Beiträge von tscho6730

    Mein Ausflug am Samstag war enttäuschend.

    Viele Nebelkappen und Pilze die ich nicht kenne. Sehen auf den ersten Blick wie Maronenröhrlinge aus, sind aber am Stil gelber und die Kappe ist dunkler mit hellem Saum.

    Ich war heute Vormittag draußen. Fliegenpilze sind durch. Röhrlinge auch, außer in alten Buchenbeständen, da gibt es sogar noch ein paar Steinpilze. Ansonsten wenige Trompetenpfifferlinge und auf dem Rückweg einige schöne Parasole. Im großen und ganzen würde ich meinen das sollte es gewesen sein. Wobei es natürlich ein Pilzjahr war wie man es nur alle 20-30 Jahre erleben darf.

    Hallo Ralph,

    Erst kamen Birken, Vogelbeeren, dann (wenige) Fichten, Buchen, Bergahorne Eschen und Eichen.

    ich vertehe die vollkommen. Niemand darf es zulassen, dass Wildwuchs unsere wunderschönen, gepflegten und begehbaren Wälder zerstört. Herrchen oder Frauchen würden ihren Pfiffi ja nie wiederfinden wenn sie ihn im Wald frei laufen lassen. Schade ist es nur dass die Förster nicht dafür sorgen, dass die Waldwege endlich asphaltiert werden damit Fahrradfahrer diese ohne große Gefahren nutzen können. Im Übrigen lassen sich schön in Reihe und Glied gepflanzte Bäume viel besser und schneller mit dem Harvester ernten und darum geht es uns doch allen.


    VG Jörg

    Ja, darum und nur darum geht es. Waldwege werden geschottert und teilweise geteert, die Streifen links und rechts werden regelmäßig 1,5m rein gemäht, könnte sich ja sonst noch ein Parasol verirren. Alle 30 Meter eine Rückegasse mit 80cm tiefen Furchen, yerursacht von den 35 Tonnen schweren Maschinen die durch unsere Wälder 'schweben'.

    Ist irgendwo ein kleines Stückchen übersehen worden und natürlich gewachsen geht ein Trupp mit Motorsägen rein und lichtet aus, wer allerdings glaubt das was rausgesägt wird wird ausgeräumt ist auf dem falschen Dampfer, das bleibt alles sauber liegen, teilweise meterhoch.

    Unsere Wälder sind keine Wälder mehr, sondern ähneln eher Parzellen auf dem Friedhof, nur etwas größer. Neuanpflanzungen in Reih und Glied, wie auf dem Kasernenhof, Ordnung muß schließlich sein, so ist man das hierzulande gewohnt.


    Man verzeihe mir die drastische Wortwahl, aber ich kann nicht soviel fressen wie ich kotzen müsste wenn ich mir ansehe was da getrieben wird.

    Die Liste kann ich weiterführen.


    Ein Riesenhaufen Getränkedosen, vermutlich hinterlassen von einer großen Horde Radfahrer.

    Offene halb volle Kunststoffbehälter mit Kettenöl für die Motorsäge. (natürlich biologisch abbaubar)

    Ein vergessener Kanister voll Hydrauliköl , natürlich offen und gekippt (ich tippe für den Harvester)

    Plastiktüten,Dosen, Getränkeflaschen , manchmal regelrechte Halden , direkt an der Autobahn im Zuge des Ausbaus der A8 zwischen Augsburg und Ulm.


    Man findet über die Jahre so einiges was einem die Zornesröte ins Gesicht treibt.

    Scheiß Hitze!


    Wir haben hier in der Gegend jetzt leider den Punkt erreicht, das alle, ausnahmslos alle Steinpilze von Maden befallen und somit nicht mehr zu gebrauchen sind.

    Aber ich will mich mal nicht zu sehr beklagen, denn das was hier seit dem 12.August in den Wäldern los war habe ich in dieser Form zuletzt Mitte der 90er Jahre gesehen.

    Und (fast) keiner hat es gemerkt, so daß unzählige Exemplare aussporen konnten.

    Das kann ich so bestätigen.Das ist nichts außergewöhnliches. Derart verfärbte Stiele habe ich in der Regel bei Exemplaren wo der Pilz aus dem Moos oder Gras hervorsprießt, Nicht ausschließlich , aber zumeist.Geschmackliche Veränderungen habe ich noch nie beobachtet.Und Maden sind es wohl auch nicht.

    Die Geräuschentwicklung ist das allerwenigste. Bei mir in der Gegend wurden vor einigen Jahren 8 dieser Windräder mitten im Wald aufgestellt. Die Verwüstungen die dadurch angerichtet wurden sind einfach nur unvorstellbar.

    Nicht nur, das diese - mit Verlaub- Scheißdinger die komplette Landschaft verschandeln, so liefern sie auch mangels ausreichend Wind die Hälfte des Jahres keinen Strom.

    Noch was nebenbei: wenn ich bei der Pilzsuche sehr erfolgreich war und stelle dann Fotos von Pilzbergen mit 5 kg Gewicht oder noch mehr ins Netz (so wie z. B. gestern Abend wieder), mache ich mich potenziell angreifbar. Also: wenn ich schon so viel gesammelt habe, dann genieße ich mein Glück im Stillen und teile es nicht unbedingt mit Anderen.


    FG

    Oehrling

    So sieht es wohl aus, deswegen mache ich das schon lange nicht mehr.

    Nur, wer bestraft eigentlich die sog. ökologische Forstwirtschaft, die durch den Einsatz der panzerähnlichen Maschinen im Wald die Pilzhabitate in 24h nachhaltiger schädigen als es 3 Generationen exzessiver Pilzsammler während ihres ganzen Lebens jemals vermöchten?

    Hab ich gestern auch festgestellt. Am Samstag nichts, gestern an der gleichen Stelle im Moos ein Rudel Überständige. Alle, komplett alle vollständig vermadet.


    Edith sagt:


    Tja so kanns gehen. Letzten Samstag wars zu früh, am heutigen Donnerstag schon zu spät. Überall dort wo die Sonne die letzten Monate nicht so brachial reinknallen (Nordhänge) bzw. der Boden mehr Feuchtigkeit speichern konnte (lehmig o.ä.) standen sie da, die Steinpilzopas bzw. schon Leichen. Junge Fruchtkörper Fehlanzeige, andere Pilze, außer einigen Hexenröhrlingen und paar wenigen verirrten Fliegenpilzbabys ebenso. Und vom für heute versprochenen Regen nichts zu sehen.

    Musst nur a bisserl weiter Richtung München fahren, da schauts super aus. Habe heute auch festgestellt, dass je weiter raus man fährt (war in der Nähe von Friedberg), dass dort total tote Hose ist, während 20 km näher bei München die Wälder voll sind. Wir hatten wohl deutlich mehr Regen bisher.

    Kann ich mir gut vorstellen, will aber keine 50km fahren wenn ich den Wald praktisch vor der Haustüre hab. Jetzt heißt es eben abwarten und auf Regen hoffen.


    Weil es einen florierenden Markt dafür gibt. Die sind (in diesem Fall natürlich waren, denn Pilze sind das keine mehr) mit Sicherheit aus Deutschland, warum sollte es im Norden anders sein als in Bayern, wo jedes 2. Wirtshaus die Pilze mehr oder weniger unter der Hand aufkauft?

    22.August. Bereits der 3. Steinpilzschub. Begonnen hat es um den 15. Juli. Seitdem rumpelt es , und zwar gewaltig. Das hat man auch nicht alle Jahre. :eek: :eek: :eek:
    Bilder stell ich keine ein, da erfahrungsgemäß leider mit Kommentaren zu rechnen ist auf die ich gerne verzichten kann.


    Die usual suspects , sprich die gängigsten Speisepilze sind eigentlich alle schon da. Nur, wie weiter oben schon geschrieben eben nicht überall. Wenn man Glück hat findet man gleich was, es kann aber genausogut sein das man anderthalb h rummrennt ohne irgendetwas für den Topf zu finden.


    Das könnte ein Grund sein, ja. Nur ist auch bei mir von allgemeinem Pilzwachstum keine Rede. Das sind immer nur ganz kleine einzelne Flecken wo etwas wächst, ich mache derzeit ordentlich Kilometer, Laufen ist aber bekanntlich gesund.
    Aber vllcht. bekommen wir ja auch noch 40 Liter vom Alfred ab. Könnten wir gut gebrauchen.


    Hallo Wiltrud,
    da hast Du aber mal ein paar Bilderbuchpilze erwischt!


    Ja, diese Windräder sind Fluch und Segen zugleich. Saubere Energie und verschandelte Landschaft. Aber dass Pilze in Mitleidenschaft gezogen werden können, kann ich mir nicht vorstellen.


    Lieben Gruß Claudia


    Die Einzelteile für diese Dinger werden mit riesigen Sattelzügen herangekarrt. Nur leider bekommt man die ohne größere Eingriffe nicht in den Wald hinein, Stichwort Zufahrtswege. Wie die Vandalen haben die bei mir gehaust. :veryannoyed:


    Obwohl das so trocken ist?
    Ich hatte am Sonntag vor einer Woche grade mal 2 Pfifferlinge. Sonst absolut tote Hose hier.
    Nicht mal Ziegenbärte.


    Morgen gibt es einen neuen Versuch


    Nordhänge! Bzw. Moos/Graswege die einigermaßen von direkter Einstrahlung geschützt sind. Versuch es mal dort.
    Außerdem ist es bei weitem nicht überall so trocken, es waren einige kräftige Gewitterzellen unterwegs die lokal für ordentlich Niederschlag gesorgt hatten.

    Pünktlicher Saisonbeginn in Bayerisch Schwaben. Pfifferlinge hatten ja schon vor 3 Wochen angesetzt , jetzt haben auch die Boleten nachgezogen. Bin heute ganz ohne Erwartungen nach der Arbeit mal losgezogen und war recht angenehm überrascht. Etwas über 2 Kg Steinis sind im Körbchen gelandet , dazu noch 6 schöne frisch aufgegangene Parasole.


    Etwas enttäuschend ja. Das sah am Donnerstag noch ganz anders aus. Leider hat das VB-ähnliche Tief eine für uns nicht optimale Zugbahn genommen. Bei mir hat es erst vor anderthalb h angefangen zu regnen. Jetzt kommts wirklich drauf an wieviel Wasser noch runter kommen wird, ich gehe aber davon aus das es auf alle Fälle für einen Schub mit Beginn ab ca. Freitag nächster Woche reichen wird.


    Update zum Montagmorgen:


    Jetzt schüttet es mal so richtig und anhaltend, weitaus intensiver als Samstags und Sonntags. Genau das haben wir hier noch gebraucht. Top!

    6 Liter sinds geworden bei mir. (https://kachelmannwetter.com/d…n/niederschlagssumme.html ) Das reicht gerade das sich der Staub auf den Waldwegen setzt. Für den Rest der Woche wieder trocken und von Tag zu Tag wärmer. Da kannst du ohne weiteres noch 2 Wochen Frankreich dranhängen.... :D


    Es sieht also auch für den September stand Jetzt nicht sehr gut aus. Ich wünsche mir daher eine typische Atlantiklage mit Tiefausläufern die in rascher Folge durchziehen.

    Zurück aus der Wüste. Außer ein paar vertrockneten Täublingen nichts los. Wir brauchen eine durchgreifende Wetteränderung, alle 10 Tage ein verhungerter Tiefausläufer mit wenn man Glück hat 2 Liter Niederschlag reicht nicht. Die allgegenwärtige Zerstörung durch die 'Ökologische Forstwirtschaft' tut ein übriges. Da wo die waldschonenden Kampffahrzeuge durch sind knallt die Sonne 10-fach rein.