Beiträge von Climbingfreak

    Hallo,


    mir hat das Thema keine Ruhe gelassen, einfach weil ich das irre spannend finde. Ich wollte auch nicht den BMG-Tagungsthread damit zerschießen, so dass ich die Beiträge hierher rüberkopiert habe. nobi_†  Felli


    Den 2. Tintling habe ich von Felli auf Pferdedung bekommen. Ich hatte erst auf Coprinopis nivea getippt. Unterm Mikro war die Sache schnell klar. Sporen von 10-14 µm, stark abgeflacht, "fünfeckig". Die Nivei-Gruppe war klar; da bleibt nur Coprinopsis pseudonivea übrig. Hatte ich auch schon 2-3 Jahre nicht mehr.




    l.g.

    Stefan

    Ja da hat der Thomas schon mal gut vorgelegt. Die Ritterlinge hätte ich dann auch noch vorgestellt. Macht aber nix. Dafür kommt bei mir was schönes.


    Zunächst möchte ich mich bei Günter und Uwe bedanken für die nachträglichen Bildbestimmungen. ==12Steffen und ich wurden von Namen zugeschüttet, wir konnten uns das nicht alles merken; erst recht nicht, was wir da eigentlich fotografiert hatten.


    Gut, weiter gehts mit Cortinarius magicus in jung.



    Es ist auch immer wieder schön, wenn man einen Einblick in bestimmte Pilzruppen bekommt; in dem Fall in die weißen Schnecklinge und Ritterlinge. Davon gab es auf der Tagung reichlich Arten. Der Wald hier stand voll mit Elfenbeinschnecklingen Hygrophorus eburneus. Im Unterschied zu H. discoxanthus verfärbt sich die Art im Alter nicht und dessen KOH-Reaktion ist am ganzen FK positiv; die KOH Reaktion bei unserem Fund ist allerdings nur an der Stielbasis positiv. ==Gnolm19



    Hygrophorus latitabundus der Große Kiefernschneckling hatte ich ja schon zur Boletus-Tagung. War ein schönes Wiedersehen. Ich hoffe nur, dass ich nicht wieder ein paar Jahre warten muss, bis ich den mal wieder sehe.



    Die Fotografie von der Gruppe gestaltete sich als äußerst schwierig. Immerhin 1-2 taugliche Bilder konnte ich machen. Hydnum albidum der Weiße Stoppelpilz (mikroskopisch abgesichert).



    Weil er so schön war und ich nebenbei den zum ersten Mal gesehen habe, zeige ich den gerne auch noch mal; Tricholoma squarrulosum.



    Auch wunderschön; leider nur etwas verblasst Cortinarius caerulescens - Blauer Klumpfuß.



    Dann noch ein Sensationsfund von Christoph: Xerula caussei - Schwarzbrauner Wurzelrübling. Er war darüber ganz aus dem Häuschen.



    Dankenswerterweise durfte ich Christophs Stativ für das Bild verwenden; freihändisch habe ich den nicht scharfgestellt bekommen. Dann ein großer weißer, trockener Schneckling Hygrophorus penarius.



    Abschließen möchte ich noch mit 2 Tintlingen.


    Den ersten hat Toffel gefunden (Bild auch von Toffel); am Wegrand. Sah aus, wie ein kleiner Sprechttintling. Nur der Geruch hatte nicht gepasst. Schon irgendwie streng "chemisch" nach Lösungsmittel, allerdings nicht nach Mottenkugeln.



    Großes Erstaunen überkam mich, als ich mir die Sporen von dem unterm Mikro ansah. Die waren herzförmig. ==Gnolm11==Gnolm11==Gnolm11



    Picacei-Gruppe war anhand der Velumstruktur klar. Herzförmige Sporen? In der Picacei-Gruppe? Mal geschüsselt und schnell kam ich auf Coprinopsis episcopalis. ==Gnolm15 Krass. Toller Fund.


    Den 2. Tintling habe ich von Felli auf Pferdedung bekommen. Ich hatte erst auf Coprinopis nivea getippt. Unterm Mikro war die Sache schnell klar. Sporen von 10-14 µm, stark abgeflacht, "fünfeckig". Die Nivei-Gruppe war klar; da bleibt nur Coprinopsis pseudonivea übrig. Hatte ich auch schon 2-3 Jahre nicht mehr.




    Damit verabschiede ich mich mit meiner bekannt liebenswürdigen Art; fürs erste. ==Gnolm7==Gnolm10


    l.g.

    Stefan

    Salve!


    Dann kommt ja noch einer der Streitpunkte der Leccinologen ins Spiel: Darf nun Leccinum holopus an der Stielbasis (und im unteren Stielteil im Schnitt) grünlich bis bläulich färben oder nicht?
    Die gleiche Frage stellt sich ja bei Leccinum scabrum auch. Ich meine nein (bei beiden), aber meine private Meinung ist da völlig unerheblich.
    An den Wollstieligen dachte ich bei deinem Fund vor allem wegen der Struktur der Stielschuppen.



    LG, Pablo.

    Wenn der sich im Schnitt nicht verfärbte, hätte ich L. nucatum ins Spiel gebracht. Das ist ein kräftigerer Holopus mit sparrigen Stielschuppen.


    l.g.

    Stefan

    ...bekommt sie Climby-Stefan fürs scharfe Glas (vorausgesetzt er hat Interesse). :);)

    LG

    Ute

    Hi,


    Pablo hat dir ja schon alles wichtige dazu geschrieben. :) Wichtig wären gute Bilder der FK und komplette Schnittbilder. Du schreibst was von einer Blufärbung im Schnitt. Wo trat die denn genau auf? Stielbasis? Der Climby- Stefan hat bei so was immer Interesse, wird aber ggf. die Funde an Experten weiterreichen.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    die nächsten Tage sind sehr voll mit Terminen, so dass ich nur kleckerweise was posten kann. Aber gut. Fangen wir an.


    Die hatte ich ja schon vorgestellt. Waren allerdings noch Jungeulen. Ist auch besser so. Wer weiß, was die Schleiereulen so mit Bergfinken anstellen.



    Nur ein paar Meter weiter die nächsten Phlegmacien; Cortinarius rhizophorus.




    Direkt daneben Cortinarius magicus, der Elfenreihenklumpfuß in alt. Leider fehlen die schönen metallisch glänzenden Farben bei den alten Fruchtkörpern.



    Spannend wird es immer, wenn Günter und Uwe eine Kollektion zur Bestimmung mitnehmen.



    Igel kurz vor dem Winterschlaf...



    Daneben ein sehr spannender Fund; das Wurzelnde Graublatt; Tephrocybe rancida neu wohl Lyophyllum rancidum. Name ist Programm. Der Pilz riecht wirklich ranzig.



    Fund von Günter: Strophariaceae war sofort klar (an Laubholz); nur welche Gattung?



    Ich dachte sofort an einen Flämmling. Wir alle haben ein bisschen hin und her überlegt; nur kam nix schlüssiges bei rum. Im Quartier haben wir dem dann Christoph gezeigt. Er meinte sofort ein Schüppling. Klar auf dem Foto sind die Stielschuppen gut zu erkennen. Im Feld war uns das nicht aufgefallen. Mit der Info war der Pilz schnell bestimmt.==Gnolm7 Die fehlenden Pleurozystiden waren auffällig (ja manchmal ist auch ein fehlendes Merkmal auffällig); die Cheilos sahen aus, die Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spielfiguren ("auf schlau" tibiform). Damit war der Fall klar. Pholiota tuberculosa; Krummstieliger Schüppling. Hatte den letzes Jahr übrigens in gradstielig. Aber gut, deutsche Namen halt. Die muss man nicht verstehen. *kopfschüttel*


    So das wars erstmal. Teil 2 des Kalkbuchenwaldes dann morgen oder übermorgen.


    l.g.

    Stefan

    Ritterlingsbestimmung lebt auch von Kostproben. So scharf ist Tr. sciodes nun auch wieder nicht. Virgatum soll da schlimmer sein. ;)

    Hallo, Stefan!


    Hat er nicht. Aber der Pilz, der schreit ja nahezu: "Hallo! Ich hab' da auch eine Weißtanne gefunden!" g:-)



    LG; Pablo.

    Auch wieder war; hätte ich nur oben da mal nachgefragt, aber im Endeffekt ist das wurscht; du hast das ja nachgeholt. ==Gnolm8

    War auch mein Gedanke, aber dann hätte Walleo vielleicht was von Weißtannen geschrieben...

    Hi,


    ist der 1. Pilz im Bild braunhütig? Wenn ja ist der Elfenbeinschneckling raus. Bei den weißen Schnechlingen im Buchenwald hilft bei der Betimmung KOH, bzw. einen Tag liegen lassen.


    Ich tippe hier auf Hygrophorus discoxanthus auf deutsch vielleicht Verfärbender Schneckling oder H. eburneus, den erwähnten Elfenbeinschneckling. Wenn am nächsten Tag der FK sich orange verfärbt, ist es dicoxanthus; wenn nur das nur bei der Stielbasis passiert; eburneus.


    Verzehrsfreihgaben gibt es übrigens hier im Forum nicht.


    l.g.

    Stefan

    weiter!

    Gut, dann weiter; dein Wunsch sei mir Befehl. Womit machen wir weiter? Ach ja Braune Rittterlinge. Hier kommt was ganz schnuckliges. Tricholoma aurantiumder Orangerote Ritterling. Fund von Günter und Uwe.



    Und weil es nicht genug war, gibts noch Tricholoma basirubens gleich hinterher. Da ist Name Programm. ==Gnolm25==Gnolm3



    Am nächsten Tag ging es zum Metzkar; ein toller Wald mit Altbuchenbestand und auch entsprechend totem Eichenholz. Ich war ein wenig frustriert,



    weswegen ich nur den an dem Tag fotografiert habe. ==Gnolm7==Gnolm10 Ansonsten gab es dort für mich wenig spannendes zu entdecken, aber immerhin eine schöne Tour mit Günter, Uwe, Harald Ostrow und Toffel unternommen.


    Die Fundbesprechungen waren super. Christoph fing wie gesagt an, danach kamen Günter, Uwe, Werner Jurkeit und meine Wenigkeit an die Reihe. Wenn Christoph Pilze erklärt, dann sieht das so aus.



    Und alle hören gebannt zu.


    P1250101.JPG


    Das war Teil 2. Ab Freitag wurde es dann richtig krass. Da sind Günter, Uwe, Harald, Christoph, Toffel und ich in den Kalkbuchenwald gefahren. Und da gabs dann so was.



    l.g.

    Stefan

    Hallo Ingo, jetzt bin ich verwirrt. Die im Alter gelbgrünen Lamellen und Stiele las ich, seien ein wesentliches Merkmal des Schwarzfaserigen. Brätlings Foto zeigt genau das. Der Scharfe hat das aber nach dem, was ich gerade ergoogelt habe, nicht. Das schreibst Du ja auch. Woran genau machst Du den Unterschied fest?

    Hi,


    bei Ritterlingen hilft es, wenn du die mit allen Sinnen erfasst. Außerdem hilft es, wenn du bestimmte Arten am Objekt gezeigt bekommst. Gerade bei den weißen ist das wichtig. Ökologie und Begleitbäume sind ebenfalls wichtig. Gute Literatur (FNE4) ist ebenfalls wichtig.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    nachdem Maria einen offiziellen Bericht zur BMG-Tagung gepostet hat,


    Reportage zur Bayerischen Mykologischen Tagung in Rothenfels


    kommt nun der inoffizielle. ==Gnolm7==Gnolm3


    Über die Tagung habe ich mit Christoph 76 letztes Jahr schon gesprochen und habe ihm meine Teilnahme und einen Vortrag zugesagt. Ebenso konnte ich Toffel überzeugen mitzukommen und seinen Filzröhrlingsvortrag zu halten. Die Entscheidung fiel mir nicht schwer, denn ich wusste, dass bei der BMG-Tagung Gemütlichkeit groß geschrieben wird. Ok, genau genommen wird Gemütlichkeit immer groß geschrieben (da Substantiv), aber davon mal abgesehen. ==Gnolm10==Gnolm13

    Es haben sich außerdem sehr viele Experten angemeldet, u.a. auch Ditte, Günter Saar, Bernd Oertel, Harald Ostrow, Josef Christan, Tricholomopsis-Christoph sowieso und wenn Christoph76 und Rudi eine Tagung organisieren, dann richtig. Die Wiedersehensfreude war entsprechend groß. Die Exkursionstage liefen so ab: Nach dem Frühstück die Exkursionen, Mittag dann Rückkehr zur Burg mit Zeit zur Fundbestimmung, 17 Uhr Fundbesprechung; erst stellte Christoph ein paar Sachen vor und dann die Experten. Irgendwie konnte ich mich dem auch nicht entziehen. ==Pilz26


    Von den ersten 1-2 Tagen habe ich leider nur wenig Bilder gemacht. Immerhin hatten Toffel und ich schon einen Hammerpilz am ersten Tag, den wir sehr ausgiebig Fotografieren mussten. ==Gnolm26Die Trollhand Hypocreopsis lichenoides




    Die entsprechende Tabakbraune Borstenscheibe Hymenochaete tabacina gabs auch reichlich in sehr fotogen.



    Von anderen wurde ein nicht weniger spektakulärer Fund gemacht, den ich hier gerne auch zeige; Psathyrella cotonea, der Schwefelfüßige Mürbling.



    Ein paar schöne braune Ritter (Tricholoma cf populinum) bei Espe für unser Projekt gabs auch noch. ==Gnolm26



    Im Lauf der ersten 1-2 Tage kamen dann alle. Es gab auch sehr viele Überraschungen: Cortinarius-Uwe, Bettina Haberl, Felli, Chorknabe-Thomas und viele weitere.


    Das solls vom ersten Tag gewesen sein. Keine Angst, es kommen noch mehr Knallerpilze. An die anderen: Ihr könnt gerne ergänzen. ==Gnolm8==Gnolm3


    l.g.

    Stefan

    Hallo Naturmensch,

    erst einmal: (welcome). Das ist schon eine Nebelkappe. Gerüche werden recht unterschiedlich empfunden. Gelegentlich wachsen die auch mal so üppig.

    Hi,


    dem ist nichts hinzuzufügen, zumal Pilze in der Kälte auch nur schwach riechen. Meine ersten gefundenen Nebelkappen rochen für meinen damaligen Geruchssinn auch nicht süßlich parfümiert; jetzt aber zumeist schon.


    l.g.

    Stefan