappen


    16. Pilzpapier



    17. Werkzeug zur Zunderbearbeitung


    18. Zunder-Klopfwerkzeug


    19. Riesen Lackporling


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    21.wow!


    22. Pilz-Kleinkunst





    Im kleinen Rennsteig-Museum sind wirklich interessante Pilz-Exponate. Vielleicht habt ihr ja im kommenden Jahr Lust auf ein Forentreffen im Nachbarort. Das Museum wäre ein lohnendes Ziel bei Mistwetter.==Gnolm7


    Danke fürs Mitkommen.

    Ich will keinen Phyto-Einführungskurs. Ich will einen Hektoliter Fungizid!

    Es soll Schneckenkorn regnen! 90% meiner jungen Kürbispflanzen sind zerstört worden, von den Röhrlingen ist im Wald praktisch nichts mehr übrig geblieben und sogar die Pfifferlinge wurden reihenweise attackiert.

    Du willst also die ganz große Keule, Frank. Das kann ich verstehen. Ich habe mir nämlich erstmals von einer Bekannten ein paar Schneckenkörner geben lassen, um mal zu testen, was damit im Gewächshaus passiert. Das Schneckenkorn liegt seit 2 Wochen völlig unberührt neben den Salatköpfen auf einem Stein, während die Salatblätter anmuten wie Schweizer Käse. Gegen Schnecken hilft am zuverlässigsten in der Abenddämmerung absammeln und dann ab auf den Opferstein. Du müsstest vielleicht mal über Nachtwanderungen nachdenken, um die Pilze schneckenfrei zu halten. ==Gnolm7

    Vom Falschen Mehltau erholen sich einige meiner Stauden jetzt ganz gut, nachdem ich sie mit Brennesseljauche gedüngt habe. Ich glaube, dass man mit der chemischen Keule für einen kurzfristigen Nutzen ziemlich viel Schaden anrichtet. Ich lass das also lieber, auch wenn sie den fiesen Phytos den Garaus machen würden.


    Und gestern musste ich an meinem Lieblingsteich Uromyces kabatianus auf dem hübschen violetten Geranium pyrenaicum entdecken🤮.

    Sei doch froh. Die Art fehlt mir noch.


    Ist ein schöner, kartierungswürdiger Fund.

    Nee Stefan, sicher nicht.

    So langsam bekomme ich den Eindruck, ich wohne am falschen Ort. Warum nur wachsen gefühlt die Hälfte aller pilzkranken Pflanzen in meinem Garten

    Aber Claudia,

    der Mehltau auf dem Vergißmeinnicht ist eine ganz andere Art als der auf der Jungfer im Grünen. Da kannst du also direkt 2 Pilze kartieren ;) Man muß mit Mehltau befallene Pflanzen übrigens nicht entsorgen, sondern kann sich an der Schönheit des Pilzes erfreuen :)


    Björn

    😩😩😩

    Keine Ahnung, was du heute gegessen hast. Aber es scheint dir nicht bekommen zu sein, lieber Björn.

    Ich habe heute sämtliche Vergissmeinnicht im Vorgarten entsorgt: Echter Mehltau. Es scheint, als wäre der oder ein anderer auf die Jungfer im Grünen übergesprungen😬.

    Und gestern musste ich an meinem Lieblingsteich Uromyces kabatianus auf dem hübschen violetten Geranium pyrenaicum entdecken🤮.

    Ich will keinen Phyto-Einführungskurs. Ich will einen Hektoliter Fungizid!

    Hi Wutzi,

    danke für die Rückmeldung. Ich habe sie auf INaturalist kartiert. Auf pilze-deutschland wäre der Fund aber bestimmt besser aufgehoben. Da habe ich aber noch nicht ganz durchgeblickt, wie man da eine Kartierung einbringen kann.

    Was das Abpflücken angeht, habe ich gar nicht :saint: Der lag tatsächlich schon so rum, wahrscheinlich wurder er "umgelaufen". Dass das aber wie eine schlechte Ausrede klingen mag, kann ich natürlich nachvollziehen.

    Liebe Grüße,

    Michel

    Hallo Michael, stimmt. Ab und zu liegen die einfach da und man kann sie auch von unten fotografieren oder mitnehmen zum mikroskopieren. Die Schnecken halten sich eben nicht an das Bundesartenschutzgesetz. 😂


    In der Regel übernehmen die jeweiligen Landeskoordinatoren die Kartierung. Du musst das ein bisschen in einer Exel-Tabelle vorbereiten. Am besten wendest du dich mal an einen Pilzverein bei dir um die Ecke. Da wird dir geholfen.

    Moin Michel, die meisten Unteren Naturschutzbehörden sind zwar überfordert mit Pilzen, einige freuen sich aber trotzdem wenn sie entsprechende Infos bekommen. Aber kartieren solltest du den Fund auf alle Fälle. Darauf haben dann alle mit Interesse Zugriff.

    Im Zweifel würde ich allerdings keine Fotos von abgepflückten Pilzen schicken, denn du darfst sie ohne Genehmigung nicht entnehmen, auch nicht zum Fotografieren🥴.

    Klasse Christine, in deiner Dokumentation finde ich die Käfer ( Nymphen) tatsächlich wieder. Da lagen Bernd und Tuppie also richtig und ich stelle wieder mal fest: ich hab nicht nur von Pilzen keine Ahnung. Ganz schlecht für mein Ego. ==Gnolm6

    Hallo Claudia,

    der rote Täublingsschneckling dürfte Russula atrorubens sein. Die passenden Fichtenzweige hängen ja schön ins Bild.

    FG

    Oehrling

    Moin Stephan, danke und hmm. Kann es sein, dass der ausnahmsweise nicht scharf ist. Ich hatte den Verdacht auf Speitäubling und hab eine Kauprobe gemacht. (Beim ersten im Jahr trau ich mich noch). Aber da war auch nach einer halben Minute noch nichts scharf. Allerdings war der Pilz sehr nass. Was meinst du?

    Hallo zusammen,


    Regen, wie ich ihn liebe. Noch besser ist nur viel Regen. Den hatten wir, und zwar glücklicherweise ohne die bösen Nebenwirkungen wie in den Hochwassergebieten.

    Lediglich die Invasion der Schnecklinge ist ein wenig frustrierend. Im Garten wie im Wald. Daheim hilft der Opferstein. Die Waldwesen sind schutzlos.

    Hier mal ein Blick auf die Plagegeister:


    ganz frische Goldschnecklinge


    junger Rotkappenschneckling


    Frauentäublingsschneckling


    Roter Täublingsschneckling


    Es gibt auch schnecklingsarme Arten, das sind dann Madelinge, hier Perlmadelinge.


    Wenn frau ganz fix ist, also die Schnecken abhängen kann, sind auch ganz normale Pilzfunde möglich - wobei - Pfifferlinge sind ja nicht so lecker für Maden und Schnecken.der größere der Flockis ist schon wieder ein schimmlig.


    Manche Pilze werden offenbar von allen Plagegeistern gemieden, wie diese Ockertrichterlinge.


    Es runzelt ganz gewaltig im Korallenwald. Noch klein, aber dafür massenhaft.


    Hübsche Schleimer und Winzlinge machen sich überall im nassen Wald breit. Gelbe Lohblüte mit Schwindlingshintergrund.


    Hier vielleicht ein paar Fischeier-Schleimis.



    Erste Erdwarzenansätze


    Saftporlinge


    Meine Lieblingsdisteln, die Verschiedenblättrigen Kratzdisteln, kratzen übrigens gar kein bisschen.


    Diesen rätselhaften Käferklumpen will ich euch nicht vorenthalten. Was tun die da?


    Eine schicke Rote Mordwanze. Die lebt räuberisch und ihr Stich soll recht unangenehm sein.


    Eigentlich ein überraschend großes Pilzpotpourri für diese Jahreszeit. Pfifferlinge sind ja nicht so lecker für Maden und Schnecken. Also für eine Mahlzeit hat's gereicht, ganz ohne Wanzen und Käfer.


    Eigentlich fehlen mir nur noch Saftlinge für mein Pilzglück. Mal sehen, was die nächsten Tage noch so wächst. Danke fürs Mitkommen.

    Vielleicht irgendwelche Wanzen... ?


    Vielleicht

    Schwarzrote Weichewanzen


    Gruß Bernd

    Hallo Tuppie und Bernd, danke fürs Überlegen. Nein, das waren wohl keine Wanzen. Als ich den Stängel abgebrochen hatte, stiebten die Käfer auseinander und ich hatte keine Gelegenheit, ein Einzelexemplar zu fotografieren. Mich hat gewundert, dass sie so als Klumpen zusammensaßen. Dafür habe ich keine Erklärung.

    Käferhappening nach dem Regen.

    Hat jemand ne Idee, was die da tun? Es waren ca. 15 Exemplare ganz unterschiedlicher Größe beteiligt.

    Du hast einen spitzenmäßigen Garten, wie es aussieht, Andy!


    Den Fleischfarbenen Schönkopf würde ich zumindest makroskopisch so eintüten. Den gibts hier öfter mal, leider noch nie im Garten.🥴

    Danke Brummel. Ich hab mal Voreilende Ackerlinge auf diese Weise zubereitet.... <X . Na gut. Eine Chance bekommen sie, sofern ich mal eine nennenswerte Menge entdecke.