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letzter Beitrag von Wutzi am

Pilz-Omelett mal anders

  • Hallo liebe Pilzfreunde!


    Pilz-Omelett ist ein Klassiker der Pilzküche, vor allem wenn man nicht so viele Pilze gefunden hat. Dafür werden in der Regel Pilze oder Pilzstückchen angebraten und dann mit den aufgeschlagen Eiern und restlichen Zutaten verbunden. Tolle Sache, kann aber in der Pilzsaison auf Dauer ein wenig langweilig werden. Deshalb hatte ich die Idee eine homogenere Omelett-Variante zu probieren. Dafür einfach Pilze mit restlichen Omelettzutaten zusammen grob mit Stabmixer pürieren und schauen was daraus wird.



    Das Ergebnis hat uns gut geschmeckt! Ein toller würziger Umami-Geschmack kombiniert mit zarter Konsistenz. Man schmeckt die Pilze dezent heraus, der Pilzgeschmack ist definitiv da aber nicht sehr dominant. Ich kann mir gut vorstellen, dass alle zarten "Suppenpilze", wie Stockschwämmchen, Nelkenschwindlinge oder Schopftintlinge, sich gut dafür eignen. Die Pilze werden ja dabei nicht wirklich gebraten sondern mehr gequält. Durch zerkleinern mit Pürierstab werden die Pilze auch besser verdaulich, bei Heilpilzen werden durchs Zerkleinern mehr Inhaltsstoffe "gelockert".


    Grundrezept

    Die Zutaten:

    • 200g Pilze (oder so viel wie man hat / möchte)
    • 3 Eier
    • 50g Käse, milde Sorte (bspw. Gouda)
    • 50g Milch
    • 20g Mehl (1EL)
    • 20g Butterschmalz/Ghee zum Braten
    • etwas von Frühlingszwiebeln
    • Salz, Pfeffer nach Geschmack


    Alle Zutaten bis auf die Hälfte vom Butterschmalz grob Hacken und mit Stabmixer pürieren, gerne nur grob. Eine Pfanne mit Butterschmalz aufheizen, Omelett-Masse rein, kurz warten bis es blubbert, dann auf kleine bis mittlere Hitzestufe stellen und 8-10 Minuten unter Deckel kochen. Nach diesen 8-10 Minuten wenden und auf der anderen Seite genau so, wieder unter Deckel, 8-10 Minuten kochen. So wird die Mindestgarzeit von insgesamt 15-20 Minuten dank mittlerer Hitzestufe und Deckel locker eingehalten.


    Versuch 1)

    Hier beim ersten Versuch mit 100g statt 200g Pilzen auf 3 Eier. Es sind Maronen, Erdritterlinge und ein Birkenpilz.





    Ich verwende gerne selbstgemachtes Ghee (Butterschmalz)




    Kurz vor dem Wenden:


    Gerade gewendet


    Fertig:


    Fazit: lecker, aber nächstes Mal mehr Pilze und weniger Frühlingszwiebeln.



    Versuch 2)

    Hier mit Parasolen i.w.S. vom Vortag, 200g Pilze auf 3 Eier.

    Hier konkret gab es nur ca. 70g Pilze + 1 Ei, also ein Drittel des Originalrezepts.







    Fazit: ebenso lecker, vielleicht nächtes Mal sogar mit noch mehr Pilzen :D

  • Hallo Alexander, das klingt lecker. Ich werde es unbedingt in Kürze nachmachen. Käse hatte ich bislang noch nicht mit dabei, aber das hört sich gut an.

    Letztens hatte ich Trompetenpfifferlinge, die musste ich allerdings erst in Butter dünsten und reduzieren, weil sie so voll Wasser waren. Anschließend wurden sie mit gequirltem Ei mit Milch übergossen. Das kann man auch essen:).

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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  • Super!


    Das ist DIE Inspiration für heute!


    Danke

    Malone

  • Lecker, Alexander, und wie immer toll dokumentiert. ==Pilz25 Das wird nachgekocht.


    Grüßle

    Heide

    Liebe Grüßle

    Heide



    ________________________________________________________
    Hier entlang gehts’ zu meinen Themen.

    Erebus-Pilzkalender 2019:


    ... 70 - 2 + 20 Mausis OsterBRrätzel - 2 Nobis Wirbelrätsel - 10 APR 2018 - 5 + 10 nochn-Pilz-Bilder-Rätsel = 81 + 2 von Unki - 2 APÄ-Spende = 81 - 10 APR 2020 = 71 - 1 Heilige Gral = 70 + 5 GnuspaGnolm = 75

  • Hallo Alexander,


    ich liebe deine pilzigen Küchenbeiträge! Super Idee, alle Zutaten für das Omelette zu pürieren. Das macht sicher noch mehr Geschmack.

    Werde ich demnächst mal ausprobieren.


    Liebe Grüße

    Rotfuß

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Hallo Alexander, hast Du das mal mit getrockneten Pilzen ausprobiert? Das wäre interessant, denn bald ist ja Schluss mit passenden Frischpilzen und die Trockenpilze müssen dann ran. Da sind die Lager sehr voll nach diesem Herbst.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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  • Hallo Alexander, hast Du das mal mit getrockneten Pilzen ausprobiert? Das wäre interessant, denn bald ist ja Schluss mit passenden Frischpilzen

    Hallo Wutzi,


    welche Frischpilze meinst du? Ich finde hier fast nichts. Laubwald kann ich für dieses Jahr komplett abhaken. Da sprießen nur wie blöd die Nebelkappen. Noch nicht mal Rötelritterlinge hab ich gefunden :gheulen:

    Letzte Hoffnung auf frische Speisepilze ist ein Fichtengebiet, was ich zum Wochenende aufsuchen werde.


    Deprimierte Grüße

    Rotfuß


    ...und ich habe diese Jahr noch keinen einzigen Pilz trocknen können :gheulen: Zum Glück ist von den Trockenpilzgeschenken der lieben Pilzfreund_innen hier im Forum noch ein wenig übrig g:-)

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Ach Rotfuß, da bist du aber echt blöd dran. Ich überlege immer noch, ob ich morgen Craterellen oder Graublättrige Dchwefelköpfe ernte. Letzten Freitag hab ich einen großen Korb Steinpilze gefunden und weggegeben. Mag keine mehr. Nur die Maronen und Parasole haben sich Rar gemacht in diesem Jahr. Bin auf Zitzenschirmlinge ausgewichen und Maronen muss ich nicht unbedingt haben.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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  • Ach Rotfuß, da bist du aber echt blöd dran.

    Ja, richtig blöd dran g:(

    ...aber jetzt hab ich genug gejammert. Hat gut getan!


    Schönen Abend dir,

    Liebe Grüße

    Rotfuß

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Hallo Alexander, hast Du das mal mit getrockneten Pilzen ausprobiert? Das wäre interessant, denn bald ist ja Schluss mit passenden Frischpilzen und die Trockenpilze müssen dann ran. Da sind die Lager sehr voll nach diesem Herbst.

    Hallo Claudia,


    nein, ich habe es nicht probiert mit getrockneten Pilzen. Da würde man evtl. Pilzpulver nehmen, dafür aber viel mehr Flüssigkeit... oder getrocknete Pilze einweichen.

    Ich habe mal Pfannkuchen mit getrockneten Parasol-Stückchen gemacht und kam zum Schluß dass es eine Parasol-Verschwendung ist.

    welche Frischpilze meinst du? Ich finde hier fast nichts. Laubwald kann ich für dieses Jahr komplett abhaken. Da sprießen nur wie blöd die Nebelkappen. Noch nicht mal Rötelritterlinge hab ich gefunden :gheulen:

    Hallo Rotfuß,


    das ist aber Schade... bei uns (Nord-Westen von BW) ist dieses Jahr auch eher mager was die Pilze angeht. Dennoch, gibt es immer wieder zur richtigen Zeit an richtigen Orten gute Funde, sowohl zum Essen als auch zum Gucken (link zum BW-Thread). Mit 2019 ist das natürlich nicht zu vergleichen, da standen ab Oktober alle Wälder voll. Jetzt im Jahr 2020 muss man die Pilze so richtig suchen und Anzahl Pilzsammler im Wald scheint mir auch stets zu steigen.

  • Danke Alexander. Die Pilzpulvervariante werde ich im Dezember einmal ausprobieren und dann hier berichten.

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Ahoj, miteinander,


    vorgestern habe ich das stante pede mal angewendet:

    Pfannkuchen aus getrockneten und wieder eingeweichten heurigen Hallimaschen und br. Büschelrasling.


    War lecker und mal was Anderes,

    aber:

    die Trockenpilze verlieren viel an Aroma, das dann im Einweichwasser enthalten ist.

    Wenigstens kann dies an Saucen gegeben werden.


    Frischpilze sind ganz sicher besser.

    Gelegentlich mal probieren, die Trockenpilze zu mörsern/zerbröckeln und so dem Teig zugeben.

    Dürfte in etwa Pilzpulver entsprechen.


    Guten Appetit weiterhin und bleibt xund!

    LG

    Malone

  • Hallo zusammen,


    gestern Stockschwämmchen gefunden, heute Omelett nach selben Prinzip gemacht, allerdings mit mehr Pilzen. 100g Pilz pro Ei (statt ca. 66g Pilz pro Ei wie im "Original" oben). Es war ebenso lecker, aber viel zu viele Pilze für mein Geschmack ^^ Viel zu locker und luftig und weich, denn Pilze beinhalten ja viel Wasser. Das Wenden mit allen Hilfsmitteln ist gerade noch gut gegangen... War aber trotzdem lecker und für mich sogar viel zu pilzig. Das angegebe Verhältnis von 200g Pilze pro 3 Eier (= 66g / 1 Ei) ist schon gut und sollte wenn dann nur ein wenig erhöht werden, finde ich.


    Adelige Pilze (weil Pilze von gestern ^^). Die allermeisten sind Stockschwämmchen + Schnittreste (Hallimasch-Stiele, Herbst-Rotfüße, Steinpilz und Flocki-Schnipsel) + ein Pilz der es nicht in den Dörrautomat geschafft hat (Lepista nuda).





  • Hallo Alexander, Stockis sind ja recht geschmacksintensiv. Da reicht vermutlich die Hälfte. Ich mach das morgen mal mit den Trompetenpfifferlingen nach deinem Rezept. Hab mir gerade ein eine ausreichende Menge nasse Pilze geholt. Eigentlich will ich ja immer nur die mitnehmen, die ich gerade benötige. Schaff ich aber nie. Jetzt geht die Blanchiererei und sauer Einlegerei wieder los;(. Aber am Ende ist es ja doch eine schöne Abwechslung im Winter, wenn man nicht so auf Fleisch steht.;)

    Lieben Gruß


    Claudia


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