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letzter Beitrag von Beorn am

Bitte um einen Blick: Anfrage im Nachbarforum

  • Hallo zusammen!


    Ich verlinke das natürlich gleich noch kreuz und quer, dann ist das nachher egal, wo die Antwort steht, weil es parallel verfolgt werden kann.

    Veronika hat im Nachbarforum darum gebeten, auf eine dortige Anfrage auch hier noch zu verlinken. Was ich gerne tue, wenn ich vom Themenstarter noch die Erlaubnis erhalte, stelle ich die Bilder auch gerne hier direkt ein.
    Bis dahin aber erstmal der
    >Link zur Anfrage<.


    Und mit der Genehmigung vom Bildautor (siehe NAchbarforum) hier noch die Bilder vom Fund:






    LG, Pablo.

  • Hallo zusammen,


    wegen des Standortes und des Geruches würde ich da eher Tricholoma inamoenum ins Rennen schicken. Hierzu passen dann wieder nicht die relativ eng stehenden Lamellen der gezeigten Pilze.

  • Servus beinand,


    ich denke auch an eine Tricholoma.... auch wegen des Geruchs.


    Tricholoma inamoenum und auch Tricholoma lascivum sind es aber sicher nicht - Lamellen stehe zu dicht.


    Tricholoma stiparophyllum / pseudoalbum würde gut passen, da hier auch gerne solche fuchsigen Flecken im Alter auftreten können...


    Aber: Der zeigt meist deutlich gerippte Hutränder. Passen würden aber die sehr dichtsteheden Lamellen. Das Habitat passt wiederum nicht, da Laubbäume brauchend.

    Tricholoma album hat wieder etwas weiter entfernt stehende Lamellen - und würde nach einem Tag schwärzen bzw. dunkel schmutzig werden, was dem sammler wohl aufgefallen wäre (derThemenstart ist ja schon etwas her).

    Was bleibt übrig? Tricholoma leucoterreum riecht nicht gasartig...


    Schwierig. ;-)


    Liebe Grüße,

    Christoph


    P.S.: stand da nicht doch eine Birke im Nadelwald herum?

  • Moin!


    Wo nebenan auch Veronika ja schon an Tricholoma stiparophyllum dachte, muss ich mal vesuchen zu erklären, warum ich da nicht so recht dran glaube.

    Erster Anhaltspunkt sind für mich nach wie vor die Lamellen. Mag schon sein, daß die beim Birkenritterling (Tricholoma stiparophyllum) etwass weniger entfernt stehen las bei den anderen weißen Stinkerittern. Aber so gedrängt wie hier, das sollte meiner Ansicht nach nicht mehr in die Variationsbreite von T. stiparophyllum passen.

    So gedrängt sollte das höchstens bei sehr jungen fruchtkörpern aussehen:



    Aber: Die Fruchtkörper oben sind nicht jung. Die sind voll aufgeschirmt, siehe Hutform, und in dem Engwicklungsstadium sehen die Lamellen von Tricholoma stiparophyllum dann eher so aus:




    Plus: Habitus. T. stiparophyllum ist ein ziemlich großer Pilz, eben mit oft gerippten Huträndern. Im Alter, bei aufgeschirmten Fruchtkörpern zumeist mit Stiellänge gleich oder wenig größer Hutbreite.

    Plus: Farbverläufe. T. stiparophyllum kann flecken, noch lieber sind die Hüte aber nach und nach gelbbraun, ockergelb oder grauocker überlaufen. Hier sind vor allem kleinere Flecken in olivbraunen, graugelben Farben zu sehen. Kann natürlich auch ein Beurteilungsfehler meinerseits wegen unpräzisen Bildfarben (Monitoreinstellungen usw.) sein.

    Plus: Hutoberfläche. T. stiparophyllum hat eine jung samtigen, matten, bald feinfilzigen und alt gerne schülferig aufbrechende Huthaut. Die Huoberfläche hier wirkt für mich zu glatt, vor allem in der Hutmitte, so als ob man da beim Drüberstreichen mit dem Finger ein ganz unsamtiges haptisches Erlebnis hätte.

    Plus: Stielanatomie. Solche teils verdrehten Rinnen, auch die verdrehte Struktur der wurzelnden Stielbaen habe ich bei T. stiparophyllum noch nie beobachten können.
    Klar, das sind alles nur Details, kleinigkeiten, und für sich genommen wäre keines davon ein Ausschlusskriterium.
    Nur ergibt das - für mein Verständnis - in der Summe der Merkmale ein Gesamtbild, das ich in mein Bild von Tricholoma stiparophyllum (beruhend allerdings nur auf ein paar Dutzend Funden) nicht recht einordnen kann.


    Das betrifft - je nach Merkmal mehr oder weniger, vor allem aber wegen dem Lamellenabstand - auch die anderen weißen Stinkritterlinge, die ich kenne, also Tricholoma album:


    Tricholoma lascivum:


    Und den, der wie Tricholoma album aussieht, aber eklatant krass nach Maipilz riecht, und für den ich bisher noch keinen geeigneten Namen gefunden habe:


    Aber wenn wir schon über Ritterlinge nachdenken:
    Die Art aus der Gruppe, die sich bisher erfolgreich vor mir versteckt, wäre Tricholoma inamoenum, also die Nadelwaldart mit dem lt. Lit. tatsächlich gasartigem, schwefelritterlingsartigen Geruch.
    Nur hätte der ja auch ziemlich entfernt stehende Lamellen.

    Ein weißer Ritterilng mit ziemlcih gedrängten Lamellen wäre dagegen ja Tricholoma columbetta (Weißseidiger Ritterling), nur: Den kenne ich mit anderem Habitus, viel kräftiger, nicht derart wurzelnd und ebena auch anderer Hutoberfläche (fein seidig / radialfaserig):



    Welche Art mir aber noch einfällt, die ich aber auch nicht "persönlich" kenne, was aber zumindest teilweise bei Pizors Pilzen denkbar wäre:
    Tricholoma umbonatum
    Das soll allerdings eine Art bei Rotbuchen auf basischen Böden sein mit deutlich gebuckeltem Hut.
    Was wieder dagegen sprechen würde. Immerhin ist der in FNE4 mit relativ gedrängten Lamellen, deutlich wurzelndem Stiel und weißlichem bis olivgrau, olivocker usw. überlaufendem Hut beschrieben.

    Könnte man sich mal noch genauer angucken, ob das möglicherweise eine Option sein könnte.



    LG; Pablo.

  • Tja Leute,

    ohne den Geruch der angefragten Pilze und den exakten Baumpartner zu kennen, kommt man einfach nicht weiter, leider ist das bei weißen Ritterlingen so.

    FG

    Oehrling

    o. t.: @Pablo, dein weißer krass maipilzartig riechender Ritterling kann auch was ausgeblasstes sein, schon mal in Betracht gezogen? Tricholoma album kenne ich persönlich als eben nicht stinkend, sondern ganz leicht mehlartig riechend.

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Liebe Pilzfreunde,


    ich freue mich über die nun doch noch zahlreichen Antworten und ausnahmslos wird der Geflrckte Rübling verneint und das ist gut so. Welcher es nun tatsächlich ist, wird wohl aus den verschiedensten Gründen ein Geheimnis bleiben. Aber alle von euch ins Feld geführten Arten haben nicht diese langen Wurzeln wie Calocybe (Tricholoma, Tricholomella) constricta- Gegürtelter Schönkopf. Vielen Dank .

    Viele Grüße
    Veronika Weisheit - Pilzberaterin Landkreis Rostock
    Auch Pilzberater können irren, erst recht in einem Forum, deshalb gibt es keine Freigabe von mir, Pilze zu verzehren, auch, wenn diese essbar sind.

  • Salut!


    Möglicherweise bin ich einfach nur etwas schwer von Begriff. Weil bisher habe ich noch nicht verstanden, warum denn nun Rhodocollybia maculata (bzw. ein anderer, ähnlicher Rosasporrübling) mit so absoluter Sicherheit auszuschließen wäre?
    Ich halte den nach wie vor für eine Möglichkeit.
    Farblich ist das Ding ja sehr variabel, und Rhodocollybia maculata wäre ja eben eine Art mit oft (nicht immer) deutlch wurzelndem, verdrehtem Stiel und arg gedrängten Lamellen.

    Ich meine, solche Ansichten von Rhodocollybia maculata:


    ...sind jetzt rein optisch nicht so weit weg von Pilzors Pilzen. Geht auch ohne die Flecken auf meinem Bild, die sind ja optional für die Art.
    Soll jetzt auch keine Bestimung sein, sondern aus meiner Sicht eben nur eine weitere Möglichkeit, bzw. die Frage, warum das denn hier so ausgeschlossen ist?



    o. t.: @Pablo, dein weißer krass maipilzartig riechender Ritterling kann auch was ausgeblasstes sein, schon mal in Betracht gezogen? Tricholoma album kenne ich persönlich als eben nicht stinkend, sondern ganz leicht mehlartig riechend.

    Hallo, Stephan!


    Ja, hatte ich überlegt. Aber auch da: Ich wüsste nicht, was es sein soll. Diese komischen Pilze kenne ich inzwischen von drei Finden (Itzhehoe, Offenbach, Heidelberg). Es gibt ja eine Tricholoma albidum, die nach manchen Autoren eben diesem Pilz ensprechen soll. Andererseits soll das aber eine weiße Form von Trich.terr. sein, was aber ja Quatsch wäre, wenn der Pilz nach Mehl riechen soll.
    Aber das Problem vertiefen wir bestimmt an anderer Stelle noch mal. Ich wollte den wenigstens einmal noch einsammeln und auch mit etwas Chemie bepinseln und mikroskopieren. Wenn es tatsächlich eine weiße Form irgendeines Erdritterlings (speziell inocyboides oder argyraceum) sein sollte - was ich angesichts der Struktur der Hutoberfläche nicht glaube - wird man das am Guajak sofort sehen.



    LG, Pablo.

  • Guten Abend!


    Pilzor hat nebenan noch ein paar Details zu den Pilzen beschrieben, ich stelle das mal hier auch dazu:



    LG, Pablo.

  • Servus Pablo,


    ich hatte den Geruch als gasartig "gesetzt" gehabt, was eben nicht auf den Gefleckten Rübling passt. So bin ich letzten Endes dann auch wieder bei Rhodocollybia maculata - wenn man den Pilz in der Hand hätte statt nur Fotos zu sehen, wäre es einfacher.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo, Christoph!


    Gerüche sind aber auch tricky...

    Ich denke, das ist schon übungssache, jedenfalls die Gerüche irgendwie zu beschreiben und sich zu merken.
    Wobei auch der Gefleckte Rübling bisweilen einen "komischen" Geruch hat, den ich aber bisher nicht wirklich zuordnen konnte.
    Und auch nicht wüsste, wie ich ihn beschreiben soll. Es gibt so komische Geruchsphantome, wie auch den von Phlebia nothofagi. Wobei das nun ein extrem starker, charakteristischer Geruch ist, den man auch sofort wiedererkennt, nur wirklich beschreiben kann ich den bestenfalls näherungsweise, und das mag für andere Nasen dann wieder ganz anders riechen.


    LG; Pablo.

  • Servus Pablo,


    ja, Phlebia nothofagi... für mich ist da der Geruch eine Mischung aus Maracijaschalen und Putzmitteln / Putzlappengeruch - aber eben mit dem sauren Maracujaeinschlag).


    Liebe Grüße,

    Christoph

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