Beiträge von Wutzi

    Der Hautkopf könnte sogar noch was Ungewöhnlicheres sein, auf mich macht der eher den eindruck von Cortinarius purpureus (= Cortinarius phoeniceus = Purpurroter hautkopf), wegen der eher kupferroten statt ockerlichen Hutoberfläche und ich meine auch rötliche Velumreste am Stiel zu sehen.

    Schau mal, Pablo.

    hier ist noch ein Foto vom Hut. Der ist wirklich dunkler als beim Blutblättrigen und die Stielbasis ist rötlich, aber nicht richtig rot. Ich hatte nur noch den C. sanguineus auf dem Schirm und der sieht anderes aus. Ich hab jetzt mal den von Dir vorgeschlagenen Cortinarius purpureus gegoogelt. Der heißt auch Purpurbrauner Hautkopf und genau der ist es. Klasse, vielen Dank, Pablo. Noch ein Perser für mich.



    Gut daß "Idefix" den Braten roch und verschreckte. :gzwinkern:

    Innerhalb des Waldes ist auch hier noch nichts los. An den Rändern aber kann man was finden und in Parklandschaften, ja, da geht jetzt was. Zumindest ist das hier so, dank einigem Regen in den zurückliegenden Tagen.


    Schöner Bericht!

    Danke Mausmann,

    ob das Gremlin zuerst den Keiler gerochen hat oder umgekehrt, hab ich nicht realisiert. Aber gut, dass es ihn nicht verfolgt hat. Der Keiler war zwar nicht aggressiv, aber wenn ihm ein wäre ihm wahrscheinlich die Hutschnur geplatzt, wenn ihn die kleine Wurst verfolgt hätte.

    Ja, an den Bachrändern macht es Spaß nach Pilzen zu gucken, auch an schattigen Wegrändern stehen ein paar, aber deren gute Zeit hab ich wohl verpasst. War an den falschen Orten unterwegs.


    Hallo Claudia!

    Uiii, da pilzelts aber doch schon ein wenig mehr, schöne Funde! Und das mit den Schweinereien, ich kann mich noch gut an meine letzte Begegnung erinnern und weiß, wie man das Adrenalin runterzählen muss!

    Aber MM hat's ja schon geschrieben: Dank PSH ist alles gut gegangen... und da ich keinen

    pSH an meiner Seite habe, habe ich eine Trillerpfeife dabei. Ob's hilft???

    Danke fürs Mitkommen, Tuppie. Ich seh ja öfter mal Wild und auch mal Schweine, aber die Begegnung mit diesem sofagroßen Klops mit diesem unglaublichen Resonanzraum - grunzen war das nicht, das war ein archaisches unbeschreibliches Geräusch, etwas wirklich Besonderes. Und meine Emotionen waren auch sehr speziell - so eine Mischung von Begeisterung und Schiss.

    Wenn man solche Schreckmomente vermeiden will, muss man mit hohem Geräuschpegel unterwegs sein, wäre aber nicht meins. Ich freue mich über solche Erlebnisse. Davon zehre ich noch eine ganze Weile. Sicher vertreibt eine Trillerpfeife Wildschweine, aber wahrscheinlich reicht es, wenn man ruft oder klatscht. Normalerweise laufen die weg, wenn Du nicht die Fluchtdistanz unterschreitest, oder Dich an den Frischlingen vergreifst. Aber eine Versicherung dass sie das immer tun, gibt es natürlich nicht.



    Hallo Pablo,

    Königsfliegenpilze gehören in meiner Ecke zur pilzlichen Grundausstattung und manchmal gibt es sie massenhaft. Ich wusste gar nicht, dass die selten sind.

    Wenn ich jetzt noch wüsste, wo genau ich den Schleierling gefunden habe. Da standen noch fünf Stück herum. Vielleicht finde ich die wieder, spannend.

    Beim Geselligen Glöckchennabeling war ich nicht sicher. Danke für die Bestätigung.

    Und bei dem Porling hatte ich verglichen und war wegen der Größe und der schwärzlichen Stielbasis beim Schuppigen gelandet. Nur, dass die Schuppen nicht abstanden hat mich stutzig gemacht. Ich habe die Teile noch dazuliegen und sehe mir das morgen noch einmal an. Aber egal, auch der Sklerotienporling wäre ein Erstfund für mich==13

    Hallo Chris, ich denke schon, das es die Ziegelroten waren. es standen ein Stück weiter noch ältere Exemplare, die eindeutiger waren.

    Wildverbiss meinst du. Was für ein abscheulicher Geschmack.!


    Danke beli, dass Du gleich noch die Fotos zu den abgefressenen Schwefelköpfen lieferst. Wieder was gelernt!:daumen:


    Hallo Claudia,

    Dein Schleimi an dem Moos könnte Physarum cinereum sein. Den hatte ich am Wochenende im Harz auch reichlich. Er müßte ungestielte Fruchtkörper und im Innern des Köpfchens ein Capillitium mit kleinen Kalkknoten haben. Der Kalk auf der Oberfläche ist granuliert und nicht kristallin. Im herbst wächst an ähnlichen Stellen dann oft Didymium melanospermum. Sieht ähnlich aus, ist aber gestielt, hat keine Kalkknoten im Capillitium und der Kalk auf der Außenperidie ist kristallin.

    LG Ulla

    Danke Ulla, bei Schleimes bist du immer eine sichere Bank, Klasse. Den schau ich mir morgen mal mit den scharfen Augen an.

    Hallo Stefan,

    ich Maine, dass Du Alkohol in jeder Form - sogar gezuckert und aromatisiert für Jugendliche (so was würde ich richtig stark besteuern) - im Supermarkt kaufen darfst, während beispielsweise Cannabis komplett verboten ist, und jugendliche Kiffer sich das Zeug von Drogendealern beschaffen, die auch mit härteren Drogen handeln. Das ist dann sozusagen ein sehr niederschwelliger Zugang zu harten Drogen, die sehr schnell Abhängigkeiten verursachen, wird auf diese Weise zu leicht gemacht, finde ich.

    irgendwie hast Du unter den gegebenen Verhältnissen ja Recht, Pablo. Niemand möchte eine Mitschuld daran tragen, wenn sich jemand um den Verstand kifft, oder säuft oder psilocybiert (schönes neues Wort). Aber unbefriedigend bleibt, dass mit so unterschiedlichem Maß gemessen wird.

    Hallo zusammen,

    vorgestern Abend und gestern Vormittag wars. Gestern bin ich einfach eine meiner regelmäßigen Spaziergangswege in umgekehrter Richtung gegangen. Und ich muss sagen, dass es sich gelohnt hat, wenngleich ich das in dieser Form wirklich nicht jeden Tag gebrauchen kann.



    Am Nachmittag zuvor hatte ich auf meinem Hausweg Königsfliegenpilze entdeckt, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.



    Ein paar Blutblättrige Hautköpfe. Der größte durfte mit zum Trocknen zu denen vom Vorjahr. Irgendwann färbe ich mal was Hübsches damit.



    Nabelinge gab es auch - ich denke jedenfalls, dass es welche sind, oder?



    Und einen leider total vermadeten Raufuß unter Fichten. Ich vermute eine Fichtenrotkappe oder so was.



    Es gab Ziegelrote Schwefelköpfe



    Das Highlight des Tages war ein (vermutlich) Schleimer, der noch unters Mikroskop muss. Der wirkte wie Raureif.



    Der Spaziergang gestern Vormittag begann verheißungsvoll mit üppigen violetten Blüten, einem Pinselkäfer nebst Rüsselkäfer.



    Kurz darauf entdeckte ich zwei Perlpilze. Von diesem hier war die Hälfte unbewohnt, also durfte er mit.



    Ein überständiger Rotfußröhrling, der erste Fund in 2019 für mich. Es gab dann aber noch weitere, aber fast alle schon hinüber.



    In einem kleinen Tal ging es dann den Bachlauf hinauf. Fast an jedem Ästchen gab es kleine gelbe Becherchen, die ich jetzt einfach ganz dreist als Vibrissea bezeichne, weil ich die vor kurzem im selben Bach gefunden hatte. Wenn man erst mal weiß, wo man gucken muss findet man sie ganz leicht - zumindest hier bei mir in der Region.



    Dann eine Entdeckung zum Schmunzeln. Von den zahlreichen Grünblättrigen Schwefelköpfen fehlte ein Büschel Hüte. Die sahen aus wie abgeschnitten. Wenn das mal nicht in die Hose gegangen ist.==Gnolm4



    Wie ich Euch kenne wartet Ihr bestimmt auf die Riesenschweinerei. Es kann sein, dass der Hund schon etwas wittert. Ich jedenfalls habe nichts mitbekommen bis dieser Urschrei ertönte: Uaaaarrrgh - so was wie in Jurassic Park. Es fuhr mir durch Mark und Knochen.



    Dann raschelte es neben dem Bach, Äste knackten und etwas Riesiges trampelte davon, das ich, als ich meine Sinne wieder beisammen hatte, als kapitales Wildschwein identifizieren konnte. Als ich wieder in der Lage war zu denken, war das Tiere weit genug weg, so dass ich mich mit dem Gedanken an ein Wildschwein in der Nähe anfreunden konnte und ein Foto gemacht habe. Der Hund lief dann eine Weile ganz brav bei Fuß, ohne ermahnt zu werden.



    Es hat ein bisschen gedauert, bis ich meinen Adrenalinspiegel wieder unter Kontrolle hatte, aber zur mentalen Entspannung fand ich dann diesen allerliebsten kleinen Nackt-Schneckling.



    Und dann der Perser. Mein erster selbstgefundener Schuppiger Porling.



    Nicht mehr taufrisch, aber immerhin. Auf der Unterseite und in den Poren tummelten sich hunderte kleiner Käferchen.



    Eine Gelbe Lohblüte im grünen Gras - wie Spinat mit Ei.


    Reife Blutmilchpilze


    Die haben schon gestaubt.


    Ein Breitblättriger Rübling, der seine beste Zeit hinter sich hatte.


    Eine wunderschöne Amanita - diesen Scheidenstreifling lass ich mal ohne Nachnamen. Das ist mir zu kompliziert.



    Eine neue Fundstelle für das nächste Mal, wenn irgendwann neue Stockschwämmchen wachsen. Weil ich den Weg sonst nie in dieser Richtung gehe, und mich auch nicht ständig umdrehe, ist mir dieser Fundort noch nie aufgefallen.


    Aus dem Wald heraus der Blick ins Dorf


    Zu Hause empfing mich dann ein UFO, das mich an Hummelschwärmer und Taubenschwänzchen erinnerte.


    Die Natur würde wohl ausreichend Pilze produzieren, so man ihr ein bisschen mehr Wasser gönnen würde. Ich hatte am Ende des Spaziergangs einen halben Perlpilz und einen kleinen brauchbaren Rotfuß die ich wohl nachher wieder auswildern werde. Schön, dass Ihr bis zum Schluss durchgehalten habt.

    Die Gattung magst Du Hans, gelle? Aber so wie ich das im Moment sehe braucht Wutzi für die Art wieder Schubsi. Immerhin habe ich nach 5 Minuten erkannt, was ich auf Bild 1 sehe.


    Zum Vorgänger: Ich fühle mich hier echt benachteiligt:(, weil ich die Suchfunktion von 123-Pilze nicht benutzen kann. Das funktioniert mit Apple nicht. Ging nur mit Schubsi, Rasling war klar, aber wer kennt schon einen Gelbhütigen Rasling - außer den Nerds.

    Hallo zusammen,

    mir geht die Geschichte von den drei Sechzehnjährigen nicht aus dem Kopf, von denen zwei gestorben sind und nur einer von ihnen knapp den Konsum von Spitzgebuckelten Rauköpfen überlebt hat, allerdings mit lebenslangen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Eigentlich wollten die „nur" auf nen Pilztripp, hatten sich allerdings die falschen Pilze ausgesucht und offenbar niemanden, den sie fragen konnten. Eigentlich kann man Kahlköpfe und Rauköpfe nicht verwechseln, aber trotzdem passiert es. Ihr wisst das aus entsprechenden Anfragen hier im Forum. Mir wäre lieber gewesen, dass die drei einen Anlaufpunkt gehabt hätten, um klarzustellen, was sie sich reinziehen wollen.


    Andererseits finde ich auch die unterschiedliche Bewertung der verschiedenen Drogen seltsam. Unsere Kulturdroge Alkohol ist ok, auch wenn es zahlreiche Menschen gibt, die unter seinem Einfluss tödliche Unfälle verursachen, Prügeleien vom Zaun brechen und ein Vollrausch eine beträchtliche Zahl Hirnzellen abtötet und einige sich am Ende totsaufen.


    Gras ist verboten, obwohl die Folgen nicht schwerer wiegen als bei Alkohol und man Menschen, die kiffen wollen, in Deutschland so in die Hände von Dealern treibt, die außer Cannabis auch härteren Stoff anbieten.


    Ich will Psilocybin nicht verharmlosen, keineswegs, das ist eine bewusstseinsverändernde Droge, die sehr böse Folgen haben kann. Aber ich finde, wenn jemand nach entsprechenden Pilzen fragt, sollte man ihn aufklären über die gravierenden Folgen, aber man sollte es ihm sagen. In der Abwägung, ob sich jemand eine schwere Vergiftung zufügt, weil er die falschen Pilze gegessen hat, empfinde ich das als richtig. Sicher hast Du Recht, Pablo, dass viele der hier als Psilos eingeschätzten Pilze in irgendeinem Magen landen werden. Das ist schlecht, aber immer noch besser als kaputte Nieren oder tot. Im Zweifel finden Leute, die sich den Kopf zudröhnen wollen immer irgend etwas Geeignetes.

    Moin nobi, so fängt der Tag gut an, mit Nobi bei einer Pilzwanderung in Sachsen. Das hat sich gelohnt. Aber ich habe eigentlich auch nichts erwartet, denn meine Wetterapp zeigt mir immer, dass der Regen, den ich so gern hätte, im Dresdner Raum und im Vogtland landet. Danke fürs Zeigen.

    Für Tequilla ist die Situation nun eventuell leider etwas unangenehmer, als für uns.

    Hallo Stefan, finde ich gar nicht. Er kann sich ja erklären. Und wenn er hier im Forum dabei bleibt, ist das für mich ein Indiz, dass ich falsch gelegen habe. Aber wenn ich hier schon etwas mitgelesen hätte, würde ich bei einersolchen Erstanfrage auch irgendetwas unternehmen, das diese Absicht nicht auf den ersten Blick erkennbar macht. Ich muss immer schmunzeln, wenn solche Nachfragen kommen.

    Hallo Walter, ich war auch erst nicht sicher mit Deinem Ringelnatz, weil der die gelben Bäckchen fehlen. Aber die sind auch ziemlich variabel.

    Mit den überständigen Pilzen gehts mir genauso. An einem Tag ist noch nichts zu sehen, das nächste Mal sind sie schon vergammelt. Aber bei Dir hat es sich ja trotzdem richtig gelohnt.

    Hallo Claudia,


    das war mein erster Feuersalamander, von daher kann ich zur Befleckung wenig sagen.


    Björn

    Glückwunsch, und dann so ein beeindruckendes Exemplar, Ich sehe die recht oft, aber nie mit so stark ausgeprägter flächiger Gelbzeichnung. Vielleicht ist das regional unterschiedlich.

    Igitt, beli! ==Gnolm9

    Warum sammelst Du alleine keine Speisepilze?

    Auch wenn meine Antwort jetzt wohl hier manche nicht so erwartet haben: Weil ich mich zu wenig auskenne

    Wenn ich sehr große Lust auf ein Pilzgericht habe, kaufe ich mir tatsächlich welche im Lebensmittelladen. Oder ich lad mich bei Schwesta Tuppie zu einem Wildpilzgericht ein! :gzwinkern:

    Hoffe, du bist jetzt nicht enttäuscht von mir, aber man muß wissen, wo man seine Stärken und Schwächen hat und dazu stehen...

    Kagi, das ist jetzt nicht Dein Ernst. Du und Dich nicht auskennen ich fass es nicht. Du bist eine der Fittesten in Sachen Pilzrätsel und erkennst die Schweinchen quasi am Gang. Ein bisschen mehr Selbstvertrauen in Sachen Pilze dürftest Du aber haben. Du hast doch mal locker so 30-40 Speisepilzarten drauf, die Du völlig sicher bestimmen kannst. Ich bin überhaupt nicht enttäuscht nur sprachlos. Das hätte ich nicht erwartet, unsere Kagi, nee sowas.

    Die hätten Dich sicher irgendwann gesucht, nur mit mehr Aufwand und we wäre unterdessen sicher ganz schön fies gewesen für Dich. Glück im Unglück, dass Dein Handy funktioniert hat. Mit Deinen pilzreichen Parkspaziergängen machst Du alles richtig, um bald wieder gut in Form zu sein. Ich drück Dir die Daumen:daumen:.

    Ich sammle allein gar keine Speisepilze. Wenn ich es täte, würde ich aber die sehr zerfressenen, wo die Tiere sich schon arg gütlich getan haben, nicht mitnehmen. Ich würde das Pilzgericht sonst nicht mit Appetit verspeisen...aber das kann ja jeder machen, wie er möchte.

    Warum sammelst Du alleine keine Speisepilze?

    Da weiter oben auch Loma gefragt war (Hypholoma) - Loma ist auch altgriechisch und meint den Saum eines Kleides - also den unteren Rand eines Kleids. Daher bezieht sich bei den Pilzen "loma" auf den Hutrand.

    Tricholoma bedeutet - haariger Hutrand (ebenfalls substantiviert).



    P.S.: das neue Rätsel ist nur für unseren Habicht als Exklusivrätsel? (falls nein kann ich morgen trotzdem nicht miträtseln, da ich dann mykologisch unterwegs bin)

    Moin Christoph,

    1. interessant, davon bitte mehr:daumen:

    2. kannst ja zwischendurch Deine Antwort zu Hans schicken und ein paar solide Pfähle einrammen. Ich guck wieder wie die Wutz ins Uhrwerk.

    Moin Tuppie, dann wohl der Graue Wulstling, wenn ich den bräunlichen Teil richtig als alt und nicht als Rötung interpretiere. Pablos Differenzierung ist mir zu kompliziert.

    Mit d m Hessischen Gitterling gehe ich übrigens nicht mit, da wären mit die Lochabstände zu groß. Ich schätze, Du musst im Artenkomplex der Lochpilze suchen.

    Aber im Ernst, das sieht doch pilztechnisch richtig gut aus in Deinem Wald. Wünsch ich mir auch.