Hallo, Besucher der Thread wurde 1,1k aufgerufen und enthält 12 Antworten

letzter Beitrag von Beorn am

Filzröhrling

  • Hallo,


    stand bei Heinbuchen / Buchen
    Blauen taten sie minimal im Stiel
    Fraßstellen rötend
    Stielbasis Rot
    Netzzeichnung???





    Grüße, Chris

    ...........................:snail:


    Der Verzehr von Pilzen, nur weil jemand im Internet sagt das seien die oder die ist zutiefst leichtsinnig!!


    Meine Bilder stehen unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA was euch alles erlaubt (kopieren/veröffentlichen/bearbeiten & veröffentlichen etc.) sofern ihr sie unter der gleichen Lizenz, mit Namensnennung und nicht kommerziell nutzt.

  • Hallo Chris,


    schwer zu sagen - entweder X. chrysenteron oder eventuell X. porosporus.
    Für porosporus sprechen die düstere Färbung von Hut und vor allem auf dem Stiel, dagegen spricht dass der Stiel von der Basis aufwärts Rottöne zeigt.
    Für chrysenteron spricht ebendiese Rotfärbung von der Stielbasis an nach oben ziehend, die roten Fraßstellen, und das dutlich rissig werden der Hutoberfläche.


    Meiner Meinung nach eher der ganz normale Rotfußröhrling X. chrysenteron, auch wenn nur Laubbäume da sind.


    Netzzeichnung kann bei Filzröhrlingen generell nicht vorkommen.


    beste Grüße,
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    bei meinen bestimmungsversuchen landete ich auch bei X. chrysenteron, Hauptsächlich wegen der roten Fraßstelle, die weit ins Hutfleisch reicht.


    Danke für die Antwort!

    ...........................:snail:


    Der Verzehr von Pilzen, nur weil jemand im Internet sagt das seien die oder die ist zutiefst leichtsinnig!!


    Meine Bilder stehen unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA was euch alles erlaubt (kopieren/veröffentlichen/bearbeiten & veröffentlichen etc.) sofern ihr sie unter der gleichen Lizenz, mit Namensnennung und nicht kommerziell nutzt.


  • ... Netzzeichnung kann bei Filzröhrlingen generell nicht vorkommen. ...


    Ich tu das ja nur ungern aber, je nachdem wie du Netzzeichnung interpretierst, würde ich da ein Veto einlegen.


    Ich sehe solche Ausprägungen gelegentlich. Auf die Schnelle mal ein link zu 123.
    Ich würde das eigentlich Netzzeichnung nennen. :hmmm:

  • Servus beinand,


    für mich sieht das sehr nach Xerocomellus porosporus aus. Ich vermute, dass der Fundort recht stickstoffbelastet war?


    LG
    Christoph

  • Salut!


    Ich bin da auf Christophs Schiene und sehe auch Xerocomellus porosporus.
    Lustigerweise bei unseren Ausflügen am Wochenende der am häufigsten gefundene Filzröhrling.
    Wie weit sich die braune bzw. rote Färbung von der Stielbasis nach oben ausdehnt, ist sehr variabel. Solche Netzzeichnungen sind den Irreführungstechniken dieser Pilzarten geschuldet und können je nach Laune der Organismen bei allerhand eigentlich ungenetzten Arten mal auftreten. ;)
    Sind aber stets immer nur netzartig verteilte Flöckchen oder Rippen und nie vergleichbar mit den aufliegend-aderigen netzen etlicher Boletus - s.l. - Arten.



    LG; pablo.

  • Also röten die fraßstellen von x porosporus auch!?

    ...........................:snail:


    Der Verzehr von Pilzen, nur weil jemand im Internet sagt das seien die oder die ist zutiefst leichtsinnig!!


    Meine Bilder stehen unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA was euch alles erlaubt (kopieren/veröffentlichen/bearbeiten & veröffentlichen etc.) sofern ihr sie unter der gleichen Lizenz, mit Namensnennung und nicht kommerziell nutzt.

  • Hallo,


    das mit den Fraßstellen muss ich mal genauer beobachten bei meinen Fundstellen, ich habe zu wenig drauf geachtet.
    Stickstoffliebend sind diese Xerocomellus alle mehr oder weniger.


    Ich denke weiterhin dass es chrysenteron ist, weil bei porosporus die Rotfärbung des Stiels nach meiner Beobachtung immer als rote Ringzone im oberen Drittel des Stiels anfängt, genau dort wo die düstere Stielfärbung aufhört. Von dort aus kann das Rot dann auch etwas den Stiel herunterziehen zur Basis hin. Bei chrysenteron ist es genau umgekehrt, da beginnt die Rotfärbung in der Stielbasis und zieht nach oben (wie beim Netzstieligen Hexenröhrling).


    beste Grüße,
    Andreas

  • Hallo, Andreas!


    Schon, ja.
    Andererseits gibt es Xerocomelluls porosporus wohl ja auch mit komplett rotem Stielfleisch (und roter Stielrinde), wenn ich Thomas Roedig in ZfM 81/1 2015 glaube. Was ich im Grunde schon tue, auch ohne einen völlig rotstieligen porosporus selbst mal in der Hand gehabt zu haben.
    Hier gibt aus meiner Sicht den Ausschlag, daß das Rot durchsetzt ist mit rußbraunen Flecken und Schlieren, vor allem außen am Stiel. Das Verhalten und diesen farbton kenne ich von Xerocomellus chrysenteron nicht. Wie weit sich die rußbraunen und roten Zonen im und am Stiel bei X. porosporus verschieben können, könnte ziemlich variabel sein.
    Tja, mal wieder so ein Fall von: "Kurzer Blick auf die Sporen und die Sache wäre sicher geklärt..." :eyesshut:



    LG; pablo.

  • Hallo,


    ja, muss ich zugeben. Die Funde von Thomas Rödig sind ja auch zumindest teilweise molekular abgesichert ....


    beste Grüße,
    Andreas

  • Moin!


    Das freut einen +/- Pilzkunde - Frischling wie mich natürlich, auch einen Andreas überzeugen zu können oder gar bei einem Röhrling von (nicht irgend-)einem Jürgen bestätigt zu werden. :)


    Aber was nun gerade untergegangen war (Sorry):


    Also röten die fraßstellen von x porosporus auch!?


    Ja, nach meiner persönlichen Erfahrung rötet das Hutfleisch an Fraßstellen auch bei X. porosporus. Wie übrigens bei den meisten Filzröhrlingen aus dieser Gruppe.
    Eine rote Subkutis (dünne, rötliche Schicht unter intakter Huthaut) ist nochmal ein anderer Punkt, aber auch nicht gerade ein sehr zuverlässiges Bestimmungsmerkmal, weil es bei mehreren Arten auftreten oder eben fehlen kann.



    LG, Pablo.

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.