Beiträge von thorben96
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Hallo zusammen,
ich habe heute morgen wieder etwas vom Frk. Mikroskopiert.
Das passt gut. Möchte man etwas weiter kommen, dann müsstest du einiges an Merkmalen herausarbeiten.
So z. B. Basidienmaße
Breite der subbasidialen Hyphen bzw. Aufbau des Subhymeniums
Das Problem ist, dass es scheinbar nur diese dicken Hyphen gibt, weshalb ich auch nur diese gemessen habe.
genauere Schnallenverteilung (wobei man erkennt, dass viele Hyphen nur einfache Septen haben)
Genauso ist es, etwa 1/4 der Hyphen haben Schnallen und der Rest nur einfach Septen.
Ausprägung der Kristalle
Da muss ich passen, denn in Wasser konnte ich nichts mehr erkennen und in KOH hat sich wohl alles aufgelöst oder es sind überhaupt keine Kristalle vorhanden (Ist das möglich ?).
Athelien machen viel Arbeit und wollen genau analysiert werden. Und sicher bestimmen kann man dann oft immer noch nicht. Die Monographie von Jülich ist aus den 70er Jahren, seitdem hat sich kaum jemand an die Gattung rangetraut. Für mich sind das "die Trichterlinge der Cortis". Merkmalsarm, aber dann im Detail doch mit Merkmalen, die herausgekitzelt werden wollen, was aber dann oft immer noch nicht zur Bestimmung führt - wie Trichterlinge eben

In den ganzen Jahrzehnten müsste doch eigentlich genügend gut dokumentiertes Material vorhanden sein, um diese Gattung aufzuarbeiten oder Irre ich mich da ?
Ich werde wohl kein Freund von den Cortis, besonders der Athelien, aber ab und zu wird sich sicherlich noch die ein oder andere Athelia auf meinem Tisch verirren

Für mich sehen die meisten Cortis auch alle gleich aus, aber unter Mikroskop ist das wie das Öffnen eines Ü-Ei, man sieht meistens immer etwas neues

Dann müssten in den hymenialen Hyphen die Shcnallen fehlen und nur an den basalen vorhanden sein.
Wie erkenne ich den hymeniale Hyphen sind diese immer Schnallenlos oder gibt es auch noch andere Merkmale ?
VG : Thorben
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Hallo Andreas,
vielen Dank. Ich werde das Teil dann als "Mollisia olovaceocinerea-ss-Gminder-Komplex" abspeichern.
Wegen der KOH Reaktion, dass kann auch grau sein, unter dem Mikroskop hätte ich das eher als grünlich gesehen.
Viele Grüße
Thorben
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Hallo zusammen,
ich konnte vorgestern vielleicht eine Phialocephala sp. finden, die ich auch mal Mikroskopiert habe.
Leider gab es keine Nebenfruchtform und fürchte, dass eine Bestimmung ohne Nebenfruchtform auch nicht klappt.
Vielleicht hat ja doch jemand eine Idee dazu mollisia .
Hier sind die Bilder:
1.2. Reaktion auf Lugol
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4.
5. KOH grüne Verfärbung
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
vorgestern konnte ich diese Illosporiopsis christiansenii auf einer Flechte (Physcia sp.) finden.
Bisher gibt es noch kein Portrait, weshalb ich jetzt mal den Anfang mache.
Hier sind die Bilder:
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3.
4.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
vorgestern fand ich auf einem Pappelast diese vermutliche Physcia, die Makroskopisch als Physcia tenella angesprochen hätte, auch wegen dem Befall Illosporiopsis christiansenii.
Allerdings scheinen die Sporen nicht zu passen und es gibt ein zu wenig Sporenbilder von der P. tenella oder überhaupt Physcia, um etwas genaueres zu sagen.
Vielleicht hat einer von euch eine Idee dazu. Auf KOH gab es eine gelb-grüne Reaktion.
Hier sind die Bilder:
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4.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
gestern habe ich mir im Wald auch mal ein paar Flechten mitgenommen.
Eine Fund ist diese hier, eine Lecidea elaeochroma, zumindest hoffe ich das es diese ist, denn ich habe noch keine gute Flechtenliteratur und auch die Chemikalien (außer KOH) fehlen.
Hier sind die Bilder:
1.
2.
3.
VG : Thorben
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Mit der Kombination Pleurobasidien und allantoide Sporen komme ich zu keinem anderen Ergebnis. Vielleicht sind die Sporen nur in dickeren Lagen (Sporenabwurf) als amyloid zu erkennen. Wenn du mal wieder was schickst, kannst du den Fund ja mit eintüten.
Das werde ich machen, die Sistotrema liegt ja auch noch hier. Ich muss mal schauen, wann ich es zur Post schaffe.
VG : Thorben
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Hallo Bernd,
das könnte eine Isaria friesii sein.
VG : Thorben
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Hallo Christoph,
Kurz gesagt: der Wirt scheint eine wirklich große Rolle zu spielen. Naematelia auf Stereum, Tremella mesenterica s. str. auf Peniophora.
Ich werde den Fundort am Wochenende aufsuchen und schauen, ob ich den Wirt identifizieren kann.
nur zur allgemeine Information - der Doppelgänger "Tremella aurantia" steht mittlerweile (seit ein paar Jahren) in der Gattung Neamatelia, zu der auch Naematelia encephala gehört, die auch auf Stereum parasitiert, wie übrigens auch Naemateila microspora (alles ehemals Tremella). Und Naematelia aurantialba parasitiert auch Stereum hirsutum (ist auch gelb, sieht aus wie N. aurantia). Zudem bildet Naematelia zusammen mit Dimmenazyma die Familie der Naemateliaceae. Die beiden Doppelgänger stehen mittlerweile also sogar in unterschiedlichen Familien!
Das finde ich doch sehr interessant, dass zwei Makroskopisch gleich aussehende Pilze, doch in anderen Familien gehören.
Jetzt fehlt nur noch eine dritte "Art", die wiederum zu einer anderen Familie gehört und das Chaos ist perfekt

VG : Thorben
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Hallo zusammen,
ich möchte euch in diesem Portrait eine Lindtneria leucobryophila zeigen, die ich 2015 (Siehe hier) zum ersten mal finden konnte und am 31.12.2020 erneut.
Das Substrat war Nadelholz, aber weiß leider nicht von welchem Gehölz.
Hier sind die Bilder:
1.0
1.1
1.2 mit Schnallen
1.3
1.4 Basidien cyanophil
1.5 Basidien cyanophil
1.6
VG : Thorben
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Hallo Christoph,
ich habe leider nur noch einen Beleg, aber versuche die Tage die Merkmale herauszuarbeiten.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
dann möchte ich euch doch gleich mal einen weiteren Fund zeigen und aus diesem Thread ein Portrait machen ( Beorn Climbingfreak und anderes mit Rechten zum verschieben).
Den Fund konnte ich am 31.12.2021 auf einem Ast von einer Lärche machen.
Hier sind die Bilder:
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2. Haare
3. Haare
4. Paraphysen
5. Reaktion auf Lugol
6.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
ich konnte am 04.02.2021 an einem Holzstück (Pappel oder Erle) diesen "Rindenpilz" finden.
Hat jemand von euch eine Idee was das sein könnte ?
Hier sind die Bilder:
1.
2. Basidien 4-sporig
3. Schnallen scheinen vorhanden zu sein
4.
VG : Thorben
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Hallo Jan-Arne,
mich erinnert die Nummer 7 an Pseudolachnea hispidula.
Das war auch mein erster Gedanke, aber mir scheinen die Konidien recht klein zu sein, was eher für Dinemasporium strigosum sprechen würde.
Hier müssten also die Konidien gemessen werden.
Pseudolachnea hispidula :
Dinemasporium strigosum:
(PDF) Dinemasporium (coelomycetes)
VG : Thorben
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Hallo Björn,
die Nr.7 solltest du mal mit Dinemasporium strigosum vergleichen.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
Danke dir. Ich werde den Fund als Exidia nigricans abspeichern

Ingo:
Auch dir Danke ich für die Bestimmungshilfe

Das Substrat war definitiv Erle, denn es wuchsen nur Hainbuchen und Erlen in dem Gebiet.
Ich habe den Pilz aus dem verlinkten Thread jetzt als Exidia glandulosa abgespeichert.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
nach dem ich Ende Januar diese Exidia hier gefunden hatte, habe ich am 04.02.21 eine weitere Exidia (ebenfalls an Alnus) eingesammelt.
Makroskopisch identisch mit dem Fund Ende Januar, aber die Sporen sind kleiner.
Hier sind die Bilder:
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3.
4.
5.
VG : Thorben
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Hallo Felli,
Thorben ich hoffe du hast nichts dagegen dass ich hier noch ein paar ergänzende Bildchen hinzufüge,
Absolut nicht, es ist ausdrücklich erwünscht, dass Bilder hinzugefügt werden.
Es ist auch noch eine B. moriformis var.multiseptata beschrieben,
Interessant, ich wusste gar nicht, dass es diese Varietät gibt.
Danke fürs zeigen

So, und dann gibts noch Bertia moriformis / macrospora var tetraspora ( 4-sporige Asci)
Die ich bisher leider nur 1 x auf einem Hainbuchenast fand.
Die Fruchtkörper sind mehr rundlich aufgebaut, nicht ganz so höckrig
Ergeht mir so wie die B. moriformis var. multiseptata, dass ich diese Varietät nicht kannte.
VG : Thorben
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Hallo Felli,
ich finde es gut, dass du deinen Fund zeigst

Die Sporen sind rundlich 6-7 x 5,5-6µ
Es sieht so aus, als ob deine Sporen länger sind als bei mir und die Form ist eher eiförmig.
Im Schnitt- Und das war für mich echt überaschend- als Medula nur eine fette Gelschicht - war das bei deinem Fund auch so?
Über die Gelschicht hatte ich mich auch gewundert. Auf Bild 3 und 4 kann man sie außerhalb der Haare sehen, aber sind schlecht darzustellen.
Ich bin mir nicht einmal sicher, ob diese Gelschicht nicht bei den meisten Resupinatus zu finden ist.
VG : Thorben
