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letzter Beitrag von Mausmann am

Hier trifft sich der Norden

  • Ha, Ha, das habe ich noch gar nicht gesehen. Hier in Brandenburg haben wir es nicht so mit starken Unwettern.

    Ist eher Durchschnittswetter, im Moment Trockenheit, viele Feld- und kleinere Waldbrände.


    Schönes Wochenende Bärbel

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    Pilzchips nach Gewichtsschätzung : 123 :D (minus 10 Einsatz für Gesamtfundliste des Nordtreffens)
     
    Neuer Stand: 113

  • Hi.

    War da wieder mal diese Fehlermeldung im Spiel? :gzwinkern:

    Brandenburg liegt doch eigentlich in der europäischen "Tornado - Alley". So wie eigentlich das gesamte Nord- und Ostdeutsche Flachland. Mit denen ist es aber wie mit Pilzen:
    Wenn in >BaWü< mehr Tornados gemeldet wurden, als in >Brandenburg<, dann deswegen, weil in BaWü weniger Tornados nicht gemeldet wurden.
    Aber insgesamt ist es in Brandenburg trockener als hier im Süd(westen), darum wohl auch weniger Unwetter. Nur wenn, dann anscheinend oft heftig.



    LG; Pablo.

  • >Kachelmannwetter< kennst du aber, oder?

    Kenne ich.

    Nutze ich aber selten.

    Auch wenn die es besser machen als der Rest ändert das nichts am Bild das ich von den heutigen Wetterpropheten (allgemein) habe.

    Man kann oft zusehen wie die ihre Vorhersagen dem aktuellen Wetter anpassen. Und später werden daraus wahrscheinlich erfolgreiche Prognosen attestiert.

    Wenn man sie länger beobachtet kann man aber erkennen wie grottenschlecht ihre Trefferquote ist. Das war früher deutlich besser. Alles verlernt? Nur noch Datenjonglage? Gehen die überhaupt noch an die frische Luft um mal Wetter aus der Nähe zu betrachten? :gzwinkern: Na, ich weiß nicht.

  • Moigen!


    Was du da wahrnimmst, kann ich in gewisser weise gut nachvollziehen.

    Etwas ausgeholt: Eine mediale Randnotiz vor zwei Monaten oder so war interessant: Die Abschwächung des Golfstroms ist im Nodatlantik so weit fortgeschritten, daß sie tatsächlich messbar ist. Sowas müsste eigentlich eine Top - Schlagzeile sein, aber leider ist das Kasperletheater in Sachen Trump, Seehofer, Merkel & co viel interessanter und klickt sich besser, als eine wirklich wichtige Nachricht wie diese.

    Was bedeutet eine Abschwächung aber konkret?
    Brutal vereinfacht: Weniger warmes Wasser im Nordatlantik = weniger Konvektion = weniger und schwächere Tiefdruckgebiete, die nach MItteleuropa ziehen.

    Also Wetterereignisse, die insbesondere für Norddeutschland eigentlich normal und regelmäßig sind, auch im Sommer. Diese mit dem Jetstream von West nach Ost ziehenden Tiefdruckgebiete sind für Wetterfrösche wunderbare Situationen, weil die sind ziemlich gut prognostizierbar. Man verfolgt die von ihrer Entstehung zwischen Island und Irland, errechnet verschiedene Zugbahnen und kann dann mit hoher Trefferquote sagen: In drei Tagen in Hamburg Regen und kühl.
    Bleiben diese Tiefdruckgebiete aus oder kollabieren, bevor sie die Nordsee überqueren, oder ziehen auf nördilcheren Bahnen (Verschiebung des Jetstreams), werden solche gut vorhersagbaren Wetterlagen eben seltener. Dann hast du das, was wir hier im Südwesten und Süden insbesondere Ende Mai Anfang Juni hatten: Eine mehr oder weniger unbewegliche, labile Luftmasse ohne klare Fronten, ohne Drylines, ohne spezifische Bewegung. Es blubbert einfach nur fröhlich vor sich hin, und diese kleinen, mesoskaligen Systeme (Gewittercluster usw.) sind nicht vorhersagbar. Man kann grob eingrenzen "Irgendwo in Nordbaden im Laufe des Nachmittags möglicherweise Gewitter". Dann bladdert es zB in Schwetzingen zwei Stunden wie aus Eimern, aber Brühl fällt kein Tropfen.

    Das wäre der eine Faktor, warum Vorhersagen weniger präzise erscheinen.

    Der zweite Faktor: Die meisten Wetterdienste heute tun so, als wüssten sie ganz sicher, was passiert. Am liebsten auch schon drei Monate im Voraus. Ist natürlich Quatsch, wissen sie nicht und wussten sie noch nie. Früher war man sich immerhin eher der eigenen Fehlbarkeit bewusst und hat darum auch ganz bewusst vagere Angaben gemacht. Solange es keine Wetterapps gab, wo man einen Ort (Exoterklötenoberköter am Schrubbelbach, dritte Hausecke von links) eingeben konnte und dann eine auf die Stunde präzise Angabe (die natürlich falsch ist) bekommt, daß es genaau da in genau 253 Stunden regnen wird, hat man sich eher damit abgefunden, daß ein Wetterdienst nur wesentlich gröbere Aussagen treffen kann. Und je weiter in der Zukunft, desto weniger hoch örtlich aufgelöst.

    Soll heißen: Die Erwartungshaltung an Wettervorhersagen war vor 20 Jahren noch eine andere.

    Der andere Faktor: Individuell - psychologisch, hängt aber mit dem zweiten Faktor zusammen. Kann ich jetzt nur auf mich selbst beziehen, aber erst seit dem mich Ökologie (Pilze!) intensiv beschäftigt, interessiert ich auch mehr und mehr das Wetter und klimatische Verläufe. Vom Unwetter - Sommer 2003 zB habe ich nicht wirklich viel mitbekommen, bzw. habe es als längst nicht so schlimm empfunden, wie die Unwetter (= Dürrekatastrophen) 2013 oder 2015.


    Übrigens: Die Leute, die Daten sammeln und auswerten, müssen nicht an den Himmel gucken. Die machen aber auch keine Wettervorhersagen, sondern die packen einfach nur Datensätze zusammen.
    Immerhin gehören Kachelmann und seine MItarbeiter so seriös und solide, daß sie im Gegensatz zu den Leuten sagen: Guckt auf den Himmel, nicht auf eure Apps!

    UV - Apps waren neulich so ein Thema. Sowas gibt's tatsächlich, Einschätzung von Kachelmann dazu: Nach oben gucken. Himmel tief blau = UV - Einstrahlung hoch. Himmel milchig trüb = UV - Strahlung gering.
    Die echten Freaks machen natür,ich beides: Daten gucken und gleichzeitig Himmel beobachten. >Radar images & Tornadoes<


    Anyway: Im Laufe der kommenden Woche soll wohl tatsächlich eines der setener und schwächer gewordenen Tiefdruckgebiete von der Nordsee nach Nord- und Ostdeutschland reinziehen. Ich hoffe, das fällt nicht wieder in sich zu sammen und macht's euch da oben richtig schön nass. :gzwinkern:



    LG, Pablo.

  • Daß weitsichtige Prognosen Kaffeesatzleserei sind sollte inzwischen wirklich jeder wissen. Doch im Alltag wird man dann immer wieder eines besseren belehrt. :gkopfwand: "Die haben gesagt ..."

    Meine Erwartungshaltung an Wettervorhersagen hat sich tatsächlich auch geändert. Allerdings gehöre ich nicht zu den App-Guckern und bin da altbacken geblieben. Früher konnte ich auf den Wetterbericht von morgen schauen und mich tatsächlich daran orientieren. Heutzutage schaue ich nur auf das aktuelle Wetter, ähnlich dem Blick nach draußen. Warm ? Kalt? Regen? Wind? Dem Wetter des nächsten Tages schenke ich aber nur einen beiläufigen Blick und mache mir eigene Gedanken dazu.

    Manchmal hat die Vorhersage, wenn falsch, aber auch sein Gutes. Ist nasses Wetter angekündigt und verschreckt die Leute, doch es kommt nicht, dann freue ich mich über eine ruhige Pilzerkundungstour denn mich juckt Regenwetter nicht, es beflügelt mich sogar. :glol: Auch wenn man gerne im Regen unterwegs ist, ohne wird doch einiges auch angenehmer, etwa das Fotografieren.


    Mit dem Golfstrom hast du was angesprochen. Das ist ja wirklich ein großes Sorgenkind.

    Auch ich bin durch die Pilze natürlich sehr viel näher an andere Thema wie Wetter, Klima, Natur, Umwelt und diversem mehr gekommen. Und dem Golfstrom geht es nicht mehr so gut. Er scheint sich rasch zu verändern. Doch der ist in so viele Dinge involviert.

    Mit den beobachteten Veränderungen könnten böse Dinge ins Haus stehen. Angesichts neuer Messungen der Eisschmelze in der Antarktis ( Veröffentlichung im Nature ) macht man sich weitere Gedanken was unserem Globus wohl widerfährt. 3.800 Tonnen Eis pro Sekunde die dort schmelzen! Wer mag kann sich mal den/die Artikel der Zeit diesbezüglich durchlesen. Als ich neulich von den erschreckenden Zahlen las fiel mir die Kinnlade runter. Damit werden unsere Nachkommen noch einen "Heidenspaß" haben. :gnichttraurig:


    Mit dem "Nass machen" behältst du hoffentlich recht. Das ist hier dringend notwendig.

  • Hej.


    Vieleicht sollten wir irgendwo noch ein eigenes Klima- / Wetterdingsbumsthema ins Leben rufen.
    Ich finde das wirklich ein wichtiges Thema, trotz oder gerade wegen all den Unwägbarkeiten, die da drin stecken.
    Die Thematik der Eisschmelze ist auch ein gruseliger Faktor. Und da alles zusammengehört, weil sich alles gegenseitig beeinflusst, muss auch das mit berücksichtigt werden.
    Wie dem auch sei: Der Norden ist ebenso wie der Osten derzeit in mein tägliches Mantra zur Beschwörung guten Wetters integriert.
    "Landregen, oh du schöner Land-re-gen, wo-ho-chenlang!"


    Japan würde gerne etwas abgeben zur Zeit. Da viel zu viel, hier viel zu wenig.



    LG; Pablo.

  • Puh für heute waren mehrere Stunden Regen vorhergesagt .. am Ende reichte es für ca. 10 Minuten im südlichen Zentrum Hamburgs. Sehr schlimmes Wetter hier oben. Ich war am WE mit meiner Führungskraft im Wald, Vorsteher suchen, aber ausser Porlingen (geraten .. ) gabs nüscht zu sehen. Ich werd mal in einer ruhigen Minute schauen wie ich einfach iPhone Bilder hier gepostet bekomme und teilen was wir so gesehen haben. Ein paar Mal konnten wir Stinkmorchel erschnüffeln, aber der Wind war recht wechselhaft und wir haben keinen einzigen gefunden. Normalerweise können wir das recht gut, weil die Dame doch gern Hexeneier brät :).


    Ich freue mich auf eine oder zwei Wochen Regen und dann einen pilzigen August/September.

    Hari fährt schonmal den Wagen vor.

    Experte für das Auffinden von Maronenstummeln und Pilzstielscheibchen.:kaffee:

  • Seit etwa 06:00 Uhr schifft es in Hamburg in einer Tour .. teils sogar recht stark, und es hat noch nicht aufgehört. Das Satelitenbild auf Regenradar lässt vermuten, dass es noch einige Stunden so weiter geht.


    Was meint ihr denn wie lange die Pilze nasse Füße brauchen bevor sie zum spielen rauskommen? Lohnt es sich schon jetzt am WE mal schauen zu gehen (abgesehen davon das es sich immer lohnt in den Wald zu gehen)?

    Hari fährt schonmal den Wagen vor.

    Experte für das Auffinden von Maronenstummeln und Pilzstielscheibchen.:kaffee:

  • Ja, ich würde schon Mal gucken gehen, wenn nichts gibt, macht ihr einen schönen Spaziergang.

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  • ... den Wald ...


    Nicht den Totenacker! :gwinken:

    Naja ... vielleicht doch.

    Bei all dem unbequemen Ersatzverkehr der mich auf dem Weg in den Wald erwarten würde, lasse ich von dem Vorhaben doch ab.

    Daher vielleicht doch eine Täublingszählung auf dem Friedhof. Mal gugge ob ich Lust habe.

  • Wir haben gestern meine beste Speisetäublings- und Steinpilz-Stelle kontrolliert:

    Nichts, niente, nada...!!!

    Nicht mal irgendwelche komischen Bestimmlinge.. :gheulen::ghilfe:

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
    ------------------
    Eine Verzehrfreigabe im Forum gibt es nicht. Diese kann nur vor Ort durch einen Pilzsachverständigen erfolgen


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