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letzter Beitrag von Mausmann am

So war das Nordtreffen auf Wanderschaft 2019 -Teil 2: Peloponnes/Griechenland

  • Hallo,


    der Trichterling ist meiner Ansicht nach nicht der Parfümierte. Ich finde solche Trichterlinge in Kroatien auch immer und man kommt nach BON am besten zu Infundibulicybe (Clitocybe) mediterranea. Ein costata- oder besser squamulosa-Verwandter mit ebenfalls etwas dunklerer KOH-Reaktion.

    Was mich als immer wunderte war allerdings das große Farbspektrum in Istrien, das einerseits ein gelbliches olivgrau und andererseits ein relativ warmes rotbraun umfasst. Kaum zu glauben dass es dieselbe Art sein soll, aber die standen immer wieder durcheinander, wenn auch ohne farblichen Übergänge.


    beste Grüße,

    Andreas

  • Beim Schreiben erinnerte ich mich auch an den und googelte ihm hinterher. Aber unter dem dt. Namen fand sich nichts. Hast du mal den Lateiner?

    Da isser. Hat Andreas schon übernommen.

    Infundibulicybe (Clitocybe) mediterranea

  • Okay, jetzt gehe ich mit.

    Beim vorgestellten Pilz sieht man im Bild in Originalgröße auch Anastomosen.

    Nach kurzem Bildvergleich mit dem Parfümierten sehe ich die bei dem nicht.

    Bei Infundibulicybe mediterranea hingegen schon. Sollten wir so eintüten nachdem Sarah den ja auch schon als solchen kannte.

  • Hallo,


    ja, genau, das ist die schön rotbraune Variante.

    Ich kenne denselben Pilz auch noch in olivgraugelb, kann aber sonst keine Unterschiede feststellen. Bei mir meist unter Pinus haleppensis in Strandnähe - aber in Istrien ist ja fast alles in Strandnähe *gg*


    beste Grüße,

    Andreas

  • Wo war ich noch gleich stehen geblieben? Ach ja, Amanita vittadini.


    Und nicht viel später noch einer. Noch lütt.



    Oder vielleicht was ähnliches?



    Ömmm ?

    Ich schneid den mal durch.



    Und dann macht´s "Klick!"


    "Ich glaube, ich hab einen!

    Das ist doch einer, oder?"


    Und Sarah gratuliert zum ersten Kaiserling. ==Gnolm26


    Mission erfüllt!

    ==Gnolm16



    Es sollten noch weitere Cesaren folgen. Hübsche und viele.


    Aber noch zahlreicher war das bunte Geröhr.

    Ein Wonne die vielen verschiedenen Farbspiele zu sehen.



    Bunt wie schräg.





    Malone erwähnte in irgendeinem Beitrag einen tränenden Hexenröhrling, der dies auch tatsächlich tut.

    Jetzt beim erneuten Bilder stöbern entdecke ich folgendes.




    Ist das vom vergangenen Regen, Ziegenpippi oder Guttation, also Tränen demnach?

    Der gleiche Pilz durchschnitten.





    Zur Abwechslung sah man vereinzelt auch mal andere Pilze.

    Hier wohl den Waben-Stielporling, Polyporus alveolaris. Ist mir aber noch zu klein um mir dabei sicher zu sein.





    Wenn ich hier raten müßte wäre ich bei Eichen-Zystidenrindenpilz, Peniophora quercina. Aber im grunde weiß ich es nicht.




    Überrascht hatte mich dieser kecke Tintling. Den hatte wohl das Wetter der letzten Nacht hervorgelockt.





    Des öfteren huschten vor uns im Laub zu klein geratene Blindschleichen, die aber keine sind.

    Sarah kann dazu mehr sagen. Denen geht es da recht gut, darf man annehmen.




    Und Ziegen begegnete man auch.

    Die fraßen uns bestimmt schon ein paar Kaiserlinge weg.





    Und dann lass ich den hier noch mal da.




    Ich glaube, der bekam vorläufig den Namen Rotstieliger Leder-Täubling, Russula olivacea. Kann ich mir im nachhinein aber nicht wirklich darunter vorstellen.

    Allein, der geriefte Rand. Ich kann mich aber auch an keinerlei Details mehr erinnern.

  • Mit meinem kaputten Knie war ich natürlich meist hinter den anderen hergehumpelt.

    Und dennoch übersehen sie immer wieder Pilze.

    Einem haben sie gar die Mütze vom Hals geschlagen. Und dabei fand ich den sooo spannend.

    Schaut mal. Nur den Hut konnte ich noch finden.




    Mit Sicherheit ein Erstfund für mich. Aber was mag das für einer sein?

    In Büchern ist mir so ein Aussehen schon begegnet. Aber im Moment komme ich nicht drauf was ich da sah.



    Bei dem Porling im vorigen post von mir hätte man auch den Weitlöchrigen Porling, Polyporus arcularius vermuten dürfen.

    Den fand ich hier auch. Sieht so aus.





    Auch an Holz, der Laubholzhörnling, Calocera cornea.




    Hier kommt bei Gelegenheit mal einer der beiden wunderbaren Grünspan-Becherlinge zutage.

    Augen auf, Sarah! Aber der will es sicherlich nass haben um zu fruktifizieren.





    Den Pfifferling entdeckten wir auch.

    War, glaube ich, eine Überraschung für Sarifa, oder?





    Und der Abwechslung wegen auch mal etwas anderes. Eine Flechte.

    Im unteren Bereich des Bildes versteckt sich sogar ein Pilzchen, wenn ich das richtig sehe.





    Und dann mal wieder einer bei dem alle hellauf begeistert waren.

    Der Blasshütige Purpur-Röhrling, Boletus rhodoxanthus, jetzt Rubroboletus rhodoxanthus oder Suillellus rhodoxanthus heißend.




    Auch bei dem entdecke ich gerade Tröpfchen!




    Die Vegetation sieht dort übrigens recht trocken und dröig aus.

    Dennoch findet man dort Pilze.





  • Und dann schneidest du ihn kaputt?!!?

    Und läßt ihn nicht weiterwachsen?

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


    112 Pilzchips
    (113 Stand vor APR 2018 - 15 Einsatz APR 2018 + 3 Wurmrätsel + 4 Prämie APR-Präsenz + 5 Platz 15 APR 2018 + 3 Danke, Pilzmichi -1 für Kommazahlenausgleich "Nexe"-Wette -1 +1 für Mausis Zockerrätzel -1 beim Ingosixecho - 15 für APR 2019 + 2 von "Unkis Plan" +5 für Präsenz u.+5 für Gnolmisch-Fortschritte im APR 2019 +10 für Platz 6 im APR 2019 +3 für Emils NachAPR-Rätzel -9 Anerkennung APR-No/Tu/En)


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    Meine Zeichnungen und Fotos sind außerhalb dieses Forums
    nicht ohne meine vorherige Genehmigung zu verwenden!


    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • Hallo,


    den muss man zur Absicherung der Bestimmung durchschneiden. Nur DER hat eine Blauverfärbung nur im Hut und nicht im Stiel.


    Die ersten beiden Röhrlinge nach den Kaiserlingsbildern sind wohl Suillellus queletii, Glattstielige Hexenröhrlinge, danach kommen Wolfs-Röhrlinge, Boletus lupinus.

    Die "Peniophora quercina" ist ein Schichtpilz, eine Stereum-Art.


    Den Täubling würde ich eher zu Russula torulosa stecken falls es dort Kiefern gab, ansonsten vielleicht ein Herings-Täubling? Ganz sicher aber nicht Russula olivacea.


    beste Grüße,

    Andreas

  • ... danach kommen Wolfs-Röhrlinge, Boletus lupinus.


    Ich habe mich gerade verschluckt!

    Hast du dich verschrieben, Andreas oder darf ich mir morgen nach Feierabend eine Flasche aufmachen und das feiern?

    Ich bin gerade sehr überrascht! ==Gnolm11

  • Hallo,


    nein, tut mir leid, ich muss die Wolfsröhrlinge zurücknehmen. Ich hab mich von den Rotporern drüber verleiten lassen dass die nächsten ebenfalls Rotporer seien - was sie gar nicht sind bei näherem hinschauen. Also was gelbporiges, das ich so nicht ansprechen kann, möglicherweise gar kein Boletus sondern etwas Xerocomus-artiges?


    beste Grüße,

    Andreas

  • Hallo,


    den muss man zur Absicherung der Bestimmung durchschneiden. Nur DER hat eine Blauverfärbung nur im Hut und nicht im Stiel.


    Andreas

    Hallo Andreas, ich meinte doch den Kaiserling, um den sie beim Griechenland-Treffen so einen Hype machten...

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


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  • Guten Morgen!


    Nach den Kaiserlingen kommen ein glattstieliger Hexenröhrling (der krumm gewachsene) und dann vermutlich ein Suillellus comptus (weiß grad den deutschen Namen nicht). Der hat jung eher olivfarbene bis gräulich-rötliche Poren. Zumindest bestimme ich den so, kann natürlich auch falsch sein. ==Gnolm9

  • Hallo beli,


    das sieht nach einem Weißsporer aus, mit schleimigem Hut - ich würde auf Hygrophorus persoonii tippen. Eine Simocybe kann das nicht sein.


    beste Grüße,

    Andreas

  • Ahoj, Mausmann,


    endlich nimmt die Sache Deines Fantastilliarden-Bildspeichers



    Fahrt auf.

    (Wir dachten schon: da kommt nix mehr...)

    Du warst ja der "rasende" Reporter

    und hast alle (gefühlten) 0,5 Sekunden ein Bild (oder heißt es Wild?) geschossen.


    LG

    Malone

  • (Wir dachten schon: da kommt nix mehr...)

    Lag daran daß ich nicht zu gebrauchen war. Allmählich wird es besser.


    Jetzt brauch erst mal ein Verdauungsschläfchen. Im Laufe des abends mache ich dann weiter. Und ab morgen habe ich Zeit.

    Dann kann ich in Ruhe in den Schätzen wühlen.

  • das sieht nach einem Weißsporer aus, mit schleimigem Hut - ich würde auf Hygrophorus persoonii tippen. Eine Simocybe kann das nicht sein.

    Interessante Idee.

    Darauf wäre ich jetzt nicht gekommen, Die Lamellen müßten dann ja erst noch beginnen sich zu verbiegen damit das dann auch mal nach Ellerling aussieht.

  • Hallo Mausmann,


    als Hygrophorus = Schneckling und nicht = Ellerling, so dass da durchaus auch einfach breit angewachsene Lamellen vorhanden sein dürfen und nicht deutlich herablaufende sein müssen.

    Ich bin mir aber keineswegs sicher, dass es ein Schneckling ist, das war nur erst mal meine erste Assoziation vom Bild her. Und der Hut sieht eben schleimig oder wenigstens klebrig aus und die Lamellen weiß - da bleibt nicht allzu viel übrig an Möglichkeiten.


    beste Grüße,

    Andreas

  • Jetzt fanden sich immer wieder Kaiserlinge und entsprechend eifrig wurde von den neugierigen Leckermäulchen gesammelt.




    Dann fanden wir noch diese hübschen.





    Oder auch diese.

    Wenn ich nicht irre waren das Fahle Röhrlinge.






    Aber was war dann das?

    Muß ziemlich in der Nähe gewachsen sein.

    Aber hier blaut der Pilz. Macht der Fahle Röhrling ja nicht.








    Damit ihr mal seht daß es dort auch immer wieder hoch und runter ging in dem Eichenwald.

    So gestaltete sich die Suche dort.





    Hier noch ein Fund zu dem ich nichts notiert habe.




    Diesen hier hätte ich mir eigentlich dunkler vorgestellt und noch schwerer auch.

    Schwarzhütiger Steinpilz

    Edit: Inzwischen (siehe gegen Ende des Urlaubsbericht) sind die Zweifel am Schwarzhütigen Steinpilz gravierend gewachsen.

    Ich tendiere jetzt sehr stark zu Gemeiner Steinpilz, Boletus edulis, hier ehemals die Art Steineichensteinpilz, Boletus quercicola.

    Heute sind viele ehemalige Arten zu Boletus edulis zusammengefasst worden.





    Mein einziges Souvenir daß ich mir mitgenommen habe.





    Bei einer Eiche kam ich ins Grübeln.

    Das sieht ja aus wie der Chaga. Aber den gibt´s doch nur an Birke, soweit ich weiß.


    Ich habe auch versucht ein Stück abzutrennen aber das ging nicht gut mit dem kleinen Pilzmesser.




    Und eines muß ich auch noch zur Sprache bringen.

    Ich war entsetzt darüber wie schmutzig Griechenland ist.

    Überall liegt Müll. Egal ob auf dem Gipfel oder in der Schlucht.

    Das kann da noch so verlassen sein.

    Auf meinen Bildern vermeide ich natürlich von dem Unrat was abzubilden aber ein paar Bilder mußten doch sein.

    Hier eines aus dem Eichenwald.





    Und irgendwo dazwischen waren diese kleinen Bovisten. Ich habe die aber nicht weiter untersucht.





    Ein bißchen Aussicht vom Parkplatz.





    Derweil steckt Tom seine Nase schon in die Bücher.




    Und Safran, die wir morgens aus dem Bett scheuchten mit ihrer Wunde.




    Dann ging es auch wieder heimwärts zur Villa Funga. Der Weg ist ausgeschildert. :gzwinkern:

    Wir würden aber an einem anderen Tag noch mal wiederkommen.

    Auch deswegen.





  • Die Dunkelheit kommt in Griechenland recht schnell.

    Wenn man da als Pilzsammler die Zeit vergisst und irgendwo im Wald steckt ... "Klack!" ... dunkel ist´s.




    Alle sind neugierig wie er denn schmeckt, der Kaiserling.



    Er kam überwiegend gut an. Den Hype darum kann ich aber nicht verstehen. Es gibt bessere Pilze zum futtern.



    Aber ob ich da richtig liege?




    Und nebenbei wird dann natürlich Pilze studiert. Lauter neues Zeug.




    Ein erster schöner Tag mit Pilzen und Freunden ging vorüber.

    Die Vorfreude auf den nächsten Tag ist natürlich groß.

    Da treffen wir auch auf ein weiteres Forumsmitglied aus Griechenland.

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