Fälbling

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 298 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Oehrling.

  • Liebe Pilzgemeinde,


    vor zwei Wochen fand ich im Park eine Gruppe von Fruchtkörpern. Es ist mir nicht gelungen, sie zu identifizieren. Der Hut hat mich an einen Risspilz erinnert:



    Sie wuchsen gesellig:



    Der Geruch am ehesten erdig. Blick auf die Lamellen:



    Sporenpulver am ehesten graubraun. Bild der Sporen, die ich aber nicht gemessen habe:



    Das zeigt in meiner Erinnerung einen Teil der Huthaut, was es darstellt weiß ich aber leider noch nicht:



    Ich habe nicht geschafft mich durchzuschlüsseln, denke am ehestenan eine Hebeloma. Hier hat sich bestimmt jemand eine gute Idee. Begleitbäume übrigens Eichen.


    Danke schon einmal für's drüberschauen.


    LG Michael

    Schipse (Historie im Profil): 114+11(Platz 1 APR)+6(5.bester Phäle)+3(bester Phalschphal)+2(Teamphal)+3Kultur=139


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  • Hallo boccaccio,


    danke für deine prompte Antwort. Ich sammle gerade erste Erfahrungen mit dem Mikroskop und habe weder Ahnung noch Fachliteratur. Das fängt damit an, dass ich nur stümperhaft ein Präparat erstelle, indem ich versuche eine hauchdünne Scheibe vom Pilz zu schneiden und mir die anschaue. Was ich dann sehe, weiß ich nicht. Wie ich ein Präparat dann z.B. färbe oder sonstwie vorbereitete, erst recht nicht. Und dann müsste ich per Fachliteratur ja auch noch das Gesehene und Interpretierte den entsprechenden Arten zuordnen, ein noch langer Weg. Hat vielleicht jemand einen Tipp zu einer Webseite für erste Infos?


    Was genau meinst du zum Zustand der Pilze? Die sind doch ausgewachsen und in einem Alter, in dem reife Sporen zu erwarten sind. Oder meinst du die grottigen Bilder?


    LG Michael

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  • Hallo Michael,


    was den Zustand der Pilze angeht, sind die halt schon ziemlich angetrocknet.


    Zum Mikroskopieren würde ich raten, daß man nicht sofort mit komplizierten Dingen wie Hebeloma oder Inocybe anfängt. Am besten nimmt man sich einen Pilz, den man schon makroskopisch bestimmt hat, mikroskopiert den dann mal von oben bis unten durch und vergleicht das Gesehene mit der Literatur.


    Björn

  • Hallo Maronisto,


    123pilze ist sicher keine gute Anlaufstelle für Inocybe. Dort werden zig fehlbestimmte Bilder zu sehen sein. Wenn man sich wirklich mit Inocybe beschäftigen will, geht man zu Dittes Homepage und liest die zahlreichen Artikel, die zu der Gattung in den letzten Jahren erschienen sind.


    Björn

  • Hallo Suku,


    es gibt doch bei den Pilzschulen für Mikroskopier-Anfänger spezielle Mikroskopierkurse, wäre das nichts für dich? Alle deine Fragen werden dort von dezidierten Experten beantwortet.


    Und ja, bevor man losmikroskopiert, muss man sich eingehend mit der Anatomie der Pilze befasst haben, sonst wird das nicht wirklich was. Z. B. sollte man mindestens mal wissen, was Cheilo-, Pleuro- oder Kaulozystiden sind. Und wo am Pilz man die findet. Oder Basidien/Basidiolen. Oder Hyphen. Oder Schnallen. Oder...


    Und ohne wirklich gute Literatur wird das auch eher nichts. Sehr viele Mikroskopier-Einsteiger nehmen z. B. Pilze der Schweiz oder Funga Nordica oder den Erb/Matheis, also so was in dieser Richtung müsste schon mindestens sein.


    Noch was zu der Abgrenzung Risspilz vs. Fälbling. Diese kann man recht gut über die Verschiedenheit der Gerüche unterscheiden. Fälblinge riechen rettich- oder kakaoartig oder süßlich nach verbranntem Zucker, Risspilze dagegen riechen säuerlich-spermatisch, also schon sehr anders. Und na klar, Fälblingssporen sehen auch anders aus als Risspilzsporen. Leider ist dein Sporenbild so unscharf, dass man keine Charakteristika erkennen kann, die einen in die richtige Richtung lotsen könnten.


    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!