Beiträge von Tomentella

    Hallo Uwe,


    was mir auch bei vielen Funden aufgefallen ist, dass G. adsperum oft an lebenden Bäumen vorkommt und dort auch manchmal etwas höher am Stamm oder in Stammwunden. Im Gegensatz dazu wächst G. applanatum meist an Stümpfen und liegenden Stämmen.


    LG

    Frank

    Liebe Ria,


    G. pfeifferi ist sehr selten und wird oft falsch bestimmt. Der Porling auf deinem Pilz sieht mir eher wie G. resinaceum aus. Bei älteren Fruchtkörpern wird der Context auch mal etwas dunkler. G. pfeifferi muss eine sehr dicke Harzschicht aufweisen, bildet "riesige" Fruchtkörper an sehr alten Buchen, hat einen deutlich dunkelbraunen Context und ca. 2 µm breitere Sporen (8-9 µm breit) als G. resinaceum (bis 7 µm breit).

    Die Suche nach Schnallen hat ja Björn schon bestens beschrieben. Der Weg gilt ja für alle di- trimitischen Porlinge. Oft ist das Hymenium aber auch kollabiert und die Suche wird echt mühsam.


    LG

    Frank

    Hallo Johann,


    du machst die Schritte so wie sie Jörg zu erst beschrieben hast. Wenn du dann die entsprechende Art separiert hast, klickst du auf der Karte rechts oben (siehe Pfeil) auf das Fragezeichen (es erscheint ein Erklärungstext) und danach auf das gewünschte MTB. Dann werden alle Funde

    dieser Art in diesem MTB angezeigt.



    Das funktioniert auch bei der Karte aller Arten. Da werden halt alle Arten im angeklickten MTB angezeigt.

    Mit dem Fragezeichen wird praktisch die Kartenfunktion umgeschalten.


    LG

    Frank

    Hallo Vitus,

    Tomentella Weißt du, ob diese Art selten oder einfach chronisch unterkartiert ist?

    Phanerochaete livescens wurde ja erst 2015 neu beschrieben und von Ph. sordida abgetrennt. Die Art ist nicht selten und wird in den nächsten Jahren sicher oft kartiert werden. Im Aggregat Ph. sordida verbergen sich viele Funde dieser Art, was sich aber ohne Exsikkate nicht nachvollziehen lässt.


    LG

    Frank

    Hallo Christoph,

    Wurde diskutiert, warum Fraiture in seiner Arbeit nicht recht hat?

    Es gibt in Band 2 keine Diskussion zu dieser Synonymie und Fraiture wird nicht erwähnt. Es wird nur angemerkt, dass es sich bei

    L. leucobryophila höchstwahrscheinlich um einen Komplex handelt, was sich aus genetischen Daten ergibt.


    Mit schnallenlosen Basidien wird nur L. flava angegeben und ganz schnallenlos L. hydnoidea.


    LG

    Frank

    Hallo Armin,

    wie ist das mit H. medioburiense?

    Hyphoderma medioburiense kenne ich gut und die ist mit H. roseocremeum eigentlich nicht zu verwechseln. Deren Sporen gehen von 11-17 µm Länge und die Zystiden sind harzig inkrustiert, was man unter der Stereolupe (20 x) schon schön als rotbraune Punkte im Hymenium erkennen kann.


    LG

    Frank

    Hallo Vitus,


    im 2. Band (hab ich seit heute :) ) sind zu dieser Art weiterhin nur der zu enge Bereich von 3-4 µm Sporenbreite angegeben. Es werden zwar die teilweise elliptischen Sporen gezeichnet, aber sie sind bei den Maßen nicht beachtet (siehe auch bei Martini in Aphyllo.net). Im Schlüssel wird nicht auf die Sporengröße eingegangen. Eine ähnliche Art mit etwas breiteren Sporen ist aber auch nicht beschrieben worden.


    LG

    Frank

    Hallo Armin,

    Ich habe eindeutig Schnallen an den Basidien (siehe Mikrofoto)

    den 2. Band der Corticiaceen habe ich nun vor mir liegen. L. leucobryophila und L. panphyliensis sind dort synonym und das war auch zu erwarten.

    Lindtneria flava wird mit den schnallenlosen Basidien und den pseudoporoiden Fruchtkörpern (der Originalbeschreibung folgend) als Art anerkannt. Der Typus ist lt. Larsson leider verschollen, sodass eine nachvollziehbare Klärung nicht möglich ist.

    Bernicchia scheint diese "Art" auch nie gesehen zu haben.


    LG

    Frank

    Hallo Vitus,


    in der Hoffnung, dass im jetzt erscheinenden zweiten Band von Larsson und Ryvarden die Gattung Hyphoderma enthalten ist und die Sporenbreite von H. roseocremeum mal in ihrer wirklichen Bandbreite angegeben wird. In der bis jetzt vorhandenen Literatur scheint die Sporenbreite von 3-4 µm immer nur "abgeschrieben" zu sein. :)


    LG

    Frank

    Hallo Armin,


    Lindtneria flava soll nach Bernicchia ein unregelmäßiges poroides Hymenophor haben. Eine Lindneria mit so einem Hymenophor und elliptischen Sporen habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. Gerard Trichies, der den Typus gesehen hat, sieht auch hier "nur" ein Synonym zu

    L. leucobryophila.


    LG

    Frank

    Hallo Armin,


    in der Originalbeschreibung ist Lindneria panphyliensis mit schnallenlosen Basidien beschrieben (not observed), was auch Bernicchia erwähnt. Sie zählt aber ihre Funde mit Schnallen an den Basidien auch zu dieser Art. Seltsam!

    Ich bin mir aber mit Gerard Trichies und Eia Martini einig, dass L. panphylliensis ss. Berniccia nur ein Synonym zu L. leucobryophila ist. Die Sporenform und Ornamentation sind nicht so zu trennen, wie Bernicchia das zeichnet.

    Ich bin gespannt. was im 2. Band von "Corticioid fungi of Europe" dazu drin steht und hoffe auf Klärung dieses Problems.


    LG

    Frank

    Hallo Max,


    hier wird wohl Werner Recht haben! Das relativ helle Fruchtfleisch und die rote Kruste passen sehr gut zu G. resinaceum.

    Mach mal den Brutzeltest. Mit einer Flamme schmilzt die rote Kruste.


    LG

    Frank

    Hallo Vitus,


    sehr ähnliche Fruchtkörper bilden Arten der Gattung Sidera und Resinoporia. Bei diesen sind allerdings die Skeletthyphen nicht amyloid.

    Wenn dein Porling amyloide Skeletthyphen hat, dann ist die Gattung Amyloporia schon passend. In dieser Gattung würden dann nur A. xantha (Poren 3-7 p/mm) und A. carbonica (Poren 3-5 p/mm) in Frage kommen, wobei A. carbonica sehr selten ist.


    LG

    Frank

    Hallo Vitus,

    Scheinbar scheinen sich resupinate Porlinge hier im Forum nicht allzu großer Beliebtheit zu erfreuen.

    entschuldige meine verspätete Antwort, aber ich war im Urlaub.

    Große Beliebtheit für resupinate weiße Porlinge wirst du hier im Forum nicht finden, vorallem wenn du keine Sporen gefunden hast!

    Ohne die dazugehörigen allantoiden Sporen ist eine Zuordnung unsicher. A. xantha kann durchaus rein weiß sein. Die amyloide Reaktion in der Gattung Amyloporia ist oft sehr schwach, bei den Skeletthyphen nur in dickeren Lagen.

    Der Geruch ist auch altersabhängig.

    Die Art ist nicht selten. Sie kommt an Nadelholz (Picea, Pinus, Larix) und selten auch an Laubholz (Castanea, Populus) vor. Bis jetzt habe ich

    26 Funde.


    LG

    Frank