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letzter Beitrag von Beorn am

Weißtäubling

  • Hi.


    Gestern im Vorbeigehen habe ich in einem Park diesen Weißtäubling unter Buche und Hainbuche vergesellschaftet mit Hainbuchenmilchlingen gefunden.

    Die Gruppe ist ja scheinbar nicht wirklich geklärt, aber kann man auf Grund der der blaugrünen Verfärbung am Lamellenansatz auf etwas schließen (Russula chloroides?) oder ist das auch so ein übergreifendes Merkmal, das bei mehreren Arten vorkommt?







    LG,

    Schupfi

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Servus, Schupfi!


    Schreib einfach "delica s.l." dran.

    Russula chloroides gehört wohl ebenso wie ungefähr 10 weitere "Arten" zum mysteriösen "delica - Problem": Genetisch lassen sich ungefähr 12 einzelne Sippen vermuten, aber morphologische und ökologische Parameter korrelieren damit nicht. So zumindest mein Stand aus "Hörensagen" einiger Fachleute, daß in dem Aggregat morphologische Eingrenzungen derzeit nicht möglich sind.



    Lg; Pablo.

  • Hi Pablo,


    so hatte ich das hier im Forum auch aufgeschnappt, war mir nur nicht sicher wie viele Arten da nun rumschwirren und ob vlt. einzelne Sippen doch schon irgendwie ansprechbar sind. Aber gut, dann heißt es wohl abwarten. Danke!


    LG,

    Schupfi

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  • Hi.


    Du weißt ja, daß ich von Täublingen keine Ahnung habe.
    Ob's vielleicht doch schon was Neueres gibt, wo sich einzelne dieser Sippen auch morphologisch eingrenzen lassen, müsste uns wohl jemand mit mehr Täublingswissen erzählen. g:-)



    LG; Pablo.

  • Hi.


    Danke euch beiden. Dann harren wir mal gespannt der Dinge, die da kommen. :)


    LG,

    Schupfi

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  • Hallo,


    ein Update zum Thema.

    Momentan werden im Rahmen einer Dissertation an der Uni Gent (Belgien) die Weißtäublinge untersucht. Dabei hat sich herausgestellt, dass es ungefähr ein Dutzend genetisch verschiedener Sippen gibt. Jetzt ist die große und mühevolle Aufgabe in dieser Gruppe die morphologischen Merkmale und Unterschiede herauszuarbeiten, damit man das Konglomerat mit herkömmlichen Mitteln - also mit makro- und mikroskopischen Merkmalen - entschlüsseln kann.

    So wie ich das verstanden habe, wird sich das noch eine Weile hinziehen.


    Das scheint der Stand der Dinge zu sein.


    Wer sich intensiver mit den Weißtäublingen beschäftigt, wird merken, dass man aktuell mit der vorhanden Literatur auf keinen grünen Zweig kommt und die Merkmale von chloroides/delica auch je nach konsultierter Quelle nicht eindeutig festmachen kann.

    Das wird auch wieder eine spannende Geschichte und macht letztendlich und wahrscheinlich die Bestimmung von Weißtäublingen nicht einfacher.


    Beste Grüße

    Harald

  • Hi Harald,


    Danke für das Update. Das klingt, wie zu erwarten war, einigermaßen schwierig. Aber dann weiß ich wenigstens, dass ich aktuell keine Weißtäublinge mitnehmen muss zum Bestimmen. Spart ja auch Arbeit. :giggle:

    Dann warten wir mal ab was die Profis herausfinden.



    LG,

    Schupfi

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  • MoinMoin!


    Allerdings: Wenn nun niemand die mehr mitnimmt, kommt man auch nicht weiter, die Gruppe besser aufzudröseln. Oder besser zu verstehen, sollte man eher sagen.

    Die Arbeit ist natürlich müsehlig: Sammeln, Trocknen und jeweils so umfassend wie möglich morphologisch dokumentieren - anschließend sequenzieren und Datenbanken füttern.

    Vielleicht zeigen sich mit zunehmend größeren Datensätzen einzelne Muster, mit denen sich nachher arbeiten lässt...



    Lg; pablo.

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