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letzter Beitrag von Beorn am

Spaziergang im Stadtwald

  • Hallo Pilzgemeinde!


    Bei meinem heutigen kurzen Spaziergang sind mir doch tatsächlich interessante Arten ins Netz gegangen.


    1. Diesen würde ich für einen Orangeseitling (Phyllotopsis Nidulans) halten. Er soll recht selten sein. So oder so ist er jedenfalls wirklich hübsch anzusehen in seiner markanten Farbgebung. Er riecht unangenehm muffig.




    2. Hier dürfte mit ziemlicher Sicherheit ein Winter Stielporling (Polyporus Brumalis) zu sehen sein. Er duftet markant würzig, fast verführerisch. Der Geruch erinnert mich stark an Krause Glucke (Sparassis Crispa) Kaum zu glauben, dass er als ungenießbar gilt.




    3. Und hier bin ich für jede Unterstützung dankbar. Ich würde diese zu den Galerinas stellen, verzweifle aber an einer genaueren Bestimmung. Sie standen an manchen Stellen im Mischwald recht häufig, selten büschelig. Mit der Nase bin ich leider noch nicht so fit. Für mich riechen sie nicht gerade unangenehm. Nicht so würzig wie Stockis aber irgendwie eben unaufdringlich wenn auch vernehmbar pilzig.
    Edit: Ich habe die Pilze auf den Bildern für die gleiche Art gehalten. Das erste Bild ist mit Blitz fotografiert und recht stark farbverfälscht. Die Lamellen waren jedenfalls nicht so grau, sondern eher Stielfarben...




    4. Zu guter letzt noch etwas, wozu ich leider nichts weiter beitragen kann...



    Grüße!

  • Hallo.


    Pilz 1 & 2 sind auf jeden Fall richtig bestimmt. :alright:
    Der Orangeseitling ist in manchen Gegenden recht häufig, in anderen fehlt er fast oder vollständig. Insgesamt würde ich sagen: "Zerstreut" bis "gebietsweise nicht selten".
    Der Winter - Stielporling (Polyporus brumalis) ist wohl vor allem viel zu zäh um ihn zu verzehren. Möglicherweise auch bitter.
    Giftig ist er jedenfalls nicht.


    Pilz 3 sind Trompetenschnitzlinge (Tubaria furfuracea). Beim zweiten Bild häte ich fast an eine Laccaria gedacht, Da hatte ich vor einigen Tagen auch Fruchtkörper (irgendwas aus dem Lacc.-lacc. - Aggregat) gesehen. Aber die Hutoberfläche gefällt mir dafür nicht und die Form passt besser zur Tubaria. Sporenabwurf wird sicher auch bräunlich sein.


    Tja... und gelbe Kügelchen. M&Ms verloren? Aber warum nur die gelben?



    LG, Pablo.

  • Hallo!


    Der braune Belag um die Phyllotopsen rum, ist übrigens auch ein Pilz. Das sind ältere Fruchtkörper von Vuilleminia (Rindensprenger). Bei dir scheint das Substrat Eiche zu sein, da ist es meist Vuilleminia comedens (Gemeiner Rindensprenger).
    http://www.mykologie.net/index…1715-vuilleminia_comedens


    VG Ingo W

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    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"
    oder wie sogar die Gnolme wissen:
    "Pilzis ne bloß von o'm anguck!! Unt'n auch wichtich is!" ==Gnolm2


    137-15 (Gebühr APR 2018) = 122+12 (APR 2018 Platz 4) = 134+1 (Segmentwette APR 2018) = 135+2 (schöner Falsch-Phal APR 2018 = 137+9 (3.Platz schöner Phal APR 2018) = 146-15 (Gebühr APR 2019) =131+9 (APR-Schnell-Joker-Bonus) = 140+4 (APR2019-Platzierungswette) = 144+3 vom Gnemil-APR-Nachrätsel = 147+9 (Phalplatzierungs-PCs) = 156 - 20 (Gebühr APR 2020) = 136



    Link: Nanzplan APÄ-2020

    Link: Gnolmengalerie

    Link: Phalabstimmung 2019

  • Danke für die Antworten!


    Das Substrat ist m.E. Buche. Aber das ist ja interessant, versehentlich einen weiteren unbeachteten Pilz mitfotografiert zu haben....


    4. Sind übrigens wirklich Plastikkügelchen, die ich allerdings auf den ersten Blick für beachtenswert hielt. In der Nähe spielten ein paar Kinder Dschihad mit Nachbildungen israelischer Waffen (Uzi). Wahrscheinlich waren das also solche Softair-Kügelchen....



    Grüße!

  • 2. Hier dürfte mit ziemlicher Sicherheit ein Winter Stielporling (Polyporus Brumalis) zu sehen sein. Er duftet markant würzig, fast verführerisch. Der Geruch erinnert mich stark an Krause Glucke (Sparassis Crispa) Kaum zu glauben, dass er als ungenießbar gilt.


    Hallo,
    wenn du das nicht glaubst, dann sammel doch ein paar junge frische Stücke zusammen und koche sie zu einer Brühe aus. In der Gattung Polyporus gibt es nichts Giftiges, so dass man ein solches kulinarisches Experiment durchaus mal wagen kann. Vielleicht erlebst du ja eine (positive oder negative?) Überraschung.
    FG
    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Pilz 3 sind Trompetenschnitzlinge (Tubaria furfuracea). Beim zweiten Bild häte ich fast an eine Laccaria gedacht, Da hatte ich vor einigen Tagen auch Fruchtkörper (irgendwas aus dem Lacc.-lacc. - Aggregat) gesehen. Aber die Hutoberfläche gefällt mir dafür nicht und die Form passt besser zur Tubaria. Sporenabwurf wird sicher auch bräunlich sein.


    Pilz 3 Trompetenschnitzlinge klar, aber der nächste Pilz erinnert MICH viel mehr an eine Laccaria (auch die Hutoberfäche) ,so wie ich die durchaus kenne. ok zur Zeit würde ich die eher nicht erwarten, aber wie Du schon schreibst, möglich wäre es- Sporenabwurf würde tatsächlich die Zweifel beseitigen. Manchmal sehen sich die beiden Arten echt ziemlich ähnlich.


    Polyporus brumalis , zum essen echt zu zäh, aber auch ich wollte schon mal einen Brühtest machen (gute Brühen haben auch was), irgendwie ging der aber dann unter, die anderen Pilze zu verarbeiten ging vor. Aber ich bin ja hier mittlerweile im Forum für meine Experimentierfreude bekannt.


    Polyporus squamosus- der geht ja auch bald wieder los- der wird dieses Jahr intensiv gesammelt werden (ich habe einen Wald, wo der ein Massenpilz ist)- super lecker, aber wirklich nur die ganz jungen Hüte- diese sind aber wirklich vorzüglich.

  • Hallo.


    Möglich wäre das schon, Safran.
    Ich denke, da wäre ein Sporenabwurf echt ganz gut.



    Der braune Belag um die Phyllotopsen rum, ist übrigens auch ein Pilz. Das sind ältere Fruchtkörper von Vuilleminia (Rindensprenger).


    Sicher?
    Ich kenne Vuilleminia mehr so von abgestorbenen Ästen im Luftraum. Oder wenn die am Boden liegen, dann liegen die noch nicht lange. Allerdings kenne ich auch nur Vuilleminia comedens, also mit dem Wuchs auf ansitzenden Ästen von Eichenarten. Vielleicht kommen andere Arten ja auch an lange liegenden Stämmen von Buchen vor.


    Oder wie wäre es mit einem Heterobasidiomycet?
    An solchen dicken, liegenden Holzteilen taucht ja gerne mal Exidiopsis oder Sebacina (Wachskruste) auf.
    Und das sieht auch recht ähnlich aus.



    LG, Pablo.

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