Hallo,
im Gonsenheimer Wald haben die "Grünen" gerade Hochkonjunktur.
Oskar : DER Pilzlertreff in der Region:
Termine-Datenbank: Monatstreffen Fachgruppe Mykologie
Gunsenummer Grüße,
Wolfgang
Hallo,
im Gonsenheimer Wald haben die "Grünen" gerade Hochkonjunktur.
Oskar : DER Pilzlertreff in der Region:
Termine-Datenbank: Monatstreffen Fachgruppe Mykologie
Gunsenummer Grüße,
Wolfgang
Alternativ einen dokumentierten Selbstversuch wagen.
Es könnte eine kleine Doktorarbeit bei herausspringen.
Hi Tom,
in den "normalen" Steinpilz-Mengen verläuft auch eine Muskelzersetzung in der Regel ohne Symptome. Insofern ist die Diskussion eher eine theoretische.
Aber wenn irgendeine Organisation rohe Steinpilze für völlig ungefährlich erklärt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand (z.B. ein Paleo-Diät-Anhänger) auf die Idee kommt, sich eine Woche lang ausschließlich von rohen Steinpilzen zu ernähren.
Dabei sind, völlig unabhängig von der möglichen rohen Giftigkeit, ja auch die anderen Inhaltsstoffe erhitzt einfach besser verdaulich.
Insofern erschließt sich mir die Notwendigkeit des Rohverzehrs einfach nicht.
Grüße,
Wolfgang
Hallo an alle,
gebt mir etwas Zeit, dann frage ich im Dezember beim FA Tox nach besser belastbaren Quellen. Wir hatten das Thema schon, insofern wird sich an der Einschätzung vermutlich nichts ändern, aber Bettina Haberl hat aufgrund ihres beruflichen Hintergrunds (arbeitet in der Vergiftungszentrale München) mehr Literatur "parat" als ich.
Grüße,
Wolfgang
Hallo Thomas,
hast Du belastbare Quellen für diese Aussage?
fang z.B. mal hier an zu lesen:
https://www.zobodat.at/pdf/Mycologia-Bavarica_17_0069-0096.pdf
und die dort zitierte Literatur.
Bislang kann ich keinerlei Auffälligkeiten nach dem Verzehr berichten.
Das habe ich auch nicht behauptet. Ich habe nur gesagt, dass man es im Blutbild hätte sehen können.
Grüße,
Wolfgang
Hallo frank2507 ,
Durch Kühlen oder Einfrieren kann man die Haltbarkeit der meisten organischen Stoffgemische deutlich verlängern
Da hast Du sicher Recht. In diesem Fall sollte man, weil das Hauptproblem die Oxidation ist, das Guajak vor allem sehr gut luftdicht verschließen.
Vermutlich könnte man auf diesem Weg auch die Haltbarkeit der fertigen alkoholische Lösung von einem Jahr auf mehrere Jahre verlängern, wenn man das Fläschchen nur in der Russula-Saison aus der Truhe nimmt, und ansonsten vakuumiert und tiefgefroren aufbewahrt. Dann relativieren sich auch die 4,50€ Anschaffungskosten der fertigen Lösung, die ansonsten ja jährlich wiederkehrend das Freizeit-Budget belasten ![]()
Grüße,
Wolfgang
Hallo an alle,
Röhrlinge sind, wie fast alle Pilze, roh mehr oder weniger giftig. Wie immer hängt es natürlich von der Dosis ab.
Ja, manche Menschen essen Steinpilze roh. Das sieht man dann im Blutbild anhand des erhöhten CK-Wertes, der eine Muskelzersetzung anzeigt.
Davon lässt sich ein echter Gourmet natürlich nicht schrecken.
Guten Appetit,
Wolfgang
Hallo Rainer,
wie kommst Du genau auf diese zwei Arten als Alternative?
Ich halte einen Schneckling für wahrscheinlicher als einen Ritterling. "Schleimige Huthaut, bei Kiefer" scheinen aber die einzigen wirklich gesicherten Merkmale zu sein.
Aber unter den Schnecklingen wäre der Kiefern-Schneckling (H. latitabundus) m.E. wahrscheinlicher als der Wohlriechende, der überwiegend unter Fichte wächst (nur von da kenne ich den, aber nach Lit. soll er sogar mal mit Laubbäumen fremdgehen). Wahrscheinlich kommen noch weitere Arten in Frage, aber Schnecklinge begegnen mir leider eher selten.
Auch unter den Ritterlingen wären mir erstmal andere Arten als gerade der Seifenritterling in den Sinn gekommen, der ja keine besonders schleimige Huthaut hat.
Dieses schimmlige Exemplar wäre wahrscheinlich in jedem Fall nicht mehr wirklich sehr wohlriechend gewesen ![]()
Grüße,
Wolfgang
Könnte man unter diesen Umständen Armillaria gallica als gesichert ansehen?
Hallo Wahrmut,
nein, als "gesichert" kann man eine reine Foto-Bestimmung bei Pilzen fast nie ansehen. Und im Hochtaunus können colline Arten schon auch mal in die Täler ausstrahlen. Und die gelben Velumflocken von gallica sind ja nur mit etwas Fantasie im Hintergrund zu erahnen, und nicht wirklich deutlich.
Aber eine bessere Bestimmung wirst Du nicht bekommen - in diesem Fall hätte übrigens auch ein Schnittbild keinen Fortschritt gebracht.
Grüße,
Wolfgang
Hallo Waso,
wenn der Fund aus dem Flachland stammt, könntest Du ihn mit Armillaria gallica als Arbeitsnamen ablegen. Auf dem unscharfen Stiel links hinten sind m.E. gelbe Velumgürtel zu sehen.
In Mittelgebirgslagen > 600m üNN käme auch A. cepistipes in Betracht, den kenne ich selbst aber kaum, weil ich im Flachland unterwegs bin.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Björn,
bei der Keule würde ich Clavaria flavipes vermuten. Bei der Gruppe im Hintergrund sieht man bei der linken deutlich den abgesetzt gelben sterilen Fuß. Das Oberteil kann auch mal weiß sein.
C. flavostellifera hätte Sporen mit fingerartigen Auswüchsen.
Gruß,
Wolfgang
Wenn ich Geld ausgebe, muss das eine Investition sein, die sich auszahlt.
Hallo Digitalpilz,
unter dieser Maßgabe würde ich eher abraten.
Gerade wenn Du nicht mehr Dein ganzes Berufsleben vor Dir hast, sondern nur noch < 15 Jahre, tun weitere 3 Jahre Ausbildung und 3 Jahre Suche nach einer geeigneten Anstellung schon sehr weh. Da bleibt wenig Zeit, um die Investition zu amortisieren.
Es machen auch Personen den Fachberater, die "voll im Job stehen", aber die haben dann oft Aufstiegschancen bei ihrem bestehenden Arbeitgeber. Dass der freie Markt nach mehr Fachberatern schreit, ist leider nicht so.
Grüße,
Wolfgang
Hallo in die Runde,
der zweite sieht nach Armillaria ostoyae aus.
Wenn der noch ein kleinwenig weiter aufschirmt, sieht man am Ring einen rotbraunen Zahnkranz.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Tobias,
"Rotfußröhrling" ist keine Pilzart, sondern ein Sammelbegriff für 4-5 Filzröhrlings-Arten. Eine von denen wird es schon sein.
Die Arten sind grundsätzlich eßbar, aber gerne von Goldschimmel befallen.
Der Zustand von Pilzen ist am Foto nicht erkennbar, daher hier noch der übliche Disclaimer, dass eine Benennung nicht das Gleiche ist wie eine Essensfreigabe.
Grüße,
Wolfgang
Hallo an alle,
ich erinnere mich, dass diese "Pilzchen" schon mal Thema im Tintling waren, dort wurde es auch aufgelöst.
Ja, sie sind wohl tierischen Ursprungs, aber für Genaueres müsste man die letzten 20 Tintlings-Jahrgänge durchsuchen...
![]()
Wolfgang
Hallo,
bei einem rein weißen, unverzweigten Keulchen wirst Du vermutlich je nach Sporengröße/-form im Clavaria-falcata-Aggregat (7-9 x 5-7 my, ggf. mit fingerartigen Auswüchsen) oder im Clavaria-fragilis-Aggregat (4-6 x 3-4 my) rauskommen.
Beide Artkomplexe sind noch nicht genetisch komplett aufgedröselt worden.
Grüße,
Wolfgang
Hallo,
Bei 2 finde ich Panzerrasling gut möglich, könnte aber auch ein Rötling sein.
Da sollte man die Sporenpulverfarbe ermitteln.
den Rest sehe ich wie beli.
Gruß,
Wolfgang
Hallo an alle,
bitte die Anmerkungen von Prof. Marc Stadler zu dem Thema beachten:
Grüße,
Wolfgang
sieht mir wie das Milchweiße Samthäubchen (Conocybe lactea) aus.
Für Conocybe passt die Lamellenfarbe nicht.
Das ist schon ein Schwarzsporer (Psathyrella, Parasola, ..).
Gruß,
Wolfgang
Ich frage mich seit längerem, was denn Sinn ergibt für mich zu "besitzen" an Chemikalien.
Hängt doch davon ab, mit welchen Gattungen Du Dich beschäftigst.
Viele Chemikalien halten Jahrzehnte (FeSO4 kristallin), andere sind nach 1-2 Jahren kaputt (Guaiak).
KOH 20% ist als "Allrounder" in vielen Gattungen nützlich.
Bei Täublingen wird traditionell viel mit allerlei Chemie gearbeitet.
Champignon finde ich keine leichte Gruppe... Ich mikroskopiere nicht.
Champignons sind schon mit Mikroskop oft unmöglich, ohne Mikro sollte man es m.E. einfach bei dem Gattungsnamen lassen.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Zimtara,
das sollte der Buntstielige Helmling (Mycena inclinata) mit einem Helmlingsschimmel (Spinellus fusiger) sein.
Gruß,
Wolfgang
Hi Bernd, ich wüsste keine aktuelle Übersicht. Ich habe aber immer noch Zweifel zu welcher Untergattung Dein Pilz gehört.
Jedenfalls sehr spannend!
Gruß,
Wolfgang
Auch seine Makrofotos erscheinen ganz ähnlich.
Nein. Die Zystiden Deiner Kollektion sind deutlich kopfig, und eben nicht nur spitz ausgezogen wie die von versatile, wie auch bei Kuo gezeigt.
Kuo zeigt auch inkrustierendes Pigment, und nicht intrazelluläres wie Dein Pilz.
Nicht, dass ich genau wüsste welche Art Deine Kollektion darstellt, aber zu versatile im klassischen Sinne gibt es eben beachtliche Unterschiede.
Grüße,
Wolfgang
HalloBastian,
Ich denke, Du hast Macrolepiota rhodosperma, den "Grobscholligen Riesenschirmling" oder "Kleinen Wald-Parasol" gefunden.
Die sind meist etwas kleiner als echte Parasole, aber normal nicht so klein wie diese. Kommt aber vor.
Der Sporenabwurf ist rosa, der Standort meist in Wäldern (echte Parasole sind oft auf Wiesen).
Die Art ist häufig, aber in fast keinem der Normalo-Pilzbücher enthalten.
Das ist keine Essensfreigabe.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Austernseitling,
der erste, ein rötender Rißpilz mit süßlichem Geruch, könnte auf den Namen Inocybe fraudans, Birnen-Rißpilz hören.
Nr. 2 ist eine namenlose Telamonie... diese Untergattung hat Gott vermutlich nur geschaffen, um den Menschen herauszufordern ![]()
zu den anderen Cortinarien werden andere Foristen etwas sagen können, aber ich akzeptiere meine Wissenslücken.
Gruß,
Wolfgang
wobei mir porphyrophaeum zu stämmig wirkt.
ja, das finde ich auch, an der genauen Art habe ich auch Zweifel. Aber versatile und porphyrophaeum sind in unterschiedlichen Untergattungen (Pouzarella vs. Trichopilus), zumindest in die richtige Untergattung sollte man ja finden. Trichopilus müsste auch an den Zystiden Schnallen haben, da sieht man sie oft leichter als an den Basidien.
Gruß,
Wolfgang
