Von von schönen und grusligen Naturbegegnungen und rätselhaften Pilzen

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 1.793 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Wutzi.

  • Hallo zusammen, Sommer im Wald bietet schon Einiges. Während andernorts Land unter ging blieb der Regen die letzten 14 Tage hier weitgehend aus, sodass sogar die Teuerlinge kapituliert haben. Ein paar schöne Impressionen, rätselhafte Pilze und eine gruselige Begegnung will ich euch gern zeigen.


    Ich beginne mit dem, was im Garten gerade zu sehen ist. Die Teppichphloxe wurden abgelöst worden und allerlei Krabben und Flatterzeug bevölkert die Stauden.

    1.


    2. Kleine Hüpfer überall


    3. Ein Braunr Bär mit roten Augen hat auf dem Frauenmantel übernachtet - wo auch sonst!


    4. Der erste Kaisermantel des Jahres - Hochsommer lässt grüßen!


    5. Die blühende Bärwurz ist ein Paradies für kleine und große Käfer


    6. Im nächsten Jahr wird es wohl noch mehr dieser hübschen Baum-Weißlinge geben. Meinen gerade gepflanzten Obstbäume wird das nicht so gut bekommen.


    7. Da die Nächte immer noch erfreulich frisch sind, tauchen morgens im Tau regelmäßig diese Verschwindibusse unter dem Flieder auf. Abends sind sie dann völlig eingetrocknet. Der Kollar weist auf den Halsbandschwindling - Marasmius rotula hin.


    8. abends nur noch mit 1-3 mm kleine Hütchen


    9. Der erste Steinpilz 2021- Boletus edulis


    10. Auf der anderen Hangseite ein getarnter Schönfußröhrling - Caloboletus calopus. Rhetorische Frage: Warum gibts davon jetzt eigentlich so viele und von den Essbaren so wenige==Gnolm21?


    11. Immer wieder quollen die Gewitterwolken auf und immer wieder fiel der Regen andernorts. Teilweise über 50 Liter auf der anderen Seite des Gebirgskamms.


    12. Hier ist das Teuerlingsbaby. Mal sehen ob der Regen der letzten Nacht ihn doch noch retten konnte. Ich hätte zu gern gewußt, wie der aussieht, wenn er fertig ist.


    13. Von oben nur ein Verdacht


    14. In der Gesamtschau dann ein Perlpilz. Das ist jetzt nicht so gut zu sehen, es ist der mit dem Gelben Ring - also Amanita rubescens var. annulosulfurea.


    15. Hier der erste Rätselpilz. Ich hab nicht mehr auf dem Schirm, in welchem Thread hier ein ähnlicher Pilz vor kurzem diskutiert wurde. Oben Grauer Wulstling unten eine ziemlich eindeutige Pantherpilzknolle. Gestern im Onlineforum ging der Trend Richtung Grauer. Das wird's wohl treffen und ich muss mich ja nicht entscheiden. In der Beratung würde ich die beide sowieso nicht freigeben.


    16. Hier folgt Rätselpilz Nummer 2. Der wäre echt fies im OEPR


    17 Eigentlich ist er aber ganz einfach. Daneben stand nämlich ein Baum.


    18. Überall blühen die prächtigen Fingerhüte und künftig werden es noch mehr sein. Immerhin kleine Trostpflaster auf den gerodeten Waldflächen.


    19. Hier noch ein schöner Erstfund für mich. Eigentlich hab ich ja für Rinden- und Baumgeschwurbel nicht so viel übrig - aber in Babyrosa ist es doch durchaus ein sehenswertes Erlebnis. Der Rosa Saftporling - Oligoporus bzw. jetzt Rhodonia plazenta. Was für ein Name==Gnolm13.


    20. Das Apricotrosa finde ich schon besonders.


    21. Und hier der gruselige Abschluss meiner Naturerlebnisse der letzten Tage. Ich fand auf einer nassen Treppenstufe eine 1 mm dünne Schnur von ca. 20 cm Länge. Während ich noch überlegte, wie die da wohl hinkommt, bewegte sie sich. Nee, wie eklig! Einen Spulwurm vermutete ich und wollte den Parasiten im ersten Impuls im Klo herunterspülen. Dann überlegte ich es mir anders und legte ihn in eine verschlossene! Dose.

    Dann gabs eine Wurmkur für Hund und Katze und anschließend sah ich mir den Wurm unter der Stereolupe an. Komisch, wie ein Spulwurm sah der aber nicht aus. Der Kopf war ganz anders geformt. Google hat mir dann verraten, dass es sich um einen Saitenwurm handelt. Ein echtes Monster, das seine Wirtstiere in den Suizid treibt. Allerdings zählen Haustiere wohl eher nicht zu seinen Opfern und so gesehen waren die Wurmkuren wohl nicht nötig. Wer die ganze Horrorgeschichte lesen möchte, gerne hier.


    22. Hier in einer kleineren Vergrößerung. Dieser Wurm gehört für mich neben den Zecken zu den Dingen, die die Welt nicht braucht.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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  • Servus Claudia,

    Du findst super Sachen - tolle Horrorgeschichten - ich hätt das Ding verm. nicht in die Finger genommen,- wer weiß --


    Deine Gartenfalter sind toll, aber dein Brauner Bär kommt eher wie ein Wegerichbär Parasemia plantaginis daher.


    Grüße

    Felli

  • Jau, Wegerichbär,

    das hat Felli ganz richtig erkannt.


    LG

    Peter

  • Hallo Felli, danke fürs Mitkommen! Und beim Wegerichbär bin ich sofort überredet:daumen:

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Jau, Wegerichbär,

    das hat Felli ganz richtig erkannt.


    LG

    Peter

    Hallo Peter, ich könnt ja jetzt sagen, war nur ein Test, obs jemand merkt. Aber ich geb ja zu, von Faltern hab ich auch keine Ahnung. Danke fürs Aufpassen.

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Das ist ja ein Ding! So einen Wurm habe ich gerade gestern auf der Spitze einer Himbeerpflanze in unserem Garten gefunden. Er wedelte da in der Luft herum. Allerdings war er vollständig weiß. Ich hatte auch an Spulwurm gedacht und ihn mit kochendem Wasser getötet. Saitenwürmer waren mir bisher auch nicht bekannt. Das wird wohl auch einer gewesen sein.


    Liebe Grüße

    Anke

  • Hallo Wutzi,

    danke für den link zum Saitenwurm!

    Wir haben vor ein paar Jahren im Harz so ein Tier in einer mit Wasser gefüllten Fahrspur gefunden!

    Aber die gruselige Lebensgeschichte hatte ich nicht vor Augen. Trotzdem sind es bemerkenswerte Tiere.


    Dein Garten mit den vielen anderen Krabblern und Flattermännern ist natürlich eine Augenweide!


    LG Ulla

    LG

  • Das ist ja ein Ding! So einen Wurm habe ich gerade gestern auf der Spitze einer Himbeerpflanze in unserem Garten gefunden. Er wedelte da in der Luft herum. Allerdings war er vollständig weiß. Ich hatte auch an Spulwurm gedacht und ihn mit kochendem Wasser getötet. Saitenwürmer waren mir bisher auch nicht bekannt. Das wird wohl auch einer gewesen sein.


    Liebe Grüße

    Anke

    Hallo Anke, schön, dass du mitgegangen bist. Ich glaube, dass sich diese Saitenwürmer bevorzugt in nassem Milieu aufhalten. Sofort als ich den wurm in die Dose gelegt hatte, kringelte er sich zusammen und nach einer Stunde war er getrocknet. Luft scheint also nicht sein bekömmliches Medium zu sein - und das finde ich eine ziemlich gute Nachricht.==Gnolm13.



    Hallo Ulla,

    der Wurm hat in der Tat eine beeindruckende Strategie sich zu vermehren und zu überleben. Und sicher spielt er- auch wenn sie sich mir nicht erschließt- eine Rolle im Gleichgewicht der Natur. Ich glaube bemerkenswert trifft es ziemlich genau. Das war wohl auch der Grund, weshalb ich ihn den sonst eher erbaulichen Impressionen hinzugefügt habe.

    Danke fürs Mitkommen!

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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