Hallo,
bei beiden Funden würde ich mich über genauere Angaben freuen. Die Nachweislage für diese Art ist sowohl im Raum Schweinfurt als auch in Rhön-Grabfeld bisher mehr als dürftig.
Gerne auch per PM ![]()
Viele Grüße, Jürgen
Hallo,
bei beiden Funden würde ich mich über genauere Angaben freuen. Die Nachweislage für diese Art ist sowohl im Raum Schweinfurt als auch in Rhön-Grabfeld bisher mehr als dürftig.
Gerne auch per PM ![]()
Viele Grüße, Jürgen
Hallo Emil,
ad 1: chrysenteron hat schon gerne auch eine rosalich/rötliche Subkutis, die bei Rissigkeit zutage tritt. Bei pruinatus ist aber der Hutrandsaum in diesem Wuchsstadium sehr oft so auffällig rot, dass das komplette Fehlen dieses Merkmals erst einmal Zweifel aufwirft.
ad 2: es ist anders herum: chrysenteron blaut im Anschnitt tendenziell schwächer (cf. Kibby: "hardly any blueing") als pruinatus, vor allem so gut wie niemals in der unteren Stielhälfte.
ad 3: pruinatus hat zwar sehr variable, insgesamt aber doch schlankere Endzellen, deswegen ist die Huthaut tendenziell glatter. Das Attribut "bereift" bezieht sich auf den eisgrauen Flaum bei jungen Pilzen, der aber sehr vergänglich ist.
ad 4: Eine +/- ausgedehnte Rotfärbung (wein- bzw. rhabarberrot) unter dem Stielkortex (speziell im mittleren Stielbereich) ist ein wichtiges Merkmal, aber nicht das allein entscheidende. Wichtig ist z.B. auch zu beachten, dass die unterste Stielbasis bei chrysenteron nicht rot, sondern ockerbräunlich gefärbt ist.
Insgesamt ist es im Feld gar nicht selten sehr knifflig, sich zwischen beiden Arten zu entscheiden.
Grüße, Jürgen
Hallo Stefan,
das Fehlen der roten Subkutis und damit auch der roten Hutrandlinie spricht doch massiv gegen pruinatus, ebenso das Fehlen jeglicher Blauverfärbung in der unteren Stielhälfte nach Anschnitt, offenbar auch nach einigen Minuten Liegezeit. Dass chrysenteron komplett rot durchgefärbtes Stielfleisch hat, wie von Emil ins Feld geführt, ist längst nicht die Regel. Sehr oft ist nur ein Teil der Stielrinde rötlich eingefärbt und/oder ein schwachrötlicher Schimmer erkennbar - so wie hier. Der fein körnig-filzige Aspekt der Huthaut (wie Schmirgelpapier) in Großaufnahme ist für chrysenteron typisch (entspricht mikroskopisch den großen, zebrierten Endzellen).
Grüße, Jürgen
NB: Wie man hier auf cisalpinus (Schnittbild!) oder porosporus (Stielfarbe!) kommen kann, ist mir schleierhaft.
Hallo,
ich bin hier ganz bei Matthias: X. chrysenteron.
Grüße, Jürgen
Da der Pilz so selten ist und man nicht mal gesichert weiß, ob es eine eigene Art ist, besteht zumindest theoretisch die Gefahr, dass es ein Giftpilz sein könnte, und dass der Lehrsatz "es gibt keine tödlich giftigen Röhrlinge" umgeschrieben werden muss
Hallo Oehrling,
weil 's gar so gut passt, hier eine (zugegeben kryptische) Literaturstelle bei den Altvorderen: Michael/Hennig, Handbuch für Pilzfreunde, Band 2, 1971, S. 228, geben für den Speisewert des "Narzissengelben Röhrlings" bzw. "Falschen Schwefel-Röhrlings" (Boletus junquilleus Quél bzw. B. pseudosulphureus Kallenbach) folgendes an:
"Eßbar, als Seltenheit zu schonen!"
um dann aber zu konstatieren:
"In Amerika öfter tödlich giftig"
Nicht dass ich jemanden erschrecken will...
Grüße, Jürgen
Zudem wurde eine neue Art namens Neoboletus deodarae aus Indien beschrieben, die auch mit einem "N. junquilleus" aus Deutschland zusammen einen Clade bildet.
Hallo Christoph,
sehr interessant. Die im Cladogramm des von Dir verlinkten Papers mit "Bju1" zitierte Kollektion hatte ich Manfred Binder seinerzeit zum Sequenzieren zur Verfügung gestellt (siehe seine Diss. von 1999, S. 21). Funddaten, Dia und Beleg habe ich noch.
Grüße, Jürgen
Alles anzeigenBei diesem Pärchen kann ich mir gut Suillus lakei, den Douglasienröhrling vorstellen. Wenn der es ist wäre das ein Perser für mich.
Hallo Jörg,
ich denke du liegst richtig.
Wenn es da auch Weymouthskiefern vorkommen kann man auch den hier denken http://tintling.com/inhalt/2012/schuppenroehrling.pdf,
viele Grüsse
Matthias
Hallo Matthias,
das ist schon Suillus lakei. Aber weil Du auf S. spraguei (aka pictus) hinweist: In den östlichen Niederlanden gibt es inzwischen auch einige Nachweise. Siehe: https://www.verspreidingsatlas.nl/0135110
Viele Grüße, Jürgen
Liebe - besonders sächsische - Pilzfreunde,
ich habe noch ein paar Belichtungen auf meinem (vielleicht dann doch letzten) Velvia 50 Diafilm frei und würde diese gerne für nicht allzu triviale Motive nutzen. Da fiele mir um diese Jahreszeit besonders Suillus lakei ein, von dem ich schon seit Längerem gerne neue Fotos gemacht hätte. Die Art kommt leider in meinem engeren Aktionsradius nicht vor, aber mit D-Ticket wäre z. B. das westliche Sachsen ganz gut mit einer Tagesfahrt erreichbar. Der Großraum Berlin wäre mir dann doch zu weit.
Wenn also jemand von euch nochmal im Laufe der Woche einen Schub frischer Fruchtkörper in Park, Garten, Friedhof o.ä. vorfinden sollte, würde ich mich über Nachricht freuen, gerne auch per PM. Es gab ja die letzten Tage die eine oder andere Fundmeldung.
Danke schon mal im voraus, Jürgen
Hallo Harald,
absichern kannst Du die Diagnose über die Sporenmaße. S. queletii hat mit Q 2,0 +/-0,5 die gedrungensten der hier in Frage kommenden Sippen.
VG Jürgen
Hallo Brummel,
und ihr seid euch ganz sicher, dass es sich bei dem Kassberger nicht um Suillus lakei handelt...?
VG Jürgen
Hallo Nico, das Ding war also schwammig? Sieht mir eher nach einem auf den Kopf gestellten alten.Waldschnepfen-Ei aus...
Hallo Frank,
kann ich - leider - bestätigen. Dafür gibt es umso mehr Pfirsiche, und die sogar frei Haus
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Viele Grüße
Jürgen
Hi Frank,
das ist kein fechtneri. Ich hatte radicans an genau diesem Wuchsort in der Hohlwegböschung am Grimmesweg erstmals 2009, dann wieder 2015 und 2022, immer Einzelfruchtkörper. Du wirst also weiter nach fechtneri suchen müssen, wobei ich das in Unterfranken außerhalb des Muschelkalkgebiets für so gut wie aussichtslos halte.
Grüße, Jürgen
Hallo Matthias,
sind das wirklich Frassstellen? Mir sieht das eher danach aus, als hätte ein massiver Regenguss die Huthaut depilatus-mäßig eingehämmert.
Viele Grüße, Jürgen
Hallo Schrumz,
bei radicans ist die Huthaut im Vgl. zu fechtneri einen merklichen Tick olivlicher.
Viele Grüße
Hallo Schrumz
links Butyriboletus fechtneri, rechts Caloboletus radicans
Viele Grüße
Hallo Frank,
schau mal nach Faerberia, zweiter Blick: passt nicht. Aber Faerberia carbonaria wäre grundsätzlich schon ein Verwechslungskandidat.
Viele Grüße, Jürgen
Gefunden habe ich die Exemplare in der Nähe von Würzburg-Kist, geprägt durch Lösslehm auf Muschelkalk
Hallo Frank,
ein Hinweis zur Geologie: In der Umgebung von Kist gibt es auch größere Flächen, in denen kein Muschelkalk, sondern Keuper ansteht.
Viele Grüße, Jürgen
Alles anzeigenGuten Abend Harald und vielen Dank für deine prompte Antwort. Im Längsschnitt hat es die letzte halbe Stunde keine nennenswerten Farbveränderungen gegeben, damit dürften schon einige Arten ausscheiden. Jetzt muss ich noch mein Eisensulfat und Formalin suchen, ob das Ergebnis auch passen würde.
Vielleicht mag ja auch Jürgen einen Blick auf meinen Fund werfen, zumal ich das Exemplar für eine persönliche Inaugenscheinnahme vorbei bringen könnte
Beste Grüße,
Frank
Hallo Frank,
ein Blässling von L. scabrum wäre hier auch gut möglich, aber bei solchen Raufüßen bewegt sich mit makroskopischen Ferndiagnosen auf sehr dünnem Eis, zumal von L. holopus verschiedene Konzepte durch die Literatur geistern. Ich schau ihn mir gerne an und würde auch einen Teilbeleg für evtl. spätere eigene Abklärungen sichern.
Viele Grüße
Jürgen
Hallo Pilzkörble,
ich halte das für den Gemeinen Rotfussröhrling (Xerocomellus chrysenteron). Der scheint mir in der Gesamtschau der auf den Fotos erkennbaren makroskopischen Merkmale am besten zu passen.
Gruß Jürgen
Hallo Jörg,
am deutlichsten unterscheiden sich Jungpilze. S. pictus (besser: spraguei) ist lebhafter gefärbt und schlanker; der Stiel wirkt unterhalb des Velums in der Streckphase fast parasolähnlich genattert. S. lakei verfärbt im Schnitt in der Stielbasis gerne etwas blaugrün, das macht spraguei gar nicht.
Grüße, Jürgen
Hallo Pilzfreund77,
bei dem Nadelbaum wird es sich um eine Douglasie gehandelt haben. Dies beachtend, dürfte Dir die Artbestimmung nicht schwer fallen.
Viel Glück, Jürgen
Hallo,
ja, das ist ein alter Satansschlappen. Auf dem dritten Bild (umgelegter Frkp.) sieht man am Stiel unten rechts noch einen winzigen, nicht abgefressenen Rest des originalen lebhaften Karminrots.
Grüße, Jürgen
