Beiträge von antoff

    Liebe Dungpilzfreunde,

    neben der Cheilymenia theleboloides schauen aus dem Dungstückchen des Gallowayrindes auch winzig kleine Tintlinge (mehr al 1-2 mm dürften die nicht sein) heraus, die ich nun als Coprinellus pellucidus bestimmt habe.

    Nunja, die Präparation dieser Winzlinge war nicht so einfach für mich, weshalb ich auch keine Aussagen über existierende Pleurozystiden machen kann (es landete mehr oder weniger der gesamte Hut unter dem Deckglas=O)

    Trotzdem meine ich, dass es c. pellucidus sein müsste. Sphaerozysten konnte ich keine sehen und die Sporen gingen von 6,1-7,1X3,1-3,7; im Durchschnitt 6,5-3,4.

    Schon einmal vielen Dank und liebe Grüße

    Matthias

    Kaulozystiden

    Hallo Felli und Nobi,

    prima, da freue ich mich, dass ich noch den Namen der Cheylimenia-Art herausbekommen habe. Vielen Dank für eure Hilfe!

    Interessant, dass Moravec fünf verschiedene Formen unterscheidet.

    Von Cheilymenia karstenii habe ich bisher noch nie gehört. Spannend. Es gibt also noch eine ganze Menge zu entdecken.:)

    Liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Dungpilzfreunde,

    am Donnerstag bin ich wieder ins Witte Venn aufgebrochen und habe mich auf die Suche nach der Cheilymenia-Art begeben; nun, das war nicht schwer, denn viele Dunghaufen leuchteten gelb mit Becherchen.

    Ich bin jetzt natürlich nicht sicher, dass das, was ich vorher gezeigt hatte, zur selben Art gehört, aber ich meine nun, dass die Pilze, die unten zu sehen sind, Cheilymenia theleboloides sein müssten.

    Die Sporen hatten eine Querstreifung (sieht man auf der letzten Spore) und maßen zwischen 15,5-20,8X10-10,8; die meisten waren um die 20X10,5.

    Dann fiel mir noch der orangene Inhalt der Paraphysen auf; da diese apikal nicht besonders erweitert waren, habe ich Cheilymenia granulata ausgeschlossen.

    Was meint ihr? Liege ich richtig?

    Liebe Grüße

    Matthias

    In Lugol

    Liebe Ditte,

    ja, das sind viele Dinge, die man beachten muss. Und wie du schreibst, braucht man viel Übung, um die verschiedenen Elemente beurteilen zu können. Interessant, dass vielleicht auch der zweite Pilz I. flocculosa sein könnte. Da hatte ich noch weiter oben vollmundig behauptet, I. flocculosa nun erkennen zu können....^^ Bei dem, was ich gesehen und beobachtet habe, hätte ich die Art tatsächlich ausgeschlossen.

    Deine Hinweise helfen mir sehr weiter. Ich werde bei meinen nächsten Funden mal versuchen, die Dinge umzusetzen, die du mir geschrieben hast. Auch wenn es dann vielleicht eine leicht kenntliche Art ist, hilft es dann bestimmt auch zur Abgrenzung von anderen Arten. Gerade diese Vielschichtigkeit der Bestimmung von Risspilzen finde ich sehr faszinierend.

    Und das Aufheben der Exsikkate ist eine gute Idee....Das habe ich bisher noch nie gemacht....

    Liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Ditte,

    super, vielen Dank!! Das hilft mir schon sehr viel weiter. Ich merke, dass ich insgesamt viel genauer schauen und untersuchen muss. :) Das werde ich mir mal für weitere Funde fest vornehmen. Bei den fraglichen Fruchtkörpern wird es dann wohl zu spät sein.:) Den graulichen Schatten hatte ich auch als gräuliche Velipellis interpretiert. Die Kaulos waren im oberen Stielabschnitt sehr spärlich; nun etwas untertrieben: Auf den Fotos sieht man die einzigen, die ich gefunden habe. Gewachsen sind die Pilze unter Kiefer planar auf saurem Sandboden. Mit den Zystiden muss ich mich noch einmal beschäftigen; das schaffe ich erst nächste Woche.

    Aber wie gesagt, es ist auch nicht schlimm, wenn hier keine Bestimmung möglich ist.

    Das Wichtige ist nun für mich, dass ich in Zukunft genauer schaue. :)

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Ditte,

    vielen Dank! Ich bin schon einmal froh, dass ich jetzt meine, Inocybe flocculosa ganz gut zu erkennen.

    Tja, bei dem zweiten Pilz; da war ich mir am Ende etwas unsicher wegen der Stielbereifung, da ich nur den oberen Teil untersucht habe.

    Worauf beziehst du dich bei den feinen Unterschieden der in Frage kommenden Arten? Würde es da auf die Zystidenlängen und -breiten ankommen? Ich frage, damit ich vielleicht bei zukünftigen Funden etwas bessere Chancen habe, auf eine Artbestimmung zu kommen. :)

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Nobi,

    vielen Dank auch dir. Dann bin ja froh, dass ich in der richtigen Gattung gewesen bin.:)

    Tja, diese Cheilymenia wird dann leider unbestimmt bleiben: Die Springschwänze haben mehr oder weniger alles weggefressen. Ich werde aber am Donnerstag noch einen kurzen Abstecher ins Witte Venn machen, mal schauen, ob ich noch etwas finde.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Felli,

    vielen Dank für deine Antwort. Ja, die fehlenden braunen Haare haben mich auch irritiert. Nur mit hyalinen Haaren würde ich dann bei Lasiobolus landen (oder gibt es andere Gattungen, die hier noch in Betracht kämen?), und die dürften eigentlich ja keine septierten Haare haben. Oder gibt es vielleicht septierte Haare bei Lasiobolus?

    Ja, aber wenn die Sporenhaut sich in Baumwollblau ablöst, scheidet die Art dann aus. Nur fehlt mir dann tatsächlich eine zündende Idee:kaffee:,

    liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Dungpilzfreunde,

    auf einem kleinen Spaziergang durch das Witte Venn leuchteten mir auf zahlreichen Gallowaydunghaufen gelbe Becherchen entgegen, weshalb ich nicht widerstehen konnte....Auf dem Dungstückchen, das ich mitnahm, waren leider nur unreife Fruchtkörper; ich habe versucht sie reifen zu lassen, aber das wird nun keinen Zweck mehr haben: Für unzählige Springschwänze scheinen Cheilymenias so etwas wie eine Leibspeise zu sein.

    Nunja, ich hätte die Fruchtkörper nun gar nicht hier eingestellt, aber ich fand die Haarbasis sehr charakteristisch: sie war nie verzweigt, sondern stets abgerundet.

    Bei den Sporen habe ich nun nur die größte vermessen, die ich fand, da ich denke, dass die anderen noch gewachsen wären.

    Diese Spore maß 19X11,3.

    Ich hatte nun an Cheilymenia dennisii gedacht, weiß aber nicht, ob meine mageren Angaben für eine Bestimmung reichen.

    Schon einmal vielen Dank und liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde, liebe Ditte,

    die folgenden Risspilze habe ich schon vor knapp einem Monat gefunden und komme nun jetzt erst dazu, sie hochzuladen und euch zu fragen, ob meine Bestimmungen so halbwegs Sinn machen.

    Zu dem ersten Pilz:

    Diesen halte ich nun für eine recht typische Inocybe flocculosa. Er wuchs gesellig mit unzähligen Fruchtkörpern. Richtige Kaulozystiden konnte ich nicht finden. Die Sporen gingen von 6,8-10,8X4,6-4,9; im Durchschnitt 8,8X4,8.

    Ich finde, dass er makroskopisch und mikroskopisch gut zu der Art passt.

    Zu dem zweiten Pilz:

    Tja, hier bin ich mir recht unsicher. Irgendwie finde ich, dass Inocybe glabrescens gut zu ihm passt, aber mit einigen Einschränkungen. Die erste wäre, dass ich auch am oberen Stiel kaum richtige Kaulozystiden gefunden habe und dann leider nicht mehr den unteren Stielabschnitt untersucht habe. Tja, zu spät.....

    Dann soll er laut Dittes Seite eigentlich keine verdickte Stielbasis haben; "meine" Pilze hatten sie aber schon.

    Die Sporen gingen von 7,6-9,9X5-5,6; im Durchschnitt 8,8-5,2.

    Schon einmal vielen Dank und liebe Grüße

    Matthias

    vermutliche Inocybe flocculosa

    Lamellenschneide

    Pleurozystiden

    Stielbekleidung


    vermeintliche Inocybe glabrescens

    Lamellenschneide

    Pleurozystide

    Stielbekleidung

    Hallo Ditte,

    ich danke dir für deine Antwort. Risspilze sind ja echt launenhaft: kaum werden sie etwas nass, weigern sie sich, bestimmt zu werden.:giggle:

    Aber du hast natürlich recht, sie sind quietschnass. Da ich sie sehr schön finde, habe ich gehofft, dass bestimmungstechnisch vielleicht doch etwas geht. Ich habe noch einmal nach den Zystiden geschaut, aber tatsächlich konnte ich keine mit langen und etwas welligen Hälsen finden. Also wird es tatsächlich wohl eine andere Art sein.

    Aber trotzdem bleiben sie nun nicht namenslos: Ich nenne sie einfach Inocybe quietschus nassus ^^.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde, liebe Ditte,

    die unten zu sehenden Risspilze habe ich schon letztes Wochenende unter Kiefer gefunden. An dem Tag war es recht regnerisch, sodass ich nicht weiß, inwieweit nun die Fruchtkörperfarben und -textur irgendwie verändert sind. Sie wuchsen gesellig und waren recht klein (so um die 2-3 cm)

    Der Stiel war nur oben bereift und auch dort war es nicht so einfach metuloide Zystiden zu finden. Geruchlich würde ich ihn als schwach spermatisch bezeichnen.

    Die Sporen gingen von 7,3-9,6X 4,4-5,9; im Durchschnitt 8,6-4,9.

    Leider fehlt mir die zündende Idee; am ehesten kommt für mich Inocybe fuscidula in Frage, auch wenn mir die Hüte insgesamt zu schuppig vorkommen und die Zellwände insgesamt zu dick.

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Matthias

    Lamellenschneide

    Pleuros

    Stielbereifung (oben)

    Hallo Felli,

    vielen Dank für deine Antwort.

    H. epiphyllus hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm, da ich dachte, dass sie eher auf Eichenblättern vorkommt. Aber sie kann tatsächlich ja auch auf Kiefernzapfen wachsen. Ich habe mit einem Schlüssel, den ich im Netz gefunden habe (Hymenoscyphus in Belgien), jetzt mal beide Arten verglichen und dabei festgestellt, dass H. epiphyllus tatsächlich besser passen könnte. So konnte ich bei meinem Fund Asci bis über 100 µm finden, was für H. lutescens wohl zu lang wäre. Auch passen, finde ich, die Sporenform und der Sporeninhalt besser.

    Aber sicher, dass es nun diese Art ist, bin ich mir natürlich nicht. :/

    Liebe Grüße

    Matthias


    Liebe Pilzfreunde,

    letztes Wochenende habe ich auf einem Kiefernzapfen folgende Stielbecherchen gefunden. Der Durchmesser war so ca. 2 Millimeter.

    Ich hatte sie danach mikroskopiert, dann aber keine Zeit mehr gehabt mich weiter mit dem Fund zu beschäftigen. Vorhin habe ich mal geschaut, welche Arten denn da so in Frage kämen und bin bei Hymenoscyphus lutescens hängen geblieben, der m.E. ganz gut passt.

    Tja, jetzt weiß ich nicht, ob meine Mikrobilder für eine Bestimmung ausreichen und welche Arten vielleicht noch passen könnten.

    Die Sporen gingen von 12-17,9X4-4,1; im Durchschnitt 14,7-4.

    Auf Haken habe ich auf die Schnelle leider nicht geachtet, meine aber, dass man einen auf einem Foto sieht.

    Schon einmal vielen Dank fürs Anschauen und liebe Grüße

    Matthias

    Tja, nicht Dolle, aber ich meine ganz unten das untere Ende eines Ascus' mit Haken zu sehen

    mit Lugol

    Hallo Bernd,

    die Gattung Mycena macht mir auch immer Spaß, aber habe natürlich nicht einen so großen Überblick. Ich meine aber, dass M. clavularis eher an Borke wachsen müsste. Spontan käme mir sonst Mycena stylobates in den Sinn, die auf jeden Fall auch auf Grashalmen wachsen kann. Kannst ja mal schauen, ob sie passen könnte.

    Liebe Grüße

    Matthias

    P.S. Habe gerade noch einmal das Forto mit dem Hut vergröért angeschaut. Dort sieht man kleine "Erhebungen", die gut zu M. stylobates passen.

    Hallo Felli,

    mit diesen filzig wirkenden und leicht aufschuppenden Hüten und den blasigen Elementen der Lamellenschneide (die auch teils braun gefärbt sind) käme für mich eigentlich auch nur Mallocybe fuscomarginata in Frage.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Ditte,

    super, vielen Dank für deine Korrektur. Da freue ich mich schon, wenn der Artikel erscheint und ich die Beschreibung von Inocybe knautiana mit meinem Fund vergleichen kann. Auf deinem Foto sieht man sehr schön die kopfförmige Gestalt der Zystide; so eine Form hatte mein Fund tatsächlich nicht.

    Tja, mit dem Boden ist das so eine Sache; eigentlich ist die Gegend sauer (Westmünsterland), aber der Fundort war an einer asphaltierten Straße (links der Wald, rechts Kuhweiden, die durch Laubbäume von der Straße abgegrenzt werden; und dort ist auch Schotter aufgetragen, weshalb auch Kalk im Boden sein kann.

    Eine Frage hätte ich noch: Wenn Inocybe knautiana sehr häufig ist; zu welcher Art (bzw. Arten) hat man sie vorher zugeordnet?

    Liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde, liebe Ditte,

    wie angedroht, kommt hier der zweite Risspilz von gestern, bei dem ich meine, dass es Inocybe griseolilacina sein müsste. Auf Dittes Seite sieht man allerdings Fruchtkörper, die insgesamt schuppiger und filziger als meine wirken, weshalb ich mit meiner Bestimmung nicht sicher bin.

    Gewachsen sind die Pilze gesellig mit mehreren Fruchtkörpern an einem Waldweg bei Eichen und Erlen. den Geruch würde ich als spermatisch bezeichnen. Die Stiele waren über die ganze Länge lilafarben; jetzt beim Trocknen der Fruchtkörper ist diese Farbe doch recht ausgeblasst.

    Die Breite der Fruchtkörper ging bis ca. 4cm und die Höhe ebenfalls.

    Die Stiele waren nur oben bereift; habe aber nur eine einzige metuloide Kaulozystide gefunden.

    Die Sporen waren zwischen 9-11X4,8-5,2 groß; im Durchschnitt 9,8X5,1.

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Matthias

    leider etwas verwackelt, aber man sieht hier ganz gut ein Aufschuppen der Hutmitte

    Lamellenschneide

    Pleuros

    Stielbereifung

    Hallo Stefan und Ditte,

    ich danke euch für eure Anmerkungen und die Bestätigung für I. fraudans. Ja, die Fruchtkörper schienen mir schon ganz gut zu der Art zu passen und tatsächlich haben mich besonders die fast ausschließlich aufgeblasenen Zystiden unsicher gemacht. Interessant wie variabel dann Risspilze doch sein können.

    Gleich habe ich direkt noch einen Fund von gestern, bei dem ich - wie kann es anders sein :) - auch unsicher bin. Ich werde ihn gleich mal einstellen.

    Liebe Grüße

    Matthias

    P.S. Der Wald, in dem ich unterwegs war, ist recht sauer, aber durch den Wegrand kann natürlich sehr gut Kalk im Boden sein.

    Liebe Pilzfreunde, liebe Ditte,

    ich habe gestern an einem Waldrand die folgenden Risspilze gefunden, die sehr stark nach vergorenem Obst gerochen haben. Deshalb dachte ich auch direkt, dass es Inocybe fraudans sein müsste. Eigentlich denke ich das noch immer, aber bestimmte Punkte verunsichern mich dann doch, weshalb ich euch die Pilze gerne hier zeigen möchte.

    Gewachsen sind sie am Rand eines Kiefernforstes, wo aber auch Haselsträucher standen. Auffallend war ein recht langer Stiel des größeren Exemplars (im Vergleich zum Hut): Der Pilz war ca. 4 cm breit und 12 cm lang.

    Im Stielfleisch, meine ich, ein ganz leichtes Röten (aber nur an einer Stelle im unteren Bereich) festgestellt zu haben

    Und jetzt die Punkte, die mich etwas unsicher machen: Einmal die Sporengröße: Sie ging von 7,8-9,5X5-5,3; im Durchschnitt 8,6X5,1.

    Dann waren die stark "aufgeblasenen" Cheilozystiden recht spärlich und meistens dominierten Parazystiden in unterschiedlicher Form. Pleurozystiden waren häufiger und auch immer irgendwie "aufgeblasen".

    Am Stiel konnte man nur oben eine Bereifung sehen, obwohl es dort auch keine richtigen Kaulozystiden gab.

    Nunja, ich lasse nun besser die Fotos sprechen.

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Matthias



    Lamellenschneide

    Pleuros

    Stielbereifung

    Hallo Raphael,

    Ditte kann dir hier zwar besser antworten, aber bei deinem zweiten Risspilz kommt mir spontan Inocybe cincinnata in den Sinn; die starke KOH-Reaktion und die teils braun gefärbten Zystiden würden zumindest passen.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Ditte,

    vielen Dank für deine Einschätzung. Ja, du hast recht, die Fruchtkörper waren schon kräftig angetrocknet; ich muss mir mal angewöhnen, frischere Kollektionen zu untersuchen.:)

    Liebe Grüße

    Matthias