Beiträge von TheWrestler

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    hat zum folgenden Täubling (Bilder im Anhang des Beitrags) aus dem reinen Nadelwald jemand einen Ansatz?


    - Habitat: Nadelmischwald mit überwiegend Fichte & Kiefer, weniger Tanne & ganz vereinzelt und nicht direkt in unmittelbarer Umgebung auch Buche & Birke. Fundort, direkt am Fuße einer Fichte.

    - Farben: Prächtig rotorange

    - Hutrand gerieft

    - Huthaut leicht abziehbar & und Hutfleisch unter der Huthaut etwas rötlich gefärbt

    - Lamellen weiß, brüchig & vor allem in Richtung des Hutrandes vergleichsweise dick wirkend

    - Sporenpulver weiß

    - Stiel komplett weißlich und sehr fest

    - Geschmack (Hutfleisch, Huthaut, & Lamellen) durchgehend mild

    - Geruch unauffällig


    Guajak-Reaktion schnell & intensiv


    Eisensulfat-Reaktion


    Meine ersten Ideen:


    Erster Eindruck: Apfeltäubling, dazu passt die Geschmacksprobe aber null. Auch weitere Merkmale (z. B. fehelnde rötliche Lamellenschneiden am Hutrand, wie ich sie vom Apfeltäubling kenne, oder auch der eher weiche Stiel beim Apfeltäubling passt nicht.


    Zweite Art an die mich der Fund erinnert hat: Orangeroter Graustieltäubling, aber weder nach Anritzen der Stielrinde, noch bei den Fraßschäden im Schnittbild irgendwelche typischen Verfärbungen.


    Rote Hutfarben & harter Stiel klingt dann natürlich gleich nach Harter Zinnobertäubling, aber auch da passt viel zu viel nicht: Stiel nicht rosa überhaucht, Stiel zwar hart aber nicht steinhart, Hutfarbe kenn ich "röter", kein Zedernholzgeschmack, Habitat (...)


    Speitäublinge, etc. sind wegen milder Geschmacksprobe auch alle raus.


    Falls jemand Ideen hat freue ich mich über jeden Vorschlag. Alle meine Ideen zum Fund passen bisher leider nicht.


    Viele Grüße


    Michael

    Vielen Dank fürs Feedback. Ohne Copyright auf den Bildern wird leider zu viel "geklaut". Kam immer wieder vor, dass manche Bilder von uns auf Webseiten, in Foren oder Facebook gepostet wurden, deswegen haben wir schon vor Jahren damit angefangenen die "Quelle" als Copyright aufs Bild zu setzen.

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    was im Winter deutlich besser klappt als zur Hauptsaison: Pilze über einen längeren Zeitraum beobachten. Gibt eigentlich nichts schöneres als der Natur über Wochen "bei der Arbeit" zu zu schauen :)


    Gefunden haben wir die Samtfußrüblinge im "Baby-Stadium" am 26.11.2023 - danach folgte bei uns in Oberbayern tiefster Winter und so sind die Samtfußrüblinge vom 01.12.2023 bis 08.12.2023 kaum gewachsen. Dann folgte Tauwetter mit viel Regen und das Wachstum explodierte innerhalb weniger Tage.
















    Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, schöne Feiertage & einen guten Rutsch


    Viele Grüße

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    anbei einige Highlights aus dem Spätsommer & Herbst 2023 aus dem leider viel zu trockenen Oberbayern. Nach den ergiebigen Regenfällen im August, gab es leider kaum mehr Niederschlag bei uns. Trotzdem gab es den ein oder anderen schönen Fund.


    1. Abgestutzte Herkuleskeule, Clavariadelphus truncatus - Am Bachlauf im Nadelmischwald


    Da ein FK schon vom Myzel getrennt auf dem Weg lag, bot sich die Kalilauge-Reaktion zur Absicherung an



    2. Dorniger Stachelbart, Hericium cirrhatum - Buchenstumpf im Mischwald


    3. Spitzkegeliger Wulstling, Amanita echinocephala - Waldweg im Mischwald



    4. Ockergelber Schleimschirmling, Zhuliangomyces ochraceoluteus - Am Rande des Schönramer Filzes



    5. Goldtäubling, Russula aurea - Buchen- / Eichenmischwald



    6. Gilbender Raukopf, Cortinarius rubicundulus - Gebirgsnadelwald



    7. Gelbfleischiger Lärchenröhrling, Suillus bresadolae - Waldweg mit Lärchen





    8. Gelber Hohlfußröhrling, Gelber Hohlfuß, Suillus cavipes var. aureus - Kalkbuchenwald mit eingestreuten Lärchen (sonst gab es dort nur die normal gefärbte Form)




    9. Rötlicher Gallerttrichter, Malchusohr, Guepinia helvelloides - Wimbachklamm



    10. Eichenfilzröhrling, Hortiboletus engelii - Parkplatz mit Eiche



    11. Steife Koralle, Ramaria stricta var. violaceotincta - Mischwald



    12. Herkuleskeule, Clavariadelphus pistillaris - Mischwald


    13. Pappel-Raufuß, Leccinum duriusculum - Badesee


    14. Tauber Reizker, Tauber Steinreizker, Hypomyces lateritius - Badesee


    16. Erlengrübling, Gyrodon lividus- Badesee


    17. Rothütiger Netzstieliger Hexenröhrling, Suillellus luridus var. rubriceps - Badesee




    18. Dunkelfleckender Schleimkopf, Phlegmacium violaceomaculatum - Gebirgsnadelwald





    19. Gelbblättriger Rasling, Rötender Schönkopf, Calocybe favrei




    20. Rostroter Lärchenröhrling, Suillus tridentinus






    Aktuell ist dafür aber leider sehr wenig los. Vor allem wenn es doch mal ein paar Speisepilze sein sollen, geht man bei uns leider leer aus. Gerade die Lachsreizker, die in den letzten Jahren das ein oder andere Mal auf dem Teller gelandet sind, vermisse ich doch stark. Trotzdem - bei so vielen schönen Funden, vor allem im August & September - ist das "jammern auf extrem hohen Niveau". Es ist und bleibt ein tolles Pilzjahr.


    Viele Grüße


    Melanie & Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    vielleicht hat Spontan jemand zu folgendem Porlingsfund aus dem Mai eine Idee? Selten so ein sattes gelb an einem Porling gesehen, der nichts mit "Schwefelporlingen" zu tun hat :)


    Substrat: Laubholz

    Geruch: Neutral
    Konsistenz: Steinhart

    Auf gleichem Substrat gabs auch Hapalopilus rutilans, da konnte man den Unterschied zwischen "weich" & "steinhart" sehr gut fetstellen


    Ich dachte eigentlich mit den Farben & Infos müsste die Art bei der Nachlese zu Hause leicht zu bestimmen sein, hab aber dann leider nichts passendes gefunden. Jemand mit diesen Infos und folgenden Bildern vielleicht eine Idee?






















    Viele Grüße


    Michael

    Wie bist du denn jetzt genau drauf gekommen?

    Hast du die mikroskopiert?

    Eine Pilzfreundin hat ihn mir unters scharfe Glas gelegt. Selbst wär ich bei den Farben von allem ausgegangen, aber nicht von einem Pfirsichtäubling. Ich würde sogar soweit gehen, dass die Art bei solch krass abweichenden Farben (zumindest für Täublings-Laien wie mich) unbestimmbar ist. Standardmäßig kenn ich die Art mit diesen Farben:


    Vielen Dank für eure zahlreichen Beiträge und sorry für die späte Antwort, war eine stressige Woche inklusive "Feiertagsarbeit" bei mir :)


    Es ist tatsächlich Russula violeipes gewesen, muss aber dazu sagen, dass ich die Art seit Jahren regelmäßig und gerne sammle, ich in all den Jahren sicher schon weit über 100 FK der Art in der Hand hatte und ich die in allen anderen Habitaten nicht im Ansatz so farbvariabel gefunden habe. Zeigt einfach wieder, dass man sich bei den Täublingen auf (fast) nichts verlassen kann.


    Fruchtkörper von R. violeipes mit mehr oder weniger komplett weißlichem Stiel finde ich regelmäßig. Auch mal eher grüngelblich gefärbte Exemplare + weißem Stiel. Aber violettgrüne Hutfarben (völlig ohne Gelbanteil) und weißem Stiel hatte ich von der Art noch nie bzw. so auch überhaupt auf dem Schirm, dass die das so kann. In die Richtung habe ich beim Bestimmungsversuch deshalb auch gar nicht gedacht.


    Ich würde mir bezüglich Grüner Knolli <> Grüner Täubling gar nicht "so viele Gedanken" machen. Einfach auf die Kernmerkmale fokussieren. Täublinge dürfen nie:


    - Velumreste auf der Hutoberseite

    - einen Schleier auf der Hutunterseite oder Stielring am Stiel

    - eine Scheide und / oder Knolle an der Stielbasis


    besitzen. Ist nur eins dieser Merkmale vorhanden, kann es kein Täubling sein.


    Alleine Stielring ODER Scheide ODER Knolle schließen Täublinge kategorisch aus. Sind (wie beim grünen Knolli üblich) alle drei genannten Merkmale vorhanden, umso besser! :)


    Bei jeglichem Restzweifel bei der Gattungszuordnung sollte alles was in die Richtung Geschmacksprobe (oder sogar Verzehr) geht natürlich kategorisch ausgeschlossen werden.

    Danke für deine Gedanken zum Fund =)


    Ich hab auch schon überlegt, ob das vielleicht zwei verschiedene Arten sein könnten, aber wie wahrscheinlich ist es, dass zwei unterschiedliche Arten so gemeinsam wachsen? Ich glaube schon, dass alle gezeigten Fruchtkörper eher zur gleichen Art gehören.



    Die beiden FK auf dem Fund sind hier einzeln abgebildet:


    Großer FK von dem ersten Bild aus diesem Beitrag


    Auf diesem Bild rechts ist der kleine FK, der unter dem großen FK auf Bild 1 stand:

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    an folgendendem Täublings-Erstfund beiße ich mir gerade wieder einmal etwas die Zähne aus. Vom ersten Eindruck her bei einigen Fruchtkörpern: Frauentäubling mit splitternden Lamellen - das klingt doch stark nach Russula ionochlora - allerdings wechselt die Art scheinbar extrem die Farbe. Sind die folgenden Farben bei Russula ionochlora theoretisch noch im Bereich des Möglichen? (da ich die Art bisher noch nicht hatte, hab ich noch keine Erfahrung zu den gängigen Farben von Russula ionochlora sammeln können, konnte in einer ersten Nachlese aber auch keine vergleichbar grünen Funde der Art finden).


    Fakten zum Fund:

    Geschmacksprobe: Angenehm / mild
    Geruch: Unauffällig

    Hutoberseite 4-10 Zentimeter, extrem farbvariabel, jung & ohnen Sonne / im Schatten hellviolettblaugräulich. Mit Sonneneinstrahlung dunkelgrünlich. Mit zunhemdem Alter dann erst grünlich und später gelblich. Huthaut bis zu 2/3 abziehbar, vor allem in Richtung Hutmitte etwas grünlich verfärbtes Hutfleisch. Hutrand im Alter gerieft.
    Hutunterseite: Durchgängig weißlich gefärbte Lamellen & brüchig
    Stiel: Von der Basis auffällig hellgrünbräunlich verfärbt & im Alter etwas wattig hohl

    Habitat: Nadelmischwald mit überwiegend Fichte & Tanne aber auch Birke, Eiche, Buche, Hasel, Espe in unmittelbarer Nähe

    Sporenpulver: Auf jedenfall nicht all zu dunkel (Lamellen auch im Alter weißlich) - also irgendwo zwischen weiß und weißgelblich (Sporenabdruck ist in Arbeit)


    Bilder zum Fund:


    Ein ganz junges Exemplar, das von einer Seite Sonne abbekommen hat - auf der "Schattenseite" war der Hut noch "typisch Frauentäublings-Artig" gefärbt



    Hier sieht man den Farbunterschied perfekt - rechtes Exemplar wurde von einem großen FK komplett verdeckt und stand im Schatten - linker FK hat Sonne abbekommen und sich an dieser Stelle grün verfärbt:



    Hier ein Bild, das den Farbverlauf von mehr violett zu grünlich zu grüngelblich zeigt:


    Wären die FK nicht so wie hier gewachsen, könnte man auf den ersten Blick glatt von unterschiedlichen Arten ausgehen:




    Ganz alte Exemplare waren dann sogar fast schon mehr gelb als grün:



    Zu den Lamellen...


    Auffällig: Lamellen am Hutrand leicht violettstichig:



    Der Stiel, teilweise auch bei jungen Fruchtkörpern, von der Stielbasis aus leicht weißbräunlich mit grünstich verfärbt:



    Huthaut weit abziehbar und darunter (vor allem in Richtung Hutmitte) etwas grünlich verfärbtes Hutfleisch:


    Schnittbild - Fleisch weiß & etwas wattig, schwach bräunend, auch hier gut zu sehen wie hellbraungrünlich verfärbt die untere Stielhälfte ausfällt



    Chemische Reaktionen


    Guajak-Reaktion auf Stielrinde langsam (ca. 30 Sekunden)


    Mit Eisensulfat auf Stielrinde


    Mit Kalilauge auf Huthaut & Fleisch


    Grundsätzliche Frage erstmal: Sieht jemand der Russula ionochlora regelmäßig findet etwas, das Russula ionochlora ausschließt? Oder hat jemand eine andere Idee zum Fund, oder auch eine Idee was (welches Merkmal) man noch prüfen könnte? Habe noch zwei FK für "Experimente" "im Korb" :)


    Vielen Dank an jeden der sich die Zeit nimmt und sich den Beitrag anschaut.


    Viele Grüße


    Michael

    Der Besitz von Psilocybin-haltigen Pilzen ist laut Betäubungsmittelgesetz verboten.

    Auf genau das (Betäubungsmittelgesetz) zielte meine Frage ab :) Ich lass aus ärgervermeidungstaktischen Gründen einfach die Finger davon. Wird einfach gedanklich unter Psilocybe/Deconica spec. abgeheftet und gut. Danke für eure Kommentare!


    zu "weil die Drogenfahndung wahrscheinlich besseres zu tun hat als Pilzsachverständige zu ärgern..." -> Würde mich schon interessieren was die sagen würden, wenn die einen zufällig rausziehen, die Pilze finden und man dann einfach trocken sagt "die nehm ich nur zur Bestimmung mit". Befürchte fast, das werden die nicht glauben :)

    Vielen Dank trotzdem - wie ist das eigentlich? Dürfte man theoretisch überhaupt einen FK mitnehmen, um den unters Mikroskop zu legen? Würde fast behaupten, da würde man sich strafbar machen?

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    ich hoffe der Beitrag ist, trotz der von mir vermuteten etwas "heiklen" Gattung, erlaubt. Folgenden Fund habe ich heute im Nadelmischwald gemacht. Dort wurde vor 2-3 Jahren ein Baum gefällt, zerlegt und mittlerweile ist Moos übers Sägemehl und und die Holzabfälle gewachsen. Ich bin auf den Fund nur aufmerksam geworden, weil dort hunderte FK standen und ich Form, Farbe und Flockigkeit so bisher in der Kombination noch nie gesehen habe. Sah einfach wunderschön aus.


    Normalerweise sind diese "Kleinpilze" überhaupt nicht mein Gebiet und dementsprechend hab ich da so gut wie keine Erfahrung bei der Bestimmung der Selbigen. Eine erste Nachlese zu Hause hat mich zu Psilocybe crobula geführt.


    Fakten zum Fund:

    Geschmack: etwas nach karamellisiertem Einhornfleisch ;) kleiner Scherz: Nicht probiert
    Geruch: Etwas muffig-pilzig, vielleicht eine leichte süßliche Komponente
    Besonderheiten: Allgemein sehr flockig, sowohl am Stiel, teilweise auch am Hutrand. Hut gerieft und orange bis bräunlich gefärbt. Stiel beflockt, oder vielleicht auch etwas genattert, auf jedenfall sehr dünn und trotzdem hohl. Fleischfarbe relativ dunkel / bräunlich.


    Bilder


















    Würde mich über Meinungen zum Fund wie immer freuen und bedanke mich im voraus bei jedem der drüber schaut :)


    Wichtig: Mich interessiert der Missbrauch der Art nicht im Ansatz, aber trotzdem wärs toll zu erfahren, ob meine Bestimmungsversuch in die richtige Richtung geht.


    Viele Grüße

    Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    nach der ersten Spitzmorchel vor einigen Wochen und der ersten Böhmische Verpel letzten Sonntag gab es zwischendrin eher zaghaftes Wachstum bei Morchel, Verpel & Lorchel. Jetzt scheinen aber vor allem die Spitzmorcheln und Böhmischen Verpeln richtig durchzustarten. Anbei einige schöne Spitzmorcheln und Verpeln von heutigen Waldrunden an verschiedenen Auwaldabschnitten am Inn im Landkreis Mühldorf / Oberbayern.


    1. Böhmische Verpel









    2. Spitzmorchel











    3. Vergleich - Spitzmorchel vs. Böhmische Verpel



    4. Scharbockskrautbecherling



    5. Zapfenhelmlinge



    6. Zapfenrüblinge


    7. Schuppenwurz (bei Esche im Auwald = Morchelanzeiger / bei Pappel im Auwald Verpelanzeiger)


    8. Weinbergschnecke


    9. Schlüsselblume (im Vordergrund) & Gelbes Buschwindröschen (im Hintergrund) (bei Esche im Auwald = Morchelanzeiger / bei Pappel im Auwald Verpelanzeiger)


    Es ist beeindruckend, was sich im Vergleich zu unseren Waldrunden am vergangenem Wochenende in der Natur getan hat. Gefühlt ist die Vegetation "einen Monat weiter" als noch vor einer Woche. Wer Habitate mit Böhmischer Verpel / Spitzrmochel / Morchelbecherling bei sich in der Region kennt, der ist sicher gut beraten mal vorbeizuschauen. Gerade im Süden Deutschlands sollte es jetzt dann sicher überall viel "Morchliges & Verpliges" zu finden geben :)


    Viele Grüße

    Schöne Funde, danke fürs zeigen, ich schliesse mich Maria mal an: wo in Oberbayern?

    Bei uns hier im Chiemgau habe ich zwar auch schon Prachtbecherlinge gesichtet, aber leider noch keine Morcheln.

    sorry für die späte Antwort - wir sind überwiegend in Auwäldern am Inn in den Landkreisen Mühldorf & Altötting unterwegs :)

    Hallo,

    Habt ihr darauf geachtet an welchem Holz der wuchs? Ich hatte den am 20.02. an Tanne, Pilzflora Ehingen beschreibt den auch an Tanne, eventuell noch mit Vorliebe für Kalk. das würde erklären, warum auf der Alb und im Schwarzwald So viele Fundstellen kartiert sind und er im Rest Deutschlands selten ist.

    Viele Grüße

    Bestimmt auch bei uns Nadelholz, aber die Unterscheidung von Fichte / Tanne bei einem bemoosten, modernden Stumpf ist nicht gerade meine Spezialität. Gibt’s vielleicht einen Trick die Fichte / Tanne bei morschen Totholz-Funden auseinander zu halten?

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    fast genau wie im letzten Jahr gibt es auch 2023 bei uns einen Frühstart bei den Morcheln.


    2022 konnten wir unsere bisher "früheste Spitzmorchel" am 11.03.2023 finden:


    2023 hat es sogar noch einen Tag früher geklappt und zwar am 10.03.2023



    Nur einen Tag später (11.03.2023) hat es bei uns dann 2023 auch mit unserem "frühesten Morchelbecherling" aller Zeiten geklappt:


    Auch ein toller Erstfund ist am 10.03.2023 gelungen - Violettblättriger Winterrübling, Baeospora myriadophylla - Danke an der Stelle an "nobi" und "hilmgridd" für die Bestimmungshilfe





    Alle Funde stammen aus verschiedenen Auwäldern entlang des Inns in den Landkreisen Mühldorf & Altötting in Oberbayern. Weitere Funden aus dem März 2023


    Wintertrompetenschnitzling, Tubaria furfuracea


    Scharbockskrautbecherling, Botryotinia ficariarum


    Zinnoberroter Prachtbecherling, Sarcoscypha austriaca




    Fichtenzapfenhelmling, Mycena strobilicola


    Fichtenzapfenrübling, Strobilurus esculentus


    Giraffenholz


    Langstielige Holzkeule, Xylaria longipes (links) & Vielgestaltige Holzkeule, Xylaria polymorpha


    An sich ein perfekter Start in den März, aber der versprochene Niederschlag ist bei uns - wieder mal - ausgeblieben und so haben wir in den letzten drei Monaten schon wieder ein erhebliches Niederschlagsdefizit angehäuft. Es fehlen rund 60 L/qm im Vergleich zum langjährigem Mittel. Man kann nur hoffen, dass bald endlich auch bei uns im Südosten etwas Niederschlag kommt. Schon 2022 war das Morcheljahr - vor allem was die Artenvielfalt betrifft - leider auf Grund der Trockenheit etwas verhalten.


    Wie schaut es in eurer Region mit Morchel, Verpel, Lorchel und dem Niederschlag aktuell aus?


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    anbei ein Auwaldfund vom gestrigen Freitag, aus dem ich noch nicht so wirklich schlau werde.


    Geschmack: Keine Geschmacksprobe durchgeführt

    Geruch: intensiv pilzig, aber leider "nichts Besonderes"

    Fundort: Typisches Spitzmorchelhabitat (Auwald am Inn mit Mischbestand: Fichte, Esche, Ahorn)

    Besonderheiten: Hutmitte vertieft & mit Buckel, Auffällig gezackter & geriefter Hutrand, dicht stehende Lamellen mit vielen Zwischenlamellen v. a. am Hutrand, Lamellen (nicht nur auf den Bildern) ganz dezent violettstichig, Stiel bei großen Exemplaren hohl, Basis mit auffälligem (weißlichem) Myzelfilz, Folgezersetzer / auf Totholz (höchstwahrscheinlich Nadelholz / Fichte)


    Anbei einige Bilder zum Fund







    Schnittbild hab ich zwar gemacht, aber leider kein Bild davon. Dachte eigentlich mit den oben beschriebenen, deutlichen Merkmalen sollte es um diese Jahreszeit nicht viel Auswahl geben, aber so wirklich was Passendes finde ich bisher nicht wirklich. Bin also um jeden Ansatz dankbar - vielleicht übersehe ich auch nur wieder mal "das Offensichtliche" :)


    Viele Grüße

    Titelbild: Die Vorfreude auf die Zeit der Morcheln, Verpeln & Lorcheln ist riesig - unsere bisher größte Speisemorchel wurde aus Altersgründen nur zum vermessen & wiegen geerntet und dann zerteilt bei verschiedenen Eschen abgelegt. Zu alte Morcheln sollten nicht mehr für Speisezwecke gesammelt werden


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    Hallo liebe Pilzfreunde,


    sicher gibt es auch im Pilzjahr 2023 wieder einige begeisterte Sammler, die das "Morchelfieber" packt, die sich aber vielleicht noch schwer tun die verschiedenen Arten zu unterscheiden. Anbei deshalb - ohne großen Kommentar - einige Vergleichsbilder der Morchel-Lorchel-Verpelzeit mit Funden aus den letzten beiden Jahren aus den Landkreisen Mühldorf / Altötting in Oberbayern.










































    Vielleicht ist ja für den ein oder anderen etwas brauchbares dabei, das in den kommenden Wochen die Unterscheidung zwischen den Arten bzw. Artengruppen erleichtert.


    Viele Grüße


    Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    anbei mal ein etwas anderes "Mini-Rezept" mit:


    Samtfußrüblingen



    ... und ein paar Judasohren


    Die Judasohren sollten vor der Zubereitung kleingeschnitten werden, damit sie nicht aus der Pfanne hüpfen. Bei den Samtfüßen sollte der dunkle Teil des Stiels weggeschnitten werden, da der ja bekanntlich recht zäh ausfällt. Ansonsten braucht es noch den Spinat. Wichtig ist bei dem Rezept, dass der Anteil der relativ geschmacksneutralen, aber sehr gesunden, Judasohren bei maximal 20-30% liegt und der Rest aus aromatischen Arten wie Samtfußrüblingen oder Austernseitlingen besteht.


    Die Pilze dann in etwas Butterschmalz oder Öl scharf anbraten.




    Die Pilze dann mit etwas Salz würzen & danach den gespülten Babyspinat ruhig etwas feucht in die Pfanne geben und den Deckel drauf & dünsten lassen


    Wenn der Spinat zusammengefallen ist, kann man bei Bedarf noch mit etwas Pfeffer und Muskatnuss nachwürzen.


    Gerade in der kalten Jahreszeit ein wirklich tolles kleines Gericht, das auch farblich etwas "Frühling" in die Kühe zaubert :)

    Danke für die vielen Kommentare / Anregungen! :)


    Geruch ist neutral, habs extra heute nach dem Auftauen nochmal gecheckt. Ansonsten schaut der Veränderliche Spaltporling schon wirklich sehr ähnlich aus. Ich schau mal, ob mir den jemand mikroskopisch bestätigt - Danke euch :)