Beiträge von Anke B.

    Hallo Nobi,

    sie ganz einzufrieren, das kannte ich auch nicht. Ich schnibble sie immer klein, gare sie und friere sie dann ein. Roh (so sehen sie aus) und vollständig hätte ich mich nie getraut.

    Das Gericht sieht jedenfalls oberlecker aus. Auch die Polentaspätzle sind für mich neu, normale Spätzle habe ich schon oft gemacht. Die sind als nächstes dran. ==Pilz27


    Liebe Grüße

    Anke

    Man kann auch gut Butter dafür nehmen ;-)

    Aber letztendlich ist dem Einsatz keine Grenze gesetzt. Allerdings sind frische Steinpilze nicht so stark im Aroma wie getrocknete.

    Duch das Trocknen bekommen sie irgendwie ja noch einen ganz anderen und viel intensiveren Geschmack. Daher wäre ich mit Kombinationen vorsichtig. Sie sollten das Pilzaroma nicht überdecken.

    Ich persönlich bevorzuge es wie Mäandertrüffel schreibt: In Scheiben pur in der Pfanne gebraten (bei mir in Butter; sie sollten nicht bräunen, dann werden sie bitter) und mit etwas Salz bestreut. Servieren z. B. auf einem grünen Salat oder als Beilage zu einem schönen Steak oder zu Semmelknödeln oder oder oder...

    Zu Pasta würde ich sie nicht unbedingt nehmen. Es sei denn, man macht Ravioli draus ;-)


    Viele Grüße

    Anke

    Hallo Basri,

    noch zu Deiner P.S.-Frage: Du darfst alle Pilze berühren. Das Gift giftiger Pilze wird meines Wissens nicht über die Haut aufgenommen. Nur essen solltest Du sie nicht. Bei einigen Pilzarten wird zwar der Geschmack als Unterscheidungsmerkmal genannt, aber damit ist nur kauen und wieder ausspucken gemeint. Und auch das sollte man nur machen, wenn man sich sicher ist, keinen tödlich giftigen Vertreter vor sich zu haben.

    Da Du aber eine wilde Mischung eingesammelt hast, ein Tipp für die Zukunft: Transportiere unbekannte Pilze unbedingt von bekannten bzw. essbaren. Mit dem gelben Knollenblätterpilz hast Du zwar noch nicht den giftigsten in der Familie erwischt, aber die Gefahr bei einem gemeinsamen Transport von giftigen und ungiftigen Pilzen ist, dass man kleine Stücke der giftigen evtl. mitverarbeitet und somit z. B. aus einem Steinpilzgericht ein giftiges macht.


    Ansonsten ist Deine Vorgehensweise prima zum Lernen. Nun noch ein gutes Pilzbuch und Du bist mitten in der Wunderwelt der Pilze. ;)


    Liebe Grüße

    Anke

    Hallo zusammen,

    ich habe jetzt zum zweiten Mal Pilzravioli gemacht. Mein Gefrierschrank muss noch von eingefrorenen Pilzen vom letzten Jahr befreit werden.

    Ein Teil davon ist in den Ravioli gelandet.

    Die Füllung besteht fast nur aus Pilzen, also kein Paniermehl, keine Kartoffeln, kein Ricotta oder ähnliches Füllmaterial, das die Pilze nur verdünnen würde. Wer schonmal Ravioli mit Steinpilzfüllung im Supermarkt gekauft hat, wird wissen, was ich meine - wobei das wirklich die schlechteste Variante ist.


    Jetzt wird man sich fragen: Warum Nudeln mit Pilzen füllen, wenn man Pilze auch als Soße an die Nudeln außen dran bringen kann?

    Es ist wirklich nicht dasselbe! Nudeln + Pilze heißt oft Nudeln essen und am Ende die Pilze unten weglöffeln - zumindest die meisten. Nudeln mit Pilzen gefüllt: Ein Traum! Ich kann es nicht beschreiben, man muss es probieren.


    Nun zum Rezept:


    Den Teig zu machen ist sehr einfach, aber für das Ausrollen halte ich eine Nudelmaschine für unverzichtbar. So dünn und gleichmäßig, wie es nötig ist, bekommt man mit dem Rollholz einfach nicht hin.

    Auf 100g Mehl kommt ein Ei (kein Salz, Öl oder ähnliches, möglichst kein Wasser oder nur ganz wenig, wenn der Teig doch zu trocken ist). Ich knete ihn per Hand, mit einer kräftigen Knetmaschine sollte es aber auch gehen. Für die Handmethode das Mehl auf den Tisch häufen, eine Kuhle formen, das Ei hineingeben und am besten mit einem Teigschaber das Mehl von außen nach innen einarbeiten. Sobald es grob vermengt ist, mit der Hand kneten. Kräftig kneten, mindestens 10 Minuten, bis der Teig so homogen wie möglich aussieht, dann eine halbe Stunde bis Stunde in Folie gewickelt bei Raumtemperatur ruhen lassen. Soll es länger sein, muss der Teig solange in den Kühlschrank. Er kann auch erst am nächsten Tag verarbeitet werden.

    In der Zeit die Füllung vorbereiten. Bei mir waren es 1,5 3-Liter-Tüten roh eingefrorene Maronenscheiben (ich habe sie leider nicht gewogen).
    Für diese Menge habe ich eine mittelgroße Zwiebel und drei Knoblauchzehen sehr fein gewürfelt, in Olivenöl sanft angedünstet, die gefroren gehackten Pilze hinzugegeben, etwas gesalzen und gepfeffert. Hinzu kamen 2 Teelöffel Parasol-Pilzpulver, ein paar kleingebröselte getrocknete Steinpilzscheiben und ein paar Prisen Thymian (Vorsicht, er soll nicht dominieren). Das ganze habe ich für 15 Minuten köcheln lassen und danach so lange einreduziert, bis alle Flüssigkeit verdampft war. Frisch gehackte Petersilie und etwas geriebenen Parmesan hinzugeben. Der Parmesan soll einerseits würzen und zum anderen eine gewisse Bindung bringen. Mit Salz, Pfeffer und Parmesan abschmecken.


    Nun den Teig mit der Nudelmaschine ausrollen. Wer damit noch keine Erfahrung hat: Immer mit der gröbsten Einstellung anfangen und dann immer nur um eine Stufe reduzieren. Auf den niedrigen Stufen mehrfach durchdrehen, den Teig mehrfach mindestens auf die Hälfte zusammen legen (oder mehrlagig) und wieder bei der gröbsten Stufe anfangen, bis der Teig einen völlig homogenen Eindruck macht und keine Streifen mehr zeigt. Dann so weit immer feiner durchdrehen, bis der Teig wirklich dünn ist. Bei mir ist das die vorletzte mögliche Stufe. Die Teigplatten auf eine ganz leicht bemehlte Holzfläche legen, die Füllung auf einer Hälfte wie auf dem Foto drauf drapieren, die Zwischenräume und Ränder auf dieser Seite mit Wasser bestreichen und die andere Hälfte darüber klappen. Ganz vorsichtig den Teig andrücken, sodass möglichst keine Luft eingeschlossen wird. Dann mit einem Messer trennen und die Ränder nochmal nacharbeiten, damit sie beim Kochen garantiert nicht auseinander gehen.


    Die Ravioli können super eingefroren werden. Ich friere sie einzeln liegend vor, danach wandern sie zusammen in einen Gefrierbeutel.

    Zur Zubereitung brauchen sie frisch nur 4 Minuten in leicht kochendem Salzwasser, mit der Schaumkelle herausheben und mit brauner, gesalzener Butter übergießen, frisch gehackte Petersilie darüber geben. Mehr braucht es nicht. Hmmmm. ==Pilz27


    Ich weiß, es klingt total aufwändig. Aber das ist es wert. Ich werde sie immer wieder machen!

    Das Rezept funktioniert mit allen mögliche Pilzen. Die letzten, die ich macht habe, waren Steinpilzravioli, es geht aber bestimmt auch mit anderen Röhrlingen, Parasolen und anderen Pilzen. Sie sollten nur genügend Masse mitbringen. Bei Pilzen mit wenig Masse und viel Aroma (z. B. Totentrompeten) würde ich eine Trägermasse wählen. Kartoffeln vielleicht. Aber nicht zu viel. ;-)


    Viele Grüße

    Anke

    Hallo zusammen,

    ich habe die Frage eigentlich schon bei Nobi´s Stockschwämmchensuppe geschrieben, aber da ich meine heute gesammelten Stockschwämmchen nicht so lange rumliegen lassen möchte, mache ich doch lieber einen neuen Thread auf.

    Es gab heute sehr viele. Ich frage mich, wie ich sie am besten konserviere. Kann ich sie roh einfrieren? Oder müssen sie erst gegart werden?

    Taugt trocknen?


    Danke schonmal und liebe Grüße

    Anke

    Hallo zusammen,

    ich habe heute eine gute Menge Stockschwämmchen gefunden. Die Suppe muss ich nun unbedingt mal probieren.

    Sonst schmecken sie mir auch einfach in Butter gebraten sehr gut.

    Aber ich habe wirklich viele gefunden. Was mache ich mit dem Rest? Kann ich die roh einfrieren? Oder muss ich sie erst braten? Geht trocknen?

    Also: Was wäre die beste Konservierungsmethode?


    Viele Grüße

    Anke


    Aktualierung: Ich habe zu meiner Frage einen neuen Thread eröffnet und bereits Antworten erhalten. Stockschwämmchen roh einfrieren?

    Hallo Bernd,

    ja, ich bin mir absolut sicher. Jo hat es auch richtig gegoogelt. Das gilt natürlich nicht für Losung, aber eben für Abwurfstangen. Und Jo hat schon ganz richtig geschrieben, dass Stangen gutes Geld bringen. Aus Sicht des Jagdpächters, der oft viel Geld für die Jagdpacht zahlt, ist das Diebstahl.


    Viele Grüße

    Anke

    Hallo Ruhrpottpilz,

    das ist wirklich ein toller Fund. Aber mitnehmen darf man sowas nicht. Das ist Jagdwilderei nach Strafgesetzbuch. Aneignungsberechtigt ist nur der Jagdpächter. Wenn man sowas sammeln möchte, benötigt man eine schriftliche Erlaubnis des Jagdpächters.


    Liebe Grüße

    Anke

    Hallo Pablo,

    ich glaube es lag an der suboptimalen Qualität der Bilder. Die Marmorierung ist wohl eher dem Bildrauschen geschuldet. Sie waren in Wirklichkeit sehr gleichmäßig braun gefärbt und eher hellbraun als schwarzbraun. Das nächste Mal behalte ich sie länger.


    @ Harald: Bei meinen Schwiegereltern hätte ich eh nicht mikroskopieren können und wir waren ein paar Tage dort. Das nächste Mal mache ich das, denn Zuhause geht das.


    Viele Grüße

    Anke

    Hallo zusammen,

    ich bin gerade übers Wochenende unterwegs und war gar nicht aufs Pilzefinden ausgerichtet. Alle Bücher zu Hause. Und mit den kleinen Dingern wollte ich erst anfangen, weil das für mich noch bömische Dörfer sind. Ich wäre daher für alle Hinweise zur Einordnung dankbar.

    Hier habe ich nun einen Pilz von 6,5cm Höhe (der größere) und einem Hutdurchmesser von 3,5cm. Cremefarben bis gelblich. Standort Rasen unter einer Walnuß.

    Trockener Hut, Huthaut nicht abziehbar, etwas gewellt überlappend.

    Stiel etwas schuppig, an der Basis gebogen, nicht wirklich hohl, obwohl da ein Ansatz erkennbar ist.

    Lamellen freistehend, elastisch (nicht brüchig), bräunlich.

    Geruch pilzig ;-) Also nichts besonderes feststellbar.

    Ich hoffe, die Bilder sind brauchbar. Besser habe ich sie hier nicht hinbekommen.


    Viele Grüße

    Anke

    Hallo Ralph,

    so gesehen könnte es auch vom Marder stammen.

    Allerdings sind alle Pflanzenteile für die meisten Tiere hochgiftig, vor allen Dingen die Samen.

    Da das auch für Hunde gilt, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie für Dachs, Marder und Fuchs ungiftig sind. Sonst belehre man mich bitte eines Besseren.

    Für Vögel sind sie nicht giftig bzw. scheint das Fruchtfleisch verträglich zu sein. Die Kerne werden von Vögeln vollständig wieder ausgeschieden. In sofern wären hier Größenangaben schon interessant. Wenn ich mir die Pfaffenhütchenfrüchte vorstelle, wird der Schiss schon recht nah aufgenommen worden sein. ;-)

    Je nachdem könnte das dann auch von einer Wacholderdrossel oder von einer Krähe stammen.


    Viele Grüße

    Anke

    Lieber Böser Wolf,

    ich glaube Dir, dass Du gerne Pilze isst, aber ich würde Dir empfehlen, Dich erst einmal mit einem guten Pilzbuch in die Materie einzulesen bevor Du etwas für die Pfanne sammelst. Dass Du Dich hier angemeldet hast ist schonmal ein sehr guter Schritt für den Anfang, denn hier sind sehr viele Experten, die Dir bei zukünftigen Bestimmungen helfen können.

    Wichtig wäre allerdings, dass Du für jeden Pilz möglichst detaillierte Angaben machst, so wie hier: Angaben zur Pilzbestimmung

    Dafür ist es zudem nötig, den Pilz möglichst in seinem Habitat und nach dem Entnehmen vollständig mit Stielbasis abzulichten. Ein Schnittbild ist ebenfalls sehr hilfreich.


    Erst, wenn Du Dir mit einer Art vollständig sicher bist. Sie also mehrfach gefunden und sicher bestimmt hast, würde ich Dir empfehlen für die Küche zu sammeln.

    Ansonsten hilft auch der Gang mit dem Sammelgut zu einem Pilzsachverständigen (PSV) in Deiner Nähe.


    Viele Grüße

    Anke


    P.S.: Die Leute, die hier schreiben, haben übrigens mehr Freude am Antworten, wenn der Text aus vollständigen Sätzen besteht und keine Wörter nur aus Großbuchstaben enthält. (Großbuchstaben wird als Schreien interpretiert.)

    Ach ja: Bitte die langen Mittelmeerpinienkerne verwenden (die pakistanischen sind identisch) und nicht die chinesischen (von der Korea-Kiefer). Die sind zwar deutlich teurer und immer schwieriger zu bekommen, aber der Geschmack ist unvergleichlich viel besser.

    Also ich mache jedes Jahr ohne Ende Bärlauchpesto, das mindestens ein Jahr im Kühlschrank hält.

    Der Bärlauch wird sehr gründlich (jeder Blatt einzeln) gewaschen, mit gutem Olivenöl pürriert, gesalzen (nicht gepfeffert), mit gehackten, gerösteten Pinienkernen und frisch geriebenem Parmesan vermischt, abgeschmeckt und möglichst luftblasenfrei in ausgekochte Marmeladengläser abgefüllt. Wichtig ist am Ende eine Ölschicht oben drauf und die Lagerung im Kühlschrank. Wenn das Pesto angebrochen wird, muss zwischendurch die Oberfläche immer glatt gestrichen und mit Öl bedeckt werden.

    Die Öle des Bärlauchs, das Salz, die anaeroben Verhältnisse durch das Öl und die Kühllagerung gewährleisten die lange Haltbarkeit.

    Es wird übrigens auch nicht ranzig. Das wäre nur bei minderwertigem Öl zu befürchten.

    Oft haben wir zur neuen Bärlauchsaison noch altes Pesto übrig. Das wird aber immer erst aufgebraucht und es war noch nie irgendeiner Form von Verderb erkennbar.


    Erhitzen wäre übrigens nicht empfehlenswert. Das verändert den Geschmack völlig und wäre auch nicht haltbar.

    Mit eingefrorenem Bärlauch würde ich nur frisches Pesto machen, nichts zum lange Lagern.


    Viele Grüße

    Anke