Beiträge von TheWrestler

    Da wir vor kurzem unser Pilzportrait zur rosahütigen Variation überarbeitet haben, möchten wir noch ein paar Bilder + ein Vergleichsbild zum "normalen" Schwarzblauenden Röhrling beisteuern.


    Vergleichsbild (beide Funde stammten aus dem gleichen Wald und waren Luftlinie keine 500 Meter voneinander entfernt):


    Weitere Detailaufnahmen der Rosahütigen Variation:













    Viele Grüße und allen Pilzfreunden schon mal einen guten Start ins nahende Wochenende!

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    am heutigen Dienstag habe ich beim Parken vor meiner Arbeit nicht schlecht gestaunt. Erst dachte ich (etwas aus Entfernung) an die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica), aber ich hab es mir zum Glück dann doch genauer angeschaut und es waren tausende kleine Fadenkeulchen im Rindenmulch am Parkplatz meiner Arbeitsstelle.


    Besonders interessant fand ich dabei die "Verwandlung" von fast noch "eiartig" & leuchtend gelblich bis ausgewachsen & rotbräunlich in nicht mal zehn Stunden - anbei deshalb eine kleine Bilderserie mit einem Vergleich der Fadenkeulchen von 07:00 und 16:30 Uhr :)


    1. Bilder von ca. 07:00 Uhr am Morgen:












    2. Bilder der gleichen Fadenkeulchen vom gleichen Tag um ca. 16:30 Uhr (sehr interessant, wie schnell die Burschen sich entwickelt haben).






    Anbei außerdem noch ein (vermutlicher) Fund der Art vom 28. Mai - meines Wissens hat die gelblich gefärbten "Eier" nur das Gelbe Fadenkeulchen. Die der anderen Stemonitis-Arten sind meines Wissens nach weißlich in dem Alter.



    So macht sogar die Arbeit mal Spaß - zumindest kurz davor und kurz danach ;)


    Viele Grüße


    Michael :)

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Fund konnten wir heute am Waldrand machen, aus den folgenden Gründen sind wir ziemlich schnell beim Schafchampignon gelandet:


    - Deutlicher Anisgeruch

    - Schleier / Stielring mit kleinen Quadraten ("Zahnrad") besetzt

    - Lamellen nur schwach rosastichig und ansonsten grauweißlich, weil sehr jung

    - Hut nicht komplett glatt, sondern ganz leicht weißlich geschuppt

    - Nur die Huthaut hat stark gegilbt, der Rest zeigte keine Farbveränderung.


    Bei einer Bildersuche im Netz sind wir u. a. auf das folgende Bild Google-Ergebnis für https://bilder.t-online.de/b/83/96/18/40/id_83961840/640/c_raw/tid_da/agaricus-arvensis.jpg gestoßen, bei dem ebenfalls die Huthaut deutlichst gilbt (das war nämlich Vorort eines der Merkmale, das uns am Schafchampignon zunächst dann doch etwas zweifeln ließ - scheint aber doch normal zu sein bei jungen FK der Art?


    Fakten zum Fund:

    - Gefunden: Heute

    - Habitat: Wiese am Waldrand. Wuchs auf einer kleinen freien Fläche. Rundherum Hüfthohes Gras. Einigen Kiefern und eine Birke markierten gegenüber der Wiese den Anfang des Waldes

    - Geruch: Deutlich nach Anis

    - Geschmack: Keine Geschmacksprobe durchgeführt


    Bilder vom Fund:






















    Da es sich beim Schafchampignon für uns um einen Erstfund handeln würde - wir ihn also bisher noch nie bewusst in der Hand hatten - würde uns interessieren, ob Ihr unserer Einschätzung folgen könnt, oder ob wir vielleicht ein Merkmal übersehen haben, das den Schafchampignon ausschließt.


    Viele Grüße


    Melanie, Julian, Leon und Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    zwischen den Morcheln und den ersten Sommer-Pilzen bleibt immer etwas Zeit im Archiv zu stöbern. Dabei ist uns ein noch nicht bestimmter Fund vom 28.10.2021 aufgefallen. Wir haben die Art zunächst für einen Schleierling / Gürtelfuß gehalten, haben dazu aber bisher keine passende Art finden können. Vielleich hat ja jemand zur Art eine Idee bzw. kann uns neuen Input geben, falls wir in der falschen Richtung unterwegs sind?


    Fakten zum Fund:

    - Geruch: Unbedeutend / nichts Besonderes

    - Geschmack: Keine Gechmacksprobe durchgeführt

    - Funddatum: 28.10.2020

    - Fundort: ca. 400 m ü. NHN im Herzen Bayerns (Google Maps)

    - Habitat: Nadel-Mischwald (überwiegend Fichte / Tanne) mit vereinzelt eingestreuten Kiefern / Birken / Buchen / Ahorn / Eichen


    Bilder vom Fund:





















    Wir würden uns freuen, wenn jemand neuen Input liefern kann - wir haben uns bei der Art nicht im Oktober und jetzt, sondern auch schon mal im Winter festgefahren. Irgendwie stecken wir da einfach in einer Sackgasse :)


    Viele Grüße


    Melanie, Leon, Julian und Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    obwohl wir uns nach dem 15. Mai eigentlich nicht mehr in unseren Morchelwäldern herumtreiben, hat es uns (dank der kühlen Temperaturen und dem vielen Regen) heute doch nochmal in eines unserer Morchelhabitate gezogen. Bei Interesse hätten wir unsere heutige Waldrunde auch wieder als Video im Angebot: Pilze im Mai | 21.05.2021 | Letzte Morchelrunde | Riesige Speisemorchel & erster Hexenröhrling 2021

    Neben einigen kleineren Speisemorcheln (bei uns sehr ungewöhnlich um diese Jahreszeit) und der ersten kleinen Flockenhexe, gab es für uns noch ein echtes Morchel-Highlight = einen Fund zum Staunen, den wir gerne mit euch teilen möchten:


    Sieht auf den ersten Blick zwar relativ "kaputt" & unspektakulär aus:



    War aber mit Abstand unser größter und schwerster Morchel-Einzelfund, den wir bisher erleben durften:





    Immerhin: 25 Zentimeter lang (der Meterstab beginnt bei 20cm, also bitte nicht von den 45cm irritieren lassen) und exakt 333 Gramm schwer




    Für die Zubereitung war diese Speisemorchel natürlich viel zu alt, aber zum Vermessen & Wiegen mussten wir sie dann doch ernten & mitnehmen. Wir haben die Speisemorchel nach dem Abmessen & wiegen dann aber natürlich wieder mit in den Wald genommen, zerteilt und bei verschiedenen, möglichst gesund aussehenden Eschen ohne bisheriges Morchelvorkommen abgelegt - vielleicht kann die Art sich ja an 1-2 Stellen ansiedeln. :)


    Für uns war es der krönende Abschluss eines der schönsten und vielfältigsten Morchel-Lorchel-Verpel-Jahre überhaupt :)


    Wir hoffen, dass ihr einen mindestens genau so schönen Tag hattet wie wir und wünschen euch ein tolles Wochenende und einen schönen Feiertag!


    Viele Grüße


    Melanie, Leon, Julian und Michael


    PS: Eine Weißheit besagt: Je größer die Morcheln, desto kleiner die Hexen ;)


    Wuchsen auf (teilweise im Sand vergrabenem) Totholz :)


    Für G. esculenta waren die FK außerdem viel zu groß / wuchtig und für Discina fastigiata fehlte bei allen FK die typische "Zweiteilung" beim Hut bzw. die bei der Art typische "Verbindungsnaht" beim Hut. Ansonsten denke bleibt dann ja fast nur noch G. gigas, oder haben wir eine Art übersehen?


    Viele Grüße

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    das Morcheljahr 2021 war eines der schönsten und vielfältigsten Morcheljahre die wir je erleben durften. Mit der Böhmischen Verpel, der Riesenlorchel, der Käppchenmorchel und der "wilden Spitzmorchel" sind uns einige schöne und lange ersehnte Erstfunde gelungen, auf die wir in diesem Beitrag zurückblicken möchten.


    1. Wilde Spitzmorcheln (Morchella elata / Morchella conica)





    2. Artenkomplex Speisemorchel - groß, klein, dick, gelb, grau, schwarz, rund, spitz, dickfüssig, büschelig & einzeln wachsen (u. a. Morchella vulgaris, Morchella esculenta, Morchella esculenta var. crassipes)
















    3. Fingerhutverpel, Verpa conica



    4. Böhmische Verpel, Verpa bohemica





    5. Käppchenmorchel, Morchella semilibera




    6. Riesenlorchel, Gyromitra gigas







    7. Scheibchenlorchel, Gyromitra ancilis





    8. Morchelbecherling, Disciotis venosa





    Wir hoffen, dass die Artenvielfalt bei euch in den letzten Wochen auch so groß war und hoffen, dass das Pilzjahr 2021 genauso weiter geht wie es angefangen hat :)


    Viele Grüße


    Melanie, Julian, Leon & Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Fund konnten wir heute auf einer großen Waldrunde im Landkreis Mühldorf in Oberbayern machen. Unsere Nachforschungen haben uns zum Buchenwald-Wasserfuß, Hydropus subalpinus geführt. Da das für uns ein Erstfund wäre, würden wir euch gerne um eure Einschätzung zum Fund bitten.


    Fakten zum Fund:

    - Geruch: neutral

    - Geschmacksprob: nicht unangenehm / pilzig-mild

    - Habitat: Buchen-Mischwald mit eingestreuten Fichten, Kiefern, Eichen, Tannen

    - Gefunden am 15.05.2021 nach ergiebigen Regenfällen (> 40 L/qm in den letzten 4-5 Tagen)

    - Besonderheiten: Hut gerieft, Stiel dünnfleischig, faserig, etwas hohl und relativ tief wurzelnd, Stielbasis teilweise mit Myzelfilz, vom Habitus ansonsten insgesamt sehr an Mycena spec. erinnernd.


    Bilder zum Fund:

















    Wir bedanken uns im Voraus bei jedem, der sich die Zeit nimmt und drüber schaut :)


    Viele Grüße


    Melanie, Julian, Leon und Michael

    Freut uns, dass es angekommen ist. Anbei noch die exakte Stelle vom Sand: Google Maps


    Ist vom "Strand" aus dem Ausgangsbeitrag :)



    Hallo liebe Pilzfreunde,


    nachdem bei uns 2021 - nach dem Totalausfall 2020 - wieder ein tolles Morcheljahr zu werden scheint, gab es bei uns am Wochenende eine Pizza mit frischen Spitz- und Speisemorcheln.

    Mit diesem Rezept möchten wir euch zeigen, wie wir gerne unsere Pizza zubereiten und zwar vom Teig über die Soße bis zum Belag mit frischen Pilzen - in diesem Fall Spitz- und Speisemorcheln. Bei Interesse hätten wir das Rezept auch als Video im Angebot: Rezept - Pizza mit frischen Morcheln | Spitzmorchel | Speisemorchel | Teig, Soße & Belag | Lecker!


    Das Rezept ist außerdem extrem variabel. Ob man den Oregano mit in den Teig mischt oder nicht, oder ob man zum Beispiel statt getrocknetem Oregano / Majoran frischen Basilikum in die Soße mischt bzw. auf Knoblauch / Tabasco und Worcester-Soße verzichtet bleibt jedem selbst überlassen und so kann sich aus diesem Grundrezept jeder selbst seine eigene "Lieblingspizza" stricken.


    Das Rezept eignet sich übrigens auch wunderbar für eine Steinpilz-Pizza im Sommer oder Herbst. Da die Steinpilze zu den ganz wenigen roh essbaren Wildpilzen gehören, müssen diese auch nicht extra angebraten werden und können direkt auf der Pizza landen.




    🍄 Rezept 🍄



    Für den Teig verwenden wir immer: 400-500gr Mehl, halber Teelöffel Salz, einen Teelöffel getrockneten Oregano, drei Esslöffel Olivenöl, eine Packung Trockenhefe und 1-2 Tassen warmes Leitungswasser. Die Zutaten landen dann einfach in einer Schüssel und werden mit einem Rührgerät 5-10 Minuten gut durchgeknetet. Im Anschluss muss der Teig mindestens 3-4 Stunden ruhen. Alternativ kann man den Teig auch am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Wichtig ist immer, dass der Teig nach dem Kneten nicht mehr klebt, sonst ist er zu feucht.



    Für die Soße: 1-3 Knoblauchzehen, einen Teelöffel Zucker, einen halben Teelöffel Salz, Oregano & Majoran, etwas Tabasco & Worcester Soße, 1-2 Esslöffel Olivenöl, & eine Dose stückige Tomaten. Zuerst die Knoblauchzehen im Olivenöl anschwitzen und kurz danach die Dosentomaten hinzugeben und einmal richtig aufkochen lassen. Danach die Gewürze, Tabasco & Worcester-Soße dazu geben. Auch hier kann man die Soße bereits Vortag vorbereiten und dann über Nacht richtig durchziehen lassen, dann schmeckt sie am nächsten Tag noch intensiver.



    Da Spitz- und Speisemorcheln immer hohl sind, sollte man auch kleinere Morcheln immer halbieren, da sich im inneren der Morchel häufig Insekten oder auch Schnecken verstecken. Die so halbierten bzw. in mundgerechte Stücke zerteilten & sauberen Morcheln braten wir vorsichtshalber immer erst mit etwas Butter an. Morcheln sind (wie die meisten Wildpilze) roh giftig. Durch das vorherige Anbraten stellen wir sicher, dass wirklich alle Morcheln, die wenig später auf der Pizza landen, wirklich durchgegart sind, bevor sie verzehrt werden. Außerdem würzen wir die Speisemorcheln beim Anbraten meist noch mit etwas grobem Meersalz. Das hebt den Eigengeschmack der Morcheln nochmal etwas heraus.




    Der Teig ist schön aufgegangen und füllt nun die komplette Schüssel. Wir nehmen den Teig immer komplett raus & legen ihn auf ein Backblech, welches wir vorher mit Backpapier ausgelegt haben. Nun ziehen wir den Teig vorsichtig immer größer, bis der Teig das komplette Backblech einnimmt. Wer eine überall gleich dicke Pizza haben möchte, kann den Teig auch mit einem Nudelholz ausrollen. Ist der Pizza-Teig komplett auf dem Backblech verteilt, dann kann man die Tomatensoße auf der Pizza verteilen. Im Anschluss landet die Pizza das erste Mal für 15 Minuten bei 200 Grad im Ofen. Nach 15 Minuten im Ofen ist schon ein großer Teil der Flüssigkeit von der Tomatensoße verdampft und der Belag kann auf der Pizza verteilt werden. Neben den Morcheln gibt es bei uns in diesem Fall auch einen kleinen Teil mit Zuchtchampignons - so kann man den Geschmack direkt vergleichen. Danach geht es wieder für 5 Minuten bei 200 Grad in den Ofen. Sind die 5 Minuten vorbei, kommt der letzte Schritt. Die Pizza wird nun noch mit 2-3 Kugeln frischem Mozzarella belegt. Danach wandert die Pizza ein letztes Mal für 15-20 Minuten bei 200 Grad in den Ofen.





    Vielleicht hat ja jemand am Wochenende ergiebige Morchelfunde und fühlt sich inspiriert eine Morchelpizza zu probieren? Wir fanden es Mega-Lecker und mehr als Morchel + Käse braucht es durch den tollen Eigengeschmack der Morcheln da als Belag wirklich nicht.


    Viele Grüße


    Melanie, Julian, Leon und Michael


    Hallo Tuppie, vielen Dank für deinen netten Kommentar - das können wir sehr gerne machen.


    Wenn du magst kannst du uns gerne per PN oder an info@pilzwelten.de deine Adresse schicken, dann schicken wir dir den Sand zu :)


    Viele Grüße

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    obwohl der heutige Tag mit frostigen -3 Grad startete, beginnt bei uns nun endlich die Zeit der Morcheln. Vor allem die Speisemorcheln zeigten sich heute extrem zahlreich und wuchsen in vielen wunderschönen Nestern. Gerne wollen wir daher unsere Freude und Funde mit euch teilen. Bei Interesse haben wir unsere Funde auch wieder als Video im Angebot - Pilze im April | 16.04.2021 | Die Speisemorcheln sind da


    1. Speisemorchel, Morchella esculenta










    2. Böhmische Verpel, Verpa bohemica





    3. Maiporling, Lentinus substrictus



    4. Morchelbecherling, Disciotis venosa



    5. Anemonenbecherling, Dumontinia tuberosa


    6. Inn / Innauen






    Wir hoffen Ihr hattet einen genauso schönen Start ins Wochenende und wünschen euch eine tolle Verpel, Morchel & Lorchelzeit!


    Viele Grüße


    Melanie, Julian, Leon & Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    am vergangenem Freitag ist uns mit der Böhmischen Verpel ein lange ersehnter Erstfund gelungen - die Freude war und ist riesig!


    Am heutigen Ostermontag haben wir sie dann an weiteren Stellen finden können. Sie haben 2021 bei uns wohl ein sehr gutes Jahr erwischt und sind in verschiedenen Wäldern bzw. Waldabschnitten mit jeglichen Altersstufen zu finden - anbei einige Bilder von unseren Funden. (Bei Interesse haben wir unsere Touren auch wieder als Video im Angebot: Pilze am 02.04.2021 & Pilze am 05.04.2021)


    1. Böhmische Verpel, Verpa bohemica





















    2. Vielgestaltige Holzkeule, Xylaria polymorpha



    3. Prachtbecherlinge, Sarcoscypha austriaca


    4. Anemonenbecherling, Dumontinia tuberosa (haben wir bisher noch nie so "aderig" gesehen)






    6. Schuppenwurz






    Wir hoffen ihr hattet ein ähnlich verpelreiches / schönes Osterwochenende. Die Artenvielfalt hält sich bei uns auf Grund der aktuell noch vorherrschenden Trockenheit stark in Grenzen, aber der Erstfund der Böhmischen Verpel ist für uns ein echtes Highlight und da stört es uns an diesem Wochenende nicht wirklich, dass es ansonsten nicht wirklich viel zu finden gab.


    Viele Grüße


    Melanie, Leon, Julian und Michael

    Hallo Ihr Lieben, vielen Danke für eure Beiträge zum Thema!


    Zu: "Die Bilder von euch werden irgendwie auch immer noch besser, da reibt sich meienr einer verwundert die Augen - und kann sich zugleich kaum satt sehen." - dafür auch vielen herzlichen Dank, das freut uns sehr :)


    Der "Mistborstling" aus dem gleichen Habitat wurde 2018 mikroskopisch abgesichert.


    2019 haben die leider eine Pause gemacht und im Februar / März 2020 bzw. jetzt auch im März 2021 konnten wir sie an selber Stelle wieder finden, wobei sie uns 2020 im Februar überrascht haben und wir dieses Jahr den Misthaufen ab Februar gezielt ein paar mal angelaufen sind, um zu prüfen, ob sie sich wieder zeigen.


    Es kann natürlich ein dummer Zufall sein, dass es 2018 Cheilymenia theleboloides war und ab 2020 dann vllt. doch Byssonectria terrestris - ähnlich sind die Arten sich ja schon, aber insgesamt halten wir das dann doch eher für unwahrscheinlich, dass sich die Arten dort ausgewechselt haben, zumal das Habitat ein großer "Misthaufen" bzw. ein großer Haufen Stalleinstreu mit Dung mitten im Wald ist, was aus unserer Sicht dann doch auch eher weiterhin für den Mistborstling sprechen würde.


    Der Waldbesitzer (ein Bauer) scheint dort regelmäßig die Einstreu aus einem Stall (vermutlich Hühner) zu entsorgen und so findet der Mistborstling dort mit den enormen Mengen an Dung ein schier unendliches Nahrungsangebot und wir freuen uns, weil es solche spannenden Habitate wirklich nicht oft gibt – welcher Wald hat schon einen mehrere Jahre alten Haufen Dung / Mist, der im Prinzip komplett in Ruhe gelassen wird, außer dass der Bauer alle 1-2 Monate neues Material nachliefert?


    Der Dung scheint übrigens nicht nur den typischen Dung- / Mistarten (z. B. Dungtintling, Mistborstling, Blasiger Becherling, etc.) zu gefallen. Das übergroße Nährstoff-Angebot gefällt wohl auch den Nebelkappen enorm. Wir haben dort um den Misthaufen herum die letzten beiden Jahre mehrmals Nebelkappen mit einem Hutdurchmesser von über 30-40cm finden können - wirken auf den Bildern zwar schon groß, in der Realität waren die aber nochmal deutlich wuchtiger:






    Viele Grüße :)


    Hallo liebe Pilzfreunde,


    zum Start ins Wochenende haben wir heute unsere erste Waldrunde im März gedreht und konnten dabei einige Funde machen, die wir gerne mit euch teilen möchten. Bei Interesse haben wir unsere Tour heute auch wieder als Video im Angebot: Pilze im März | 05.02.2021 | Glöckchennabeling, Zapfenhelmling, Zapfenrübling, Mistborstling & mehr


    1. Geselliger Glöckchennabeling, Xeromphalina campanella





    2. Fichtenzapfenhelmling, Mycena strobilicola





    3. Samtfußrübling, Flammulina velutipes




    4. Blassgelber Mistborstling, Cheilymenia theleboloides - letztes Jahr bereits im Februar, dieses Jahr erst im März








    5. Krauser Adernzähling, Plicatura crispa





    6. Fichtenzapfenrüblinge, Strobilurus esculentus



    Jetzt hoffen wir mal, dass die Kälte dieses Wochenende - mit fast zweistelligen Minusgraden in der Nacht - ein "Ausrutscher" bleibt und danach wirklich der Frühling und die spannende Lorchel, Verpel & Morchelzeit richtig los geht - die ersten Fundmeldungen von Spitzmorcheln und Runzelverpeln gab es ja bereits :)


    Viele Grüße


    Melanie, Leon, Julian & Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Fund konnten wir gestern im Auwald neben Austernseitlingen an Weide machen - wir hätten uns zuerst in der Gattung Trichia umgesehen, sind aber bisher nicht wirklich fündig geworden - hat jemand anhand der Bilder vielleicht eine Idee? Waren leider sehr, sehr kleine FK, weshalb die Bilder leider wenig detaillreich & teilweise unscharf sind, aber vielleicht erkennt die Burschen ja trotzdem jemand :)












    Vielen Dank an jeden der drüber schaut :)


    Viele Grüße


    Hallo liebe Pilzfreunde,


    endlich liegen Schnee & Dauerfrost und damit eine nahezu pilzfreie Woche hinter uns und bei den jetzt wärmeren Temperaturen fühlt es sich schon richtig wie Frühling an. Für uns der Anlass zum Start ins Wochenende eine große Auwaldrunde zu drehen, auf der wir einige Funde machen konnten. Bei Interesse haben wir unsere Waldrunde auch wieder als Video im Angebot:

    Pilze im Februar | 19.02.2021 | Das Ende der großen Kälte | Auf in den Frühling | Tierbegegnung Reh


    1. Zinnoberroter Prachtbecherling, Sarcoscypha austriaca




    2. Winter-Helmling, Mycena tintinnabulum






    3. Wintertrompetenschnitzling, Tubaria furfuracea





    4. Winter-Stielporling, Lentinus brumalis



    5. Warziger Drüsling, Exidia nigricans




    6. Judasohr, Holunderschwammpilz, Auricularia auricula-judae



    7. Zinnoberrote Tramete, Pycnoporus cinnabarinus




    8. Austernseitling, Pleurotus ostreatus




    9. Spaltblättling, Schizophyllum commune


    10. Orangeroter Kammpilz, Phlebia radiata




    Insgesamt für uns eine sehr schöne Runde und der perfekte Start ins vorletzte Februarwochenende!


    Viele Grüße


    Melanie, Julian, Leon und Michael

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Fund konnten wir heute in einem Mischwald mit Holunder, Birken, Eichen, Eschen, Fichten und Tannen machen. Unser erster Gedanke ging sofort in Richtung Wirrling und letztendlich sind wir beim Eichenwirrling gelandet. Da wir den bisher noch nie hatten die Frage in die Runde - gibts anhand der Bilder Alternativen zum Eichenwirrling die wir übersehen haben? :)




















    Viele Grüße :)

    Hammer! :)


    Hallo liebe Pilzfreunde,


    aktuell herrschen bei uns in Oberbayern die besten Bedingungen für Januarpilze. Durch die vielen Niederschläge und die jetzt sehr milden Temperaturen zeigen sich vor allem die Drüslinge und Zitterlinge zahlreich. Zum Start ins Wochenende haben wir deshalb wieder eine große Runde gedreht und möchten unsere Funde hier gerne mit euch teilen.


    1. Goldgelber Zitterling, Tremella mesenterica





    2. Samtfußrübling, Flammulina velutipes




    3. Rauchblättriger Schwefelkopf, Hypholoma capnoides




    4. Judasohr, Holunderschwammpilz, Auricularia auricula-judae


    5. Abgestutzter Drüsling, Exidia glandulosa




    6. Gallertfleischiger Fältling, Phlebia tremellosa





    7. Orangeseitling, Phyllotopsis nidulans


    8. Krauser Adernzähling, Plicatura crispa





    Bei Interesse hätten wir unsere Funde auch wieder als Video im Angebot - Pilze im Januar | 29.01.2021 | Wunderschöner Zitterling | Perfektes Wetter für Januarpilze


    Viele Grüße


    Melanie, Julian, Leon & Michael

    Da hat sich ja tatsächlich deutlich mehr finden lassen, als wir uns erhofft haben. Waren echt tolle und interessante Bilder dabei :)


    Herzlichen Dank schon mal an alle, die was zum Thema beigetragen haben!

    Sehr toll .. wusste gar nicht, dass auch im Winter Pfifferlinge im Wald wachsen. Kann man sie dann auch mitnehmen und essen? :/^^

    Die Trompetenpfifferlinge sind zwar noch da, stehen da aber sicher schon seit Oktober / November. Nach dem ersten wirklich harten Frost sollten Herbstpilze nicht mehr für Speisezwecke gesammelt werden. Das Problem ist, dass man nie genau weiß, wie oft solche Funde schon gefroren - aufgetaut und wieder gefroren sind. Spätestens nach dem ersten mal wieder auftauen und wieder gefrieren wirds gefährlich, weil sich die Fruchtkörper - wegen der Kälte langsam, aber stetig - zersetzen und je nachdem wie weit die Zersetzung vorangeschritten ist, kann es zu einer Lebensmittelvergiftung kommen. Ausgenommen sind davon aber die typischen Winterpilze wie Samtfußrübling, Judasohr und Austernseitling - die kann man auch bei Frost ohne Probleme für Speisezwecke sammeln :)