Beiträge von zuehli

    als was möchtest du die denn kartieren?

    Hallo Ingo,

    in erster Linie wird das kartiert, was gemeldet wird. Man kann natürlich alles in Frage stellen und nach neuesten Erkenntnissen auseinanderpflücken und eintragen. Aber das setzt auch eine entsprechende Kenntnis des Fundmelders voraus, der sich mit neuester und aktueller Literatur auseinander gesetzt hat. Wenn man sowas in der Praxis umsetzen will, würde ich mal meinen, dass die Anzahl der Fundmeldungen sich erheblich reduziert. Wenn man Kahle Kremplinge oder Rote Lacktrichterlinge gemeldet bekommt, kann man natürlich nachfragen, ob der mikroskopiert ist, was bei manchen "banalen" Arten bislang noch wenig gemacht wurde. Es bleibt nur übrig, das dann als Aggregat zu kartieren.

    Im konkreten Fall sehe ich übrigens noch keine Einträge für Gyromitra ambigua bei pilze-deutschland, dann wird es wohl ein infula agg. werden.

    Aber vielleicht hat der Malone ja ein Exemplar mitgenommen und wirft es mal flux unters Mikro, ambigua hat sehr viel größere Sporen als infula.


    Beste Grüße

    Harald

    Aber egal, in welche Richtung man sich dann bewegt, man wird recht schnell feststellen, dass man mit einem Lehrgang/einer abgelegten Prüfung erst am Anfang der Erkenntnisreise steht, und nicht am Ende.

    In derTat! Und das Ende liegt in sehr, sehr weiter Ferne.

    Oder wie sagte einst der bekannte Philosoph Olaf Schubert: Am Ende des Horizonts ist ein Tunnel...

    Hallo Oskar,


    ich habe das Buch. Ich sehe das eher nicht als Bestimmungswerk, sondern mehr als nützliche Zusatzinformation zu den Pilzen, die auf Bäumen wachsen, wie bspw. Ökologie, Fäuletyp, Bekämpfung.

    Ich habe es schon ein paar Mal nutzen können.


    Beste Grüße

    Harald

    Nun, ich denke, das kann man so nicht vergleichen, weil beide Tätigkeiten doch sehr unterschiedlich sind. Die Artenkenntnis bei den Coaches hält sich doch sehr in Grenzen, wogegen die bei den PSV eigentlich Hauptthema ist, insbesondere in Hinblick auf Pilzberatung incl. Krankenhausdiagnostik (die man nach Ablegung der PSV-Prüfung nicht zwangsläufig machen muss). Beim Pilzcoach steht mehr die "Pilzpädagogik" im Vordergrund.

    Das muss jeder für sich selbst entscheiden, wo er seine Schwerpunkte setzen will, es spricht natürlich nichts dagegen, beides zu machen. Es ist indes weder Empfehlung noch Voraussetzung den Coach vor dem PSV zu absovieren. Jeder nach seinem Geschmack.


    Beste Grüße

    Harald

    Welcher Geruch ist denn häufiger bei den Champignons als Anis, Stefan? Jetzt den pilzigen Geruch ausgeschlossen, hätte ich gemeint, dass Anis am weitesten verbreitet ist.

    Zu den Champignon-Gerüchen hole ich das hier nochmal hoch:

    Interessant wäre auch die Verfärbung im Schnittbild zu sehen. Ansonsten sieht der mir auch ein wenig überständig aus.


    Beste Grüße Harald

    Hallo Uwe,


    das wäre eigentlich plausibel, zumal ich den in der Ecke vermeintlich schon mal hatte. Die Sporenlängen von largentii haben ja eine recht große Variationsbreite und beim ersten Mikroskopierversuch habe ich nur zwei Sporen gefunden, von daher ist das eher schlecht einzuschätzen. Ich gehe die Tage aber nochmal ran und versuche aus den paar Krümeln, die ich mitgenommen hatte, etwes Brauchbareres herauszukitzeln.


    Danke und Gruß

    Harald

    Hallo Thorwulf,


    dann hättest Du aber auch bemerken müssen, dass dein erstes Exemplar helle Lamellen und entsprechendes Sporenpulver hat. Der Vorschlag von Oliver ist sicherlich richtig und Mycena polygramma sollte das schon sein.

    Psathyrella corrugis hätte rote Lamllenschneiden, die auffallen müssten. Allerdings wäre ich rein gefühlsmäßig bei dem zweiten Pilz nicht bei Psathyrella, die Hutform, Lamellenfarbe und Stielstruktur passen da m.E. nicht. Davon abgesehen geben die Bilder aber auch nicht viel her.


    Andreas Melzer hat sich eingehend mit der Gattung beschäftigt und der Schlüssel sollte gut zu gebrauchen sein, wenn man sich damit beschäftigen will. Das kann aber auch ziemlich unerquicklich sein und ohne Mikro geht schonmal nix.


    Beste Grüße

    Harald

    Servus Werner,


    danke schonmal für den Hinweis, aber ignicolor hat wohl kleinere Sporen als mein Exemplar. Ich glaube, Ramaria wird eine weitere Gattung sein, die ich demnächst geflissentlich ignorieren werde...


    LG

    Harald

    Hallo zusammen,


    da habe ich noch eine Altlast aus dem letzten Allgäu-Urlaub, wo ich diese Ramaria en passant mal fotografiert und mir ein Stückchen abgeknappst habe.

    Ich dachte mir, man könnte sich ja auch mal mit der Bestimmung dieses Teufelszeugs beschäftigen. Nach oberflächlicher Lektüre von Josefs Monografie weiß ich jetzt auch, dass es wohl nicht nur auf mikro- sondern auch auf makroskopische Merkmale ankommt. Kurzum, ich komme nicht zu Potte mit dem winzigen Stück, dass ich mir eingetütet hatte. Immerhin habe ich ein paar sehr wenige Sporen ausmachen können, die Ramaria-typisch aussehen und ca. 12µ in der Länge haben. Ansonsten wirds wohl ein spec. bleiben, es sei denn jemand hier hat eine Erleuchtung, die er mir geben könnte.

    So siehts aus:


    Vorweihnachtliche Grüße

    Harald

    Hallo Vroni,


    ohne genaue Mikroskopie kann man da sowieso nix sagen, von den kleinen Rasen- und Mooshäublingen gibts ca. 20 Stück.

    Schau dir noch mal die Cheilos an und guck mal ob du zweisporige Basidien findest, dann käme evtl. auch subclavata in Frage. Für pumila sind mir die Sporen ein wenig zu groß und auch zu ornamentiert. Irgendwas aus der Ecke wirds aber sein...


    Beste Grüße

    Harald

    1) Hier würde ich auf einen Laubholzhörnling tippen. Ich dachte allerdings immer, dass diese einen deutlichen Orange-Ton haben müssen. Gibt es die auch in weißlichen Farben?

    Hallo Timm.

    Nicht dass ich wüsste, also Calocera würde ich ausschließen. Spontan kam mir da Typhula in den Sinn, weiß aber nicht, ob es da was passendes gibt.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Nicole,


    vielleicht kannst Du ja auch mal Pilzkurse besuchen. Schau mal, ob in deiner Nähe an einer VHS was angeboten wird, ansonsten gibts ja einige Orte, die mehrtägige Kurse anbieten, bspw. Bad Laasphe (Achtung: Eigenwerbung :) ) oder Hornberg...

    Vor allen Dingen darf man die Erwartung als Anfänger nicht zu hoch schrauben, jeder fängt mal klein an. Als Einstieg würde ich auf jeden Fall Lüders Grundkurs Pilzbestimmung empfehlen, wenn man das einigermaßen begreift, ist man auf einem guten Weg. Weitere Pilzbücher folgen dann automatisch, die Auswahl ist reichlich.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Harald, machst du das an der Farbe fest? An den hatte ich zuerst auch gedacht. Aber die Lamellen sehen beim Brennenden Rübling mehr freistehend aus, finde ich.

    Genau, sowohl Hut- als auch Lamellenfarbe sind bei hariolorum nicht so dunkel.


    Beste Grüße

    Harald