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letzter Beitrag von JanMen am

Physarum leucophaeum?

  • Hallo,


    schade, dass niemand auf deinen Beitrag geantwortet hat! :rolleyes:
    Mit Schleimis kenn' ich mich garnicht aus, aber die Bilder sind klasse!


    Grüße aus Mz.-Kastel
    Wolfgang

    ----------------------------------------------------
    Ich bin ein fortgeschrittener Anfänger. Meine Einschätzungen zu Bestimmungsanfragen sind mit Vorsicht zu "genießen" !
    Und: Nicht jeder meiner Funde muss unbedingt bestimmt werden, ich freue mich einfach über jedes "Kerlchen"... :gfreuen:

  • [quote pid='386157' dateline='1508867699']
    Hallo Volker,


    es wäre schön, wenn Du mal schreiben würdest, wie Du die schönen Bilder machst.
    Schreib' doch mal, wie Du den Pilz oder die Kamera beim Fotografieren bewegst. Fotografierst Du durch ein Mikroskop oder eine Stereolupe?
    Welche Technik hast Du aufgebaut?
    Bei den Bildern würde ich gern Dein Schüler werden ;-)


    Gruß Gunnar





    [/quote]

  • Moin,


    das Beherrschen der Kamera und die Kenntnis von fotografischen Zusammenhängen sind Grundvoraussetzung.
    Die technischen Voraussetzungen sind kein Hexenwerk. Deshalb hier eine kurze Zusammenstellung:


    –• Kamera mit Wechseloptik
    –• Satz Zwischenringe
    –• Makroobjektiv
    –• ggf. Weitwinkelobjektiv in Retrostellung
    –• Canon-Fotografen können auch das Lupenobjektiv verwenden
    –• –šguter–˜ Makroschlitten
    –• stabiles Stativ
    –• niedrigste Empfindlichkeitseinstellung
    –• optimale Blende (häufig Blende 8)


    Mit diesem Aufbau lassen sich Bilder bis zum Maßstab 5:1 machen. Allerdings läßt die Auflösung mit zunehmendem ABM
    nach. Deshalb macht auch nur ein normaler Zwischenringsatz Sinn. Sehr gute Ergebnisse erzielt man bis Maßstab 3:1.


    Das Fotografieren setzt, wie bei allen Dingen im Leben, Erfahrung und Sorgfalt voraus. Wichtig sind:


    –• sicherer Stativstand (Vibrationen durch Bewegung, Autos, Eisenbahnen, Flugzeuge vermeiden)
    –• kein Wind
    –• gleichmäßiges Licht (Nebel oder bewölkter Himmel)
    –• vorsichtiger Vorschub des Makroschlittens (ich schaffe an guten Tagen 0.1 mm)


    Die Schwierigkeiten sind:


    –• Schleimpilze finden. Hier das Hauptproblem.
    –• Licht, in der Makrofotografie braucht man viel Licht. Je größer der ABM, desto mehr Licht braucht man, bzw. umso länger
    wird die Belichtungszeit.
    –• neugierige Zeitgenosse, die bei der Annäherung für Vibrationen sorgen oder gar das Stativ umrennen. Alles schon erlebt.


    Die einzelnen Bilder, bis zu 100 Einzelaufnahmen, werden später in einem –šStacking–˜-Programm verrechnet. Und wenn man alles
    richtig gemacht hat, erhält man auch gute Ergebnisse. Letztendlich ist aber alles eine individuelle Vorgehensweise. Im Lauf der
    Zeit merkt man wo's hakt, und man sucht nach entsprechenden Lösungen.


    Viel Spaß beim Experimentieren,


  • Hallo Volker,


    vielen Dank für die ausführliche Antwort.
    Myxos finden wir regelmäßig, daran mangelt es nicht. Ausrüstung habe ich. Licht gibt es hier auch ;-) An der Zeit mangelt es etwas. Da ist ein Tip vom Profi wertvoll.
    Was mich interessiert: Was für einen Makroschlittens kannst Du empfehlen (und wo bekommt man sowas) und was für eine Software benutzt Du zum Stacken? Ich habe festgestellt, dass mehr Einzelbilder nicht bessere Ergebnisse bringen - bis 100 Einzelaufnahmen erstaunen mich schon. Ich habe sogar schon mal probiert Teilaufnahmen zu stacken, die sich dann wiederum gestackt habe... Manche Fotografen stacken ihre Motive "zu tode" (was man von Deinen Aufnahmen nicht sagen kann). Die Mehrzahl Deiner Bilder dürfte aber zu Hause entstanden sein...


    Gruß Gunnar

  • –˜n Abend Gunnar,


    die Entscheidung mit dem Makroschlitten kann/werde ich Dir nicht abnehmen. Ich arbeite mit –˜nem Novoflex. Inzwischen gibt es aber für die Stackingfraktion so einiges auf dem Markt. Bis hin zum computergesteuerten Schrittmotor. Einfach mal Herrn Google fragen.


    Ob bis zu 100 Aufnahmen zu viel oder zu wenig sind hängt ganz einfach von den Ansprüchen, der Situation und dem ABM ab. Ich habe auch lediglich einen Auszug aus meinem Arbeitsablauf, neudeutsch workflow, aufgeschrieben. Das kann man so machen, muß man aber nicht. Letztendlich muß sich da jeder seinen eigenen Weg erarbeiten. Einfach mal machen. Der Rest ergibt sich von selbst.


    Programme, die die einzelnen Bilder zusammennähen, gibt es inzwischen auch recht viele. Photoshop erzielt schon erstaunlich gute Ergebnisse. Ob die Spezialprogramme das dann wirklich besser machen, da gehen die Meinungen auch wieder auseinander.


    Ich kann nur dazu raten, einfach mal im größeren Maßstab zu beginnen. Da braucht man nicht so viele Aufnahmen und kann auch schon mal mit dem Fokusring die Schärfenebene verändern. An so kleine Dinge wie Schleimpilze sollte man sich erst wagen, wenn man schon einige Erfahrungen gesammelt hat. Versuch macht kluch.

  • Hallo Volker,


    über den Fokus die Schärfenebene zu verändern, das habe ich schon probiert. Geht einigermaßen, ist aber nicht optimal. Deshalb frage ich ja. Anbei meine Ergebnisse. Da ist auch noch irgendein störendes Streulicht.
    Nach 'nem Makroschlitten werde ich mal schauen. Das ist auf jeden Fall besser. Ich habe letztens auf einer Tagung eine Stereo-Lupe gesehen, mit der man eigentlich gut fotografieren könnte, aber deren Vorschub nicht linear ist. Da ist so ein Schlitten unabdingbar.


    Also, vielen Dank, dass Du doch mal etwas von dir preisgegeben hast ;-)


    Gruß Gunnar

  • Hallo Markus,


    ein tolles Bild! Auch ich würde hier Physarum leucophaeum vermuten.


    LG, Jan-Arne

                                                                               
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