Beiträge von Sebastian_RLP

    Hmm,


    Es bleibt also ein Rätsel. Aber auch wenn der auf dem Hut nach längerer Zeit oliv wird, ist die direkte Reaktion reproduzierbar rot.



    Na, da bin ich mir nicht sicher, ob es sich bei Karl um die gleiche Art handelt. Die Unterschiede hast du angesprochen. Eine gemeinsame Exkursion hatte ich noch nicht mit Karl. Wäre sicher sehr interessant. Ich kann mir aber vorstellen, dass er an der ein oder anderen Stelle der Kalkeifel, an denen wir da unterwegs waren auch schon vorbeigekommen ist.


    Die Diskussion seines Fundes ist jedenfalls sehr interessant. Ich müsste bei dem anderen nochmals vorbei ...


    LG Sebastian

    Hallo Pablo,


    vielen Dank für die wie immer sehr detaillierten und gut dokumentierten Ausführungen. Wirklich toll!


    Hier habe ich wohl zu flott einen Haken dran gemacht. Leider waren das einzelne, schon fortgeschrittene Fruchtkörper. Junge Fruchtkörper waren nicht mehr zu sehen. Das Fleisch war schon durchgehend gelb. Habe den uralten Fruchtkörper nochmal aufgeschnitten, aber der ist schon gut mitgenommen. Man kann aber noch erahnen, dass das Fleisch eher nicht hell war .... hier nochmal unter Weißlicht:



    Die Sporen könnten sehr gut zu dem passen, was du bei olearioides zeigst (und was in FN steht, S.785): grob warzig, amygdaloid - 10,8x6. Das konnte aber auch gut zu splendens passen (auch wenn der jetzt wegen der KOH-Reaktion auf dem Hut ausscheidet, habe da leider keine verlässliche Quelle konsultiert)


    Die KOH-Reaktion im Fleisch passt auch zur Beschreibung in FN blass graurosa im Fleisch (siehe Hutfleisch), "more reddish in base of Bulb"


    Vor dem Hintergrund der Fruchtkörperstadien werde ich da jetzt keine weiteren Versuche unternehmen. Aber dennoch bin ich da jetzt für die Zukunft mit umfassenderem Wissen gerüstet!


    Dein Vorschlag zu 05 würde makroskopisch gut passen. Das der im Grunde nur so benamst wurde, weil er wohl bekannt sei von der Stelle hatte ich ja geschrieben. Ich habe in dem Stadium keine Bestimmungsversuche vorgenommen und habe die Fruchtkörper auch stehen lassen. Ggf. müsste man da am Wochenende nochmal nachschauen ....


    LG und nochmals danke, Sebastian

    Naja ... eine Fruchtkörper"folge" würde ich es nicht nennen, aber es gibt natürlich unterschiedliche "Spitzenzeiten" und während ich den flockenstieligen Hexenröhrling bereits im Frühjahr finden kann, wird das mit Imleria badia eher nicht so klappen. Viele Cortinarien kommen später als Röhrlinge im Jahr usw.


    Aber auf eine klare Abfolge von Fruchtkörpern zu hoffen und das jedes Jahr gleich ist sicher problematisch. Das geht vielleicht mit Schwefelköpfen 8o


    von diversen Faktoren beeinflusst, von denen Niederschlag und Temperatur zwar wichtig aber nicht allein ausschlaggebend sein dürften.


    Na klar, auf PSV-Führungen bekommt man ja zu hören, dass Pilze im Schnitt zweihundert Bedingungen brauchen, um zu fruktifizieren. Sicher auch von Pilz zu Pilz unterschiedlich aber damit ist die Komplexität natürlich unterstrichen.


    LG Sebastian

    Hallo, wir stellen generell fest, dass es dieses Jahr wenige Dickröhrlinge gibt. Das liegt vermutlich daran, dass es diesen zu kalt ist. Vielleicht auch zu feucht?


    So ein Pilz benötigt eine Vielzahl von Bedingungen um zu fruktifizieren. Wenn die nicht da sind macht er ebend Pause, manchmal auch jahrelang. Der Speisepilzsammler ist dem ziemlich egal.


    Nichtsdestotrotz gibt es natürlich Regeln. Die Morcheln kommen bei uns zuverlässig Mitte April, wenn Sie kommen. Ende September ist Phlegmacienzeit und Ende Oktober oft Saftlingszeit (die können aber auch mal später kommen) und so weiter.


    Manche Sachen sind wohl ganz unberechenbar.


    LG Sebastian

    Hallo zusammen,


    auf dem APV-Treffen am Samstag gab es auch Pholiotas. An umgestürzter Buche fanden sich ziemlich schleimige Fruchtkörper von Pholiota adiposa (bestimmt nach Holec, 2001).



    Am Folgetag immer noch ordentlich schleimig



    Die holzbewohnenden gelben Schüpplinge sind gar nicht so leicht zu trennen. Es gibt einiges an Confusion. Auch in der Vergangenheit hatte ich damit schon Berührungspunkte: Hochthronend oder Goldfell


    Mittlerweile komme ich mit Holec ganz gut zurecht und denke, ich kann mich hier guten Gewissens auf Ph.adiposa (Der schleimige Schüppling) festlegen.


    Bestimmungsrelevant waren (neben der makroskopisch geführten Eingrenzung auf die Gruppe) die Sporenbreite und die Cheilos.

    • Sporen 8,5x5,5(-5,8)
    • Cheilos sehr variabel, oft eher schmal und mehrfach eingeschnürt (siehe Bilder)


    Unterschieden werden müssen:

    Pholiota cerifera (=aurivella, der Goldfellschüppling): dieser hat ebenfalls größere Sporen (Breite>6µm) allerdings clavate Cheilozystitiden und nur leicht klebrige Hutoberfläche, was aber bei meinem Fund seeehr deutlich ausgeprägt war; zudem wächst dieser wohl hauptsächlich an Salix (Weide) nach Holec


    Pholiota limonella (der hochthronende Schüppling) kommt häufig an Erle und Birke vor, kann wohl aber auch seltener andere Laubbäume wie Buche (wobei diese eher typisch für adiposa); unterscheidbar ist limonella durch die schmäleren Sporen: 4-5,2(-5,5) und in der Tendenz Sporen (deutlich) unter 6µm in der Breite;


    Desweiteren wird in dem Zusammenhang oft noch eine Pholiota lucifera (der fettige Schüppling) beschrieben, diese aber ohne Pleurozystiden/Chrysozystiden daherkommt und eher an stark verrottendem Holz (Häufig wohl auch Pappel und Weidenholz), welches nicht selten bereit von Erde bedeckt sein kann oder anderem Debris. Damit wohl öfter auch eher auf der Erde zu finden als in der Höhe


    In vielen gebräuchlichen Werken gibts ein ziemliches Durcheinander. Im BON steht cerifera/aurivella = Hochthronender (statt Goldfell); gleichzeitig sind die Sporenangaben für adiposa denen im Holec entgegenstehend klein (nur 5-7x3,5?). Über die Schwierigkeiten mit dem Werk von Ludwig wurde in dem anderen Thread schon philosophiert.



    LG Sebastian

    Hallo zusammen, am Samstag gab es wieder ein APV-Treffen in der Eifel, im Blick waren insbesondere auch die Kalkgebiete. Mit dem bestimmen komme ich gar nicht nach, hier mal Zwischenstände, insbesondere mit Cortinarien, zu denen auch eine Bestimmungsanfrage gehört.


    01 Cortinarius splendens (Zwei Funde, einer ausschließlich unter Laubbäumen)


    KOH 10% dunkelrot


    02 Cortinarius largus (Kalklaubwald, öfter, teil in großen Hexenringen)


    03 Cortinarius flavovirescens im Jungstadium. Hier waren wir etwas zu früh dran, dennoch war ein deutlicher Mehlgeruch und -geschmack sowie die Farben auch wegweisend. Da müssen wir wohl in einer Woche nochmal wiederkommen, um die Fruchtkörper in ihrer vollen Pracht zu bewundern:


    KOH 10%


    04 Cortinarius infractus (zügig bitterer Geschmack, Kalklaubwald)


    Eigentlich noch nicht in bestimmungsfähigem Zustand, aber sehr wahrscheinlich 05 Cortinarius rapaceotomentosus, da von der Stelle wohl bekannt und Klumpfuss mit braunem Hut. Auch da müssen wir wohl in einer Woche nochmal wiederkommen.



    Vom Nächsten 06 Cortinarius varius habe ich leider nur leidliche Studioaufnahmen, da wir den so im Vorbeigehen (die Bäuche knurrten) noch entdeckt und mitgenommen haben. Chromgelbfärbung im Fleisch mit 10% KOH


    Ansonsten gabs einige Telamonien (5 Arten, die sich gut dokumentieren ließen habe ich eingesteckt, aber schon an der ersten verzweifle ich. Ich habe mit Funga Nordica geschlüsselt und komme trotz sorgfältigem Schlüsseln nicht zum Ziel. Ich lande regelhaft in Telamonien und dort in Key L, komme dann aber entweder zu Cortinarius turgidus, der zwar makroskopisch und von der Ökologie einigermaßen passt, aber weder von den Sporen noch vom "sparse veil". Biege ich vorab im Schlüssel ab, lande ich noch bei Cortinarius alborufescens, der von den Sporen gar nicht passt.


    Mit Telamonia in Flandern lande ich noch bei Cortinarius tabularis, da passen dann die Sporen ganz gut (Der Weg im Schlüssel geht eben auch über die Sporen), aber so recht zufrieden bin ich damit auch nicht. Der Pilz weißt keinerlei Blautöne auf (wohl nicht unbedingt ein Muss) und die Lamellen stehen beim Bildvergleich bei meinem Fund weiter auseinander. Auch die Hutstruktur mag nicht recht passen. Also irgendwie stecke ich da in der Sackgasse. Vielleicht habt ihr noch eine Idee:


    Hier mal die Infos zum Pilz:


    Vorkommen im Laubwald (Fundort nicht zwingend reiner Kalk), verschiedene Hotspots mit immer wieder unterschiedlichen Laubbäumen, insbesondere Hainbuchen, aber auch Eichen, Buchen in der unmittelbaren Umgebung. Keine Birken, keine Hasel oder so.


    Fruchtkörper fleischig, hell, weiß mit zarter hellbräunlicher Note (siehe Bilder). Auffällig das Universalvelum mit ausgeprägtem Gürtel (an torvus erinnernd) und gut sichtbarer Bänderung. Lamellen einen hellbraunen, fast schon leicht oranglichen Ton, breit, eher etwas auseinander. Velum weiß bei ganz jungen Fruchtkörpern.

    KOH 10%-reaktion schwarzbraun


    Gruppe in altem Zustand:


    Sporen 7,5-8x5,5-6µm grobwarzig


    Für hilfreiche Tipps wäre ich dankbar.

    Vielleicht reiche ich später noch andere Telamonien nach, mal sehen wie es zeitlich passt.


    LG Sebastian

    Ich glaube, ich muss da noch etwas Gespür für entwickeln, inwieweit und wo es Sinn macht, ersteinmal mit makroskopischen Schlüsseln einzugrenzen. Nutze gerade noch neu verschiedene makroskopische Übersichtsschlüssel (auch für Russula). Die haben schon nochmal zu meinem Verständnis der Sektions- und Artkonzepte beigetragen.


    Mit einem makroskopischen Übersichtsschlüssel bin ich dann auch zu puellula gekommen. Das fügte sich makroskopisch ganz gut (die Stielfarbe wurde da aber tatsächlich nicht abgefragt oder beschrieben).


    Mit dem Schlüssel von Bresinsky (MXM) wäre ich wegen der fehlenden FeSO4-Reaktion und fehlendem Geruch jedoch auch nicht bei graveolens gelandet. Den Schlüssel finde ich aber mittlerweile auch irgendwie unbrauchbar, weil man mitunter bei Sachen landet, die man vorab bereits ausgeschlüsselt hatte?


    Naja, es heißt einfach weiter Erfahrungen sammeln.

    Danke und LG Sebastian

    würde mal mit R. graveolens agg. zu vergleichen.

    Hallo Claus, danke für den Tipp.

    Puuh, da wäre ich jetzt wohl nicht hingekommen. Wahrgenommen habe ich da nur Buchen, aber ausschließen möchte ich dennoch nicht, dass vielleicht irgendwo auch eine Eiche stand. Was mich irritiert ist auch Geruch und FeSO4-Reaktion. Es wurmt mich gerade etwas, dass ich das nicht am Frischpilz gestern Abend noch gemacht habe, dass geht ja regelmäßig flott.


    Es wird wohl bei den Unsicherheiten bleiben, ich tue mich da einfach schwer.


    Ich danke dir jedenfalls fürs draufschauen.


    P.S., würdest du auf dem Sporenbild (ggf. schlecht aufgelöste) Zebrierungsstreifen erkennen können. Ich frage mich, ob diese Zebrierung eine sehr gut Auflösung braucht und dann ggf. nicht erkennbar ist. Sowohl bei graveolens als auch bei puellula müsste das ja zu sehen sein. Sicher gibts bessere Mikroskope als das eigene, aber ich halte das Leica DM1000 jetzt schon für geeignet solche Strukturen auch aufzulösen bei einer Apertur von 1,25.


    LG Sebastian

    Das sollte in diesen Kreis gehören, die Farben und die KOH-Reaktion sprechen ja dafür. Ansonsten bleibts ohne Mikro schwierig. Zudem gibt's da scheinbar genetisch getrennt eine Vielzahl von Arten. Nicht uninteressant wäre zudem die Ökologie ...


    LG Sebastian

    Hallo zusammen,


    bei folgendem Fund komme ich am ehesten auf Naucoria melinoides, was meint ihr.


    Gesellig wachsend unter Erle (Art?, habe ich mich noch nicht mit beschäftigt, da scheints ja Vorlieben für bestimmte Erlenarten bei verschiedenen Naucoriaarten zu geben), Hüte eher Hell-Gelbbraun, zum Rand heller, Hut filzig wirkend.

    Stiel dunkel und weiß überfasert.

    Lamellen hellbräunlich, angewachsen, Schneiden heller.


    Cheilos brennhaarartig, dicht und zahlreich, bis 50µm.


    Sporen wirken auf mich fusoid bis zitriform und warzig, ca. 10x5,5, Basidien 4-sporig


    LG Sebastian

    Hallo zusammen,


    folgende Russula kommt dem Buchenzwergtäubling am nächsten, aber einige Merkmale sind nicht eindeutig oder auch abweichend. Vielleicht können die Profis da nochmal draufschauen kuhmaul  Oehrling ...


    Fund in Buchenwald. Hut sehr klein (unter 3cm),, rot, Mitte dunkler (siehe Bilder), rau wirkend

    Stiel 0,4cm, an der Basis auffallend rötlich, Stiel hohl, eher weichfleischig, aber nicht besonders zerbrechlich.

    Geschmack mild, frisch kein besonderer Geruch

    Guajak an Lamellen prompt blaugrün, am Stiel mit leichter Verzögerung (ca. 8sec.) dann ebenfalls grün (Guajak frisch 7/21)

    FeSO4 ohne Reaktion am Exsikkat?


    SPP leider nur schwer exakt zu ermitteln, da der Winzling nur wenig Spornpulver hergegeben hat, irgendwas um die 2d würde ich sagen (definitiv nicht weiß, hellcreme, oder besonders dunkel):


    Hier mal die Bilder vom Pilz:


    Lamellen nach einem Tag ocker verfärbt:



    Mikroskopie:

    Sporen subglobos, 6,8-7,5x6-6,8µm, isoliertwarzig (puellula soll eine Zebrierung haben, die müsste ich hier im Stack höchtens hineinorakeln, kann ich nicht recht erkennen, wirkt sehr isoliert, zudem sind sie vielleicht auch etwas groß), Warzen 1µm

    Plage amyloid, deutlicher Apikulus


    HDS mit vielen Pileozystiden (eher verdickt und nicht schmal wie bei MXM für puellula beschrieben)

    keine inkrustierten Primordialhyphen

    Haare kurz/septiert und abgerundet


    400-fach Kongorot:


    1000fach Kongorot:


    400-fach SV


    andere kleine Russula würde ich ausschließen wollen:

    puellaris würde von den Mikromerkmalen passen, aber Nadelwald und gilben passt nicht

    minutula passt mikroskpisch nicht (IPHs!), passt von der Makrochemie nicht usw usw. ...


    Vielleicht könnt ihr mit eurer Erfahrung noch unterstützen.


    Vielen Dank und liebe Grüße, Sebastian

    Ah, gerade nochmal nachgelesen im Tintlingsportrait:


    "Kompliziert wird es allerdings bei trockenem Wetter und erst recht dann, wenn bei der Sporenreife die Lamellen nicht mehr schön blau sind, sondern eher braun. Dann kann der Pilz einigen anderen Schleierlingen, z.B. aus der Gruppe der Schleimköpfe und der Dickfüße sehr ähnlich sehen. In diesem Fall hilft es, den Stiel anzufeuchten, damit eine evtl. vorhandene Schleimschicht wieder aufquellen kann."


    LG Sebastian

    Hallo Beli,


    danke für deinen Tipp, habe jetzt doch noch mikroskopiert und lande bei Cortinarius umbrinolens (geschlüsselt mit Telamonia in Flandern): der wächst auch bei Birke (Sphagnum gabs auch, auf Verwachsung habe ich nicht geachtet ... wer achtet den auf sowas :huh:) und Farben sowie Hut (ohne Flocken, weiße Cortina, kastanienbraun) passt schon mal makroskopisch gut dahin. Auch das rotbraune Fleisch.


    Auch Mikroskopisch passt es gut:

    Sporen 8,2x5,2 (Q1,58), feinwarzig, ellipsoid.

    Deutlich inkrustierte Hyphen überall

    Cheilos sehr klein keulig mit deutlichen Schnallen an der Basis.



    Sporen


    Cheilos mit Schnallen:


    Inkrustierte Hyphen:


    Noch deutlicher in der Huttrama


    4-sporige Basidien dunkelbraun in 3% KOH



    LG Sebastian

    Hallo zusammen,


    heute habe ich zahlreiche Cortinarien finden können. Ein Fund hat mich jetzt besonders beschäftigt. Ich bekomme ihn leider nicht geschlüsselt.


    Spannend waren die doch eher kleinen Fruchkörper (Hut aufgeschirmt unter 4cm. Farbenfroh, gelb-ockerliche Hüte, schleimig-schmierig insbesondere zum Rand.

    Lamellen mit lilalichen Reflexen, die wirken aber auf den Bildern kräftiger als in Natura, bei Betrachtung unter Weißlicht gräulich mit ganz zarten lilalichen Reflexen bei jüngeren Exemplaren. Stielspitze im Fleisch ebenfalls lilalich, sonst weiß bis zart hellgelb.

    Stiel keulig und wunderschön gelb gebändert, das wiederrum kommt auf den Bildern leider fast zu unscheinbar rüber.


    KOH 10% in allen Teilen negativ, Mycel weiß


    Bei Funga Nordica lande ich in einer Sackgasse: 1>5>6>8>9>Key H ... dort dann 1>5>6>7 und angeschaut dann 8 bis 10 die alle nicht passen, die weiteren Schritte wären auszuschließen, da die Sporen eher nicht ellipsoid sondern tropfenförmig, fast schon subglobos sind. Ansonsten käme man auch zu Cortinarius populinus, was hervorragend makroskopisch und vom Vorkommen passen würde (An Bäumen nur Espen am Standort, ggf noch kleines undefiniertes Gesträuch - siehe Bilder Wegrand rechts). Allerdings passen die Sporen nicht:


    Bei meinem Fund 8,2-8,5x6-6,2, wie geschrieben tropfenförmig, feinwarzig.


    C.populinus sei zudem extrem selten, nach Ludwig bisher nur bekannt aus Skandinavien und einem Fund aus Frankreich. Das macht es jetzt nicht gerade wahrscheinlicher ...





    Basidien



    Sporen 1000fach H2O


    Was käme hier noch in Frage. Was müsste ich ggf. noch anschauen, um den Fund geschlüsselt zu bekommen?



    Die anderen Cortinarien schaue ich mir ggf. morgen nochmal an, hier ein kleiner Vorgeschmack:

    02 vermutlich C.anomalus


    03 Cortinarius violaceus



    04 Ein Gürtelfuss mit undefinierbarem Geruch (keine Pelargonien)


    05 Hier habe ich noch außer Phlegmacium noch gar keine Idee, Laubwald Buche, Birke


    LG Sebastian