Beiträge von TheWrestler

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    bei der Bestimmung von Speisemorcheln sind wir eigentlich komplett raus - zumindest was die genaue Bestimmung auf Artebene an geht. Für uns bleibt es da (fast) immer beim Artenaggregat. Nichts desto trotz war im bombastischen Morcheljahr 2021 eine unglaubliche Vielfalt an Speisemorcheln zu finden. Klein, groß, riesig, "dickfüßig", "schmalfüßig", einzeln, in kleinen Gruppen, oder sogar in dichten Büscheln, schwarz, grau, hellgelblich, leuchtend gelblich bis fast schon orangegelblich - da war wirklich alles dabei. Anbei deshalb eine kleine Bilderserie mit den verschiedensten Speisemorcheln aus dem Pilzjahr 2021 (1. - 7.) und zur Einstimmung auf die nahende Morchelzeit (es sind ja "nur" noch ca. 8-9 Wochen bis es auch bei uns in Oberbayern hoffentlich wieder los geht) auch weitere Morchel-Verpel-Lorchelfunde aus dem Pilzjahr 2021:


    1. Der letzte Speisemorchelfund 2021 zu Beginn - (nur zum Messen & Wiegen geernetet und dann zerteilt an verschiedenen alten Eschen abgelegt)




    2. Dazu ganz im Gegensatz unsere ersten (extrem kleinen) Speisemorcheln 2021 vom 16.04.2021





    3. Die in der Einleitung angesprochenen großen Büschel folgten dann auch schon am 17.04.




    4. Weitere Varianten gab es dann nur eine Woche später in einem anderen Habitat




    5. Auch ein paar sehr dunkle Varianten waren dabei





    6. Weitere, eher zierliche Funde




    7. Und ein paar größere Varianten zum Finale im Mai.






    8 Insgesamt war das Morcheljahr 2021 wie beschrieben bombastisch - auch wilde Spitz- & unsere erste Käppchenmorchel ließen sich finden







    9. Auch die Böhmische Verpel war 2021 bei uns ein Massenpilz - deutlich seltener waren 2021 endlich auch mal wieder die eine oder andere Fingerhutverpel dabei:








    10. Die Morchelbecherlinge waren in diesem Jahr ebenfalls gut vertreten.





    11. Die Scheibenlorchel ließ sich bei uns 2021 sogar fast bis zum Juni immer wieder in den verschiedensten Habitaten blicken





    12. Und mit das absolute Highlight im Frühling war ein Massenvorkommen der Riesenlorchel direkt am Ufer des Inns





    Interessant vielleicht auch noch bei all diesen Funden: Wir waren an diversen Flüssen (Isen, Alz, Inn, etc.) in Südostbayern unterwegs. Wir machten aber alle unsere Verpel-, Lorchel-, Morchel-Funde ausschließlich in Auwaldrunden am Inn.


    Und zum Abschluss unser letzter Lorchel-Fund im Pilzjahr 2021 und mit der schönste Erstfund im Oktober - die Bischofsmütze.





    Kurzum - ein Morchel-Lorchel-Verpel-Jahr, dass uns immer in Erinnerung bleiben wird und ein vielleicht passender Vorgeschmack auf einen hoffentlich warmen aber feuchten Frühling :)


    Viele Grüße

    Hallo

    Standort, Erscheinungszeit und Aussehen passen zwar zu Entocybe turbida aber Rötlinge ohne mikroskopische Überprüfung zu bennen halte ich für ziemlich absurd.

    LG Karl

    Ich werd mal im Freundeskreis fragen, ob mir den jemand aus der Umgebung unters scharfe Glas legt - aber schön, dass zumindest unsere erste Einschätzung nicht gleich kilometerweit von Entocybe turbida entfernt war :)

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Fund konnten wir heute im Nadelmischwald machen. Unsere Bestimmung hat uns relativ schnell zu Entocybe turbida geführt. Da das ein Erstfund wäre , würden wir gerne um eine Zweitmeinung bitten - hat jemand hierzu eine andere Idee?


    Fundort: Nadelmischwald mit überwiegend Fichten & Kiefern und ein paar ganz wenigen Birken
    Funddatum: Heute, 07.11.2021
    Geruch: Neutral


    Bilder vom Fund:

















    Viele Grüße

    Hallo

    C.malicorius ist hier auszuschließen. Sicheres Merkmal für C.malicorius ist das oliv-farbene Fleisch im Stielbereich (Längsschnitt)

    Die orange-farbenen Lamellen deuten auf C.cinnamomeus

    Gruß

    Uwe

    Lieber Uwe, vielen Dank für die Info - müsste C. cinnamomeus mit Kalilauge deutlich dunkler / fast schwarz reagieren? Ich habe den u. a. wegen der hellrötlichen Reaktion mit Kalilauge bei meinem FUnd ausgeschlossen.


    Die Farbreaktion von C.cinnamomeus kenne ich so:


    Hallo liebe Pilzfreunde,


    dieses Jahr haben es uns / mir die Haut- & Rauköpfe etwas angetan und hier hätten wir wieder mal einen solchen Fund, bei dem ich Schweirigkeiten habe, den auf Artebene sicher zu bestimmen. Fakten zum Fund:


    - Es ist definitiv ein Hautkopf (Spiritus-Test positiv)

    - Geruch: Deutlich nach Rettich

    - Habitat: Nadelmischwald mit überwiegend Fichten & Kiefern einer einzigen Eiche und ein paar wenigen Birken in der näheren Umgebung
    - Farbreaktion mit Kalilauge:


    Innerhalb der Hautköpfe bleibt laut unseren Nachforschungen Cortinarius malicorius mit gelblichem Stielfleisch & Rettichgeruch, der im Gegensatz zu den anderen Hautköpfen mit diesen Eigenschaften m. E. auch farblich am besten passt - die Frage ist, ob (siehe z. B. folgendes Bild) das schon als "orangerandig" ausreicht? Der Hutrand ist zwar (vor allem bei jungen FK) deutlich anders gefärbt, aber insgesamt dann doch eher dezent.



    Farbreaktion mit Kalilauge:






    Weitere Bilder vom Fund:
















    Viele Dan an jeden der sichs anschaut und viele Grüße :)

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Fund konnten wir im Mischwald mit Buchen / Tannen / Fichten / Kiefern machen - Habitat:



    Fakten zum Fund:

    Geruch: Neutral

    Huthaut: Abziehbar und Transparent

    Stielbasis: Deutlich knollig verdickt

    Lamellen: Schneeweiß

    Farbreaktion: Hutfleisch, Huthaut, Stielrinde, Lamellen mit Kalilauge ohne jegliche Farbreaktion


    Bilder vom Fund:





















    Für uns ein etwas eigenartiger Fund - einen Schleierling mit so weißen Lamellen und transparenter Huthaut, der so überhaupt nicht mit Kalilauge reagieren will haben wir bisher noch nie gefunden. Vielleicht hat jemand eine Idee dazu? Unsere ersten Nachforschungen (Schleierlinge > Klumpfüße mit weißen Lamellen) haben uns leider nicht weiter gebracht. Wenn jemand was dazu weiß, freuen wir uns über jeden Denkanstoß :)


    Viele Grüße

    Hallo,

    ich würde Deinen Fund als alten Milchling (Lactarius pubescens) einordnen, der von Hypomyces lateritius, dem Steinreizker-Kernpilz befallen ist. Dadurch sind die Lamellen kaum noch als solche zu erkennen, sondern sind von der Fruchtschicht des Kernpilzes überzogen und bilden eine feste Fruchtschicht, daher der Name Steinreizker.

    Schau mal danach.

    LG Ulla

    Also doch Pilz auf Pilz :) Super! Danke! Und ja - Lactarius pubescens - ist dort ein Massenpilz :)


    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden (leider schon etwas älteren) Fund konnten wir heute auf einer Runde um den Badesee machen. Vom ersten Eindruck her dachten wir an einen Stielporling, aber obwohl die Hutunterseite sehr einzigartig ausschaut und sich mit Kalilauge eine starke Farbreaktion erzeugen ließ, kommen wir mit dem Fund überhaupt nicht weiter.


    Fakten zum Fund:

    - Habitat: Badesee / Saftlings-Liegewiese unterhalb einer dicken Weide. Auch Sträucher, Birken, Erlen & andere Baumarten in näherer Umgebung.

    - Geruch: Unauffällig

    - Geschmack: Nicht probiert


    Bilder vom Fund:


    Hutoberseite:




    Hier gut zu sehen: Hutpberseit an nicht von Schneckenfrass betroffenen Stellen Haarig-Schuppig




    Hutunterseite (+ Stiel)







    Farbreaktion mit Kalilauge auf der Hutunterseite (Fleisch & Hutoberseite ohne Farbveränderung)





    Wie gesagt - wir können den Fund überhaupt nicht einordnen - ist es ein Porling? Oder vielleicht etwas ganz anderes mit irgendeinem Befall - also "Pilz auf Pilz"? Vielleicht hatte ja schon mal jemand einen ähnlichen Fund und kann Licht ins Dunkle bringen.


    Viele Grüße :)

    Danke für deine Info :) Wir hatten C. varius bisher selber noch nicht in der Hand - wir dachten nur:


    - Fund im Nadelwald

    - Kein besonderer Geruch

    - Gelbbrauner, schleimiger Hut

    - passende (lilablaue bis lilabräunliche) Lamellenfarbe


    Hätten für uns zu C. varius passen können, aber die Fleischfarbe spricht wie beschrieben klar dagegen. Wir haben aber bisher auch nichts finden können was besser passt, deshalb die Frage in die Runde :)

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    die folgenden Schleierlinge (Schleimköpfe) konnten wir heute im reinen Nadelwald bei Fichten, Tannen und Kiefern finden. Bis zum Schnittbild hatten wir den Fund als Cortinarius varius abgehakt, beim Schnittbild zeigte sich dann aber deutlich violett gefärbtes Fleisch, weshalb wir an C. varius zweifeln (der ja weißliches Fleisch hat). Hat jemand hierzu eine Idee? Ist das violette Fleisch (vor allem beim jungen FK und dort vor allem zur Stielbasis hin sehr stark ausgeprägt - bei älteren Fruchtkörpern ist Fleisch weißlich, aber ebenfalls violettstichig) innerhalb der Schwankungsbreite von C. varius, oder sind wir mit der Art auf dem Holzweg? :)


    Fakten zum Fund:

    Habitat: Reiner Nadelwald
    Geruch: Neutral bis leicht pilzig (weder besonders erdig, noch sonst irgendwas Besonderes)

    Geschmack: Nicht probiert


    Bilder vom Fund:










    Fleisch mehr violett als weißlich:





    Huthaut sehr schleimig und abziehbar. Hutfleisch direkt unter der Huthaut weißbräunlich:



    Farbreaktion mit Kalilauge (KOH 40%) chromgelblich



    Farbreaktion Hutfleisch & Huthaut:








    Viele Grüße :)

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    der folgende, sehr tief wurzelnde & langstielige Fund gibt mir Rätsel auf. Aus meiner Sicht handelt es sich um irgendeinen Helmling, aber ich konnte bei meinen Nachforschungen keinen Helmling finden, der farblich passt und gleichzeitig so langstielig beschrieben wird. Hat jemand eine Idee?


    Fakten zum Fund:

    Habitat: Laubmischwald mit überwiegend jungen Buchen / Eichen und ganz wenigen eingestreuten Birken / Weiden / Kiefern / Lärchen / Fichten

    Geruch: Neutral, kein Chlorgeruch

    Geschmack: Nicht probiert

    Besonderheiten: Teilweise extrem tief wurzelnd / extrem langer, stabiler & fester Stiel. Hutoberseite deutlich gerieft. Stielbasis mycena-typisch mit deutlichem Myzelfilz


    Bilder vom Fund:









    Hier zu sehen wie extrem lang der Stiel teilweise ausgefallen ist und wie viel vom Stiel dabei tief unter der Erde war:



    Größenvergleich mit aufgeklapptem Pilzmesser



    Stielbasis deutlich mit weißlichem Myzelfilz:





    Stiel deutlich hohl:




    Vielleicht hat ja jemand noch einen Ansatz zum Fund? :)

    Das sind Maronenröhrlinge. Wichtig ist bei Steinpilzen immer: Netz am Stiel. Maronenröhrlinge haben kein Netz am Stiel. Anbei bei Interesse ein direkter Vergleich zwischen Maronenröhrling und Fichtensteinpilz:






    Viele Grüße

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Schleierling konnten wir heute in einem Nadel-Mischwald finden. Da es sich laut unserer Bestimmung um einen Hautkopf oder Raukopf handeln müsste und der daraus resultierende Spiritus-Test positiv war, haben wir uns bei den Hautköpfen umgesehen, konnten innerhalb der Hautköpfe aber leider keine Art finden, die so eine auffällige Natterung am Stiel hat. Deshalb die Frage: Hat jemand anhand der Beschreibung / Bilder eine Idee, welcher Hautkopf das ist?


    Fakten zum Fund:

    - Habitat: Nadelmischwald mit überwiegend Fichten, Kiefern, Tannen und eingestreuten Lärchen, Birken, Eichen & Buchen

    - Geruch: Unauffällig

    - Mit Spiritus haben sich neongelbliche Farbstoffe aus dem Fund lösen lassen, Hautkopf sollte damit klar sein

    - Besonderheiten: Stiel bei allen Fruchtkörpern mit auffälliger Natterung (genau so intensiv ausgeprägt wie man das eigentlich vor allem von Cortinarius rubellus kennt) & Stielfleisch an der Basis rötlich

    - KOH-Reaktion durchweg in verschiedenen Rottönen (Bilder folgen etwas weiter unten)


    Bilder vom Fund















    Farbreaktionen mit Kalilauge


    Reaktion der Stielrinde mit Kalilauge:




    Reaktion des Hutfleisches und der Huthaut mit Kalilauge:



    Reaktion von Hut-, Stielfleisch & Lamellen mit Kalilauge


    Reaktion der Stielbasis mit Kalilauge


    Vielen Dank schon mal an jeden der sichs vielleicht anschaut :)

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Hautkopf konnten wir heute im Mischwald finden. Die schwarze Farbveränderung mit Kalilauge und die Farben insgesamt könnten aus unserer Sicht zu Cortinarius cinnamomeus passen, aber wirklich zu 1.000% sicher sind wir uns nicht, alleine schon weil wir die Art vorher noch nie bewusst in der Hand hatten. Sieht hier anhand der Beschreibung jemand etwas, das Cortinarius cinnamomeus ausschließt, was wir vielleicht übersehen haben?


    Fakten zum Fund:


    - Habitat: Mischwald mit an der grenze zum reinen Nadelwald mit Tannen, Fichten, Buchen und vereinzelten Birken


    - Geruch: Angenehm pilzig-würzig mit deulticher Rettich-Komponente


    - Besonderheiten: Stielbasis rötlich verfärbt, Farbreaktion am Stielfleisch weinrötlich, auf Lamellen und Hutoberseite schwarz, Huthaut nicht vom Hutfleisch lösbar, Im Gegensatz zu den meisten Hautköpfen nicht so farbenfroh, mehr bräunlich als orange


    - Test mit Spiritus hat hellrote / orangerote Farbstoffe gelöst, Hautkopf sollte damit klar sein


    Bilder vom Fund:


    1. Fund im Habitat


    2. Farbreaktion mit Kalilauge - Huthaut


    3. Farbreaktion Stielfleisch & Lamellen mit Kalilauge


    4. Stielbasis etwas rötlich verfärbt:




    5. Weitere Detailaufnahmen vom Fund:












    Vielen Dank an jeden der drüber schaut :)


    Viele Grüße

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Schleierling / Gürtelfuß? konnten wir auf unserer heutigen Waldrunde an einem Wegrand im Moos / Mischwald finden. Ich bezweifel es zwar, dass das ohne Mikroskop was wird, aber vielleicht hat ja jemand eine Idee / sieht ein Merkmal, das wir übersehen haben und das eine Bestimmung auf Artebene zulässt? :)


    Fakten zum Fund:

    Habitat: Mischwald am Wegesrand im Moos mit Fichten, Tannen, Kiefern, Buchen

    Besonderheiten: Jung mit deutlich weiß beflocktem Hutrand, im Alter die Hüte aller Fruchtkörper am Hutrand eingerissen und ausbleichend

    Geruch: Leider unbedeutend - kein Rettich, etc.


    Bilder vom Fund:





























    Vielen Dank für jeden der drüber schaut! :)


    Viele Grüße

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Porlingsfund konnten wir im reinen Nadelwald machen. Wuchs dort mit zahlreichen Fruchtkörpern an einem sehr trockenen Südhang bei Kiefern, Fichten & Tannen. Wegen der gelben Farbe haben wir uns im Eck um Albatrellus citrinus umgesehen, aber mit "am boden wachsenden Porlingen" haben wir noch gar keine Erfahrung gemacht. Uns ist in all den Jahren nicht ein Fund in die Richtung in unseren Wäldern untergekommen - umso gespannter sind wir natürlich, ob sich dazu anhand der Bilder vielleicht was sagen lässt?


    Fleisch ohne KOH weißlich:


    Mit Kalilauge erst hellgelblich und dann langsam nachdunkelnd, gelborange - huthaut deutlich dunkler, weinrötlich:


    Poren mit Kalilauge:


    Weitere Bilder:











    Nochmal Farbreaktion mit Kalilauge nach wenigen Sekunden gelblich:















    Fruchtkörper waren deutlich gestielt:



    Poren eines alten Fruchtkörpers waren deutlich gelbbräunlich verfärbt:




    Viele Grüße

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    den folgenden Täublingsfund konnten wir in einem reinen Nadelwald machen. Wir sind bei unserer Bestimmung relativ schnell bei Russula mustelina gelandet, allerdings stören uns die bei unserem Fund etwas grell anmutenden Hutfarben, die wir bei Vergleichsbildern im Netz zur Art nirgends finden konnten.


    Fakten zum Fund:


    - Geruch: Unbedeutend / pilzig

    - Geschmacksprobe: Mild, angenehm

    - Hutoberseite: In der Hutmitte gelblich, in Richtung Hutrand leuchtend rötlich und für Täublinge sehr, sehr große Hutdurchmesser

    - Stiel: Bei einem (wahrscheinlich eher jungen) FK voll, bei den anderen deutlich hohl.

    - Lamellen: Sehr spröde. Es reichte fast das Ablegen auf einen harten Untergrund, dass die Lamellen splitterten


    Chemische Reaktion der Stielrinde mit Guajak - tiefes blau nach ca. 16 Sekunden


    Chemische Reaktion mit Eisensulfat (obere Hälfte vom Stiel- und Hutfleisch) - Fleisch: Sehr dezentes rosa - Lamellen: Kräftiger und eher orange als rosa verfärbt)


    Weitere Bilder vom Fund:











    Huthaut nur am Hutrand abziehbar. Hutfleisch direkt unter der Huthaut deutlich rosa verfärbt:






    Teilweise waren die FK komplett mit Moos bedeckt und schoben das komplette Erdreich samt Moos einfach weg:


    Was für uns für Russula mustelina spricht: Die Größe & das "wegschieben des Bodens" mit dem großen Hut & die damit typische, sehr schmutzige Oberseite, die milde Geschmacksprobe, die sehr spröden und im alter braunfleckigen Lamellen, der teilweise hohle Stiel und auch die chemischen Reaktionen sollten ungefähr so zu Russula mustelina passen.


    Was uns zweifeln lässt: Die wie gesagt bei unserem Fund m. E. zu grellen Hutfarben, die nicht wirklich bis zur Hälfte (eher nur zu knapp einem Drittel / Viertel) abziehbare Huthaut.


    Vielleicht hatte ja jemand Russula mustelina schon mal mit so grellen Hutfarben und kann uns die Zweifel nehmen? Oder sind wir vielleicht komplett auf dem falschen Dampfer unterwegs und haben eine Art übersehen, die besser passt? :)


    Herzlichen Dank schonmal an jeden, der sichs anschaut!


    Viele Grüße

    Hallo Schupfi :)


    ich denke das steht und fällt mit dem Vorkommen von schönen, dicken, alten Eichen - bei uns sind Eichen leider generell selten und dementsprechend selten ist dann vermutlich auch der Tropfende Schillerporling bei uns in der Region.


    Bei uns stehen da in einer Ortsmitte, einem Park, oder am Badesee vielleicht mal 1-2-3 dicke Eichen, aber das wars dann leider auch. Das Höchste der Gefühle sind bei uns einige wenige Kalkbuchen-Mischwälder. Ansonsten gibts bei uns grob geschätzt leider nur um die 70-80% "Rendite-Schnellwachs-Wald" mit Fichten, Tannen und Kiefern, die dann alle 50-60-70-80 Jahre einmal komplett „umgemäht“ und wieder neu mit Fichten etc. bepflanzt werden. (-> natürlich krass überspitzt, aber ungefähr so sieht die Realität dann doch schon irgendwie aus bei uns)


    Viele Grüße

    Glückwunsch auch zu deinem Fund der Art - ist wirklich wunderschön, vor allem mit den Tropfen :)

    Du kommst doch glaube ich auch aus der Inn/Salzach-Region, oder?

    Wenn ja, dann wäre das hier der Standort der Eiche mit dem Schillerporling: Google Maps :)


    Wenn du zufällig in der Nähe wohnst / mal dort unterwegs bist, kannst du ja mal hinschauen, wenn du Lust hast.


    Die Eiche ist nicht zu übersehen und der Schillerporling befindet sich auf der Südseite am Fuß der Eiche.


    Viele Grüße

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    an unserer Freude über die beiden folgenden Erstfunde vom heutigen Vormittag möchten wir euch gerne mit ein paar Bildern teilhaben lassen.


    1. Einer der größten Pilze, die wir je gesehen haben: Ein "Tropfender Schillerporling, Pseudoinonotus dryadeus" mit einem Durchmesser von ca. einem Meter an einer uralten, dicken Eiche, mitten an einer Ortsdurchfahrt.










    2. Ein noch relativ kleiner, ca. faustgroßer Ästiger Stachelbart, Hericium coralloides auf einem toten Buchenstamm im Mischwald mit überwiegend Buchen, Eichen und Birken. Während der Tannenstachelbart bei uns in der Region (Landkreise Mühldorf und Altötting) regelmäßiger vorkommen und wir die Art bereits in verschiedenen Habitaten an kranken oder toten Tannen finden konnten, fehlte uns der Ästige Stachelbart bisher noch. Das hat sich dank des Tipps eines Bekannten heute geändert und wir konnten die Art endlich von unserer (immer noch sehr langen) Wunschliste streichen :)









    Aktuell beschränken sich unsere Waldrunden meist auf nur wenige Kilometer, was aber immer nur daran liegt, dass auf kleinstem Raum so viele schöne und interessante Sachen zu entdecken sind, dass man für einen Kilometer durch den Wald bei uns Stunden braucht - es ist für viele von uns "Pilzfanatikern" einfach die schönste Zeit des Jahres. Einfach nur schön aktuell im Wald zu sein :)


    Viele Grüße