Beiträge von hengu

    Hallo Susel und Uwe,


    eine Schleimtrüffel (Melanogaster) ist das schon. Melanogaster gehört zu den Basidiomyceten. Damit ist es keine echte Trüffel - das sind Ascomyceten. Wenn Du die Art bestimmen möchtest, musst Du das Mikroskop zu Rate ziehen.


    Beste Grüße Gunnar

    ergänzend hier noch die Mikrofotos. Symaen hatte die Pilzchen inzwischen eingetütet und versandt. Peridienstruktur und Sporen weisen den Weg zu Tuber maculatum. Die Art wächst schon im Frühsommer bis in den Herbst und ist m.E. besonders in Jungpflanzungen auf reicheren Böden zu finden.


    Sporen (22,5)23,0-26,95-31,0(31,9) x (18,5)18,6-19,7-24,2(24,2)µm



    und hier noch die Peridienstruktur:


    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo Symaen,

    es ist wahrscheinlich Tuber maculatum, eine der kleinen weißen Tuber-Arten. Sicherheit hat man erst nach dem Mikroskopieren. Wenn Du magst, kann ich das gern tun. Schick mir in dem Fall eine PN.


    Beste Grüße

    Gunnar

    ... ist bals schon der Film in der ARD zu sehen.

    Ich habe gerade vom Filmteam "Capricornum Film" die Info zum Sendetermin erhalten. Es sind auch ein paar Pilze zu sehen ;)


    "Am Montag dem 27.07.26 um 22:25 zeigt die ARD "Aus der Asche - Was kommt nach dem Waldbrand"

    und ab 24.07.26 bereits in der Mediathek. Siehe Trailer:


    https://www.ardmediathek.de/video/auf-spurensuche-oder-ard-wissen/trailer-aus-der-asche-was-kommt-nach-dem-waldbrand/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9jZjY0Mjk4MC00ODk2LTQ4YjQtODc5Yy1jMWU3ZWZmMDUxZjQ


    Sollte es bis dahin nochmal ein Brandereignis geben, welches die mediale Aufmerksamkeit erhält, könnte sich der Termin noch auf eine vorgezogene Sendezeit verschieben. Wenn dem so wäre, würde ich mich melden.


    Viel Vergnügen beim Ansehen und herzlichen Dank für die Unterstützung zu den Dreharbeiten.

    Und gerne weiter sagen."


    Also nur noch 11x schlafen...


    Gruß Gunnar

    Hallo zusammen,


    macht es nicht komplizierter, als es ist:

    Landry et al. 2021 - Repertoire Cortinarius Quebec schreiben, dass der Holotyp von C. suberythrinus in der its mit C. vernus var. nevadavernus identisch ist. Nach Prioritätsregel ist damit der ältere Name C. suberythrinus zu benutzen. C. vernus var. nevadavernus ist damit Synonym.

    C. vernus findest du (auch wenn der Name verwirrt) im Herbst.


    Gruß Gunnar

    Hallo Michael,


    Dein Pilz sollte Cortinarius suberythrinus sein. Das ist die Frühlings-Telamonie, die mal C. vernus var. nevadavernus genannt wurde.


    Beste Grüße

    Gunnar

    das wirst Du erst sehen, wenn man das dreidimensionale Objekt durchfokussiert. Standbild reicht dafür nicht. Streiten werde ich hier nicht.


    Guts Nächtle, Gunnar

    Habe mir Dein erstes Foto mal genauer angeschaut: am Rand sehen die Noppen wie Gruben aus. Das ist eine optische Täuschung. Ein Netz wäre, wenn es Verbindungen zwischen den Ornamenten gäbe. Das sehe ich nicht...


    Gunnar

    Hi Björn,

    ich habe auch keine Zweifel. Deine Sporen sind genauso wenig "netzig-grubig". Möglicherweise ein Fehler im Schlüssel.


    Beste Grüße

    Gunnar

    Puccinia rossiana - heute am Vormittag auf dem Nordfriedhof Halle, also in einem neuen MTB; unter tausenden Blausternen waren nur zwei kleine Stellen mit Befall. Ich wollte eigentlich die Suche schon aufgeben, als mein Auge auf den Rost fiel. Insofern "große Freude!" Sporen 47-50 x 29-32µ, das passt; allerdings schreibt Klenke, dass die Sporen netzig-grubig seien. Ich sehe ein warziges Ornament.


    Und dann noch einer vom Wochenende an Kiefernnadeln. Auf unserer mykologischen Vortragstagung im Leibniz-Institut Halle hatte Horst Zimmermann Truncatella conorum-piceae vorgestellt. Der war dann am Sonntag auf der Agenda und fand sich prompt an toten Kiefernnadeln, die noch am Baum hingen. Auf dem Erdboden sah ich nur Spaltlippen.

    freundliche Grüße aus Merseburg

    Gunnar

    Hallo Dominik,


    fabulieren reicht nicht zur Artbestimmung. Allen, die Kartoffelbovist geschrieben haben, stimme ich zu. Der Phänologie folgend dürfte das Scleroderma bovista sein. Das lässt sich aber nur mit dem Mikroskop sicher sagen.


    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo Gunnar,

    unter eine Linde Hemileccinum impolitum, der Fahle Röhrling dazu.

    bist Du dir sicher dass da nicht eine Eiche oder Buche in der Nähe stand? Von dessen Vorkommen unter Linde habe ich noch nie etwas gehört.


    VG Jörg

    Hallo Hannes,


    der Pilz stand am Stammfuß einer Linde an der Flanke eines Dammes. Buchen gibt es da überhaupt nicht. Eichen schon, aber in einiger Entfernung. Aber Du kennst ja die Diskussionen, wie weit Wurzeln reichen können.


    Beste Grüße

    Gunnar

    - natürlich nicht biergeistig torkeln, aber doch den Tag sinnvoll nutzen. Und so waren wir in Dessau im Luisium, einem wunderbaren naturnahen Landschaftspark im Dessau-Wörlitzer Gartenreich, das auf der Liste des UNESCO-Welterbes der Menschheit steht.

    Nach den ersten Netzstieligen Hexenröhrlingen, die am Dienstag bei der Fachgruppenexkursion gefunden wurden, kam jetzt im Luisium unter eine Linde Hemileccinum impolitum, der Fahle Röhrling dazu.


    Auf Kriechender Gemswurz (Doronicum-pardalianches) fand sich auf teils gilbenden Blättern Ramularia doronici.


    Über die beiden folgenden Pilze bin ich am Nachmittag mehr oder weniger unabsichtlich gestolpert: an Rhamnus cathartica, dem Kreuzdorn Puccinia coronata und Erysiphe tortilis, hier auf einem Blatt zusammen.


    Dafür „gezielter Erfolg“ bei Ustilago perennans, dem Glatthafer-Flugbrand. Julia Kruse hatte im neuen Rundbrief aufgerufen, danach zu schauen – eh voilà! …


    Und im Rundbrief wurde auch hingewiesen auf Puccinia phragmitis, den Großen Ampfer-Schilfrost. Schon im ersten Bestand war er zu finden. Der Pilz ist durch seinen Farbkontrast von weißen Aezien auf der roten Befallsfläche im Ampferblatt ein echter Hingucker. Da hat es sich gelohnt.


    In einem Bestand von Großer Brennessel gleich zwei Puccinien, für die ich keine Namen außer dem des Aggregates habe. In der Nähe blühten die Wasser-Schwertlilien und die Ufer-Segge schob gerade Blütenstände.


    Schlussendlich brachte die Nachmittagsrunde dann doch noch einen Hutpilz zum Vorschein Tricholoma inocybeoides, ein kleiner Ritterling in Größe und Anmutung eines Risspilzes.



    Die unerwarteten Funde sind oft die schönsten...

    Beste Grüße

    Gunnar

    Vielen Dank an alle! Haltet inne! Die Bilder haben ihren Zweck erfüllt :)

    Michael Laaß schrieb mir heute in der mail: "das ist super! Herzlichen Dank, auch an die Kollegen, die so fleißig fotografiert haben."


    Andy - da ich den Beitrag hier verlinkt habe, sieht er Deinen Perli noch.

    Paulis: ich bin auch an dem Artikel interessiert. Bei einem Vortrag hatte er schon Eigelege von Insekten auf versteinerten Pflanzen gezeigt. Das ist ganz irre...


    Beste Grüße

    Gunnar


    Hallo Stefan & Michael,


    herzlichen Dank auch Euch! Man kann fast schon einen Wettbewerb daraus machen :)

    Per mail habe ich gerade zwei Maden-Fotos bekommen. Da sollte auch jeden Fall das Passende dabei sein.


    Gruß Gunnar

    Hallo Mario & Schupfi,


    Ihr seid hier die Helden ;)

    Ich schicke den Link gleich mal weiter. Unter den Bildern ist sicher Brauchbares.


    Vielen Dank!!!

    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo zusammen,


    ein befreundeter Geologe und Paläontologe sucht ein Pilzfoto (mit dem Namen des Pilzes) für einen Artikel über Fortpflanzungsstrategien von Insekten und Nachweise aus dem Fossilbericht für die Chemnitzer Museumszeitschrift ein Foto eines vermadeten Pilzes.


    (Es soll wohl thematisch um Pädogenese und Parthenogenese gehen, die z.B. bei einigen Zweiflüglern auftritt,

    die ihre Eier auf Pilze ablegen und sich dann die Larven ungeschlechtlich massenhaft pädogenetisch vermehren.)


    Wer kann helfen?


    Vielen Dank vorab

    Gunnar

    Hallo Bernd,


    das ist Rh. verii. Siehe dazu meine Antwort auf Trinos Frage unter:


    Gruß Gunnar

    Hallo Bernd,


    das hat viel Arbeit gemacht. Alle Achtung. Es gab mal einen Scutellinia-Schlüssel als Excel-Tabelle, der so wie Deiner funktioniert hat. Mit dem habe ich ganz gern gearbeitet. Insofern freue ich mich über Dein Projekt.


    Ich würde mir eine Spalte wünschen, in der ich die Sektion selektieren kann (Glaucopodes, Phlegmacioides, Camptori ...)


    Das könnte man auch mit der Sporenform machen (könnte da in der Zelle auch eine gezeichnete Sporenform eingebaut sein? rundlich, citriform u.s.w. könnte man gut anhand Bild auswählen ohne viele Worte).


    Insgesamt steht in den Zellen m.E. viel zuviel Text. Das ist für die Selektion hinderlich und ist dadurch momentan fehlerhaft.

    In Frøslev et al. 2007: Molecular Phylogenetics and Evolution 44 (2007) 217–227

    sehe ich eine perfekte Vorlage:

    *Sodagnitin-Rekation Hut, Knollenrand, Fleisch (das wären drei Spalten, wenn ich mal eben nur ein Merkmal getestet und sicher erkannt habe, dann klicke ich das eine an...)

    *Hutfarbe in drei Varianten

    *Lamellenfabe junger FK in drei Varianten

    *Vorhandesein von Anthrachinonpigmenten oder nicht

    *Mykorrhizapartner: nur Auswahl LW oder NW, dazu als Auswahl Buche+Tanne, Fichte +Birke und gern, wenn Du magst Pappel, Buche, Eiche, Hainbuche, Linde... (geht das überhaupt?)


    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo Matthias,


    ich halte das für Cortinarius geraniolens Bidaud. Die Art hat die blauen Lamellen, deren Farbe später vom braunen Sporenpulver überdeckt wird (Deine Sporen sind etwas größer als in meinen Kollektionen). Dazu kommen die Velumschüppchen auf dem Hut. Du kannst auch bei C. subcarcharias nachschlagen, einem Synonym von geraniolens. C. geraniolens wächst bei Laubbäumen, wie Hainbuche, Linde und Eiche auf eher mageren, nicht eutrophen Böden.


    Gruß Gunnar

    Hallo Mario,


    mit Deiner Dokumentation kann man etwas anfangen ;)

    Dein Fund hat Q: 2,22

    Bei Rh. luteolus liegt Q bei 2,5-2,6

    bei Rh. verii liegt Q bei 2,2-2,35


    Das spricht für Rh. verii.


    Die Rhizomorphen erreichen nicht den Scheitel (die Oberseite) des Fruchtkörpers; das ist leider in Deinen Aufnahmen nicht zu sehen, sollte aber so sein.

    Die Fruchtkörper zeigen die Tendenz zu relativ kleinen, rundlichen Fruchtkörper, Das passt auch.


    Auch das spricht für Rh. verii.


    Für Dein Foto habe ich mir mal erlaubt, einen Weißabgleich zu machen. Dadurch sieht man besser, dass die Rhizomorpen rötlich sind.



    Für mich ist am schönsten, dass Du im Mikro die von Martín (1996) gesehenen lageniformen Basidien zeigst. Die habe ich bei meinem ersten Fund nicht zu Gesicht damals bekommen.




    Also: Rhizopogon verii. Sie ist übrigens viel häufiger als Rh. luteolus.

    Gratuliere...


    Gruß Gunnar


    Hallo in die Runde,

    nach 20 Tagen ohne Niederschlag ist das Pilzaufkommen an Großpilzen vollständig erloschen. Aber es gibt halt noch die Kleinigkeiten - erfreut Euch mit mir...


    Puccinia circaeae - Brauner Hexenkrautrost auf Circaea lutetiana


    Puccinia glechomatis - Gundermannrost auf Gundermann


    Ustilago filiformis - Streifenbrand auf Glyceria maxima


    ab hier kommen Arten, die ich bisher noch nicht hatte.

    Sphacelotheca hydropiperis auf Persicaria hydropiper - Wasserpfeffer; die Art soll früher häufiger gewesen sein.


    Enthorrhiza (Juncorrhiza) casparyana an Juncus bulbosus; der Basidiomycet entwickelt sich unterirdisch im Wurzelbereich und ist wohl häufiger, als die wenigen Funde erkennen lassen. Aber - in ST mit Juncus bulbosus auf einem neuen Wirt.


    und zur Erbauung noch der Moor-Bärlapp in einem doch recht großem Bestand


    Schöne Arbeitswoche ;)

    Gunnar