Gelbporiger oder Steineichen Raufuß?

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema, welches 632 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von PilzigeParty494.

  • Hallo liebe Pilzfreunde,

    gestern durfte ich folgenden Raufuß unter Eichen finden. Auf Kalkstein, leichter Südhang, nördliches Unterfranken.

    Vom Wuchs, Erscheinungsbild ein Steineichen Raufuß, der jedoch laut Kosmos Handbuch Pilze nur unter immergrünen Eichen, meist im Mittelmeerraum vorkommt. So könnte es auch ein Gelbporiger sein, der jedoch laut dortigen Beschreibung schlanker ist

    Das Abschnittbild ist gleich nach dem Schnitt aufgenommen, hat später nachgedunkelt (leider habe ich davon kein Foto mehr gemacht).

    Gibt es weitere makroskopische Merkmale zur Unterscheidung?


    Gruß Thomas

  • Vom Wuchs, Erscheinungsbild ein Steineichen Raufuß, der jedoch laut Kosmos Handbuch Pilze nur unter immergrünen Eichen, meist im Mittelmeerraum vorkommt. ...

    Gibt es weitere makroskopische Merkmale zur Unterscheidung?

    Hallo Made60,

    das angeschnittene Fleisch beim Steineichen-Raufuß (falls du damit Leccinum lepidum meinst, den ich aus Istrien kenne), rötet im Anschnitt erst, bevor es graut/schwärzt. Bei Leccinum crocipodium graut/schwärzt es gleich. Die Huthaut ist bei L. l. auch braun und nicht beige-orange.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • das angeschnittene Fleisch beim Steineichen-Raufuß (falls du damit Leccinum lepidum meinst, den ich aus Istrien kenne), rötet im Anschnitt erst, bevor es graut/schwärzt. Bei Leccinum crocipodium graut/schwärzt es gleich.

    Hallo Oehrling,

    beide Arten können röten, ist auch im oben angegebenen Kosmos Buch nach zu lesen.

    Du hast auch schon rötende Gelbe Rauhfüsse bestätigt 😉

    Viele Grüsse

    Matthias

  • Das ist ja interessant. Ich habe das bisher immer aufs Alter der Fruchtkörper geschoben, dass geschnibbelte Gelbporige mal erst röten und mal sofort schwarz anlaufen. Den Steineichen-Raufuß hatte ich bisher gar nicht auf dem Schirm. Ist bei mir immer so 50 / 50 wie sie sich beim Umfärben verhalten.


    LG Christopher

  • Hallo Jürgen,

    das Problem ist, dass hier im Landkreis Schweinfurt generell scheinbar kaum Pilzsammler unterwegs sind, die sich auch für seltene (bzw. für nicht so bekannte) Arten interessieren, so kenne ich durchaus auch Habitate von der böhmischen Verpel, dem Satansröhrling, von Kiefernreizkern, Hainbuchen Raufüßen, Herbsttrompeten, Eichhasen, Frostschnecklingen, Schwärzenden Saftlingen, Grauen Lärchenröhrlingen und Haufenweise andere häufigere Arten, die hier nicht kartiert sind.

    Die Gelbporigen Raufüße habe ich in einem kleinen Waldstück südöstlich des Dorfes Hambach gefunden, das ist ein leider sehr stark bewirtschafteter Wald, sprich es gibt nur sehr wenige wirklich alte Bäume, umso mehr hat es mich gewundert, dass die Art dort vorkommt, in diesem Jahr habe ich sie allerdings noch nicht gefunden, letztes Jahr ist sie auch ausgeblieben

    LG Yannick