Beiträge von Karl W

    @ Stefan: Ich hatte doch auch geschrieben, du sollst nach blassbraunen Abschnitten an der Lamellenschneide suchen. Die Zystiden und die partiell braun gefärbte Schneide passen perfekt zu E. chalybaeum. Der Blauton in den Lamellen ist oft nur bei jungen Fruchtkörpern zu sehen.


    @ Sven: E. serrulatum hat schwarzblau gefärbte Lamellenschneiden. Sollte das Pigment in Ausnahmefällen mal fehlen, so ist der Aufbau der Lammellenschneide immer noch aussagekräftig. Die Zystiden entspringen aus einer parallel zur LS liegenden Hyphenschicht und nicht aus dem Hymenium. Das kann man nach dem Mikrofoto von Stefan ausschließen.


    LG Karl

    Hallo Stefan


    Den Stahlblauen kannst Du auch wegen der Hutdechschicht ausschließen. Pigment intrazellulär und erweiterte Endzellen sind typisch für die Untergattung Leptonia. Haben die Lamellen einen so deutlichen Blauton wie auf dem Bild, sieht das sehr nach E. chalybaeum aus. Oft wirken weiße Lamellen aber nur blau, weil die Farbe des Stiels reflektiert wird. Betrachte mal die Lamellenschneide unter der Lupe und achte auf blass braun gefärbte Abschnitte.
    Das kommt bei E. chalybaeum häufig vor. Suche doch noch mal nach Zystiden, färbe vorher mit Kongorot an und zuerst ohne zu quetschen.

    LG Karl

    Hallo Pablo


    C. purpureus/phoeniceus wird auch aus Nadelwald angegeben und hat rotes Velum.
    C. semisanguineus hat ockerliches Velum.


    C. puniceus hat in der Tat einen roten Stiel und ist die die Laubwaldform von C. sanguineus. Wird häufiger damit synonymisiert soll sich jedoch durch ockerliches Velum (sanguineus rot) und Standort unterscheiden.



    Russula ohne Sporenabwurf geht gar nicht ;-). R. raoultii kenne ich nur aus Buchenwäldern auf Kalk. Junge, frische Fruchtkörper sind zentral sehr blass zitronengelb und zum Rand hin fast weiß. Junge Fruchtkörper von R. solaris sind viel freudiger gefärbt. Noch intensiver als im Bild 6 http://www.pilzforum.eu/board/showthread.php?tid=24906 wofür die Bezeichnung Sonnentaübling hervorragend passt. Neben dem chremfarbenen Sporenpulver bei R. solaris (R. raoultii weiß) unterscheidet die Arten auch noch das weitgehend isolierte Sporenornament (R. raoultii netzig). Da hast Du Trennmerkmale genug.



    LG Karl

    Hallo Pablo


    Eine schöne Sammlung hast du da zusammengestellt. Dem Mandeltäubling kannst Du bei dem Geruch das cf wegnehmen. Zu R. solaris passen Aussehen, Schärfe und Senfgeruch. Die Lamellen werden im Alter cremefarbig. Andernfalls käme noch R. raoultii mit weißem Sporenpulver ins Spiel. C. semisanguineus hat normalerweise ein ähnliche Hutfarbe wie cinnamomeus. entweder das Bild ist zu rot oder es ist doch noch eine andere Art.


    LG Karl

    Hallo Hans


    Da bist du in einer Gruppe mit mehreren, schwer zu trennenden Arten gelandet. Wenn das Sporenornament nur 1 - 1,5 µm hoch ist, könntest Du richtig liegen. Auch L. azonites wäre noch eine Option.


    LG Karl

    Hallo Andreas


    Wirklich toll, was man in diesem Jahr schon alles finden Kann. Den Erdstern würde ich mal mit dem Rötenden Erdstern (G. rufescens) vergleichen. Ich meine beim rechten Exemplar ein rötliche Verfärbung zu erkennen.


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Am liebsten würde ich jeden Tag fahren, aber wer bestimmt mir die Dinger dann? Hier noch eine kleine Auswahl aus verschiedenen Gattungen.


    Nur 4 cm Hutdurchmesser hatte dieser Vertreter. Endlich mal Boletus mendax? Leider nein (Sporenquotient 2,3)


    Netztstieliger Hexenröhrling (Boletus luridus)


    Wesentlich interessanter, wenn auch noch kleiner, war der nächste Vertreter. Leider war er 3 Tage später nicht mehr auffindbar, da die Schnecken ganze Arbeit geleistet hatten.


    Blasshütiger Purpur-Röhrling (Boletus rhodoxanthus)


    Mal ein leicht erkennbarer Risspilz mit starkem süßlichem Geruch und bei Verletzung in allen Teilen rötend.


    Birnen Risspilz (Inocybe fraudans)


    Normalerweise in der Eifel erst im Herbst zu finden, aber in diesem Jahr ist alles anders.


    Bitterer Schleimkopf (Cortinarius infractus)


    Für mich einer der schönsten seiner Gattung


    Gelbflockiger Wulstling (Amanita franchetii)


    Aus der gleichen Gattung, jedoch ohne Ring und mit gerieftem Hutrand


    Ockergrauer Riesen-Streifling (Amanita lividopallescens)


    Die nächste Art verfärbt sich innerhalb kurzer Zeit grauschwarz. Bei genauer Beobachtung kann man oft eine kurzfristige Blaufärbung beobachten.


    Lehmfarbener Rasling (Lyophyllum paelochroum)


    Ein Saftling mit trockenem Hut und trockenem Stiel, der sich in 30 cm hohem Gras versteckte. Nach dem man den Ersten entdeckt hatte, zeigten sich bei intensiver Suche mehr als 50 Exemplare. Die herablaufenden Lamellen kennzeichnen ihn als


    Pfifferlings-Saftling (Hygrocybe cantharellus)


    Eine Art aus der Gruppe der oft schwer zu unterscheidenden rotbraunen Milchlinge, der sich durch den Ring am Stielansatz verrät.


    Rotgegürtelter Milchling (Lactarius rubrocinctus)


    Zum Abschluss noch ein Milchling, dessen Milch sich in Verbindung mit dem Fleisch und isoliert violett verfärbt. Eine Art die unter verschiedenen Laubbäumen vorkommt, weshalb mir der zweite Name besser gefällt.


    Birken Violett-Milchling, Hellgelber Violettmilchling (Lactarius flavidus)

    @ Pablo
    An Deinem E. undatum gibt es nichts auszusetzen. Im Alter und bei Feuchtigkeit kann der Hut völlig verkahlen und der silbrige Reif sowie die oft konzentrische Zonierung verschwinden völlig.


    @ Karl-Heinz
    Ich sehe sehr deutlich eine Hälfte ohne eine einzige gegabelte Lamelle und auf 1/4 der Lamellenfläche (nähe Hutrand) zwei kurze Lamelletten.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Die Option Gabeltrichterling (Pseudoclitocybe) kann man verwerfen, da keine einzige gegabelte Lamelle erkennbar ist, wogegen ich mir einen Rötling durchaus vorstellen kann.


    E. mougeotii kann zwar genabelt sein, aber nicht tief trichterförmig. Außerdem besitzt er keine herablaufenden Lamellen und hat einen feinschuppigen Hut.


    E. sericeoides hat einen mehr kahlen Stiel und ebenfalls keine herablaufenden Lamellen.


    Von den trichterförmigen Rötlingen mit dunklen Hutfarben gefällt mir E. undatum am Besten.



    LG Karl

    Hallo Holger


    R. stricta wächst fast immer in Verbindung mit Laubholz oder in Laubstreu und eine braune KOH-Reaktion ist zumindest mir nicht bekannt. R. eumorpha kann sich nach Christan je nach Feuchtigkeitsgrad auch statt rosa mal rosabraun bis rotbraun verfärben. Ein Blick auf die Sporen (bei R. eumorpha stachelig) würde das Problem lösen.


    LG Karl

    Hallo Nobi


    Freut mich, das die Täublingsbeiträge Dir gefallen. Was die Bestimmbarkeit angeht, so können einen Täublinge manchmal fast in den Wahnsinn treiben aber je mehr man kennen lernt, um so einfacher wird es. Aus der Foetens-Gruppe hatte ich alle schon in der Hand und die gehen dann irgendwann auch ohne Mikro. Das Gleiche gilt seit letzter Woche auch für die Scwärztäublinge. An einer unbekannten Art, kann ich aber auch Stunden herumknobeln. Außerdem kann ich mich an dieser Stelle gleich bei Felix Hampe für zahlreiche Tipps und fruchtbare Diskussionen bedanken, was ich im Beitrag vergessen habe.


    LG Karl

    Hallo Markus


    Zu 1 hat Mario schon das wesentliche gesagt. Ein Sporenabdruck ist auch noch sinnvoll


    Zu 2 eindeutig R. virescens, wie Mario schon schrieb


    Zu 3 Wenn die Lamellenschneiden braun sind, wie Du schreibst, siehe mal mit der Lupe, ob sie nur braun punktiert sind. Dann wird es der Morsetäubling R. illota sein.


    LG Karl