Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen,

    obwohl es nur wenig geregnet hatte, startete ich am 17.10. zu einem Kontrollbesuch in "meinem" Depot und wurde angenehm überrascht. Von 65 notierten Arten möchte ich einige zeigen.

    Arrhenia velutipes (Samtfuß-Nabeling)
       

    Clavara argillacea (Heidekeule)


    Geoglossum elongatum ss. Roobeek, ähnlich G. fallax aber mit deutlich kürzeren Sporen mit 7 Septen


    Hygrocybe cantharellus (Pfifferlingssaftling)


    Hygrocybe helobia (Gelbblättriger Filzsaftling auch Knoblauchsaftling oder Sumpfsaftling)


    Pseudaleuria fibrillosa (Sandbürsten-Becherling)


    Russula sardonia (Zitronenblättriger Täubling)


    Suillus grevillei (Gold-Röhrling)


    Thelephora caryophyllea (Nelkenförmiger Warzenpilz)




    Tricholoma equestre (Kiefern-Grünling)


    Tricholomopsis rutilans (Purpurfilziger Holzritterling)


    LG Karl

    Hallo Bernd,

    das ist eindeutig Clavaria rosea. Die Basidien haben keine Basalschnalle und die Sporen sind recht schlank auch wenn noch nicht viele reif waren.
    5,7 - 7,8 x 2,7 - 3,5 mµ, Q = 1,85 - 2,5; Lm = 6,8, Bm = 3,2, Qm = 2,3 (n = 10)

    LG Karl

    Hallo Schrunz,

    Nr. 1 dürfte Cuphophyllus ochraceopallidus sein
    Nr. 3 evt. Clavulinopsis luteoalba
    Nr. 4 Sicher kein Nabeling sondern ein Rötling aus der Ecke um Entoloma serrulatum, caesiocinctum
    Nr. 6 Ja ein Samthäubchen
    Nr. 7 Wieder ein Rötling mit gefärbter Schneide. Möglicherweise ältere Exemplare von 4.
    Nr. 10 wohl eher Heudüngerling

    LG Karl

    Hallo Claus,

    das mit der Guajakreaktion ist interessant. Heute bei einem ganz frischen gelben Frk. und bei den dunklen jeweils +++. Bei nahezu weiß ausgeblassten sehr trockenen Fruchtkörpern hatte ich vorgestern keine Reaktion innerhalb von 10 sek.
    Die Schärfe tritt verzögert auf und man muss schon etwas länger drauf rumkauen. Dann wird es aber sehr deutlich scharf, wenn auch nicht brennend.

    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde

    Am 09 August fand ich unter Buche/Hainbuche einen ockerlichen Täubling mit dem ich zunächst nichts anfangen konnte


    Vier Tage später an der gleichen Stelle dann ein großes Vorkommen


    Fruchtkörper stark ausblassend


    SPP IVd bis IVe, Geschmack scharf, Guajakreaktion rasch positiv, FeSO4 blassrosa, Dermatozystiden sehr variabel in der Größe, Haare spitz zulaufend, Sporen isoliert stachelig
    Bei allen gelben Dottersporen mit scharfem Geschmack blieb immer ein Fragezeichen und ich legte den Pilz vorerst als Russula sp. ab

    Vorgestern an gleicher Stelle dann eine weitere Kollektion


    Merkmale identisch mit der Kollektion von August:

    SPP IVd bis IVe, Geschmachmack in Lamellen und Stielfleisch scharf, Guajakreaktion rasch positiv +++, FeSO4 blassrosa

    Sporen breit elliptisch mit isolierrten Stacheln


    Größe: 7,9 - 9,3 - 10,7 x 6,3 - 7,3 - 8,3 µm


    Haare der Hutdeckschicht


    Dermatozystiden variabel in Form und Größe, bis 13 mµ breit



    Dann öffnete mir Felix Hampe die Augen: Was hast Du gegen R. cuprea, ich sehe deutliche Divertikel
    Die waren in meine Augen so spärlich, dass ich ihnen keine Bedeutung beigemessen hatte, also nochmal hin



    Von einem ganz jungen, kleinen Fruchtkörper untersuchte ich erneut die Huthaut und wurde reichlich fündig


    Damit war die Bestimmung als Russula cuprea abgesichert. Gelbgrüne Formen von R. cuprea wurden früher als R. urens abgetrennt,
    was aber wohl genetisch nicht haltbar ist.

    Das passende Ende bilden dann im Laub versteckte, gefärbte Fruchtkörper, die weniger als einen Meter entfernt standen.
    Chemie, Geschmack und Mikros identisch. Manche Täublinge hat der Teufel geschaffen ;)


    LG Karl

    Sorry, was genau meint "lang septiert"?

    Hallo Sebastian,

    ich meine den Abstand zwischen zwei Septen an den Hyphen der Lamellentrama. Der ist bei den oben gezeigten Arten 200 mµ und mehr und kann in der Untergattung Hygrocybe selbst 1000 mµ überschreiten. In der Untergattung Pseudohygrocybe ist der Abstand < 200 mµ

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    nachdem ich im letzten Jahr Wiesenpilzsuche unter erschwerten Bedingungen diverse Pilze gefunden habe, stattete ich dem Friedhof gestern einen Besuch ab und wurde nicht enttäuscht.

    Zuerst fiel mir ein Einzelexemplar auf welches weithin sichtbar war
    Cyclocybe erebia (Leberbrauner Ackerling)


    Dann tauchten die ersten gelben Köpfchen auf und letztlich fand ich weitere Exemplare in allen Altersstadien
    Hygrocybe glutinipes (Schleimfüßiger Saftling)










    Bei dieser Gruppe war ich nicht sicher, weil weder Hut noch Stiel wirklich schleimig waren aber die Mikros lassen keinen anderne Schluss zu
    Hygrocybe glutinipes (Schleimfüßiger Saftling)


    Gelifizierte Hyphen der Hutdeckschicht




    Gelifizierte Hyphen der Stielrinde


    Hyphen der Lamellentrama lang septiert


    Auch hier gelang die sichere Bestimmung erst mikroskopisch
    Hygrocybe glutinipes var. rubra (Schleimfüßiger Saftling rote Varietät)


    Gelifizierte Hyphen der Hutdeckschicht


    Gelifizierte Hyphen der Stielrinde


    Hyphen der Lamellentrama lang septiert


    Noch ein Roter aber diesmal mit trockenem Hut und neu für den Standort
    Hygrocybe helobia (Gelbblättriger Filzsaftling auch Knoblauchsaftling oder Sumpfsaftling)




    Schon ewas ausgeblasst aber noch leicht kenntlich
    Cuphophyllus pratensis (Oranger Wiesenellerling)


    Auch erste Keulchen fanden sich, wenn auch noch spärlich
    Clavaria falcata (Weißes Spitzkeulchen)


    Die hyaline Stielbasis kann gelegentlich auch C. fragilis aufweisen, aber die hätte keine Bogenschnallen an den Basidien bzw. die gegabelten Enden an Basidiolen


    Clavulinopsis laeticolor (Schönleuchtende Wiesenkeule)


    Clavulinopsis laeticolor reifeSporen


    Zum Abschluss noch ein Grüppchen
    Pholiota gummosa (Gummi- oder Strohblasser Schüppling)

    Hallo Sebastian,

    wirklich eine tolle Artenvielfalt für eine einzige Begehung.
    War ein Teil der Sporen von 1. angedeutet mittig eingeschnürt?
    Bei 6. und 7. wäre ich nicht überrascht, wenn das alles H. glutinipes ist. Schau am besten mal die Septierung der Lamellentrama an.
    12. Es wurde ja zwischenzeitlich noch C. trigonospora beschrieben
    Bei 13. bin ich gespannt, ob nicht noch C. fumosa dabei herauskommt

    LG Karl

    Hallo Karl,


    Du glaubst echt, dass dieses Bild nicht gestackt ist???

    Hallo Rika,

    klar ist Bild 1 gestackt aber es ist mit dem Satansröhrling ist ein ungestacktes, unbearbeitetes Bild auf dem Treppchen. Die Aufnahme habe ich bei einbrechender Dämmerung gemacht und von vorne mit einer LED mit Tageslichtspektrum angestrahlt :)

    LG Karl

    Hallo Sebastian
    Bezüglich Nr. 9 würde ich R. faginea ebenso wie Oehrling schon makroskopisch ausschließen. Nr. 9b ist farblich zwar ungewöhnlich für R. graveolens agg. aber wie das folgende Bild zeigt durchaus möglich. (den roten Frk. habe ich separat mikroskopiert ;) ) Bezüglich der Sporenpulverfarbe stehe ich aber absolutim Dunkeln.


    LG Karl

    PS Wenn Du bei der Sporenpilverarbe sicher bist schicke Deine Aufzeichnungen doch mal an Slavomír Adamcˇík slavomir.adamcik@savba.sk
    Der hat doch die Heringe teilweise bearbeitet Xerampelinae Russula clavipes complex Adamcik Mycologia 108(4) 2016.pdf


    Hallo Bernd,

    bei dem gelben Keulchen denke ich eher an Clavulinopsis laeticolor. Clavaria flavipes ist viel blasser und nur im Fleisch und am Stiel gelb, aber ohne Mikros kann man nie sicher sein.
    Die dunkle Keule ist sehr wahrscheinlich in der Gattung Geoglossum zu suchen. Erdzungen sind häufig von Hypomyces papulasporae befallen aber beides geht auch nur mikroskopisch.

    LG Karl

    Hallo Flämmli,

    was Du für eine Ammoniakreaktion hältst ist sicherlich etwas anderes. Gemeint ist hiermit die Bildung von Kristallnadeln, was mitunter auch erst nach einer Nacht im Kühlschrank passiert. Die Arten mit starker NH3-Reaktion haben im Übrigen immer Kaulozystiden die den Cheilozystiden ähneln. Bei den Arten mit gemischten Kaulos z. B. C. pubescens oder (fast) ohne kopfige Zystiden wie C. siennophylla, gibt es keine mit positiver NH3-Reaktion. Hinzu kommt, dass die Angaben über die NH3-Reaktion in älteren Büchern oder Schlüsseln oft falsch sind. Es gibt mehrere Arten, bei denen die Reaktion inkonstant ist.

    Unabhängig davon ist die Bestimmung Deines Pilzes als C. siennophylla sicher richtig, aber bitte streiche bitte Deine Notitz mit der positiven NH3-Reaktion. Das mögliche Vorkommen an Dung, wird auch bei Hausknecht FE 11 erwähnt.

    LG Karl

    Hallo Bernd,

    wahrscheinlich auch nicht aber E. favrei ist schwer zu fassen, da der Typus nicht sequenziert werden konnte.

    LG Karl


    PS ich kann unmöglich in allen altten Beiträgen nomenklatorische Änderungen korrigieren

    Hallo Bernd

    E. favrei habe ich korrigiert. Nach Nach FE 5b Entoloma clandestinum Syn. E. papillatum.

    Dein Pilz ist sicher etwas Anderes, da die Stielspitze nicht bereift ist. E. Infula könte in angetrocknetem Zustand so aussehen.

    LG Karl