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letzter Beitrag von Habicht am

Wohl doch Jura-Kelchbecherling

  • Hallo, vor einiger Zeit noch stolz meine ersten Scharlachroten Kelchbecherlinge präsentiert, entpuppten sich diese bei der Auswertung der Sporenbilder als mutmaßliche Jura-Kelchbecherlinge. Zumindest brachten mich zu dieser Annahme die beiden großen Öltropfen an den Sporenenden. Aber in einem Erlenbestand??? Ok, Zeit für einen Sonntagsausflug. In dem Wäldchen angekommen begrüßten mich ein paar letzte Fruchtkörper inmitten von Erlenfrüchten und -blättern. Bei genauerem Hinsehen lagen da aber noch diese spitz zulaufenden, herzförmigen Lindenblätter vereinzelt darunter, also müssen tatsächlich noch einige Linden untermischt sein. Auf welchem Substrat die dort noch vorhandenen Fruchtkörper wuchsen, kann ich nicht sagen. Für mich ist es unmöglich die Zweige den Bäumen zuzuordnen.


    Was sagt Ihr so dazu?


    Bild 1


    Bild 2


    Bild 3


    Bild 4


    Bild 5


    Bild 6


    Bild 7: Behaarung auf der Unterseite. Die ließ mich ja zunächst an Sarcoscypha coccinea glauben.


    Bild 8: dito


    Bild 9: die Sporen mit teilweise abgeflachten Kanten und den beiden großen Öltropfen.


    Bild 10: Die lagen auch da herum. Weiß vielleicht jemand von Euch, von welchen Baum die stammen könnten?

  • Hallo Holger,


    die eingedellte Sporen, sofern sie reichlich vorhanden waren, sind ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal für S austriaca.


    Schöner Fund, gratulier' Dir :alright:


    LG
    Peter

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

    Einmal editiert, zuletzt von Habicht ()

  • Hallo Holger, Hallo Peter -


    die Öltropfen sprechen schon eine eindeutige Sprache, das sollte eindeutig Sarcoscypha jurana sein, so, wie du sie auch bestimmt hast, Holger!


    Glückwunsch zum Fund. dieser fehlt mir ja noch...


    LG, Uli


    siehe auch >hier<

  • Hallo.


    Das sehe ich genau so.
    Etwas eingedellte Sporen haben alle drei hier vorkommenden Arten.
    Die dicken Tropfen sind relevant, die finden sich bei S. austriaca und S. coccinea nicht. Die Rand- und Außenhaare sind bei S. jurana auch einigermaßen gerade, das passt also.
    Interessanterund schöner Fund. :alright:



    LG, Pablo.

  • Hallo,



    die Pds beinhalten weder den einen noch den anderen, der Bon erwähnt S. austriaca, zu S. jurana schweigt er.


    Im BLV, Gerhardt werden die Sporen als eingedellt beschreiben.



    S. spec. hatten wir gestern über eine Stunde unterm Mikroskop gehabt, aufgenommen habe ich ihn nicht. Gezeichnet schon,





    Kenner erkennen darin einen werdenden Könner, wird schon noch :D



    Zurück zum Thema, der wurde auf Grund der eingedellten Sporen eindeutig als S. austriaca bestimmt.


    Mit dem nicht unwesentlichen Hinweis, das die Sporen von S. jurana auch zwei Tropfen aufweisen.


    Die recht zahlreich auszumachenden Dellen waren ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal.


    LG
    Peter

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  • Hallo, Peter!


    Habt ihr lebendes oder totes Material vermessen?
    Nach H.O. Baral können sich in toten Sporen von S. austriaca auch mal große Tropfen in den Sporen bilden. >Klick<
    Wenn das lebendes Material ist, von dem du da abgezeichnet hast, dann ist es S. jurana.
    Alles Wissenswerte zu der Gattung in Europa findest du >hier<.



    LG, Pablo.

  • Hallo!


    Was Pablo anspricht, ist der Punkt.
    Bei S. austriaca kann nämlich der vital mehrguttulige Inhalt geschädigt zu großen Tropfen zusammenlaufen. Übrigens auch bei anderen mehrguttuligen Sporen sämtlicher Arten.


    Zum Glück finde ich die Arten so gut wie nicht.
    Aber einmal hatte ich so ein rotes Ding trotzdem, und ich weiß jetzt noch, dass die Bestimmung für mich alles andere als einfach war.
    Ich habe die Apos letztendlich angammeln lassen, damit sich Konidiensporen bilden. Mit deren Maßen und Inhalt plus Haarform bin ich dann erst zu einem Ergebnis gekommen.


    Zotto habe ich übrigens mal darauf angesprochen, dass in seinem (von Pablo verlinkten) Schlüssel ein paar Sporenbilder fehlen bzw. nicht mehr aufgehen.
    Ihm selbst fehlt aber diesbezüglich das Verständnis zur Funktion der Seiten; die sind nämlich vom Nachwuchs geschaffen, welcher aber eben gerade andere Probleme hat.


    VG Ingo W

    ________________________________________________________________
    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"
    oder wie sogar die Gnolme wissen:
    "Pilzis ne bloß von o'm anguck!! Unt'n auch wichtich is!" ==Gnolm2


    137-15 (Gebühr APR 2018) = 122+12 (APR 2018 Platz 4) = 134+1 (Segmentwette APR 2018) = 135+2 (schöner Falsch-Phal APR 2018 = 137+9 (3.Platz schöner Phal APR 2018) = 146-15 (Gebühr APR 2019) =131+9 (APR-Schnell-Joker-Bonus) = 140+4 (APR2019-Platzierungswette) = 144+3 vom Gnemil-APR-Nachrätsel = 147+9 (Phalplatzierungs-PCs) = 156 - 20 (Gebühr APR 2020) = 136+3 (Einlaufwette APR2020) = 139 + 6(3x2) für gute Phäle APR2020 = 145



    Link: Nanzplan APÄ-2020

    Link: Gnolmengalerie

    Link: die schönsten Phäle zu APR-2020



    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()

  • Hallo Pablo,


    wir hatten Frischmaterial zur Verfügung,


    Dein Link in allen Ehren,


    ich will nicht alles Wissenswerte per Link in Englisch. Auch nicht in anderen Sprachen.



    Einer wird diese Bagatelle schon aufklären können, wetten?


    Ich setzte 10 Chips gegen S. jurana.


    :P


    LG
    Peter

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  • Hallo, Peter!


    Das ganze gibts auch auf deutsch.
    Etwas ausführlicher und etwas älter, hat aber wohl nach wie vor Gültigkeit.
    >Link<
    Zotto ist einer der herausragendsten Ascomycetenkenner in Deutschland, seine Arbeiten sind schon sehr verlässlich.
    Ich wüsste niemanden, der etwas besseres als diesen Schlüssel zur Bestimmung von Kelchbecherlingen nutzt.


    Zu welcher Art dein Pilz nun gehört, kann ich so freilich nicht sagen, dazu müsste ich den schon in der Hand halten und auch selbst unters Mikro packen.
    Und bei "toten" Sporen eben nach den Konidien schauen, Ingo hat's ja schon gesagt.
    Du kannst auch noch die Außenhaare einbeziehen, die sollten bei S. jurana wie bei S. coccinea eher gerade sein, im Gegensatz zu den Kraushaaren von S. austriaca.


    Bisher hatte ich nur S. austriaca und S. coccinea unterm Mikro.
    Die Sporen sind bei beiden Arten recht variabel in der Form, bei S. coccinea wohl noch ein wenig mehr. Apikal abgeplattete bis eingedellte fand ich bei beiden Arten vor.


    PS.: Da war hübchen schneller.
    Freut mich übrigens, dich hier wieder mal zu lesen, Hübchen! :)



    LG, Pablo.

  • Hallo,


    danke,


    schon wieder ein Link :eek: , werde ich diese Woche durchackern.


    An "Links-Experten" mangelt es nicht, die Wettexperten sind rar vertreten.


    :freebsd:


    LG
    Peter

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  • Hallo Peter!

    Zitat


    Zurück zum Thema, der wurde auf Grund der eingedellten Sporen eindeutig als S. austriaca bestimmt.


    Naja, mag sein, dass er aufgrund der eingedellten Sporen eindeutig bestimmt wurde. Die Frage ist aber, ob er richtig bestimmt wurde. Ich will da ja niemandem zu nahe treten, aber eingedellte Sporen, 2 große Tropfen in den Polen und dein Hinweis, dass ihr vitales Material untersucht habt, da lass ich schon 5 Chips springen und setze die gegen S. austriaca.


    Du merkst, in mir geht der Skeptiker nicht kaputt, und wenn du das willst, können wir gerne wetten, aber wer soll der Schiedsrichter sein?


    VG Ingo W

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    Link: Nanzplan APÄ-2020

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  • Hallo, die Sporen die ich unter dem Mikroskop hatte, waren etwa 24 Std. alt. Frisch hätten sie also anders aussehen können? S. austriaca habe ich wegen der deutlich nicht krausen Haare ausgeschlossen, die werden wohl immer gleich sein. Ich werde mir die Links heute Abend mal noch genauer ansehen.

  • Hallo Holger,
    bei Deiner Kollektion wird nichts anderes herauskommen als jurana. Und sofern mit dem Material nicht irgend etwas Extremes angestellt wurde, sind die 24 Stunden bis zur Untersuchung ohne Bedeutung. Ich habe jurana schon selbst im Saarland gefunden, übrigens zusammen mit austiraca, vielleicht 50-60 Meter voneinander entfernt. Auch dort gibt es ein paar eingetreute Linden.
    Bei austiraca kommen Sporen mit zwei Tropfen bei lebenden Sporen nur ausnahmsweise vor, während bei jurana fast alle Sporen zwei Tropfen haben. Eindellungen an den Polen kann man bei beiden Arten beobachten. Zusätzlich kann man auch noch die Außenhaare anschauen, bei jurana eher gerade, bei austriaca eher gekräuselt.


  • [font="Arial"]Zotto ist einer der herausragendsten Ascomycetenkenner in Deutschland, seine Arbeiten sind schon sehr verlässlich.
    Ich wüsste niemanden, der etwas besseres als diesen Schlüssel zur Bestimmung von Kelchbecherlingen nutzt.


    [/font]


    [font="Arial"]Hallo Pablo,[/font]


    [font="Arial"]- Und ich benutze die Zotto-Artikel höchstens als Ergänzung und halte mich lieber an [2] Pidlich-Aigner. :)[/font]



    [font="Arial"]Auszug der –žSarcoscypha–œ-Literatur aus meiner Artikelliste.
    [/font]
    [font="Arial"]Zusammengestellt von Gerd Fischer 09.04.2012
    [/font]
    [font="Arial"]  
    [/font]
    [font="Arial"][1] ID-05035 (http://www.gbif-mycology.de/Ho…tes/Baral/Sarcoscypha.htm[/font][font="Arial"])
    [/font]
    [font="Arial"]Baral, H.-O. (2004): The European and N-American species of Sarcoscypha
    [/font]
    [font="Arial"]---------------------------
    [/font]
    [font="Arial"][2] ID-05612 (http://www.museum-joanneum.at/upload/file/JoBot_01_01_1_.pdf[/font][font="Arial"])
    [/font]
    [font="Arial"]Pidlich-Aigner, H. (1999): Sarcoscypha austriaca (Beck ex Sacc.) Boud. und S. coccinea (Scop.:Fr.) Lamb. (Sarcoscyphaceae) in der Steiermark. ; Joannea Botanik
    [/font]


    [font="Arial"]Zusammenfassung: Die Verbreitung, Ökologie und Morphologie von Sarcoscypha austriaca (BECK ex SACC.) BOUD. und S. coccinea (SCOP.: FR.) LAMB. in der Steiermark wurden untersucht. Zu den verlässlichsten Unterscheidungsmerkmalen zählen das Keimungsverhalten der Ascosporen, die Form der Excipulum-Haare, die Reifezeit und die Form der Ascosporen. Zusätzlich werden die ersten beiden Nachweise von S. jurana
    [/font]
    [font="Arial"](BOUD.) BARAL für Österreich mitgeteilt.
    [/font]


    [font="Arial"]---> Eine hervorragende Ergänzung zu BARAL (ID-05035), insbesondere, wenn man die Sporen (wie da beschrieben) zu einer Konidienbildung anregt und auch die Excipulum-Haare untersucht.[/font]
    [font="Arial"]---------------------------
    [/font]
    [font="Arial"][3] ID-6396
    [/font]
    [font="Arial"]Grünwald, H. (1996): Ein neuer Nachweis des roten Kelchbecherlings Sarcoscypha macaronensica auf Teneriffa ; Der Tintling
    [/font]
    [font="Arial"]------------------------------
    [/font]
    [font="Arial"]  
    [/font]
    [font="Arial"][4] ID-4508
    [/font]
    [font="Arial"]Gminder, A. (1991): Ein interessanter Standort des Scharlachroten Kelchbecherlings (Sarcoscypha coccinea agg.) ; Südwestdeutsche Pilzrundschau (Stuttgart)
    [/font]
    [font="Arial"]-------------------------
    [/font]
    [font="Arial"]  
    [/font]
    [font="Arial"][4] ID-01718
    [/font]
    [font="Arial"]Donadini, J.-C. (1987): Étude des Sarcoscyphaceae ss. Le Gal (1) Sarcosomataceae et Sarcoscyphaceae ss. Korf, Le genre Pseudoplectania emend. nov. P. ericae sp. nov. (Pezizales) ; Mycologia Helvetica[/font]



    [font="Arial"]Zusammenfassung: Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick über die Gattung Pseudoplectenia gibt der Autor die wesentlichen Merkmale dieser Gattung an und beschreibt P. nigrella P. melaena und P. ericae sp. nov. Für diese drei Arten sowie für Plectania platensis, P. melastoma, Urnula craterium werden darauf die Untersuchungsergebnisse verschiedener Autoren zusammengefasst und verglichen (über Bau der Asci und der Ascosporen, Keimung und Konidienformen, Kariologie der Ascosporen und der Paraphysen mittels Giemsa). Dies führt zur Neukombination Plectania helvelloides nov. comb. SEM-Aufnahmen vom Aufbau und der Entwicklung der Asci zeigen auf, dass Pseudoplectania ein typischer Vertreter der operkulaten Discomyceten ist. Das Operculum kann mit demjenigen von Pithya vulgaris oder Greletia reticulosperma verglichen werden, gehört aber nicht zum Sarcoscypha Typ. Aufnahmen mit SEM sind bei diesen Untersuchungen aussagekräftiger als solche mit TEM. Die Gattung Pseudoplectania wird emendiert und innerhalb der Sarcosomataceae belassen. Pseudoplectania, Plectania, Urnola, Sarcoscypha, Pithya, Sarcoscyphaceae, Sarcosomataceae, Sarcocyphinae, Pezizales, Taxonomy. Pseudoplectania ericae, Cytology by staining nuclei. Scanning of ascomata and apices of young and mature asci. Hygrosaturation and pseudolyophilisation.[/font]



    [font="Arial"]---> Ein Nebenschauplatz, der bei der Sarcoscypha-Bestimmung kaum weiterhelfen wird.
    [/font]
    [font="Arial"]--------------------------
    [/font]
    [font="Arial"]  
    [/font]
    [font="Arial"][5]ID-3031(http://www.dgfm-ev.de/sites/default/files/ZM501117Baral.pdf)
    [/font]
    [font="Arial"]Baral, H.-O. (1984): Taxonomische und ökologische Studien über Sarcoscypha coccinea agg., Zinnoberrote Kelchbecherlinge. (Kurzfassung) ; Zeitschrift für Mykologie[/font]



    [font="Arial"]---> Sehr detailliert (29S.) und immer noch (beachte Erscheinungsjahr) lesenswert.
    [/font]
    [font="Arial"]---------------------------
    [/font]
    [font="Arial"]  
    [/font]
    [font="Arial"][6] - Na ja, da gibt es noch einige –žKurzartikel mit Abb. im TINTLING–œ, die ich hier nicht liste.[/font]

    [font="Times New Roman"]=================================================[/font]

  • Hallo, zuerst mal ein fettes Danke an alle für die rege Beteiligung. Ich habe mir nun mal die Links vor meinem letzten Post sowei Gerds Link [2] angeschaut. Beide Dokumente weisen auf ein entscheidendes Detail hin, nämlich die die Sporen umgebende Schleimhaut, welche ausschließlich bei S. jurana die ganze Spore umgibt. Zwar sind, wie in dem Baral-Dokument erwähnt, nicht alle Sporen davon betroffen, aber zumindest so viele daß man eine m. E. verläßliche Aussage treffen kann. Was die Links angeht, bin ich auf die deutschsprachigen angewiesen, doch bei Pablos erstem Link erkennt man zwischen den zusammen gelaufenen Öltropfen der toten Sporen doch ziemlich viel "Gewühl", während es in den Sporen von S. jurana aufgeräumter aussieht. Bei der Schleimhülle habe ich mir zunächst nichts dabei gedacht, obwohl sie mir schon aufgefallen ist. Gelesen habe ich davon heute erst und bin eigentlich ganz froh, daß sie eine bedeutende Rolle spielt. Betrachtet habe ich die Sporen übrigens in Leitungswasser.


    Weil in meiner obigen Sporen-Collage die Schleimhülle nicht immer gut zu erkennen ist, habe ich die eingeschleimten Sporen mal separat zusammengefaßt.



    Hier noch ein Auszug der Tabelle aus Gerds verlinktem Pidlich-Aigner-Dokument:


    Excipulum-Haare............... ± gerade bis spiralig gewunden
    .....
    Form der Ascosporen........zum Teil deutlich eingebuchtet
    .....
    Schleimanhänge bzw. -hüllen
    der Ascosporen.................mit einer die ganze Spore umgebenden Schleimhülle
    .....[font="sans-serif"]
    Zellinhalt der Ascosporen......mit vielen winzigen und je Hälfte einem 6,5 - 7,5 µm großen Tropfen[/font]


    Nicht, daß ich größten Wert darauf lege, ausgerechnet den Jura-Kelchbecherling gefunden zu haben, schließlich ist es mein erster Sarcoscypha-Fund überhaupt. Aber es läuft doch ziemlich auf S. jurana hinaus, finde ich.

  • Hallo, zusammen!


    Bei deinen Bildern gehe ich ganz stark davon aus, daß die Sporen vital und völlig in Ordnung sind, Holger.
    Wenn zwischen dem Einsammeln des Pilzes und der mikroskopischen Untersuchung nur 24 Stunden vergangen sind, sterben normalerweise keine Sporen ab (es sei denn, du kippst irgendwie Chemie rüber oder erhitzt auf 100 ° oder sowas. ;)
    Und wenn, dann sieht du Zerfallsprozesse eher an den Strukturen des Pilzes, die vergänglich sein sollen (Asci, Paraphysen etc).
    Wenn die Sporen einer Art innerhalb von 24 Stunden unter normalen Bedingungen absterben, dann kommt die nicht weit im Fluss der Evolution.


    Danke für die Linksammlung, Gerd!
    Der Pidlich / Eigner ist in der Tat interessant, da sind einige schöner Ergänzungen udn Überlegungen drin.
    Kannte ich noch nicht, super! :alright:



    LG, Pablo.


  • Hallo Peter,


    ich erinnere an dein Wettangebot und bin überrascht, dass bisher nur Ingo mit 5 Chips dagegen angetreten ist.


    - Ich selbst hab's mir verkniffen anzutreten, da mir dein Einsatz (ich steige meist erst ab 20 Chips ein) zu gering ist.


    ---> Aber, nachdem Pablo wohl kneift, hetze ich Holger auf, dir die noch vakanten 5 Chips abzuluchsen. Und wenn er mich mehr als überraschend verlieren sollte, dann trage ich seinen Verlust und schenke ihm zusätzlich noch 10Chips für seine vorbildliche Dokumentation seines Fundes. :P :P :P


    Grüße
    Gerd
    Grüße
    Gerd
    [hr]


    Hallo Holger,


    ich darf dich an folgenden http://www.pilzforum.eu/board/thema-wohl-doch-jura-kelchbecherling?pid=280555#pid280555]Beitrag[/URL] erinnern und bitte dich zuzugreifen und dir die noch vakanten 5 Chips abzuholen.


    - Bleibt nur die m.E. von Anfang an völlig überflüssige Frage zu klären, wer deinen Fund als S. jurana bestätigt.


    ---> Das könnte ich übernehmen und da ich evtl. als befangen bewertet werde, den Fruchtkörper meinem Pilzfreund Karl Keck (kennt S. jurana und S. austriaca von vielen Aufsammlungen) zur Begutachtung vorlegen.
    ----------------------------


    - Doch jetzt zu deinem Fund:


    (1) Du bist ein Glückspilz, da bisher für das Saarland (MTB 6608, in deiner Nähe!?) jeweils nur eine Fundmeldung (S. austriaca, S. jurana) von TOMATE gemeldet wurde. Und dem (legt alles erst mal unters Mikroskop) vertraue ich, dass er beide Funde korrekt bestimmt hat!!!
    ---> Ach ja, für dich wär's wohl einfacher, wenn du deinen Fund TOMATE vorlegen würdest.


    (2) Auch wenn deine Mikrobilder m.E. eindeutig auf S. jurana hinweisen, interessiert mich noch Folgendes:


    - Genauere Beschreibung des Habitats inkl. mNN und Hinweis auf Kalkanteile im Boden
    - Zeige noch ein Mikrobild von dem weißen Belag, den man im Becher erkennen kann.


    Grüße
    Gerd

  • Hallo, normalerweise wette ich ja nur ungern weil teilweise ja die seltsamsten Dinge passieren können. Aber hier sehe ich mehr als gute Chancen für mich 5 Chips zu ergattern und schließe mich nun nicht zuletzt wegen der "Versicherung" offiziell den Jurana-Pros bzw. Austriaca-Contras an.



    Gerd: MTB 6608 ist sozusagen vor meiner Haustür. Tomates Fundbericht kenne ich. In dem Waldgebiet war ich mit der Kamera schon auf der Pirsch, habe aber nichts gefunden. Mein Fundort liegt am Bliesufer auf 230 mNN laut Google Earth, MTB 6709/243. Es ist ein feuchter Mischwald aus Erlen, eben einigen Linden und den Unbekannten von meinem Bild 10. Das Habitat bildet so ziemlich die Grenze zwischen dem Sandstein aus der Gegend Homburg/Bexbach und dem Muschelkalk des Bliesgaus.


    Auf dem Bild des getrockneten FKs sieht man die Überreste des reifähnlichen Belags.


    Den getrockneten FK von dem ich die Sporenbilder gemacht habe, kann ich Dir natürlich zukommen lassen.

  • Hallo.


    Das ist nun nahezu ärgerlich:
    Das Wettangebot habe ich schlichtweg überlesen. :shy:


    Aber wenn Ingo und Holger mit je 5 gegen Peter mit 10 hlaten, dann ist das ja nun quasi "voll"...



    LG, Pablo.

  • :veryannoyed: ,


    schnappt sie euch :D


    5 für Ingo, 5 für Holger.



    @Ingo,


    die Frage, ob S. austriaca überhaupt richtig bestimmt wurde, ja wurde er. Unser Trainer war M. Koncilia,


    http://www.marn.at/Index-Pilzk…ota/pezizomycetes-de.html


    War im Rahmen des Mikroskopierkurses, auf den ich so lange gewartet habe.


    Die gestandenen Mikroskopierer waren für mich einfach zu flott drauf, ich Greenhorn war in die Präparaterstellung und in die Sporen vertieft, die wissende Karawane zog weiter.


    Ich dachte, aufgrund der Sporen und so...,



    hübchen, Pablo,


    danke für eure Links,


    Gerd,


    dir zusätzlich für dem zum Joanneum :alright: ,


    die Wettaufforderung an Holger verzeihe ich dir nie. Pablo wollte schon setzen, du Spielverderber :veryannoyed:



    LG
    Peter
    113 -10 = 103

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

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    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

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    22. Ingo mag nicht, = 27.

    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

  • die Wettaufforderung an Holger verzeihe ich dir nie. Pablo wollte schon setzen, du Spielverderber :veryannoyed:


    Ach wo, das ist schon OK so. :)
    Es finden sich weitere Gelegenheiten um was zu ge- und verwinnen.



    LG, Pablo.

  • Hallo Peter!


    Ich begreife deinen Text nicht.


    Was bedeutet denn nun der Verweis auf die " © matevž koncilja"-Seite und der Spruch, dass der Fund korrekt bestimmt wurde? Ist es Sarc. austriaca? Ist der aktuelle Fund dort abgebildet. Ich sehe kein Funddatum und kann deshalb keine Schlussfolgerungen ziehen.
    Oder bedeutet.....

    Zitat


    "schnappt sie euch Big Grin
    5 für Ingo, 5 für Holger......,


    .......dass du einlenkst, und es nicht S. austriaca ist?
    Schreib für mich mal konkret, was jetzt los ist!
    Ansonsten gibt es Gerds Angebot bzw. die entsprechenden "Connections" zum Mikroskopieren.


    Gerd:

    Zitat

    da mir dein Einsatz (ich steige meist erst ab 20 Chips ein) zu gering ist.


    Das ist aber nicht sehr geschäftstüchtig von dir bloß noch auf Angebote um die 20 Chips einzugehen.
    Man meint ja, du nutzt das aus, dass kaum jemand so viel auf einmal setzen mag?
    Naja, wäre insofern clever, dass du dann nicht verlierst, wenn es gar nicht erst zu einer Wette kommt. :crying:


    VG Ingo W

    ________________________________________________________________
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    oder wie sogar die Gnolme wissen:
    "Pilzis ne bloß von o'm anguck!! Unt'n auch wichtich is!" ==Gnolm2


    137-15 (Gebühr APR 2018) = 122+12 (APR 2018 Platz 4) = 134+1 (Segmentwette APR 2018) = 135+2 (schöner Falsch-Phal APR 2018 = 137+9 (3.Platz schöner Phal APR 2018) = 146-15 (Gebühr APR 2019) =131+9 (APR-Schnell-Joker-Bonus) = 140+4 (APR2019-Platzierungswette) = 144+3 vom Gnemil-APR-Nachrätsel = 147+9 (Phalplatzierungs-PCs) = 156 - 20 (Gebühr APR 2020) = 136+3 (Einlaufwette APR2020) = 139 + 6(3x2) für gute Phäle APR2020 = 145



    Link: Nanzplan APÄ-2020

    Link: Gnolmengalerie

    Link: die schönsten Phäle zu APR-2020



    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()

  • Bild 10: Die lagen auch da herum. Weiß vielleicht jemand von Euch, von welchen Baum die stammen könnten?


    - Nee, diesen Baum kann ich nicht sicher bestimmen. Aber, wenn ich mich weit aus dem Fenster lehne, könnte ich mir spekulativ eine http://www.baumkunde.de/Pseudotsuga_menziesii/]"Douglasie"[url= vorstellen. <br /><br />---> Aber zu deiner Beruhigung: Sicher ist, dass in Mitteleuropa bisher keine der Sarcoscypha-Arten an Nadelholz nachgewiesen wurde.<br /><br />---> Wenn dich dieser Nadelbaum interessiert, dann stell doch eine Anfrage im [url=<a]http://www.baumkunde.de/forum/[/url]]Baumkunde-Forum"> vorstellen.


    ---> Aber zu deiner Beruhigung: Sicher ist, dass in Mitteleuropa bisher keine der Sarcoscypha-Arten an Nadelholz nachgewiesen wurde.


    ---> Wenn dich dieser Nadelbaum interessiert, dann stell doch eine Anfrage im http://www.baumkunde.de/forum/]Baumkunde-Forum[/url]



    Grüße
    Gerd

  • Hallo, Bild 10 dürften Fruchtstände einer Hänge-Birke sein. Bei dem Wind der hier teilweise bläßt kann ich mir gut vorstellen, daß es die Dinger locker bis hier rüber schaffen.

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