Beiträge von Karl W

    Hallo Bernd

    E. favrei habe ich korrigiert. Nach Nach FE 5b Entoloma clandestinum Syn. E. papillatum.

    Dein Pilz ist sicher etwas Anderes, da die Stielspitze nicht bereift ist. E. Infula könte in angetrocknetem Zustand so aussehen.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    nachdem ich einen Tip bekommen hatte gab es einen kurzen Abstecher auf dem Weg in die Eifel.

    Ein Riesenexemplar war leider nicht mehr völlig intakt


    aber besonders von oben immer noch sehr ansehnlich


    Ein kleineres Exemplar stand in den Starlöchern und war ein Fall für die Rückfahrt


    ca.11 Stunden später die perfekte Kugel


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    heute konnte ich gemeinsam mit Rainer Platz 1. von unserer Wunschliste streichen. Rainer wümschte sich seit 30 Jahren dieses Kleinod zu finden und ich seitdem ich 2012 einen überständigen Fruchtkärper gesehen hatte den Pilz endlich mal in frischen Zustand zu sehen :love: .

    Der erste Blick auf einen umgekippten Fruchtkörper löste schon einen Jubelruf aus eyyyreeiiii


    Dann begann eine akribische Suche in der umliegenden Laubschicht mit anschließender Foto-Orgie




    Melanophyllum eyrei (Grünblättriger Zwergschirmling)






    Dafür kann man mal auf Täublinge, Imperatoren und Rubroboletüsse verzichten :)

    LG Karl

    danke für die Info! Schön, dass du R. pumila von R. alnetorum unterscheidest. Letztere kenne ich von einem Bachsumpf mit Alnus viridis aus dem Mittleren Schwarzwald auf ca. 900 Mtr.

    Hallo Bernd,

    ich habe R. alnetorum noch nicht gefunden, da bei uns Alnus viridis nicht vorkommt. Wahrscheinlich sind als R. alnetorum kartierte Funde außerhalb des Areals von A. viridis tatasächlich R. pumila. https://www.floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=328

    LG Karl

    Kannst du im Nachhinein noch etwas zum R. pumila-Fund sagen. Ich weiß, es ist lange her, aber weißt du noch, ob es ein feuchter Standort war, welche Bodenart vorlag und um welche Erlenart es sich als Mykorrhizapartner gehandelt hat.

    Hallo Bernd,

    R. pumila stand recht feucht bei Alnus glutinosa, kann aber auch bei Alnus incana stehen. R. alnetorum wächst nur bei bei Alnus alnobetulae Syn. A. viridis

    LG Karl

    Hallo zusammen


    Eifelpilze von vor 14 Tagen hab ich noch bisher nicht gezeigte, müsste dann diesmal aber anfangen, da ich nicht so lange dabei sein kann.


    LG Karl

    2012 wurde die Art mit zwei Kollektionen und aussagekräftigen Fotos im PilzePilze-Forum vorgestellt.

    Hier zum Vergleichen. Kollektion 1 (an den Leisten) & Kollektion 2 (ebenfalls am Stiel)

    Lieber Nobi,

    ich bin immer total beeindruckt, wie schnell Du passende links zu diversen Themen aus dem Hut zauberst. Entweder Du hast ein phänomenales Gedächnis oder eine tolle Datenbank.

    LG Karl

    Schön, dass die Täublinge noch in ihrer Art so variabel sein dürfen! :thumbup:

    Lieber Nobi,

    zumindest was die Farben betrifft liegst Du sicher richtig. So hatte ich Russula sardonia ebenso in roten, gelben und grünen Tönen wie Russula fragilis um nur zwei zu nennen. Andere vielfarbige wie R. olivacea sind hingegen nur noch auf Aggregatebene bestimmbar und es gibt meines Wissens sechs verschiedene Sequenzen. Noch schlimmer sieht es bei R. delica/chloroides mit sicher einem Dutzend Sequenzen aus. Man darf gespannt sein, was sich da noch ergibt.

    LG Karl

    Ich frag mich bei Deinen Fotos immer wie das sein kann, dass Du immer solch üppige einwandfreie Täublingskollektionen zusammenbringst. Bei mir sind das meistens Einzelstücke oder sie sind derart zerfressen, dass oft nichts mehr damit anzufangen ist.

    Deshalb meine Frage: Wieviel Zentner Schneckenkorn brauchst Du eigentlich so über eine Saison hin?😄

    Hallo Werner,

    leider nicht genug. Eine ist uns entkommen :D


    Wir waren ja auch total begeistert von den Kollektionen. Möglicherweise liegt das an der langen vorhergehenden Trockenheit und die Pilze sind dann einfach schneller als die :snail: :snail: :snail: . Zusätzlich muss man noch das Glück haben zeitnah die entsprechenden Gebiete aufsuchen zu können.

    LG Karl

    Die blassen vesca und lepida hätte ich nicht als solche erkannt! Und auch spannend die Variabilität von decipiens!

    Hallo Nobi,

    ich ja ebenfalls nicht. Das war schon zeitaufwändig mit Mikroskopie und Literaturrecherche. In der Zeit hätte ich schon wieder zweimal in die Eifel fahren können ^^

    LG Karl

    Hallo Bernd,

    auch wenn die meisten Entoloma mikroskopisch bestätigt werden müssten hier einige Anmerkungen

    Nr. 1 E. longistriatum agg. ist natürlich richtig , kann aufgrund der graublauen Stielfarbe Entoloma majusculum sein

    Nr. 2 kann keinesfalls E. mougeotii sein wei Du richtig annimmst. Die glatt wie poliert wirkenden Stiele passen ja ebefals nicht. Die Fruchtkörper erinnern mich etwas an E. allospermum. Genabelt, blaue Farbe schnell verblassend, im Stiel länger blau bleibend

    NR. 3 da sehe ich auch E. serrulatum

    Nr. 9 Hut passt zu E. griseocyaneum aber ohne den Stiel zu sehen bleibt es unsicher

    Nr. 10 passt gut zu E. clandestinum. Der sollte dann allerdings kopfige Kaulozystiden an der Stielspitze haben

    Nr. 11 ist sicher nicht E. griseocyaneum Wutzi Claudia. der junge Frk. ist viel zu dunkel und die Stiele passen nicht

    LG Karl

    Hallo Claus

    Sehr schöne Dokumentation. Interessant finde ich die Beobachtung verzögert leicht bitter, die ich in diesem Jahr ebenfalls gemacht habe. Der Fund von 2017 war extrem stark bitter. Unsere Funde standen übrigens mitten in einem lichten Kalk-Buchenwald in der Laubstreu.

    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde,

    nach Einige Täblinge hier weitere Arten oder schöne Kollektionen


    Russula decipiens (Weinroter Dottertäubling ) hatte ich bereits gezeigt, aber man sieht nochmal schon die variablen Farben dieses Dottersporers

    Zwar schonmal gezeigt, aber an der Gruppe konnte ich nicht vorbeigehen
    Russula lepida (Harter Zinnober-Täubling)



    Ein Täubling dessen Bestimmung mich viel Zeit gekostet hat. Mir war zwar das feste Stielfleisch aufgefallen aber da die Fruchtkörper schon älter waren, war das Hutfleisch weniger fest und der typische ewas bitterliche Geschmack fehlte ebenfalls. Erst nach Ermittelung der Sporenpulverfarbe IIa, Betrachtung der rundlichen Sporen mit netzigem Ornament und der Dermatozystiden dämmerte es langsam. Zur Sicherheit auf Hinweis von Felix Hampe noch bei Sarnari und Marxmüller nach mögliche Verwechselungsarten gesucht.
    Russula lepida (Harter Zinnober-Täubling)


    Gleich noch ein Verarschungstäubling. Wegen der recht starken FeSO4-Reaktion habe ich aber sehr bald nach Criens in der Huthaut gesucht und wurde leicht fündig
    Russula vesca (Fleischroter Speise-Täubling)



    Kein Problem gab es mit einem sehr scharfen Kandidaten mit hellockefarbigem Sporenpulver IIIa
    Russula solaris (Sonnen-Täubling)


    Ebefalls sehr scharf mit Sporenpulver IIIb
    Russula rubra (Scharfer Zinnobertäubling)


    Am weißflockigen oberen Stielteil (Lupe) und praktisch mildem Geschmack meist schon makroskopisch erkennbar. Ein schönes Merkmal ist die eosinrote Sulfovanillinreaktion am Stiel.
    Russula velutipes (Netztflockiger Rosa-Täublng)


    Typisch ist das rasche Ausblassen in der Hutmitte
    Russula velutipes (Netztflockiger Rosa-Täublng)


    Ein kleiner Täubling mit mildem Geschmack und Sporenpulver IIb, hier schon recht stark ausgeblasst
    Russula puellula (Buchen-Zwerg-Täubling)


    Auch Stink-Täublinge gab es reichlich. Rundliche Sporen mit stacheligem Ornament hat
    Russula foetens (Gemeiner Stink-Täubling)


    Nur durch breiter elliptische Sporen mit teilweise verbundenem Ornament unterscheidet sich
    Russula subfoetens (Gilbender Stink-Täubling) Das Gilben des Fleisches mit KOH ist kein konstantes Trennmerkmal und kann auch bei R. foetens auftreten.


    Ähnlich den Stink-Täublingen aber durch den Geruch nach Bittermandel leicht zu unterscheiden
    Russula grata (Mandel-Täubling)


    Auch zahlreiche Schwärz-Täublinge zeigten sich und einer muss in die Sequenzierung. Sofort schwärzend jedoch in allen Teilen auch nach längeren Kauen mild bleibend führt zu Russula atramentosa der es aber nicht sein kann, da die Hymenialzystiden kein braunes Pigment enthalten. Sicher eine bisher noch unbeschriebene Art.

    Foto Rainer Wald

    Sehr zahlreich vertreten aber hier in ungewöhnlich gelblichem Farbton und erst im Alter auftretendem Rotanteil
    Russula olivacea agg. (Rotstieliger oder Wechselfarbige Leder-Täubling)




    so hatte Björn boccaccio ihn schon gezeigt Eifel-Pilze 24.8.2023

    Beim Rotstieligen Leder-Täubling handelt es sich um ein Aggragat mehrere Arten und diese Exemplare gehen in die Sequenzierung

    Hartfleischig wie der Harte Zinnober-Täubling, ebenfalls mit Rottönen am Stiel, jedoch mehr purpurrot, mit bitterem Geschmack und sehr selten
    Russula amarissima (Bitterer Zinnober-Täubling)


    Oft sind die Lamellenschneiden rot gefärbt, wenn auch nicht immer so deutlich wie hier
    Russula amarissima (Bitterer Zinnober-Täubling)


    Mit diesem Foto von Rainer Wald endet mein kleiner Bericht. Über R. amarissima haben wir uns besonders gefreut, da es erst unser zweiter Fund in der Eifel ca. 100m entfert vom Standort im Jahr 2017 ist.

    LG Karl

    Hallo Claus,

    von roten R. raoultii hatte ich schon gehört. Üer die Häugikeit dieser Erscheinung kann man nichts sagen, da die Art dann wohl meistens nicht erkannt wird. Die Übereinstimmung der Mikroskopie sehe ich wie Du und habe auch mit eigenen Mikros verglichen.
    Bei Durchsicht meiner 7 Kollektionen von R. raoultii habe ich auch gelegentlich einen gerippten Hutrand allerdings nur bei ausgebreiteten Fruchtkörpern wie dem rechten in Bild 3. Bei Exemplaren mit noch eingerolltem Rand habe ich Rippen wie auf Deinem Bild noch nicht gesehen, aber das kommt ja auch bei anderen gewöhnlich nur alt am Rand gerippten Arten mal vor. Ich kann Dir R. raoultii zwar nicht bestätigen, aber was Besseres fällt mir momentan auch nicht ein. Bleibt allerdings der abweichende Geschmack. Ich kenne R. raoultii nur rasch brennend scharf und habe sie nie länger im Mund behlaten um evt. noch eine bittere oder andere Komponente feststellen zu können.

    LG Karl

    Hallo zusammen,


    Ich habe Material für Stunden aber weiß noch nicht was ich zusammengestellt kriege. Ich hänge mich mal hinter eure Beiträge an.


    LG Karl

    Hallo Wastl

    Hygrophorus discoxanthus ist mir in diesem Jahr schon in mehreren Kalk-Buchenwäldern begegnet. Bei jungen Exemplaren ohne jegliche Gelbfärbung gelingt die Unterscheidung von H. eburneus durch die auffällige KOH-Reaktion auf Hut und Stiel. Bei H. eburneus färbt sich nur die Stielbasis. Hier ein aktuelles Bild vom letzten Sonntag



    LG Karl

    Hallo zusammen,

    nach der aktuellen Bearbeitung sollte der Name E. longistriatum zumindest für europäische Funde nicht mehr verwendet werden. Funde mit nahezu vollständig durchscheinend gerieften Hüten und fast immer dunkler Hutmitte mit blaugrauen Farbtönen zumindest im unteren Stielteil sind E. majusculum. Funde ohne derartige Stielfarbe sind E. sarcitulum. Bei älteren Exemplaren von E. majusculum kann der blauggraue Ton allerdings auch verschwinden und ohne junge Exemplare ist ein makroskopisches ansprechen nicht möglich. Die Stielfarbe beim obigen Fund läßt m. E. die Benennung als E. majusculum zu.

    LG Karl