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letzter Beitrag von hackstutz am

Nelkenschwindlinge

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine leicht off-topic Frage ;)

    bei uns hinterm Haus wachsen immer wieder mal nach Regenschauern Nelkenschwindlinge. Ich habe da bislang nur sehr zögerlich einzelne besonders schön aussehende Exemplare mitgenommen und habe die mal provisorisch getrocknet. Meine 5-jährige Tochter, die zunehmend meinen Pilzenthusiasmus teilt bringt jetzt ab und zu selbstständig welche mit wenn sie draussen spielt. Jetzt hat sie heute eine riesen Tüte voll mitgebracht und ich würde die ungern einfach wegtun sondern gern einige zumindest behalten. Was ich aber ziemlich schwierig finde ist, das Alter von diesen Pilzen zu beurteilen, da die ja vertrocknen und dann wieder aufquellen können. Hat da vielleicht jemand einen Tipp? Ich würde sonst vielleicht mal die kleineren, ohne Risse nehmen und ein bisschen putzen.

    Ich finde eben oft die größeren die schon etwas komisch aussehen besonders "würzig". Ich kann aber nicht sagen, ob das gut ist (finde den Geruch eigentlich angenehm, wohingegen die kleinen i.d.R. nach nichts riechen) oder ob das schon ein Zeichen für Verfall ist.

    Vielleicht hat ja jemand den einen oder anderen Gedanken. Wollte es gerne mal teilen, ein bisschen stolz bin ja schon auf sie ;)

    Ein paar Wiesenstäublinge und Schneckenhäuser haben auch ihren Weg in den Sack gefunden.

  • Hallo hackstutz


    Die rissigen Hüte lasse ich schon immer stehen, weil sie mir zu alt erscheinen. Gut kann man das Alter auch an der Lamellenfarbe abschätzen. Solange diese noch hell sind, ist alles in Ordnung. Wenn sie dann schon arg dunkel werden (ein gutes Beispiel ist ganz rechts in deinem Bild), dann würde ich schon darauf verzichten. Außerdem sind ältere Exemplare sehr gerne madig. Wenn man nur den Stiel abschneidet, merkt man es oft nicht, meist erst, wenn man den Hut einmal durchschneidet. Eine genaue Grenze könnte ich nicht sagen, bis wann sie noch gut sind, und ab wann man lieber die Finger davon lassen sollte. Das beste Indiz ist da meistens der Gesunde Menschenverstand. Der Geruch kommt von den Blausäureverbindungen zu Stande, die der Nelkenschwindling beim Trocknen abgibt. Darum riechen jüngere Exemplare nach (fast) nichts. Da Blausäure aber hitzeinstabil ist, besteht für euch keinerlei Gefahr, solange die Pilze ausreichend gegart sind.


    LG Matthias

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    Ohne den Pilz selbst in der Hand gehabt zu haben, ist eine 100%ige Bestimmung nie möglich. Keine Verzehrfreigabe übers Internet. Die gibt es nur beim Pilzsachverständigen/-berater/-kontrolleur vor Ort.

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