Hallo Peter und Claus,
Wie Claus schon scheibt "Mein erster Arbeitstitel war ja R. atropurpurea" sehe ich hier R. atropurpurea wie es typischer nicht sein kann. Die Hutfarbe und die eingestreuten Ockerflecken passen ebenso perfekt, wie der im Alter schwach grauende Stiel. Mild schmecken besonders ältere Exemplare für mich auch, was also kein Widerspruch zu anderslautenden Angaben ist. Ich bin geneigt zu sagen schau die Sporen nochmal in Melzer genau an, ob nicht doch Verbindungen da sind.
LG Karl
Beiträge von Karl W
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Hallo Björn
Drei tolle sehr schön bebilderte Berichte
Bald kannst du einen eigenen Phyto-Rundbrief verfassen 
Schade, dass die Zunge noch so total unreif ist, wo die Erdzungen doch zu meinen Lieblingspilzen gehören, aber da halte ich mich dann doch lieber zurück.
Dein Saftling Nr. 6 ist m. E. sicher H. glutinipes.
LG Karl -
Hallo Björn
Nr. 20 mit dem Verhalten der Milch sollte das L. semisanguifluus sein
Mr. 21 der Beringte Flämmling kann so auftreten
Nr.22 T. stiparophyllum steht sehr gerne bei Birke
LG Karl -
Hallo Björn,
Prüfe mal ob Nr. 6 im Stielfleisch rosa anläuft, wenn dann die Sporen noch breitellipsoid und grobwarzig sind, ist das wohl C. vernus
Nr. 18 ist für mich klar M. rhodosperma
Nr. 20 Hygrocybe miniata
Nr. 22 wird wohl auf Omphalina pyxidata hinauslaufen
Nr. 23 würde mich wundern wenn was Anderes als H. mesophaeum rauskommt
Nr. 33 da kann ich mir auch einen älteren Milchling vorstellen
LG Karl -
Auf welcher Höhe liegen denn diese Wiesen? Bei unserem Saftlingstreffen in der Nähe von Wiesbaden (ca. 250-350 m) haben sich zwar so einige Saftlinge gezeigt, aber sowohl bzgl. der Artenvielfalt als auch der Anzahl waren wir wohl etwas zu früh dran.
Hallo Craterelle,
Die Wiesen liegen auf etwa 600 m, was wohl kein entscheidendes Kriterium zu sein scheint. Wir waren in einer Ecke unterwegs, in der es mehr geregnet hat als anderswo.
Bei Euch verhalten sich die Pilze, wie es sich gehört und warten bis ich im November zu den Wiesenpilztagen komme
LG Karl -
völlig OT ob der unbestritten sehr schönen und wunderbar dargestellten Arten, die B. e. f. citrinus
habe ich auch noch nie gesehen - das Foto stach mir aber irgendwie im Gegensatz zu den anderen
völlig ins Auge, irgendwas passte mir da nicht.
Hallo Klaas,
ich sehe Deinen Beitrag keinesfalls negativ, sondern durchaus als gut gemeinten Hinweis. Wenn Du viel mit Photoshop arbeitest, hast Du sicher einen kalibireirten Monitor und unsere Ergebnisse sind nur schwer zu vergleichen. Auf meinem Monitor kommt das Original farblich besser hin und mir sind die Lichtreflexe auf dem Hut Deines Bildes zu stark, was aber auch Geschmacksache ist. Ich speichere immer JPG und RAW greife aber nur bei "verunglückten" Bildern auf die RAW-Datei zurück. Interessehalber hab ich mir jetzt noch die RAW-Datei angesehen und mein Bild könnte evt. etwas mehr rot und Kontrast vertragen
. Mir fehlt aber einfach die Zeit um mich intensiver mit Bildbearbetung zu beschäftigen, wenn es nicht unbedingt nötig ist.
LG Karl -
Ganz, ganz großes Kino mal wieder, Karl!

Sieben auf einem Streich - das gibt es doch nur im Märchen!

Lieber Nobi,
über Dein Lob freue ich mich besonders, da die Qualität Deine Beiträge immer herausragend ist
Weder das Tapfere Schneiderlein noch der Wolf und die 7 Geißlein oder Schneewittchen und die 7 Zwerge haben bei Rainers Bild Pate gestanden und für die 12 tanzenden Prinzessinnen fehlte der Weitwinkel











Ich habe Dich übrigens bei der Boletus-Tagung vermisst
LG Karl -
Und gleich nochmals Danke für den Schlüssel.
So "über den Daumen gepeilt" habe ich dann die Klebrig-schleimige Erdzunge, Glutinoglossum glutinosum gefunden. Das würde auch zu den gemeldeten Funden des Ohlsdorfer Friedhof passen. Sind Erdzungen eigentlich treue Wiederkehrer an ihrem Standort? Darf man die alljährlich erwarten?
Hallo Mausmann,
nach meiner Erfahrung sind Erdzungen standorttreu, wenn die Bedingungen passen. Bei zu lange trockener Witterung lassen sie auch mal ein Jahr aus.
LG Karl -
Hallo Maria,
aufgrund des schuppigen Stiels hast Du wohl Geoglossum fallax oder Hemileucoglossum elongatum gefunden. Mehr geht ohne Mikro nicht.
LG Karl -
Hallo zusammen,
danke für Eure netten Kommentare
@ Rudi: G. irrigatus und H. ovina waren auch für mich die bemerkenswertesten FundeNeben einigen Saftlingen die ich finden konnte habe ich eeeendlich auch mal selber eine Erdzunge aufgetan. Hurra!

Bye the way. Gibt es bei den schwarzen Erdzungen eine Chance makroskopisch auf die Art zu kommen? Oder in die Nähe vielleicht?
Ich muß erst mal einen Schlüssel suchen.
Hallo Mausmann,
es freut mich, dass ich indirekt zu Deinem Erfog beitragen konnte
Bei den Erdzungen geht makroskopisch nicht viel:
Feinschuppige Stiele deuten auf Geoglossum fallax oder Hemileucoglossum elongatum hin
Einen schleimigen Stiel hat Glutinoglossum glutinosum
Einen wenn auch nur unvollständigen Schlüssel gibt es hier, aber besonders im Norden sind noch weitere Arten bekannt
Beginners Guide to Earth Tongues
LG Karl -
Hallo Björn,
Das Wiesenkeulchen Nr. 14 hat Bogenschnallen an der Basidienbasis, was sehr gut auf dem zweiten Mikrofoto erkennbar ist, womit C. fragilis = vermicularis schon raus ist. Wenn die Stielbasis abgesetzt hyalin war, was auf dem zweiten Bild zu erahnen ist, zeigst Du uns C. acuta = falcata.
Bei Wiesenkeulchen Nr. 16 kann ich nicht genug erkennen, um eine Entscheidung zu treffen.
LG Karl -
Hallo zusammen,
hier einige Eindrücke von der gestrigen Eifeltour mit Rainer.
Schon auf der ersten besuchten Wiese leuchtete uns der Kirschrote Saftling (Hygrocybe coccinea) entgegen
Weniger auffallend aber recht selten ist der in der Nähe stehende Graue Saftling (Gliophorus irrigatus)
Im tiefen Gras versteckten sich zahlreiche Vögel
Papageiensaftling (Gliophorus psittacinus)
Weiter ging es zu einem Rasenstreifen, der sich durch zahlreiche Jungfern-Ellerlinge (Cupophyllus virgineus) verriet
Wirklich geschmückt wurde der Streifen durch Keulchen und eine Erdzunge.
Goldgelbe Wiesenkeule (Clavulinopsis helvola)
Aprikosenfarbene Wiesenkeule (Clavulinopsis luteoalba)
Schuppige- oder Täuschende Erdzunge (Geoglosum fallax)
Als ob das nicht genug wäre, zeigte sich an einer Böschung noch ein wunderschöner, gelber Steinpilz (Boletus edulis f. citrinus)
Zurück zu den Wiesenpilzen in einem weiteren Gebiet zunächst ohne wesentliche Farbränderung
Stumpfer Saftling (Hygrocybe chlorophana)
Auch der Kirschrote Saftling (Hygrocybe coccinea) fehlte nicht
Auch hier gab es wieder Vögel, aber die kamen gerade erst aus ihrem NestPapageiensaftling (Gliophorus psittacinus)
Sicherlich nicht die optische Schönheit aber eine absolute RaritätRötendenr Saftling (Neohygrocybe ovina)
Auch nicht der absolute Hingucker der aber durch seinen angenehmen geruch bei Weitem entschädigt.
Juchtenellerling (Cupophyllus russocoriaceus)
Rainer hatte mir im letzten Jahr von einer Ecke erzählt in der hunderte Exemplare vom Größten Saftling gestanden haben sollen. Wir kennen uns so lange, dass ich seiner Aussage vertraue und nicht an Überteibung geglaubt habe, aber der Anblick stellte jede Schilderung in den Schatten

Größter Saftling (Hygrocybe punicea)
Irgendwann musste man sich letztendlich losreißen denn es galt noch für das leibliche Wohl zu sorgen, wobei diese Exemplare allerdings an ihrem Platz bleiben durften. Vielleicht fällt ja jemandem ein passender deutscher Name ein.
Verabschieden möchte ich mich mit dieser stimmungsvollen Aufnahme die Rainer angefertigt hat, nicht ohne mich für die Fahrt und das Zeigen der Standorte zu bedanken
LG Karl
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Messungen ergaben im Schnitt 7.70 x 6.50 µm. Könnten theoretisch beide sein.
Von den Spikes her dürften sie ziemlich ähnlich sein. Die Verbindungen habe ich versucht, mit einer Tiefenschärfe auf die Oberfläche einzufangen... rechte Bildmitte: man sieht zumindest Verbindungen - wie hoch die jedoch sind wage ich nicht einzuschätzen.
Hallo Tom,
Russula-Sporen betrachtet man in Melzer damirt sich das Ornament anfärbt. Bei so deutlich verbunden wie auf Deinem Bild tendiere ich aber schon jetzt eher zu R. cessans.
LG Karl -
Hallo Hardy85,
bei Täublingen sind Geruch, Geschmack, Konsistenz von Hut und Stiel sowie die Ökologie wichtig, um nur einige Kriterien zu nennen. In den wenigsten Fällen kann man auf die Ermittelung der Sporenpulverfarbe verzichten.
LG Karl -
was sind die Trennkriterien im Mikrobereich?
Sind die Flitteranhänge an den Cheilos typisch für nauseosa? Oder was wäre wirklich ein k.o.?
Die Sporen sind m.E. bei cessans ein gutes Stück größer - im Schnitt 15-20%. Reichte das etwa?
Hallo Tom,
Cheilos sehe ich mir bei Täublingen meist nicht an. Nenneswerte Unterschiede in der Sporengröße sind mir nicht bekannt. Ich trenne die Arten über das Sporenornament, welches bei R. cessans mehr verbunden ist. Dünne Linien können sogar partiell netzig sein oder vereinzelte Maschen bilden. Bei R. nauseosa ist das Sporenornament isoliert teilweise mit kurzen Verbindungen.
@ Norbert: Beide Arten haben multiseptierte Dermatozystiden
LG Karl -
Hallo Tom,
wenn man sich das Aquarell bei Einhellinger ansieht, sind die Ausschlusskriterien für R. cessans nicht schlüssig. Ohne Mikros sind R. nauseosa und R. cessans nicht zu trennen.
LG Karl -
Zu den anderen Pilzen kann man nichts sagen?Hab ich doch
Ich bin da ganz bei Pablo -
Hallo Stefan,
Deiner Einschätzung einer tollen Tagung kann ich voll und ganz zustimmen un die Liste der hochkarätigen Teilnehmer ließe sich sicher noch fortsetzen. Noch vor Einrichtung der Arbeitsplätze drehte ich mit Tanja eine Runde durch das Geländer der Sportschule und es gab gleich einen Knaller. Leider stand die Kollektion etwas windexponiert und die olivlichen Töne waren kaum noch zu erahnen.
Grünschillernder Filz-Rötling (Entoloma versatile) Foto von Tanja, da besser als meins.
Die Anwesenheit zahlreicher Experten führte natürlich auch zu interessanten Erkenntnissen. So war mir zwar bekannt, dass man den Kupferroten Gelbfuß in mehrere Arten aufgespalten hat, aber ich hatte mich noch nicht intensiv damit beschäftig. Chroogomphus rutilus s. str. hat wohl eine deutlich amyloide Lamellentrama, was bei dieser Kollektion nicht der Fall war und die als Chroogomphus mediterraneus bestimmt wurde
Hübsch war auch eine Gruppe fast weißer Falscher Pfifferlinge, die sehr an Hygrophoropsis macrosporus erinnerte, welcher Sporen bis 11 mµ besitzen soll. Die Sporen lagen jedoch unter 8 mµ also "nur" Hygrophoropsis aurantiaca f. albida
Zum Schluss für Heute noch ein Knaller, den ich vor der Halle fotografieren "durfte" und im Feld wohl übersehen hatte.
Lilastieliger Körnchenschirmling (Cystoderma lilacipes) -
Hallo Maria
Mit Ausnahme von Nr. 1 bin ich ganz bei Pablo
Nr. 1 H. quieta Synonym Hygrocybe obrussea (falls der Geruch ähnlich dem Eichenmilchling ist)
Nr. 4 H. perplexa bzw. H. psittacina var. perplexa (inzwischen in der Gattung Gliophorus) was sich mit Pablos Einschätzung decktNr. 6 H. conica var. chloroides (völlig ohne Rotttöne mit weißen Lamellen) oder eben H. conica s. l.
LG Karl -
Hallo Maria,
die Keulchen müssen gewöhnlich mikroskopiert werden, wobei auf verschiedene Merkmale zu achten ist. Aus der Hand gehen die bei typischen Exemplaren mit viel Erfahrung (nach zahlreichen Funden in verschiedenen Gebieten) was man aber kaum beschreiben kann und ein kurzer Blick ins Mikro ist meistens zur Absicherung nötig. Ob alle 3 Bilder von Dir C. fumosa zeigen vermag ich nicht sicher zu sagen, aber möglich ist es, aber sieh selbst
Zwei Bilder der gleichen Kollektion innerhalb von 5 Tagen -
Hallo zusammen,
momentan sprießen die Pilze in meinem Hauswald wie selten. Ein Pause zwischen zwei Regengebieten musste ich unbedingt nutzen.
Rosa Rettich-Helmling (Mycena rosea)
Grüner Anis-Trichterling (Clitocybe odora)
Horngrauer Rübling (Rhodocollybia butyracea f. asema)
Gilbender Ritterling (Tricholoma argyraceum)
Würziger Tellerling (Rhodocybe gemina)
LG Karl -
Hallo zusammen
Bereits gestern habe ich eine Benachrichtigung geschickt, dass es sich bei dem Bild um den grünblättrigen Schwefelkopf handelt und nicht um Hallimasch. Bisher steht der Schrott noch immer drin.
Hallimasch: Ist der Pilz giftig oder verträglich?
LG Karl -
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Hi,
Russula vesca vielleicht?
l.g.
Stefan
Lieber Stefan
R. vesca hat weißes SPP auch wenn in Pilze der Schweiz und in der darauf basierenden Tabelle von Karin Montag im Tintling was anderes steht. Karin hat das im Anhang an Ihre Täublingsserie bereits richtig gestellt.
LG Karl -
Hallo Karl,
dies habe ich ja versucht zu machen, also dachte ich zumindest.
Bei den Pilzen 1: Huthaut der kleinen war schleimig, die des größeren eher nicht. Bei den Stielen bin ich mir unsicher - die waren sehr dünn. Es kann sein, dass sie ein klein wenig schleimig waren aber ich kann es nicht mit Sicherheit sagen. Einen besonderen Geruch konnte ich nicht feststellen. Probiert habe ich nicht. (Sorry, es kostet mich immer noch Überwindung zu probieren, falls nötig, kann ich dies bei den zwischenzeitlich etwas eingetrockneten Pilzen die vor mir liegen noch tun).Bei den Pilzen 2 verhält es sich ähnlich. Die Huthaut der Hälfte der Pilze war nicht schleimig aber etwas klebrig, mit den Stielen hatte ich echt Probleme herauszufinden wie die nun sind. Auch hier konnte ich keinen besonderen Geruch feststellen, aber mein Geruchsempfinden ist nicht sonderlich ausgeprägt. Und, auch hier könnte ich noch probieren, wenn es unbedingt sinnvoll ist.
Sorry, das schmierige Hüte von Pilz 1 hatte ich überlesen.
Wahrscheinlich ist das alles H. insipida. Die jung deutlich schleimigen Hüte und Stiele trocknen bei dieser Art sehr rasch ab und machen einem dann das Leben schwer. Mit angefeuchtetem Finger oder wenn man den Pilz an die Lippen hält "kissing test", lässt sich der Unterschied zu wirklich trockenen Hüten jedoch noch feststellen. Zu H. insipida passt auch der breit angewachsen Lamellenansatz, der auch mal etwas herablaufend sein kann.
Exemplare mit roter Stielspitze werden auch von einigen Autoren als H. subminutula abgetrennt.
LG Karl -
Hallo Maria,
einige wichtige Informationen musst Du schon angeben. Hut und/oder Stiel schleimig, schmierig oder trocken sind wichtige makroskopische Kriterien und manchmal hilft sogar Geruch oder Geschmack.
LG Karl
