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letzter Beitrag von Hannes2 am

Erstfunde im Pilzjahr 2018

  • Hallo liebe Pilzfreunde,


    das Pilzjahr 2018 neigt sich leider schon wieder dem Ende entgegen. Deshalb ein Rückblick auf unsere Erstfunde im Pilzjahr 2018. Wer mag, der kann sich den Rückblick auf unsere Top 15 Erstfunden gerne auch als Video (https://www.youtube.com/watch?v=8vFjLGKcwoM) anschauen


    15. Anemonenbecherling, Dumontinia tuberosa


    14. Aniszähling, Lentinellus cochleatus


    13. Breitblättrige Glucke, Sparassis brevipes


    12. Büscheliger Egerlingsschirmling, Leucoagaricus americanus


    11. Gesäter Tintling, Coprinellus disseminatus


    10. Giraffenholz


    9. Goldmistpilz, Bolbitius titubans


    8. Grüngefelderter Täubling, Russula virescens


    7. Rosahütiger Schwarzblauender Röhrling, Cyanoboletus pulverulentus var. mougeotii


    6. Nadelholzröhrling, Buchwaldoboletus lignicola


    5. Pantherpilz, Amanita pantherina


    4. Laubwald-Rotkappe, Leccinum aurantiacum


    3. Hasel-Kleiebecherling, Encoelia furfuracea


    2. Schönfußröhrling, Caloboletus calopus


    1. Tannenstachelbart, Bartkoralle, Hericium flagellum


    Ein großes Dankeschön möchten wir schlussendlich allen Mitgliedern des Forums hier aussprechen. Nicht nur einmal wurden wir hier auch im Pilzjahr 2019 immer hilfsbereit und sachkundig bei der Bestimmung einiger unbekannter Arten unterstützt und konnten so auch in diesem Jahr wieder viel lernen. Vielen Dank also an alle die sich unsere Bestimmungsanfragen angesehen und bei der Bestimmung unbekannter Arten so hilfsbereit unter die Arme gegriffen haben! Euch allen noch ein schönes Restjahr und vor allem einen guten Rutsch ins Pilzjahr 2019!


    Viele Grüße


    Melanie, Leon und Michael

  • Hallo Ihr Drei!

    Das ist aber ein schöner Rückblick, es scheint fast, die Pilzflaute sei an Euch vorübergezogen...

    Ein wundervolles Neues Jahr wünsche ich Euch!

  • Hallo, ihr drei!


    Eine sehr schöne Idee, die Perserfunde des Jahres noch mal einzeln einzustellen, auch zum mitgucken in der Gemeinschaft.

    Daumen hoch speziell zum Tannenstachelbart: Der ist auch mir in diesem Jahr erstmalig begegnet. :thumbup:



    LG, Pablo.

  • Hallo MLM,


    danke fürs Zeigen.


    Habe gerade eine längere Antwort verworfen. Ich wollte die Häufigkeit des Auftretens der gezeigten Arten im Raum MUC vergleichen. Aber diese mistige ForumsSW steigt leider immer wieder aus.


    Deshalb nur sehr kurz:


    - den Schwarzblauen Röhrling suche ich seit Jahren ohne Erfolg


    - Encoelia furfuracea, eines meiner Lieblingsschwammerl, finde ich (seit ich ihn kenne) häufig. Aber halt extrem an das Habitat "alte Hasel" gebunden


    -Leccinum: was macht Dich sicher, dass es Aurantiacum ist?


    - Leucoagaricus bresadolae: aufgrund der dramatischen Verfärbungen, einer der beeindruckendsten Schwammerl, die ich kenne! (einziger Fund: Aussenanlagen von MacDoof im Münchener Norden)


    Nächstes Jahr überfalle ich Euch, um mit Euch Cyanoboletus zu finden 😆


    Grüßle

    RudiS

  • Erstmal vielen Dank für eure Antworten.


    Zur Rotkappe: Wir kennen für die "Espenrotkappe" die Bezeichnungen "Espenrotkappe, Pappelrotkappe, Weißstielige Rotkappe, Laubwald-Rotkappe" bzw. die wissenschaftlichen Bezeichnungen "Leccinum aurantiacum, Leccinum leucopodium, Leccinum albostipitatum". Was da jetzt die aktuelle wissenschaftliche Bezeichnung ist können wir leider nicht beurteilen. Wir hatten sie für uns zuerst als "Weißstielige Rotkappe, Leccinum leucopodium" einsortiert, wurden dann aber in verschiedenen Foren / Gruppen auf Facebook schon im September / Oktober auf die Bezeichnung "Laubwald-Rotkappe, Leccinum aurantiacum" hingewiesen. An anderer Stelle wurden wir letzte Woche dann darauf hingewiesen, dass nur Leccinum albostipitatum korrekt ist und die anderen Bezeichnungen veraltet sind.


    Auf Wikipedia findet man dazu:

    Weißstielige Rotkappe (Leccinum leucopodium,[1] syn. L. albostipitatum, L. aurantiacum ss. auct. plur., L. rufum), auch Espen-Rotkappe oder Rothaut-Röhrling genannt...


    Auf 123pilze findet man dazu:

    Espenrotkappe, Weißstielige Rotkappe, Rothäubchen, Pappelrotkappe, Rothaut-Röhrling, Laubwald-Rotkappe (Leccinum aurantiacum, syn. L quercinum, L. rufum, L. albostipitatum)


    Für uns war der Fund gefühlt auf alle Fälle keine "Espenrotkappe" und auch keine "Pappelrotkappe", weil wir den Fund in einem Fichten / Birkenbestand (ohne Espen oder Pappeln) machen konnten. Als umgangssprachliche Bezeichnung wäre für diesen Fund deshalb für uns Weißstielige Rotkappe oder auch noch die Laubwald-Rotkappe in Zusammenhang mit der Birke am passendsten. Wie das allerdings mit der wissenschaftlichen Bezeichnung aussieht können wir nicht beurteilen. Da scheint aber nach unseren Erfahrungen in den letzten Monaten allgemein etwas Uneinigkeit zu herrschen. Vielleicht kann hier ja jemand aus dem Forum Licht ins Dunkel bringen?


    Vielen Dank und schon mal einen guten Rutsch!





  • Hallo MLM,


    ja die Espenrotkappe ist ein sehr veränderlicher Pilz, was seine schlaue Namensgebung betrifft. Einheitlich ist die Farbe der Stielschuppen, nämlich komplett weiß, wenn jung.
    Im Augenblick ist wohl L. albostipitatum aktuell. Rufum oder Leucopodium werden aber auch verstanden. Pappelrotkappe ist mir kein geläufiger Begriff, aber meint sicherlich Espenrotkappe. Ist aber auch egal, weil der gleiche Baum gemeint ist.

    Wenn ich Espenrotkappen finde, ist da immer eine Pappel dabei. Die Frage ob die obligat zur Espe gehört, kann ich nicht trotzdem beurteilen.


    Die Laubwaldrotkappe meint einen anderen Pilz, und zwar L. aurantiacum. Die wird auch Eichenrotkappe genannt, weil häufig bei Eichen zu finden, aber halt nicht immer. Da ist die Farbe der Huthaut und der Stielschuppen anders. Und auch das Verfärben sieht anders aus.


    123pilze würde ich eher nicht benutzen um nomenklatorische Fragen zu klären. Die Beschreibung auf Wiki scheint mir recht gut und prägnant. Auf FresseBuch kriegt man imho eher auf die Fresse, und seltener valide Antworten.


    Meine Laien-Meinung ist, dass die Benamsung in diesem Fall komplexer ist, als die Bestimmung der Schwammerl. Wobei die Bestimmung im Feld durchaus auch tricky ist.


    Also lass uns auf die Röhrlingsprofis warten...


    Grüßle

    RudiS

  • Hallo,


    über die Namensgebung der Rotkappen hat Christoph hier in Beitrag 19 etwas geschrieben was ich nachvollziehen kann. Die nöige Pappel kann schon auch einmal in 25 Metern Entfernung stehen. Die Laubwald-, Eichen-Rotkappe hat nie eine vollständig weiße Schuppung und deshalb kann dein Fund keine sein:).


    Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.


    VG Jörg

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