Wurde im Feld nicht so genannt, aber passt das?
Hi JanMen,
ja, ich hätte den auch so genannt.
Cuphophyllus berkeleyi hätte eine matte, nicht schwach klebrige Huthaut.
Gruß,
Wolfgang
Wurde im Feld nicht so genannt, aber passt das?
Hi JanMen,
ja, ich hätte den auch so genannt.
Cuphophyllus berkeleyi hätte eine matte, nicht schwach klebrige Huthaut.
Gruß,
Wolfgang
sehen die Sporen auch etwas anders aus, als die reingelben, die ich bisher als laeticolor s.l. abgelegt hatte, wobei sie schon auch teilweise einen recht großen Apikulus haben. Aber ist ja halt auch ein Aggregat.
ja, von den Sporen her gehören sie wohl in dieses Aggregat.
Ich hatte vorgestern auch so eine Kollektion, bei der das Dottergelb in ein leuchtendes Gelb-orange überging. Mal sehen, wie die Art in ein paar Jahren heißen wird.
Fun fact: der Typus von laeticolor ist eine zinnoberrote Keule aus Kuba. Wenn das Aggregat für Europa genetisch aufgelöst wird, wird vermutlich gar keine der Arten mehr "laeticolor" heißen.
Grüße,
Wolfgang
P.S.: für die Frage, wie Aprikosenfarbene Keulen aussehen, hat Karl in einem Parallel-Thread ein farblich sehr passendes Bild geliefert:
https://www.pilzforum.eu/attachment/574404-06-clavaria-luteoalba29-10-25-krefeld-friedhof-2-jpg/
Also verstehe ich das richtig, Corne, dass die Keule, die so richtig rosa ist bei uns "Gelbweiße Wiesenkeule" (Clavulinopsis luteoalba) genannt wird?
Hallo an alle,
auch wenn die Lateiner wissen, dass luteoalbus übersetzt "gelbweiß" bedeutet: bitte, bitte verwendet NIE diesen deutschen Namen, denn alle gelben Keulen können durch den ersten Frost weiße Spitzen bekommen und sind danach gelbweiß.
Der treffende deutsche Name der Art ist "Aprikosenfarbene Keule", und sie ist immer genau aprikosenfarben. Die anderen gelben Keulen sind dottergelb oder zitronengelb.
Schupfnudel : Du hast keine luteoalba gefunden.
Die lachsfarbene ist eine der von mir oben genannten Clavaria-Arten.
Gruß,
Wolfgang
Deine letzten Keulchen würde ich für luteoalba halten. Da reicht „Orange“ nicht aus. Luteoalba hat einen deutlich aprikosenfarbenen/lachsfarbenen Ton.
Hallo Corne ,
welche Farbe haben Deine Aprikosen?
Ja, Clavulinopsis luteoalba ist immer aprikosenfarben.
Lachsfarbene Keulen wären meistens aus der Gattung Clavaria, z.B. straminea, incarnata, rosea, messapica.
Schupfnudel : hast Du die "umbrinella" noch? Die sollten dringend sequenziert werden.
Deine Nr. 20 mit dem orangegelb könnte einfach helvola sein, die nimmt's mit dem Gelb nicht immer so genau. Ein Blick durch's Mikroskop und Du siehst die Sporen mit fingerartigen Stacheln.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Nika,
mein Tipp: Suche Kontakt zu einem Pilzverein in Deiner Nähe.
Im Rheingau-Taunus-Kreis selbst wüsste ich keinen, die nächsten wären m.E. in Bingen (auf der ebsch Seit'), oder in Sulzbach/Taunus.
Im Nabu-Zentrum Rheinauen in Bingen wäre nächsten Samstag Exkursion + Bestimmungsnachmittag.
In Wiesbaden ist chris77 unterwegs, der kennt die hessische Seite besser.
Grüße,
Wolfgang
Kann man am Exsikkat die KOH-Probe noch durchführen?
Hi Frank,
gute Frage. Am besten fragst Du Lesley selbst, ich habe Die die Mail-Adresse als PN gesendet.
Gruß,
Wolfgang
Hallo StrahlungJufo,
Du kennst die offiziellen Messungen vom Bundesamt für Strahlenschutz?
https://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2025090154450/1/BfS-70-25.pdf
Du solltest Dir gut überlegen, wie Du mit einem einfachen Geigerzähler die Cäsium-137-Aktivität von der normalen natürlichen (K-40 oder C-14) - Aktivität trennen kannst.
Grüße,
Wolfgang
Hallo an alle,
bei Dermocybe ist das wichtigste Merkmal die Farbe der jungen Lamellen.
Die ist hier - sofern man dem Foto glauben darf - deutlich grünlich.
Damit ist crocea sowas von 'raus!!
Länge des Stiels und Breite des Buckels taugen nichts als Trennmerkmale.
Der aktuell beste Schlüssel der Gattung ist nagelneu (2024) von Lesley Huymann:
Da kommt es auch auf rote Töne an der Stielbasis und Velumgürtel am Stiel an. Das würde ich vom Foto beides verneinen.
Als nächstes die Ökologie:
frank2507 : Wieso sind auf einem Foto aus dem "reinen Kiefernwald" lauter Birkenblätter?
Im Schlüssel werden aber erstmal Weiden gefragt.
Dann kommt die KOH-Reaktion der Lamellen, und das Spiel ist zu Ende.
Als aussichtsreichste Kandidaten bleiben tubarius und chrysolitus (im engeren Sinne, also ohne die angebliche Synonymie zu huronensis). Den zweiten kenne ich nicht, aber tubarius ist eine häufige Art und m.E. spricht da nichts dagegen.
Gruß,
Wolfgang
Immerhin scheinen die Sporen von dem blauen Pilz rosa zu sein, was dann in der Tat für einen Rötling sprechen würde.
Hallo Oehrling,
der blaue Pilz lässt sich tatsächlich vom Foto schon - auch ohne SPP-Abdruck - in die Nähe von Entoloma cyanulum einsortieren.
Das so eine oberflächliche Betrachtung so weit führt, ist sicher die Ausnahme, gerade in Entoloma, aber in diesem speziellen Fall wäre ich bei Rainers Schnellbenennung.
Grüße,
Wolfgang
Ich glaube nicht an E. sericellum.
Hallo Rainer,
ich bin bei Karl, und hätte als Arbeitsname sericellum agg. vergeben. Ich meine, da sind auch mehrere Arten dahinter, wenn ich mich richtig an Kai erinnere.
Vom Scheinschwefelkopf hatte ich noch nie gehört, Danke für's zeigen!
Gruß,
Wolfgang
Hallo Rainer,
die Lorchel sieht wirklich interessant aus!
Den Saftling hätte ich vom Gefühl her in die Ecke persistens/subglobispora gepackt, wobei ich die so rot noch nicht gesehen habe.
H. subpapillata ist für mich etwas ein Mysterium, eine undefinierbare orangene Art, weder trocken noch schleimig, aber mit breit angewachsenen Lamellen und poliertem Stiel.
Deine Art hat einen längsfaserigen Stiel.
Gruß,
Wolfgang
Hallo,
im Gonsenheimer Wald haben die "Grünen" gerade Hochkonjunktur.
Oskar : DER Pilzlertreff in der Region:
Termine-Datenbank: Monatstreffen Fachgruppe Mykologie
Gunsenummer Grüße,
Wolfgang
Alternativ einen dokumentierten Selbstversuch wagen.
Es könnte eine kleine Doktorarbeit bei herausspringen.
Hi Tom,
in den "normalen" Steinpilz-Mengen verläuft auch eine Muskelzersetzung in der Regel ohne Symptome. Insofern ist die Diskussion eher eine theoretische.
Aber wenn irgendeine Organisation rohe Steinpilze für völlig ungefährlich erklärt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand (z.B. ein Paleo-Diät-Anhänger) auf die Idee kommt, sich eine Woche lang ausschließlich von rohen Steinpilzen zu ernähren.
Dabei sind, völlig unabhängig von der möglichen rohen Giftigkeit, ja auch die anderen Inhaltsstoffe erhitzt einfach besser verdaulich.
Insofern erschließt sich mir die Notwendigkeit des Rohverzehrs einfach nicht.
Grüße,
Wolfgang
Hallo an alle,
gebt mir etwas Zeit, dann frage ich im Dezember beim FA Tox nach besser belastbaren Quellen. Wir hatten das Thema schon, insofern wird sich an der Einschätzung vermutlich nichts ändern, aber Bettina Haberl hat aufgrund ihres beruflichen Hintergrunds (arbeitet in der Vergiftungszentrale München) mehr Literatur "parat" als ich.
Grüße,
Wolfgang
Hallo Thomas,
hast Du belastbare Quellen für diese Aussage?
fang z.B. mal hier an zu lesen:
https://www.zobodat.at/pdf/Mycologia-Bavarica_17_0069-0096.pdf
und die dort zitierte Literatur.
Bislang kann ich keinerlei Auffälligkeiten nach dem Verzehr berichten.
Das habe ich auch nicht behauptet. Ich habe nur gesagt, dass man es im Blutbild hätte sehen können.
Grüße,
Wolfgang
Hallo frank2507 ,
Durch Kühlen oder Einfrieren kann man die Haltbarkeit der meisten organischen Stoffgemische deutlich verlängern
Da hast Du sicher Recht. In diesem Fall sollte man, weil das Hauptproblem die Oxidation ist, das Guajak vor allem sehr gut luftdicht verschließen.
Vermutlich könnte man auf diesem Weg auch die Haltbarkeit der fertigen alkoholische Lösung von einem Jahr auf mehrere Jahre verlängern, wenn man das Fläschchen nur in der Russula-Saison aus der Truhe nimmt, und ansonsten vakuumiert und tiefgefroren aufbewahrt. Dann relativieren sich auch die 4,50€ Anschaffungskosten der fertigen Lösung, die ansonsten ja jährlich wiederkehrend das Freizeit-Budget belasten ![]()
Grüße,
Wolfgang
Hallo an alle,
Röhrlinge sind, wie fast alle Pilze, roh mehr oder weniger giftig. Wie immer hängt es natürlich von der Dosis ab.
Ja, manche Menschen essen Steinpilze roh. Das sieht man dann im Blutbild anhand des erhöhten CK-Wertes, der eine Muskelzersetzung anzeigt.
Davon lässt sich ein echter Gourmet natürlich nicht schrecken.
Guten Appetit,
Wolfgang
Hallo Rainer,
wie kommst Du genau auf diese zwei Arten als Alternative?
Ich halte einen Schneckling für wahrscheinlicher als einen Ritterling. "Schleimige Huthaut, bei Kiefer" scheinen aber die einzigen wirklich gesicherten Merkmale zu sein.
Aber unter den Schnecklingen wäre der Kiefern-Schneckling (H. latitabundus) m.E. wahrscheinlicher als der Wohlriechende, der überwiegend unter Fichte wächst (nur von da kenne ich den, aber nach Lit. soll er sogar mal mit Laubbäumen fremdgehen). Wahrscheinlich kommen noch weitere Arten in Frage, aber Schnecklinge begegnen mir leider eher selten.
Auch unter den Ritterlingen wären mir erstmal andere Arten als gerade der Seifenritterling in den Sinn gekommen, der ja keine besonders schleimige Huthaut hat.
Dieses schimmlige Exemplar wäre wahrscheinlich in jedem Fall nicht mehr wirklich sehr wohlriechend gewesen ![]()
Grüße,
Wolfgang
Könnte man unter diesen Umständen Armillaria gallica als gesichert ansehen?
Hallo Wahrmut,
nein, als "gesichert" kann man eine reine Foto-Bestimmung bei Pilzen fast nie ansehen. Und im Hochtaunus können colline Arten schon auch mal in die Täler ausstrahlen. Und die gelben Velumflocken von gallica sind ja nur mit etwas Fantasie im Hintergrund zu erahnen, und nicht wirklich deutlich.
Aber eine bessere Bestimmung wirst Du nicht bekommen - in diesem Fall hätte übrigens auch ein Schnittbild keinen Fortschritt gebracht.
Grüße,
Wolfgang
Hallo Waso,
wenn der Fund aus dem Flachland stammt, könntest Du ihn mit Armillaria gallica als Arbeitsnamen ablegen. Auf dem unscharfen Stiel links hinten sind m.E. gelbe Velumgürtel zu sehen.
In Mittelgebirgslagen > 600m üNN käme auch A. cepistipes in Betracht, den kenne ich selbst aber kaum, weil ich im Flachland unterwegs bin.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Björn,
bei der Keule würde ich Clavaria flavipes vermuten. Bei der Gruppe im Hintergrund sieht man bei der linken deutlich den abgesetzt gelben sterilen Fuß. Das Oberteil kann auch mal weiß sein.
C. flavostellifera hätte Sporen mit fingerartigen Auswüchsen.
Gruß,
Wolfgang
Wenn ich Geld ausgebe, muss das eine Investition sein, die sich auszahlt.
Hallo Digitalpilz,
unter dieser Maßgabe würde ich eher abraten.
Gerade wenn Du nicht mehr Dein ganzes Berufsleben vor Dir hast, sondern nur noch < 15 Jahre, tun weitere 3 Jahre Ausbildung und 3 Jahre Suche nach einer geeigneten Anstellung schon sehr weh. Da bleibt wenig Zeit, um die Investition zu amortisieren.
Es machen auch Personen den Fachberater, die "voll im Job stehen", aber die haben dann oft Aufstiegschancen bei ihrem bestehenden Arbeitgeber. Dass der freie Markt nach mehr Fachberatern schreit, ist leider nicht so.
Grüße,
Wolfgang
Hallo in die Runde,
der zweite sieht nach Armillaria ostoyae aus.
Wenn der noch ein kleinwenig weiter aufschirmt, sieht man am Ring einen rotbraunen Zahnkranz.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Tobias,
"Rotfußröhrling" ist keine Pilzart, sondern ein Sammelbegriff für 4-5 Filzröhrlings-Arten. Eine von denen wird es schon sein.
Die Arten sind grundsätzlich eßbar, aber gerne von Goldschimmel befallen.
Der Zustand von Pilzen ist am Foto nicht erkennbar, daher hier noch der übliche Disclaimer, dass eine Benennung nicht das Gleiche ist wie eine Essensfreigabe.
Grüße,
Wolfgang
Hallo an alle,
ich erinnere mich, dass diese "Pilzchen" schon mal Thema im Tintling waren, dort wurde es auch aufgelöst.
Ja, sie sind wohl tierischen Ursprungs, aber für Genaueres müsste man die letzten 20 Tintlings-Jahrgänge durchsuchen...
![]()
Wolfgang
