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letzter Beitrag von Beorn am

Westruper Heide 13.10.2019 Teil 2

  • Hallo zusammen,


    hier also noch wie bereits angekündigt der zweite Teil aus der Westruper Heide.


    1. Amanita fulva

    Sporen

    Basidie

    Huthaut

    Nochmal Basidien

    Volva


    2. Russula aus der Subsect. Foetentinae unter Birke und Kiefer. Leider habe ich versäumt eine Geschmacksprobe zu machen. Sporengröße (7.4+-0.5 µm) x (5.7+-0.5) µm. Sporenpulverfarbe IIIa, Mit KOH gelb-orange Stielbasis, Stiel mit Guayak nach 5 Sekunden deutlich blau, nach 30 Sekunden tiefblau, mit FeSO4 leicht rosa. Kann ich den als Russula recondita ablegen?


    3. Das würde ich für Gymnopilus penetrans halten


    4. ein Filzröhrling mit auffallend gelben Röhren und sehr hellem Hut. Sporengröße (10.7+-0.6) µm x (4.0+-0.3) µm

    Huthaut

    Röhren

    Sporen


    5. Neoboletus erythropus


    6. Phytoparasiten gab es auch. Hier ein Rost auf einer mir unbekannten, gelben Blume


    7. Calocera cornea


    8. Ein Pilz für Pablo auf Eiche.

    Sporen (5.0+-0.3) µm x (2.5+-0.2) µm

    Keine Zystiden erkennbar. Schnallen vorhanden

    Basidien auffallend lang und schmal, 4-sporig, mit Basalschnalle


    9. Ein Gymnosporangium auf Sorbus sp. Leider haben die ihre beste Zeit schon hinter sich, so daß ich da nicht mehr zu einer Bestimmung komme.


    10. Noch ein Täubling unter Buche, Eiche und Birke. Geschmack sofort scharf. Sporengröße (7.6+-0.5) µm x (6.3+-0.5) µm, Sporenpulver Ib, evtl. auch IIa. FeSO4 rosa, Guayak nach 20 Sekunden langsam leicht bläulich.


    11. Cetraria aculeata


    12. Russula claroflava


    13. Auriscalpium vulgare


    14. Imleria badia


    Björn

  • Moin, Björn!


    Nr. 8 ist Ceraceomyces serpens. :)
    Mikroskopie bei Filzröhrlingen ist schon gut und wichtig, aber noch wichtiger für die Bestimmung wäre halt ein Schnittbild. Deine 4 ist schon Xerocomus s.str., aber ob ferrugineus, subtomentosus, chrysonemus, silwoodensis oder welcher auch immer - Schnittbild muss da schon sein für die Bestimmung.



    LG, Pablo.

  • Hallo zusammen,


    die Nummer 10 lang zum Glück noch mit einem frischen Exemplar bei mir im Kühlschrank. Geruchsmäßig geht das schon in die Kokosecke (wenn man denn weiß, daß es so riechen soll, sonst hätte ich das wahrscheinlich nicht zuordnen können), was ja auch zu R. fragilis paßt.

    Bei Nummer 12 war ich dann glaube ich zu voreilig. Ich hatte das wegen der Fundstelle unter Birke und dem gräulichen Stiel direkt als R. claroflava abgehakt. Jetzt hatte ich aber wegen Karls Hinweis auf R. ochroleuca bei Marxmüller gesehen, daß der im alten Stadium durchaus auch einen gräulichen Stiel haben kann. Mitgenommen hatte ich da leider auch nichts, also bleibt es wohl unbestimmt.


    Der Filzröhrling lag zum Glück auch immer noch im Kühlschrank und präsentierte sich im Schnitt so:

    Der Schnitt wurde zwar schon vor einer Woche gemacht, als der Pilz noch etwas frischer war, es hat sich aber eigentlich nicht viel verändert. Es gab zu keiner Zeit eine Blauverfärbung und wenn überhaupt war nur eine leichte hellbraune Verfärbung im Fleisch erkennbar.


    Björn

  • Hallo, Björn!


    Bleibt dennoch schwierig, bei dem Filzröhrling.

    Bei Schnittbildern muss man die frischen Schnitte beurteilen. Eine "hellbräunliche Verfärbung" kann schon signifikant sein, je nach dem wie stark und in welchem Teil des Schnittbildes. So wie das Schnittbild jetzt aussieht, würde ich eigentlich sagen "Xerocomus ferrugineus (Brauner Filzröhrling)", aber das ist tatsächlich sehr unsicher, weil das Farbspektrum, das im Schnittbild die Ziegenlippe vom Braunen unterscheidet, durchaus vergänglich ist.



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    vielen Dank für die Erläuterungen. Hast du zufällig Fotos von entsprechenden Schnittbildern für X. ferrugineus und X. subtomentosus? Was die leichte Braunfärbung angeht, hatte die mein Pilz im frischen Zustand eigentlich nur im Stielbereich. Der Hut hat sich dann erst im Laufe der Woche im Kühlschrank gefärbt.


    Björn

  • Hallo, Björn!


    Das ist wichtig!


    Es geht um die Farbverteilung im frischen Shcnitt, wie bei allen Filzröhrlingen.

    Meine Bilder sind da nicht gerade toll, weil zB der Gelbton im Hutfleisch der Ziegenlippe von meiner Kamera gerne verschluckt wird.

    X. ferrugineus kann schon mal etwas blass bräunliches Stielfleisch haben, bei überständigen Fruchtkörpern.

    Im Röhrlings - Buch von Geoffrey Kibby müssten ganz gute Farbzeichnungen der Schnittbilder drin sein.



    LG, Pablo.

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