Stielporling mit hellem Hut

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema, welches 493 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Sebastian_RLP.

  • Liebe PilzlerInnen,


    am Wochenende habe ich, außer etlichen Sommersteinis im Park, im Wald nahezu nichts gefunden. Umso mehr habe ich mich über den folgenden Stielporling gefreut, von dem ich dachte, die Zuordnung könne nicht so schwierig sein. Zu Hause fiel mir dann aber auf, dass mir der helle Hut und die kleinen Poren in dieser Kombination mit der Bestimmung Probleme bereiten. Deshalb frage ich hier nach Rat. Leider habe ich nur zwei Fotos. Das Substrat konnte ich nicht identifizieren, dachte wegen des Mischlaubwaldes am ehesten an Laubholz. Auf den Fotos fielen mir dann die Kiefernnadeln auf, so dass die Wahrscheinlichkeit auf Nadelholz steigt. Der Hut war eher dünn und zäh, Geruch habe ich nicht getestet. Hier gibt's bestimmt schnell Ideen für mich.

    Danke schonmal für's Anschauen und Mitdenken.

    LG Michael


  • Hallo Beli,


    danke für die Idee. Ich kenne mich nicht gut aus mit Stielporlingen, finde aber bei den Recherchen im Internet zu Polyporus badius immer Bilder, auf denen zumindest stellenweise deutliche Brauntöne zu finden sind. Auch auf deinen Bildern finden sich zumindest in der Hutmitte Ansätze von Braun. Aber vielleicht fehlen die ja in ganz jungem Stadium, Pilze sind ja bekanntlich oft nicht eindeutig über Farben zu bestimmen. Irritierend finde ich auch diese "Marmorierung" auf dem Hut. Vielleicht gibt es noch andere Ideen.


    LG Michael

  • Hi Andre,


    danke für den Vorschlag. Die Hutfarbe kommt dem Löwengelben Porling irgendwie näher, der heißt mit deutschem Namen aber auch Löwengelber Schwarzfußporling. Da zeigen die Bilder i.d.R. eine schwarze Stielbasis. Bei dem von mir gefundenen Pilz war diese aber nicht zu finden. Der Stiel ist auf dem unteren Bild komplett direkt vom Substrat gelöst. Kann der auch kompett hellen Stiel?


    LG Michael

  • Hi Andre,


    danke für den Vorschlag. Die Hutfarbe kommt dem Löwengelben Porling irgendwie näher, der heißt mit deutschem Namen aber auch Löwengelber Schwarzfußporling. Da zeigen die Bilder i.d.R. eine schwarze Stielbasis. Bei dem von mir gefundenen Pilz war diese aber nicht zu finden. Der Stiel ist auf dem unteren Bild komplett direkt vom Substrat gelöst. Kann der auch kompett hellen Stiel?


    LG Michael

    Michael, sicher das du ihn komplett entnommen hast ?

    Manchmal ist wirklich nur das untere Ende der Stielbasis dunkler.

  • Hi,


    danke Euch dreien für die freundliche Unterstützung. Ich tendiere jetzt mit Euren Informationen auch zu Cerioporus leptocephalus. Die variablen Bestimmungsmerkmale bleiben für mich als semifortgeschrittener Anfänger weiter eine große Herausforderung, zumal ich momentan neben Habitat,nur bei makroskopischen Merkmalen schaue. Da ist dieses "Schwarmwissen" enorm hilfreich.

    LG Michael

  • Hallo


    Gefragte Porling


    ?thumbnail=1


    Polyporus leptocephalus Löwengelbe jung


    -


    Polyporus tuberaster jung


    -


    Polyporus badius jung


    -


    Gefragte Porling hat keine grobe Poren , also sehr feine kaum zu sehen Poren , kann das bei P. leptocephalus oder bei P. tuberaster passen ? So feine Poren hab nur bei P. badius gefunden . - siehe Vergleichsbilder .

    Also ich habe an P. badius wegen sehr feine Poren getypt

    LG

  • Michael, sicher das du ihn komplett entnommen hast ?

    Manchmal ist wirklich nur das untere Ende der Stielbasis dunkler.

    Hallo Andre,


    ja da bin ich sicher. Ich war überrascht, wie gut der sich lösen ließ. Aber Peter hat ja geschrieben, dass der Stiel auch schon mal ohne dunkle Töne auftreten kann. Insofern passt das in meinen Augen.


    LG Michael

  • Hallo Michael,


    die Vermutungen, die wir abgeben, entstehen aufgrund unserer Vorerfahrungen mit uns bekannten Porlingen im Felde. Da haben wir teils unterschiedliche Erfahrungen gemacht und eben auch unterschiedlich im Hirn abgespeichert. Deshalb können auch verschiedene Antworten kommen.


    Wenn du mikroskopierst, gewinnen wir mehr Sicherheit:

    - Löwengelber P. hat Schnallen an den Hyphen, P. badius nicht

    - Löwengelber hat Sporenlängen über 9 µm, P. badius darunter

    Da bietet das Mikroskop mal eine sinnvolle Ergänzung.


    Gruß

    Peter

  • Hallo


    Bilder sind nicht so Optimal , nur grob Fruchtkörper Bilder ohne wichtige Details sind zu sehen , Glaube stark das viele Diskussionsteilnehmer können diese Pilz aus Hand ohne Problem schnell erkennen


    LG

  • Naja also die Poren sind schon auch sehr fein beim Löwengelben. Zumindest viel feiner wie z.B. bei tuberaster. Anhand des Fotos kann man es nicht so richtig festmachen.

    Hier mal ein grosses Exemplar des Löwengelben von mir.


    Grüsse Andre

  • Hallo Peter, hallo Beli, hallo Andre,


    ja, so wird es sein. Ich habe weder den Fruchtkörper mitgenommen, noch Zugriff oder Erfahrung mit Mikroskopie. Ich bleibe momentan bei makroskopischen Merkmalen und lebe mit der Begrenzung, nicht alles sicher bestimmen zu können.


    Danke für die Unterstützung!