Beiträge von Karl W

    Hallo Kirrsi


    Das Entfernen der Fruchtkörper kann nicht helfen, da sich das Pilzmyzel in der Erde befindet. Umtopfen hilft auch nur selten. Aber wo ist das Problem? Lass die hübschen Pilze doch wachsen. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Art aus der Gattung Leucocoprinus. Die häufigste Art ist L. birnbaumii (Gelber Faltenschirmling), für den mir Deine Exemplare allerdings sehr blass sind. Die Art ist zumindest giftverdächtig.


    LG Karl

    Hallo Laura


    Nr. 1 mit Sicherheit ein Trihterling. Der kleine Buckel in der Mitte erinnert an C. gibba, der gekerbte Rand an C. costata.


    Nr. 2 Sieht einer Pholiotina sehr ähnlich. Es gibt mehrere mit Ring.


    Nr. 3 Clavulina corralloides (cristata) Kammförmige Koralle.


    Nr. 4 Scheidenstreifling ist richtig.


    LG Karl

    Hallo Malone und Pablo


    Bei Nr. 3 muss man unbedingt T. caryophyllea in Betracht ziehen. Die Frk. sind zentral gestielt und relativ dünnfleischig.


    LG Karl

    Hallo Birki


    Lactarius rufus ist einer der schärften Milchlinge der der meist im Nadelwald vorkommt. Bei milden Milchlingen im Laubwald fällt mir nur L. subdulcis ein für den aber die Farbe besonders von Bild 1 nicht passt.


    8 - 9 sicherlich ein Champignon. Bei dem hätte ich einen leichten anis - mandelartigen Geruch erwartet.


    10 - 12 könnte der brennende Rübling sein


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Das siehst du richtig. G. ampullaceocystis kann recht ähnlich aussehen und unterscheidet sich makroskopisch nur durch eine leicht ins rötbräunliche gehende Farbe und mehr verteiltes Stielvelum. Es gibt sicherlich Übergänge und makroskopisch kann man die Arten nur ansprechen, wenn man komplette Kollektionen angefangen von sehr jungen, bis zu ausgereiften Fruchtkörpern findet. Weiterhin muss man die Arten gut kennen und schon mehrfach gefunden haben. Galerinabestimmung ohne Mikroskop ist bis auf wenige Ausnahmen wie Kaffeesatz lesen. Das gilt übrigens auch für die beiden anderen vorgestellten Arten.


    Die beiden genannten Häublinge unterscheiden sich recht deutlich in den Cheilozystiden.


    G. jaappi 35-55 x 10-20 µm mit 5- 10(12) m µ dicken Köpfen
    G. ampullaceocystis 25-35 x 6-12 µm mit Köpfen bis 5 m µ


    Hier noch eine Aufnahme von G. ampullaceocystis



    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Nach 35 l Regen pro m ² habe ich auf die ersten Rötlinge und Saftlinge spekuliert, aber die waren noch nicht zu entdecken. Am häufigsten und mit bis zu 2,5 cm Hutdurchmesser auch am größten, waren noch die Rauhstieligen oder auch Halbkugeligen Ackerlinge; Agrocybe pediades (semiorbicularis).



    Auch von einem der Rädchentintlinge gab es kleine Gruppen.; Parasola (Coprinus) schröteri.



    An einem Laubholzzweig wuchs das Entferntblättrige Stummelfüßchen; Crepidotus cesatii.



    In feuchtem Moos fand sich noch ein kleiner, beringter Häubling, der mich mit 5 mm Hutdurchmesser an meine Grenze für Freilandfotografie brachte. Galerina jaapii.



    LG Karl

    Hallo zusammen


    Markus: Ich habe zunächst alle verfügbare Literatur gewälzt und keine Alternative gefunden. Ein Gedanke war noch B. radicans in ungewöhnlicher Ausprägung. Geschmack war jedoch absolut mild, das Blauen des Fleisches nicht stark ausgeprägt und über deutliche Rottöne am Stiel habe ich nichts gefunden. Letztlich war bei 10-facher Vergrößerung partiell ein rotes Netz zu sehen.


    Stefan: Ich hatte schon Exemplare vom Gallenrörhling, die bei Berührung mit der Zunge unangenehm bitter waren. Bei anderen Exemplaren musste man erst ein Stückchen durchkauen, bis ein leicht bitterer Geschmack auftrat. Absolut milde Gallenrörlinge fand ich noch nicht.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Das Wesentliche war doch die Erklärung der Umkombination, die ja für jede Art erfolgen muss. Weitere Arten, die Å utara nicht berücksichtigt hat wurden von Klovac in Öst. Z. Pilzk. 20: 38 (2011) S. 35-43 umkombiniert.


    Die Bilder kann ich gerne an dein Portrait anhängen. Zumindest das Schnittbild ist eine geeignete Ergänzung. Auf deinen Bildern sieht man sehr schön die Längsstreiften der Stiele, die bei meinen sonstigen Funden auch immer deutlich zu sehen waren. Ich muss mal in meinen Bildern "wühlen".


    LG karl

    Hallo Pablo


    Du hast mit Deiner Erklärung völlig recht und lediglich das Datum liegt knapp daneben ;-). Hier mal die Auszüge aus der Arbeit.


    CZECH MYCOL. 60(1): 29–“62, 2008


    Xerocomellus Å utara gen. nov.


    In der gleichen Arbeit erfolgt dann die Umkombination einiger Xerocumus-Arten in die neue Gattung

    Xerocomellus engelii (HlaváÄek) Å utara comb. nov.
    (MycoBank MB511894)
    Basionym: Boletus engelii HlaváÄek, Mykologický Sborník 78(2): 66, 2001.
    Synonyms: Xerocomus quercinus Engel et Brückner nom. prov., Pilzfl. Nordwestoberfrankens
    13/A: 75–“78, 1990 (–œ1989–). –“ Boletus declivitatum (C. Martin) Watling, Edinb. J. Bot. 61(1): 43, 2005
    (–œ2004–). –“ Xerocomus communis (Bull.) Bon, Doc.Mycol. 14(no. 56): 16, 1985 (–œ1984–) s. auct. non orig.


    LG Karl

    Hallo Oehrling


    Das ohne Mikroskopie auch andere Gattungen der Strophariaceae in Frage kommen (dazu gehört auch Agrocybe) hatte ich ja schon geschrieben. Ein Sporenabwurf auf dem Monitor kann je nach Einstellung natürlich unterschiedlich wirken. Bei mir kommt die Farbe eher schwarzviolett rüber. Klarheit gibt aber die Oberseite des Rings, auf der sich Sporenpulver angesammelt hat, weshalb die Gattung Agrocybe wohl ausscheidet.


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Diesen Filzröhrling fand ich direkt unter Dornigem Hauhechel und hoffte auf was besonders Interessantes.


    Keine Rottöne in den Rissen der Huthaut. Fleisch im unteren Stielteil gelb nach oben heller, im Hut fast weiß. Röhren trüb gelb. Unter der Lupe sind feine rote Pusteln im oberen Stielteil erkennbar. Nach einigen Minuten verfärbte sich das Fleisch partiell schwach blau und die Röhren auf Druck schwach blau.


    Deutliche orange Pusteln in der Stielbasis.


    Da bleibt nur der Eichen-Filzröhrling (Xerocomus engelii) Syn. X. communis oder in älterer Literatur auch X. quercinus. Die passende Eiche stand auf der gegenüberliegenden Straßenseite.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Für die Bereitung von Sulfovanillin 8 ml konzentrierte Schwefelsäure zu 3 ml Wasser gießen. Reihenfolge unbedingt beachten, da sonst durch örtliche Überhitzung und Spritzgefahr besteht (heiß wird die Mischung aber auf jeden Fall !!!) und darin 1g reines Vanillin lösen. Die Lösung verfärbt sich nach einiger Zeit und wird nach 3 Monaten fast schwarzviolett.
    Ich benutze lieber frische Lösung, indem ich einige Vanillinkristalle mit einem Tropfen ca. 70 % iger Schwefelsäure auf einem Objektträger mische.
    Du kannst auch die Kristalle auf dem Fleisch verreiben und Schwefelsäure drauf tropfen.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    L. birnbaumii schließe ich wegen fehlender Gelbtöne ebenfalls aus. Auch das Verhältnis von Hutdurchmesser zu Stiellänge passt nicht wirklich. L. brebissonii kenne ich nur mit fast schwarzer Hutmitte. Ich halte dem Pilz für Leucocoprinus cepistipes.


    LG Karl

    Hallo Birki


    S. squamosa hat einen relativ tief sitzenden Ring und der Stiel ist darunter deutlicher schuppig.


    S. inuncta gefällt mir von der Farbe überhaupt nicht, wie ja auch der deutsche Name schon sagt.


    S. albonitens ist zumindest jung schneeweiß.


    Leider kann ich Dir keinen Namen nennen. Ohne Mikroskopie sind auch noch andere Gattungen aus dem Komplex um die Strophariacea möglich.


    LG Karl