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letzter Beitrag von Beorn am

Januarschönheiten und Rindengeschwurbel

  • Hallo zusammen,

    stimmt schon, Pilze mit Hut und Stiel sind rar geworden. Aber es gibt andere sehenswerte Pilze. Eigentlich ist es ja jetzt auch viel bequemer als zur Speisepilzsaison. Kein Pilzeschnippeln, -putzen, -trocknen. Nur die Fotos auf den Laptop übertragen und Namen dran schreiben. Ein paar fehlen noch, wie immer.==Gnolm7


    Zuerst stand da dieser Zitterzahn. eigentlich der hübscheste, der mir bis jetzt begegnet ist. Nach solchen Funden denke ich immer, dass es eigentlich nicht besser werden kann mit den Pilzen, die noch zu finden sein werden.

    1


    2 Saftporling


    3 Ein kleines Ganoppelchen


    4 die dazugehörigen Mama und Papa Ganoderma - Flacher Lackporling


    5 Hier das Highlight des Tages. Ein alter gespaltener Buchenstamm mit Orangeseitlingen und Striegeligen Schichtpilzen.


    6 Die Pilze wachsen übereal an diesem Stamm, drüber, drunter und


    7 dazwischen


    8 Striegeliger Schichtpilz


    9 noch mehr Pilze - auch Schichtpilze oder eher Schmetterlingstrameten?


    10 begrünte Borstentrameten


    11


    12 vermutlich eine Antrodia


    13 Ein Baby-Stielporling


    14



    15 Und der passende entfernt verwandte Uralt-Stielporling dazu.


    16


    17 unbekanntes Rindengeschwurbel


    18 noch mehr davon


    19 und noch mehr


    20 immer noch mehr.


    21 Damit es nicht langweilig wird, jetzt ein paar richtig schöne Pilze - Schmetterlingstrameten


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    23


    24



    25 Schichtpilze auch hübsch


    26 Schleimpilzreste


    27 sind diese komischen Pilze, die sich am Moos entlang hangeln Orangerote Kammpilze?


    28 Gallertfleischiger Fältling


    29 Kohlenbeeren


    30 Geweihförmige Holzkeule


    31 Fleischroter Gallertbecher


    32 Späte Rauchblättrige Schwefelköpfe


    33 junge und alte Zaunblättlinge


    34 Herbe Zwergknäuelinge


    35 Eigentlich ganz gewöhnliche Rotrandige Baumschwämme, aber die fand ich die fotografierenswert.


    36 ältliche Saftporlinge


    37 Diese kleinen Rindenschwurbelpilze gefielen mir besonders gut.


    38 Noch ein letztes Rindendingsbums


    39 Angebrannte Rauchporlinge


    Seitlingsmethusalems, hier ist für mich nicht mehr so richtig erkennbar was das vor dem Frost einmal war. Muschelseitlinge waren es nicht, vielleicht Austern, aber da passt der rötliche Farbton nicht. Frostschadenrot?

    40


    41 Eine Lärche voller Flechten. Also auch wenn's kalt wird und Schnee gibt bleibt es spannend.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Ahoj, Claudia,


    Danke für's Mitnehmen.

    Die 27 sehe ich auch als Phlebia radiata.


    LG

    Peter

  • Danke Peter!

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Hi,


    schöne Bilder; bei der 16 je nach dem: auf Laubholz Ischnoderma resinosum; auf Nadelholz Ischnoderma benzoinum. Einer der beiden Harzporlinge in uralt ist es.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Danke für den Vorschlag, Stefan. Das müsste demnach der Laubholz-Harzporling sein. Der war zentral gestielt, deshalb war ich bei den Stielporlingen. Aber das Wachstum oben auf dem Wurzelstock könnte den Stiel erklären.

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Servus beinand',

    wenn er zentral gespielt war, kann es natürlich kein Ischnoderma sein. Er sieht auch so nicht danach aus. Ich würde 15 und 16 für alte Polporus varius/leptocephalus- Fk halten.

    Die "Borstentrameten" sind bestimmt Striegelige, Trametes hirsuta, der junge Stielporling Polyporus brumalis, Winterstielporling, und die Antrodia eine typische A. serialis, Reihige Tramete.

    Danke für's mitnehmen,

    Werner

  • Ahoi, Claudia & Alle!


    Bei 15 / 16 gehe ich mit Werner mit. :thumbup:
    Auch wenn der Fruchtkörper ganz schön ramponiert aussieht, dürfte da kaum was Anderes in Frage kommen.

    Die Saftporlinge (2 & 36) sind etwas überstrahlt, das macht die Strukturen schwer erkennbar. Scheint aber jeweils Nadelholz als Substrat zu sein und Rötungen meine ich auch zu sehen, könnte also zB Oligoporus fragilis (Rötender Saftporling) oder Oligoporus guttulatus (Getropfter Saftporliing) sein.

    Rindengedöns 17 und Rindengedöns 38 könnte ganz gut die selbe Art sein. Falls Substrat ebenfalls Nadelholz wäre: Wenn ich da in resupinate Porlinge mit dem Aussehen reinlise, kommt in den meisten Fällen Cinereomyces lindbladii (Grauender Resupinatporling) raus. Seltener mal kompliziertere Sachen wie Antrodia sinuosa, wenn die Porengrößen komisch sind.

    Bei 18 würde ich makroskopisch Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) vermuten, bei 19 >Cylindrobasidium laeve<, die beiden letzteren aber mit recht hohem Unsicherheitsfaktor.

    26: Sieht eher aus wie Weiße Polsterpilze (Anamorphe von Oligoporus ptychogaster) im finalen Stadium.

    37: Könnte was sehr Spannendes sein. Jedenfalls ungewöhnlich in mehreren Aspekten, da kommt man aber nicht wirklcih dran ohne Mikros.



    LG; Pablo.

  • Servus beinand',

    wenn er zentral gespielt war, kann es natürlich kein Ischnoderma sein. Er sieht auch so nicht danach aus. Ich würde 15 und 16 für alte Polporus varius/leptocephalus- Fk halten.

    Die "Borstentrameten" sind bestimmt Striegelige, Trametes hirsuta, der junge Stielporling Polyporus brumalis, Winterstielporling, und die Antrodia eine typische A. serialis, Reihige Tramete.

    Danke für's mitnehmen,

    Werner

    Hallo Werner, herrlich Deine Autokorrektur macht aus gestielt auch gespielt. Also doch ein alter Stielporling, danke. Mit den Borstentrameten hast du natürlich Recht. Den Fehler mache ich immer wieder, die Borstlinge sind die mit dem richtigen Fell in creme oder braunen Farbtönen. Irgendwann werde ich es mir hoffentlich merken. Also Antrodia serialis erkenne ich jetzt bestimmt beim nächsten Mal wieder. Die hatte ich ja mehr schon mehrfach.


    Hallo Pablo, Danke für deine umfangreichen Erläuterungen. Bei den Saftporlingen ist eine Bestimmung glaube ich ziemlich schwierig, wenn sie schon so alt sind. Auch bei besseren Fotos.

    Ich glaube mic h zu erinnern, dass 17 und 38 alte Buchenstämme waren. Können das dann auch Graue Resupinatporlinge sein?

    Den Weißen Polsterpilz kenne ich nur in "frisch". Dass der sich im finalen Stadium in so fluffiges Substrat auflöst, wusste ich noch nicht.

    Dass 37 etwas Spannendes sein könnte, gefällt mir sehr gut==Gnolm13. Ich könnte mir das Rindengedöns ja auch unter dem Mikroskop ansehen, nur weiß ich nicht, was ich da erkennen soll. Also bleibt es bei Deinen Namensvorschlägen. Damit bin ich sehr zufrieden.

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Also doch ein alter Stielporling

    Spiel! Spielporling!!!!

  • Hallo, Claudia!


    Theoretisch ja. An Rotbuche hatte ich Cinereomyces lindbladii immerhin auch ein Mal (und Dutzende Male halt an Kiefer und anderem Nadelholz).
    Aber ich gucke selbst die vermeintlich eindeutigen Kollektionen an Kiefer immer noch etwas genauer an - sie sind auch mikroskopisch schnell und leicht zu bestimmen. Ich wüsste keinen anderen Pilz mit dem Aussehen, wo die Skeletthyphen a) amyloid sind und sich b) mit einem Tröpfchen KOH sofort auflösen.

    Die Amyloidität kannst du auch makroskopisch schon feststellen, wenn du einen Tropfen Melzer auf eine schnittfläche gibst:


    Dann muss man allerdings die Antrodias mit amyloiden Skeletthyphen (zB Antrodia xantha) ausschließen können - zB durch die unterschiedliche Konsistenz.



    LG; Pablo.


  • Hallo Pablo, danke.

    Leider hat frau in ihrem wohlsortierten Handtäschchen selten Melzers dabei==Gnolm13, aber immerhin kleine Schächtelchen für Proben. Nachdem Du mir letztens schon den Tipp gegeben hattest habe ich animiert von Deinem Foto gleich mal einen Test mit Melzers gemacht und die eine Probe, die ich für den Grauenden Resupinatporling halte, hat auch brav regiert. Aber ich habe keine Erfahrung ob, das tatsächlich eine amyloide Reaktion ist, oder eher dextrinoid ist. Es erscheint mir eher dunkelbraun und nicht blaugrau, oder?

    So sieht das jedenfalls aus. Der kleinere Pilz hatte nicht reagiert, bzw, da blieb Melzers einfach hellbraun.


    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Hallo, Claudia!


    Nein, das ist jedenfalls keine erkennbare amyloide Reaktion. Eventuell kann das mal makroskopisch schwer erkennbar sein, auch bei Cinereomyces lindbladii.
    Aber irgdendwas scheint jedenfalls nicht zu stimmen. Müsste man also doch mikroskopieren, um es näher einzugrenzen.

    Ist auf dem letzten Bild ein rosaner oder rosabräunlicher Schimmer zu sehen? Damit könnte >Rhodonia placenta< für den Fruchtkörper noch eine Spur sein. Den gibt's auch ganz ohne rosa, gehört aebr normalerweise auch an Nadelholz...



    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo, nee, leider keine Spur von rosa. Wenn ich das Mikroskop auspacke, guck ich mir den mal mit an. Mal sehen, ob sich dann der Nebel lichtet.

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Hallo.


    Falls es doch Cinereomyces lindbladii sein sollte: Mach erstmal ein Präparat in Wasser, am besten ein ganz dünnes Zupfpräparat, so daß du ein paar Skeletthyphen vor die Linse bekommst. Dann ein Tröpfchen KOH unters Deckgläschen laufen lassen (3% reicht da schon aus, man kann zur Sicherheit aber ruhig 20% verwenden), dann kannst du direkt beobachten, wie die Skeletthyphen beim Kontakt mit der einströmenden Lauge sich erst aufblähen, die Wände diffus werden und dann schnell ganz verschwinden.
    Sieht lustig aus - also falls es doch die Art sein sollte.



    LG; Pablo.

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