Beiträge von Wutzi

    Hallo zusammen.

    Die Zeit der Röhrenpilze neigt sich dem Ende. Aber die gute Pilzzeit läuft noch immer auf Hochtouren. Schnecklinge, Ritterlinge und vor allem Stockschwämme, worunter der gemeine Dorfbewohner und selbstredend auch die Dorfbewohnerin alles, was am „Stock“ wächst, zusammenfasst, sprießen aus allen Knopflöchern. Hallimasch erspare ich euch. Aber am echten Stockschwämmchen, das sich hier sonst eher rar macht, lasse ich euch gern teilhaben. Erstaunlich auch: der Gifthäubling, tückischer und tödlich giftiger Verwechslungspartner, ließ sich nirgends blicken.

    Hier eine Auswahl des heutigen Angebots.


    Zunächst ein Blick über den zerrupften Restwald des Schiefergebirges auf den wolkenverhangenen Rennsteig bei Neuhaus. Immerhin sind ohne Bäume auch Fernsichten möglich. So hat das Fichtensterben auch was Gutes.

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    2. Stockschwämmchen - Kuehneromyces mutabilis wohin das Auge blickt.



    3. ob jung oder alt - immer mit den typischen Stiels Schüppchen.



    4. Gelegentlich getrennt durch Schmetterlingstrameten und begleitet von Schwefelköpfen.



    5. Grünblättrige und Ziegelrote Schwefelköpfe unter sich.



    6. von unten



    7. immer noch mehr Stockschwämmchen



    8. und noch mehr davon, diesmal mit Grünblättrigen Schwefelköpfen.




    9. Ein überaus übelriechender Ritterling. Ich bin beim Violettbraunen Ritterling - Tricholoma bufonium.


    10. von unten


    11. Erstaunlich früh im Jahr und erstaunlich zahlreich die Schwarzfaserigen Ritterlinge - Tricholoma portentosum.


    12. Hier scheint neben der Kammkoralle noch eine weitere Art zu stehen, oder sind die grauen Korallen einfach nur alt?


    13. Den hier sehe ich zum ersten Mal. Ein kapitaler Pilz, ein bisschen wie der Breitblättrige Rübling, aber doch nicht so ganz. Geruchlos, geschmacksneutral, gummiähnliche Konsistenz. Habt ihr eine Idee.


    14. von unten.


    15. und noch einer wahrscheinlich ist das doch einfach nur ein etwas anderes Breitblatt.


    Von den diversen Schnecklingsarten verschone ich euch, zumal es kein Geruchsinternet gibt. Eigentlich ganz gut so. Den stinkendenn Ritter hätte ich ungern im Wohnzimmer.

    Danke für's Mitkommen.

    Die kleinen Schönheiten sollten hier nicht fehlen. Ästiger Stachelbart -

    Hericium coralloides. Zu schön und zu selten zum Ernten.



    Hallo Claudia :gwinken:


    Vergleiche deine namenlosen Becherchen (Nr.8) doch mal mit dem halbkugeligen Borstling g:-)


    LG corne

    Danke Corne, das hatte ich schon erfolgreich getan, nachdem ich denselben Tipp von Sven bekommen hatte. Lies mal zwei Beiträge über

    Soweit ich weiß wächst der Stachelbart nur auf Totholz (wahrscheinlich ist da oben ein Ast abgestorben oder ähnliches), insofern stimmt Baum"opfer" wahrscheinlich nicht ganz.


    VG


    LA


    Moin, so gesehen, hast du völlig Recht. Der Doppelstamm war zur Hälfte abgestorben und der Pilz hat nur den toten Teil befallen. Insofern wäre natürlich Wirt die präzise Bezeichnung gewesen.

    Moin zusammen und danke fürs Mitkommen.

    Zum Recherchen habe ich den Hinweis von Sven bekommen, dass es sich bei dem kleinen Becherling um Humaria hemisphaerica handeln könnte. Das hat sich als sehr hilfreich erwiesen. Ich habe abends die scharfen Gläser bemüht und festgestellt, dass die Maße passen. Allerdings hatte ich unklugerweise zunächst bei 123 Pilze nachgelesen und bin prompt der Aussage auf den Leim gegangen, dass die Sporen glatt wären. Sind sie bei meinem Becherchen aber nicht und so musste ich noch eine Weile recherchieren, bis ich herausfand, dass die Sporen tatsächlich ein körniges Ornament haben. Schuld eigene :gkopfwand: .


    p.s.

    Die braunen Ritterlinge sind gar nicht so schwierig, wie alle meinen. Am Ende reichen da schon makroskopische Merkmale aus.

    Ich muss mich nur mal zusammen raffen, um den dazu passenden Beitrag zu schreiben.

    Moin Ingo, da bin ich sehr gespannt und hätte gar nichts dagegen, den bald zu lesen ==Gnolm7 .

    Hallo Yannk,

    (welcome). Also Austernseitlinge sind das nicht. Das schrieben schon die Kollegen zuvor. Diese wären nicht zentral gestielt und hätten auch keinen so langen Stiel. Für eine Pilzbestimmung braucht man tatsächlich ein paar mehr Angaben. Details kannst du hier nachlesen. Geruch, Querschnitt wären z.B. hilfreich. Ich habe leider keine Idee zu deinem Pilz, bin aber auch keine wirkliche Expertin.

    Hallo Charlie,

    (welcome). Um einen Pilz zu bestimmen brachen auch Menschen, die sich mit Pilzen auskennen, ein paar mehr Informationen, als deinen Fotos zu entnehmen sind. Lies mal das hier. Wenn du das beherzigst, bekommst du garantiert bessere Antworten auf deine Anfragen.

    Hallo Oliver, keine Ahnung. Aber die Frage ist durchaus berechtigt. Deshalb schiebe ich sie mit meiner Antwort wieder nach vorn. vielleicht liest ja doch noch ein Toxikologe mit.

    Hallo zusammen,

    das Schwarzatal hat viele sehenswerte Ecken. Für mich eine der schönsten ist das Schwarzaknie bei Schwarzburg, auch wegen der Vielfalt an Pilzen, die dort zu jeder Jahreszeit zu finden sind. Wegen der Laubfärbung setzt der Herbst noch mal eins drauf, also musste ich mal wieder hin. Und es gab wie immer neben dem, was gerade überall wächst einige besonders schöne Pilze an Holz zu bewundern.


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    Ich hatte zwar gehofft, welche zu finden, aber eigentlich nicht damit gerechnet. Ästige Stachelbärte - Hericium coralloides. An bekannter Stelle standen sie wieder in voller Pracht. Allerdings hatten die Pilze ihren Wirtsbaum mittlerweile vollständig zersetzt. Nun wird es Zeit, dass der Pilz einen neuen Baum findet.

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    5. Imposante Laubholzharzporlinge - Ischnoderma resinosum


    6. Ein Spitzennröckchen aus Krausen Adernzählingen - Plicatura crispa


    7. Flache Lackporlinge - Ganoderma applanatum, umgangssprachlich Ganoppel


    8. Namenlose Becherchen


    9. Grünblättrige Schwefelköpfe - Hypholoma fasciculare einmal ganz anders


    10. Ein Prachtexemplar von Erlen-Schillerporling - Inonotus radiatus


    11. Links an diesem Baumstamm hing in 3 Meter Höhe eine helle Halbkugel. Beim näheren Hinsehen zeigte sich -


    12. - Nachschub bei Hericium! Was für ein schöner Tag. Der Stachelbart hat schon ein neues Baumopfer gefunden.

    Dass an der Bissstelle auch nach Tagen noch was passiert kann man am oft periodisch auftretenden Juckreiz und der Rötung deutlich sehen. Also warum nicht behandeln?

    Moin. Das sehe ich genauso. Die Bissstelle sollte unbedingt so lange eingerieben werden, bis die Rötung vollständig weg, das Jucken aufgehört hat und der Stich verheilt ist. So lange wende ich das Rotöl an und wem es sympathischer ist, der sollte gern nur oder zusätzlich hochwirksame Desinfektionsmittel verwenden, oder umgekehrt. Entscheidend ist wohl, dass die Mittelchen, Ingredienzien oder wie auch immer wir sie bezeichnen wollen, stark antibakteriell wirken, die Hautbarriere überwinden können und natürlich, welche Mittel man erfolgreich verwendet hat.


    Meine Anmerkung bezog sich nur da drauf, dass weder Alkohol (welcher?) noch Johannniskrautöl in puncto Desinfektion an ein modernen Wundantiseptikum ranreichen.

    Da wird so viel dran geforscht, dass man hier dem Stand der Wissenschaft sicherlich glauben darf.

    Nun ja, an modernen Wundantiseptika forscht die Pharma, an Rotöl nicht. Deshalb ist ein echter Vergleich nicht möglich.


    Eine Zeckenkarte ist sicherlich nicht das schlechteste Instrument, aber eine wirklich präzise Pinzette ist sehr viel besser.

    Jein. Eine spitze, präzise Pinzette, wie sie auch zum Mikroskopieren verwendet wird ist immer nützlich. Aber das Instrument Nummer 1 ist ein kleiner Kuhfuß aus Plastik. Die gibts im Doppelpack, ein Größerer, ein Kleiner. Der kleine ist in 90% aller Fälle besser als Zeckenkarte und Pinzette zusammen. Zecke einklemmen und herausdrehen. Entgegen der immer wieder zu hörenden Behauptung, Zecken hätten kein Gewinde, lassen die sich dennoch mit 2 Umdrehungen leicht lösen. Mit der Pinzette können die Zecken leicht gedrückt oder zerrissen werden. Pinzette verwende ich nur bei Nymphen, bzw. in Fällen wo das Gewebe um die Zecke bereits geschwollen ist, und sich der kleine Kuhfuß nicht ansetzen lässt.

    Sowas heisst anekdotische Evidenz. Also es hat bei Dir so funktioniert, aber die Kausalität ist völlig ungeklärt und als Handlungsempfehlung für andere Leute ist die Datenbasis unbrauchbar.

    Stimmt genau. Ich habe daher keine Handlungsempfehlung gegeben, sondern nur geschildert, wie ich zu einem stressfreien Umgang mit Zecken gefunden habe.


    Mit den von dir genannten Mitteln hatte ich in schöner Regelmäßigkeit ein bis zwei mal Borelliose im Jahr. Der Nutzen von Rotöl bei mir ist zwar auch anekdotisch, aber das sehe ich ganz locker.


    Bei mir taugt der Johanniskraut-Auszug. Vielleicht ist das Rotöl ja sogar wirkungsvoller, als die von dir genannten Mittelchen. Nur gibt es für Naturheilmittel bekanntlich keine klinischen Studien Phase 3 und so weiß halt niemand so ganz genau ob, warum und wie sie wirken.


    Und bevor wieder so eine wilde Debatte entspringt. Ich lasse mich impfen, wenn's sinnvoll ist und nehme ein Antibiotikum, wenn es nötig ist und ich würde bei ernstlichen Erkrankungen neben den bekannten Hausmitteln ärztlichen Rat hinzuziehen und nicht zum Wunderheiler gehen.

    Danke Wolfgang. Bislang hatte ich als Nichtnaturwissenschaftlerin immer so meine Probleme damit, dass aufgrund der Sequenzierungen Arten immer weiter aufgesplittet werden. Aber wenn es dazu dient, Variationsbreiten oder aber neue Arten zu identifizieren, kann ich mich gut damit anfreunden.

    Hallo Peter, Andreas Gminder hat in seinen Lehrgängen davon gesprochen. Dass schon kleinste Stücke. Die ein Kind in den Mund genommen hat, zu Blutveränderungen geführt hat. Die Quelle kenne ich nicht.


    Aber die PSV sind z. B. gehalten, den gesamten Pilzkorb zu verwerfen, wenn sich Grüne bzw. andere amanitinhaltige Knollenblätterpilze im Sammelgut befunden haben, weil sich winzigste Stücke in die Speisepilze verirrt haben könnten

    Ich geh mal davon aus, dass sich die DGfM etwas dabei gedacht hat, das so zu vermitteln. Wenn die Fachausschüsse der DGfM das Risiko so hoch bewerten, bin ich die letzte, die das in Frage stellt.

    Hallo zusammen,


    heute habe ich wieder einmal erfolglos durch die scharfen Gläser meines Mikroskop geschaut, ohne dass ich nun klüger bin.


    Aber von vorn. Seit einiger Zeit wachsen auf meiner zahlreiche Wunderwiese rot-orange-gelbe Hygrocybe, die ich nicht zuordnen kann. Der sonst hilfreiche Boertmann gibt nichts richtig Passendes her. Der Pilzmhat durch einen früheren Beitrag das Interesse von Wolfgang P. geweckt und heute nun habe ich versucht, den Pilz genauer zu untersuchen.


    Hut 2,5 - 4,5 cm Durchmesser, klebrig-schleimig, radial gestreift, in der Mitte rot-orange, zum Rand hin gelb färbend.

    Stiel 4-6 cm lang, 4-5 mm Durchmesser, feucht-klebrig


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    Und nun der Blick aufs Innenleben:

    8 HDS mit Schnallen


    9 Stiel


    10 Sporen


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    Diese Art ähnelt Hygrocybe insipida. Aber so richtig scheint der Name nicht zu passen.

    Vielleicht kennt jemand den Pilz und kann helfen ihm einen Namen zu geben.