Pilzwanderung Teil 3

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  • Hallo liebe Pilzfreunde


    Nachdem es langsam auch bei uns etwas trocken wurde, hat es gestern und heute zum Glück gerade rechtzeitig wieder geregnet und es ist immer noch optimales Pilzwetter. Es gibt alles mögliche, vor allem aber auch sehr viele Steinpilze. In ein paar Regionen von euch sollte es zwischenzeitlich ja auch etwas geregnet haben, bei denen, die immer noch im Trockenen sitzen, hoffe ich, dass es endlich mal regnet. :rain:

    Heute war ich auch wieder unterwegs und stelle euch ein paar meiner Funde vor, von denen ich ein paar bestimmen konnte, bei ein paar aber keine Ahnung hatte und hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Korrekturen sind auch sehr willkommen. Gefunden wurden die Pilze wiederum in einem Nadelwald (Fichten, Lärchen und Arven) auf etwa 1700 bis 1750m ü.M.. Falls ihr zu einem Pilz genauere Angaben möchtet, bitte einfach nachfragen, sofern möglich werde ich sie euch liefern.


    Diesen Sommer habe ich schon öfters den Ockerbraunen Trichterling - Infundibulicybe gibba gesehen, dieser Trichterling kam mir allerdings anders vor, daher habe ich ihn etwas genauer angeschaut. Ich vermute hier den Keulenfüssigen Trichterling - Clitocybe clavipes. Geruch angenehm, leicht pilzig.


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    1b:


    1c:


    1d:


    1e:



    Der nächste Pilz wuchs auf einem liegenden Baumstamm (vermutlich eine Fichte). Auf dem ganzen Baum wuchsen kleine weisse Pilzchen. Ich weiss hier leider nicht genau, was das sein könnten, vielleicht Stummelfüsschen, Zwergknäuelinge, Muschelinge oder so etwas? Soweit ich gesehen habe, verfügen die Pilze über keinen Stiel.


    2a:


    2b:


    2c:



    Dann fand ich wieder einige Semmelporlinge - Albatrellus confluens. Edit: Korrektur von Beorn es ist kein Semmelporling, sondern einer der Schafporlinge. Ein Elfenbeinröhrling - Suillus placidus hat sich hier drunter auch noch versteckt, was ich dann auch noch mitfotografiert habe.


    3a:


    3b:


    3c:



    Der Elfenbeinröhrling - Suillus placidus im Tripple.


    4a:


    4b:



    Als nächstes fand ich Safranschirmlinge - chlorophyllum olivieri.


    5a:


    5b:


    5c:


    5d:


    5e:



    Edit: Da ich hier eine falsche Nummerierung hatte (danke Pablo für den Hinweis), füge ich noch zwei Funde von den letzten Tagen ein, damit es wieder passt. :) Mohrenkopfmilchling - Lactarius lignyotus


    6a:



    Gemeiner Hallimasch - Armillaria ostoyae


    7a:


    7b:



    Hier war ich von der Hutfarbe etwas irritiert, aber als ich die Lamelle sah, dachte ich an den Filzigen Gelbfuss - Chroogomphus helveticus. Ich weiss, dass dieser sich an Druckstellen usw. gerne rötlich verfärbt. Kann es sein, dass er sich auch im Alter so rötlich verfärbt? Edit: Ich habe hier zuerst den Kuperroten Gelbfuss - Chroogomphus rutilus ausgeschlossen, aufgrund fehlender Kiefern, aber laut Beorn und Steigerwaldpilzchen soll diese nach neueren Erkenntnissen nicht mehr unbedingt nötig sein.


    8a:


    8b:



    Dann fand ich am Fusse eines Baumes, wie ich vermute, einen weissen Porling. Leider habe ich keine Ahnung, was das sein könnte. Der Pilz ist relativ fest. Den Geruch kann ich nicht genau beschreiben, vielleicht irgendwie gummiartig. Vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee. Edit: Laut Beorn vermutlich einer der Saftporlinge - Postia s.l. spec.


    9a:


    9b:


    9c:


    9d:


    9e:



    Dann kam ich in eine Lichtung, die den Wald teilt. Hier stach mir plötzlich etwas kleines Rotes ins Auge. Ich dachte gleich an Saftlinge. Könnten das Kirschrote Saftlinge - Hygrocybe coccinea sein? Der Durchmesser der Hutes betrug ca. 1.2cm.


    10a:


    10b:


    10c:


    10d:


    10e:



    Bei einer Fichte fand ich dann diese zwei Röhrlinge. Als ich den grossen aus dem Boden hob, sah ich, dass er vermutlich von einem Pilz befallen war. Auf jeden Fall hatte er einen fürchterlich Geruch. Könnten das Pfefferröhrlinge - Chalciporus piperatus sein? Da ich diese Röhrlinge bisher noch nie bei uns gesehen hatte, wollte ich den zweiten lieber stehen lassen.


    11a:


    11b:


    11c:



    Dann fand ich wieder einen etwas seltsamen Lärchenröhrling, der, soweit ich das sehe wieder nicht richtig zum grauen, aber auch nicht richtig zum bresadolas Lärchenröhrling passt. Für Suillus bresadolae fehlt eigentlich der gelbliche Hutrand, aber er scheint doch besser zu diesem als zum grauen zu passen. Bei uns scheint diese Art des Lärchenröhrlings relativ häufig zu sein.


    12a:


    12b:


    12c:



    Dann habe ich einem Pilz einen Besuch abgestattet, den ich schon einmal aufgesucht hatte. Auch dank der Hilfe von Beorn und Habicht dürfte es sich hierbei wohl um den Becherförmigen Duftstacheling - Phellodon tomentosus handeln. Er hat (vor allem getrocknet) einen sehr intensiven Geruch nach Maggi.


    13a:


    13b:


    13c:


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    13e:


    13f:


    13g:


    13h:


    13i:



    Gleich in der Nähe stand ein schöner Steinpilz - Boletus edulis...


    14a:



    und ein schöner Fliegenpilz - Amanita muscaria.


    15b:



    Zum Schluss, als ich meine Tour eigentlich schon so gut wie beendet hatte, sah ich auf einer Bank noch einen Pilz, der aus dem Nadelstreu, das sich zwischen den Brettern der Sitzfläche angesammelt hat, gewachsen ist. Hier habe ich wieder keine gute Idee. Vielleicht wisst ihr, was es ist.


    16a:


    16b:


    16c:


    16d:



    Puh, das war jetzt doch wieder mehr, als ich gedacht hatte. Man unterschätzt oft, wie lange man an so einem Beitrag schreibt. Es ist schon wieder sehr spät, aber ich denke es hat sich dennoch gelohnt. Jetzt muss ich aber schnell ins Bett (zum Glück ist Sonntag ^^).


    Besten Dank schon mal für eure Einschätzungen und LG

    Benjamin

  • ibex

    Hat den Titel des Themas von „Pilzwanderung Teil3“ zu „Pilzwanderung Teil 3“ geändert.
  • Hallo Benjamin,


    was für schöne Funde!

    Hoffentlich ist es bald mal auch bei uns feucht genug, dass die Pilze wieder sprießen.

    Glückwunsch!


    LG Martin

  • Moin!


    Bei dem Duftstacheling wüsste ich echt nicht, was das sonst sein sollte, wenn nicht Phellodon tomentosum. Auch wenn ich den nicht aus eigenen Funden kenne, aber ein Phellodon ist das ja in jedem Fall, und die drei anderen Arten der Gattung kenne ich ganz gut, von denen ist es definitiv keine. ;)


    Pilz 1: Sieht für mich schon aus wie eine der Arten um Ampulloclitocybe clavipes.

    Pilz 2: Wenn's um die Gattung geht, ist ein Sporenabwurf äußerst hilfreich. Wenn ich davon ausgehe, daß das Sporenpulver im Abwurf braun ist, dann ist das Crepidotus. In dem Fall ist eine makroskopische Arteinordnung ausgeschlossen, das geht bei diesem Fund nur mikroskopisch (HDS, Cheilozystiden, Sporen).

    Pilz 3: Ist kein Semmelporling, sondern einer der Schafporlinge. Die drei da in Frage kommenden Arten (subrubescens, ovinus & citrinus) kann ich mangels eigener Funde anhand von Bildern nicht unterscheiden, vielelicht mag da aber jemand anderes noch helfen?

    Pilz 6=8: Sieht eher Kupferrot aus als Filzig. Chroogomphus rutilus ist allerdings auch eine Gruppe, aus der mittlerweile meines Wissens drei Arten morphologisch bestimmbar sind. Da war wohl auch was dabei, was nicht obligat an zweinadlige Kiefern genunden ist, müsste ich nun aber auch erst nachlesen.

    Ähm... Da ist ein komischer Zahelsprung drin, weil das erste Bild des Fundes ist Pilz 6a, das zweite ist Pilz 8b. :gzwinkern:

    Pilz 9: Dürfte einer der Saftporlinge (Postia s.l. spec.) sein. Möglicherweise wäre da bei einer Kauprobe rasch ein impertinent bitterer Geschmack aufgefallen.

    Pilz 10: Aufgeschirmte Fruchtkörper wären da notwendig, um die Hutform und vor allem den Lamellenansatz beurteilen zu können. Hygrocybe coccinea ist eine Möglichkeit, alelrdings gibt es recht viele rote Saftlinge mit unschuppiger Hutoberfläche, die da in Frage kommen.

    Pilz 11: Auch der kleinere der beiden Fruchtkörper ist beeinträchtigt. Vermutlich durch den gleichen Schimmelbefall, nur daß der Schimmel sich halt nicht erkennbar auf der Oberfläche ausgebreitet hat. Bestimmen kann ich das nicht, würde aber eher einen Filzröhrling vermuten als einen Pfefferröhrling.


    Total aufregend finde ich übrigens den Bankier am Ende! ich habe keine Ahnuung, was das sein soll. Ein Wasserfuß (Hydropus) vielleicht?
    Spannend, hoffentlich hat dazu noch jemand die eine oder andere Idee!



    LG; pablo.

  • Hallo,


    nach der Arbeit "Diversity of Chroogomphus in Europe, and typification of C.rutilus" haben die Gelbfüße ein größeres Spektrum von Partnern als angenommen. Funde wurden neben Kiefer auch unter Fichte und anderen Nadelgehölzen beobachtet.

    Die rötliche Verfärbung kann durchaus durch äußere Einflüsse sein. In der Pfanne verfärbt sich das Fleisch beim Erhitzen ja auch rosarot. Selbst beim längeren Anwärmen in der Hand kann man das beobachten. Welche der Arten um C.rutilus das nun ist, müsste man klären. Ein Schritt wäre auf die Amyloidität der Lamellentrama zu testen (Jodlösung), das sieht man auch makroskopisch ob's blauschwarz wird.


    Beorn Kennt man mittlerweile mehrere Arten um den Keulenfußtrichterling? =O


    LG Thiemo

    Bestimmungen anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Sichere Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben!

  • Hallo zusammen


    Vielen Dank für die Antworten.


    Vielen Dank Pablo Beorn für deine Hilfe und den Hinweis zur falschen Nummerierung. Das lag daran, dass meine Bilder teilweise andere Nummern hatten, als hier im Forum, da ich euch z.B. nicht schon wieder den Grauhäutigen Scheidenstreifling - Amanita submembranacea präsentieren wollte. :)

    Pilz 2: Hätte ich nicht gedacht, dass diese auch so kompliziert sind. Vielleicht hole ich mir noch ein Exemplar und mache einen Sporenabdruck.

    Pilz 3: Ist also doch einer der Schafporlinge? Ich fand die sahen schon ziemlich ähnlich aus, wie die Semmelporlinge, die ich letztens gefunden hatte, darf ich fragen, an was du so schnell gesehen hast, dass es einer der Schafporlinge ist? Vielleicht hat Werner noch eine Idee, welcher der Schafporlinge es ist.

    Pilz 6: Ich war hier eigentlich zuerst beim Kupferroten Gelbfuss - Chroogomphus rutilus, habe die Idee dann aber verworfen, da in vielen Quellen nur von Kiefern als Begleiter die Rede ist.

    Pilz 9: OK, besten Dank für den Hinweis. Da im Pilz ziemlich grosse Maden waren, wir es hier vermutlich keine Kauprobe mehr geben. ^^

    Pilz 10: Einen Pilz habe ich ja extra noch stehen lassen, aber da sie so klein sind und ich auch nicht weiss, ob ich die nächsten Tage nochmal an diesen Standort komme, kann ich noch nicht sagen, ob ich hier noch was nachliefern kann.

    Pilz 11: Wäre denn ein Pfefferröhrling bei uns von den Verhältnissen überhaupt möglich?


    Gerade den Bankier, den ich für nicht so aufregend hielt und deshalb auch nicht mitgenommen habe, findest du spannend. ;) Jetzt bin ich aber auch gespannt und hoffe, dass dazu noch jemand was weiss.


    Steigerwaldpilzchen Vielen Dank für die Infos zum Gelbfuss.

    Die rötliche Verfärbung kann durchaus durch äußere Einflüsse sein. In der Pfanne verfärbt sich das Fleisch beim Erhitzen ja auch rosarot. Selbst beim längeren Anwärmen in der Hand kann man das beobachten. Welche der Arten um C.rutilus das nun ist, müsste man klären. Ein Schritt wäre auf die Amyloidität der Lamellentrama zu testen (Jodlösung), das sieht man auch makroskopisch ob's blauschwarz wird.

    Die Verfärbung kenne ich vom Filzigen Gelbfuss - Chroogomphus helveticus her sehr gut habe ich auch schon mal im Nachbarforum dokumentiert. Hier noch ein Bild davon.



    Wie würde man denn die Amyloidität der Lamellentrama testen? Ich habe zwar einige Reagenzien bestellt, aber ich glaube eine Jodlösung ist nicht dabei. Diese könnte ich aber vielleicht noch bestellen.


    LG

    Benjamin

  • Hallo Martin KaMaMa


    Du kennst dich doch mit Flechten so gut aus. Da war auch noch eine (oder mehrere?) dabei, die ich fotografiert habe. Ich weiss nicht, ob man so überhaupt etwas dazu sagen kann, ist vielleicht auch überhaupt nichts spannendes, aber schön anzuschauen trotzdem allemal. Ich habe von Flechten wirklich null Ahnung. :) Hier noch zwei Bilder:


    17a:


    17b:


    LG

    Benjamin

  • Hallo Benjamin,


    vielleicht findet sich in deinen Reagenzien Melzers-Reagenz oder Lugolsche-Lösung. Das sind beides Jodreagenzien.


    Ich würde einfach ein Stück Lamelle rauslösen und einen Tropfen darauf. Schwarzblau-schwarzviolett ist positiv.


    LG Thiemo

    Bestimmungen anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Sichere Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben!

  • Hallo Benjamin,


    du hast rotfrüchtige Cladonien gefunden.


    Auf dem zweiten Bild würde ich C. digitata sehen: Feinemehlige Podetien mit rotfrüchtigen, flachen, gefingerten Bechern, Finger nach außen gerichtet;

    runde Grundschuppen mit aufwärts gebogenen Rändern.

    Leider hast du die Unterseite der Grundschuppen nicht fotografiert.

    Wenn diese an der Basis orange gefärbt wären, könnte das ein weiterer Beleg für C. digitata sein.


    Das erste Bild ist leider unscharf.

    Ich vermute allerdings, dass es einen größeren Ausschnitt von Bild 2 zeigt und damit i.W. die gleichen Flechten.

    Dann wachsen deine Cladonien auf einem morschen Baumstumpf, was zu C. digitata passt.

    C. digitata meidet Kalkgebiete, zu trockenwarm darf's auch nicht sein - passt das zu deinem Fundort?

    Wo bist du denn unterwegs, wenn ich fragen darf?


    Blitzlicht ist immer so eine Sache; ich vermeide es, wo immer es geht - genau genommen benutze ich es eigentlich nie...

    Es ist mir zu unnatürlich und taugt auf kurze Distanz ohnehin nix (meine Meinung).

    Das mag mit Ringlicht besser sein, kann ich aber nicht mit Bestimmtheit sagen, weil ich keines habe.


    LG, Martin

  • Servus!


    Beim Keulenfußtrichterling meine ich mich vage zu erinnern, daß da immerhin was im Busch ist. Ob und wie das tatsächlich aussieht: Keine Ahnung, mit trichterlingen kenne ich mich nicht aus. Aber Vorsicht ist die Mutter der Taxonomie: Wenn das heute noch alles eine Art ist, dann sind es spätestens übermorgen drei. :gzwinkern:


    Albatrellus confluens (Semmelporling) sind klotzige, wunderlich geformte Gestalten, wo man die einzelnen Fruchtkörper kaum jemals klar in Hut und Stiel unterteilen kann. Solche eher schlanken, nicht zusammenfließenden, dabei noch regulär gehütet und gestielten fruchtkörper sollten dann Schafporlinge (oder Ziegenfuß, aber die sehen ja eh ganz anders aus) sein. Auch die Oberflächenstruktur kenne ich beim Semmelporling (ist ja auch im Schwarzwald ziemlich häufig) anders, nicht so aufplatzend sondern glatter und dabei recht gleichmäßig von weiß zu orangeockerlich umfärbend.



    Lg; Pablo.

  • Hallo zusammen


    KaMaMa vielen Dank für deine tolle Erklärung. Ja, das erste Bild ist nur ein grösserer Ausschnitt von Bild 2 und ja, diese Cladonien wuchsen auf einem morschen Baumstumpf. In meinem Gebiet wechselt sich der Boden zwischen sauer und kalkig ab, wie ich mittlerweile durch verschiedene Funde gemerkt habe. Was ich noch in Erinnerung habe, ist, dass in unmittelbarer Nähe zu diesen Cladonien eine ganze Reihe Grauhäutiger Scheidenstreiflinge gewachsen sind, das spricht also für einen sauren Boden in dieser Umgebung. Ich bin im Engadin unterwegs und hier bei uns war es in letzter Zeit weder extrem warm, noch trocken. :)


    Mit dem Blitz hast du natürlich recht, allerdings war es schon so dunkel, dass ich sonst gar kein anständiges Bild mehr machen können hätte. Bin eben nur mit meinem Smartphone bewaffnet und das hat seine Grenzen. :)


    Beorn danke für die Erklärung. Hättest du denn die Funde aus diesem Beitrag Semmelporling - Albatrellus confluens auch nicht als Semmelporlinge angesehen? Weil bei diesen war meiner Ansicht nach schon eine Unterteilung in Hut und Stiel möglich und ich fand sie sahen den obigen eigentlich extrem ähnlich. Ich frage auch, weil Werner und Andreas diese als typische Semmeln angesehen haben.


    LG

    Benjamin

  • Hallo Thiemo

    vielleicht findet sich in deinen Reagenzien Melzers-Reagenz oder Lugolsche-Lösung. Das sind beides Jodreagenzien.

    Ich würde einfach ein Stück Lamelle rauslösen und einen Tropfen darauf. Schwarzblau-schwarzviolett ist positiv.

    Vielen Dank für die Erklärung. Leider habe ich den Pilz nicht mitgenommen, aber die von dir genannten Reagenzien sollte ich bald zur Verfügung haben. Falls ich dann nochmal so einen Pilz sehe, werde ich auf jeden Fall den von dir beschriebenen Test machen. :thumbup:


    LG

    Benjamin

  • Hallo, Benjamin!


    Doch, schon... Wobei so ein wenig komisch kämen mir die auch vor, im vergleich zu den Schwarzwälder Semmeln.
    Allerdings bin ich mir sehr sicher, daß Werner eine erheblich größere Formenkenntnis hat als ich, erst recht was die Albatrellus - Porlinge betrifft.


    Du hast schon recht, die hier sehen deinem Fund im anderen Thema schon ziemlich ähnlich.
    Zum vergleich mal zwodrei Bilder von Schwarzwaldsemmeln:





    Und einer, den der Alex mal mitgebracht hat, der nicht aus dem Schwarzwald stammt:


    Aber natürlich kenne ich nicht die gesamte Variationsbreite von Albatrellus confluens.



    LG, Pablo.

  • Hi Pablo Beorn


    Vielen Dank für die Bilder. Heute habe ich schon wieder Semmel- oder Schafporlinge gefunden. Ich finde bin mir bei diesen immer noch sehr unsicher. Hier mal ein Foto von meinem heutigen Fund:


    Da ich hier eindeutig einen Stiel und Hut erkenne, wäre ich ja eher bei einem Schafporling, bin aber mittlerweile verwirrt :), sodass ich ehrlich gesagt wieder sehr unsicher bin. Was meinst du dazu? Ich denke auch, dass sich Werner mit solchen Pilzen sehr gut auskennt, da er vermutlich öfters in so ähnlichen Habitaten, wie bei mir unterwegs ist und die bei uns, wie mir jetzt aufgefallen ist, ziemlich häufig vorkommen. Werner ist für mich wirklich Gold wert, da er die Pilze in meiner Region äusserst gut kennt und daher für mich wirklich eine sehr grosse Hilfe ist, wofür ich sehr dankbar bin. Natürlich gilt das auch für dich Pablo, vielen Dank :thumbup:. Vielleicht schaut sich ja Werner Edelmann nochmal die Porlinge hier an und kann etwas dazu sagen, wäre wirklich toll.


    LG
    Benjamin

  • Salve!


    Tja...

    Ich kann das mangels eigener Formenkenntnis nicht einschätzen. >hier< kannst du mal rein gucken (da war meine Idee auch verkehrt). Aber die sehen deinem Fund ja schon ganz schön ähnlich.



    LG; Pablo.

  • KaMaMa Jetzt muss ich dich nochmal hierher bitten. :) Als ich kürzlich nochmal in dem Gebiet, wo ich diese rotfrüchtigen Cladonien gefunden hatte, war, habe ich wieder ein paar Fotos gemacht, von, wie ich vermute, der gleichen Stelle. Kann es sein, dass das die gleichen Cladonien, nur in einem späteren Stadium sind? Da es schon dunkel war und auch noch in Strömen geregnet hat, leider wieder nur Bilder mit Blitz und etwas schlechterer Qualität:





    Besten dank im Voraus und LG

    Benjamin

  • Ahoj, Benjamin,


    das ist die Schuppen-Hundsflechte.


    LG

    Malone

  • Hallo Benjamin,


    da hat Malone sicher Recht!

    Ein sehr schönes und kräftiges Exemplar einer Peltigera!

    Hat mit Cladonien wenig zu tun.


    LG, Martin