Beiträge von MarionS

    Sicher für mich ist allerdings, dass der Fliegenpilz völlig zu Unrecht als DER "Teufelspilz" verurteilt, dargestellt wird. Interessant wäre es zu erfahren, warum dies so ist! Wann begann dies? Durch wen begann dies? Und vielleicht könnte man dann auch den Zusammenhang mit dem Berserkertum finden.

    Naja, der Fliegenpilz ist einfach allgegenwärtig, einfach schon dadurch, dass er im Gegensatz zu den übrigen Kandidaten im Wald optisch ziemlich laut "Hallo!" schreit. Er ist ausgesprochen hübsch, und bei wohlgeratenen Exemplaren beobachte ich auch im Urlaub immer wieder, dass Menschen stehen bleiben und fotografieren. Ich kanns auch kaum lassen. Er ist bis heute ein Glückssymbol.

    Auch auf die Gefahr hin, dass es ein Vorurteil ist, aber ich würde wieder mal die Kirche als Verdächtigen in Erwägung ziehen, die die Nutzung des Fliegenpilzes verteufelt hat. Wie so vieles andere heidnische auch - falls dem nicht einfach nur ein christliches Etikett übergestülpt wurde.


    Und wenn du durch eine entsprechende Dosis und Meditationstechniken an dem Punkt bist, dass du quasi deinen Körper verlässt um in die kosmischen Sphären hinaufzusteigen, dann bist du in der Regel sowieso nicht wild am Umherlaufen und wirst dir da wenn auch nicht über so profane Dinge wie popeliges Fliegen Gedanken machen. Es ist einfach nicht die Art und Weise wie diese Substanzen wirken.


    Okay, wie gesagt, fehlt mir die Erfahrung, und mit dieser vermutlich auch das wissen, was da b´genau passiert.

    Ich dachte tasächlich eher daran, dass er Körper ziemlich bodenbehaftet liegen bleibt und nur der Geist fliegt - und man es vor seinem innteren Auge auch als Fliegen wahrnimmt.


    Stattliche Exemplare, nicht? Hab generell dieses Jahr massig Giganten gefunden.


    Ja, ich habe bei meinen Berichten aus dem Urlaub auch öfters über "Vogelbäder" berichtet. Fliegenpilze standen reihenweise als "Sektkelche" herum.

    Ich habe vermutet, dass sie Pilze durch den Dürresommer letztes Jahr viel "angesammelt" haben, was sie dieses Jahr raushauen.

    Wäre nicht das erste Mal, wo ich ausgerupften und liegen gelassenen Pilzen ein Plätzchen in einer Astgabel verschaffe, damit sie dort besser aussporen können (so wie ich das auch mit den Exemplaren mache, die ich zu Dokuzwecken pflücke).

    Gelegentlich frage ich mich dann auch schon, was ahnungslose Spaziergänger denken mögen, wenn sie die Pilze dort sehen. :girre::giggle:


    Ich hätte auch vermutet, dass die Flockis zunächst als "Notbeute" mitgenommen wurden, um dann nach dem Fund der eigentlich gesuchten Beute rausgeworfen zu werden.

    Oh hier kann ich auch mal mit Fachwissen glänzen


    Jo, aber hallo!

    Selten so viel Interessantes gelesen!


    ...und ich habe auch schon die Behauptung gehört, dass Konsumenten glauben sie können im Rauschzustand fliegen - das ist natürlich vollkommener Schwachsinn. Ich selbst habe knapp 40 halluzinogene Substanzen konsumiert und bei meinen gut 200 Reisen nie das Gefühl oder Bedürfnis gehabt zu fliegen.


    Hmjaaa, das möchte ich aber nicht so unkommentiert stehen lassen.

    Ich habe selbst keine praktischen Erfahrungen mit solchen Substanzen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie einen ganz bestimmte Dinge denken lassen. Sie verändern den Körper und die Wahrnehmung; die Hardware, auf der gedacht wird, reagiert nicht normal.

    Die Software, also die Denke, die auf der Hardware läuft, unterscheidet sich aber je nach Individuum. Je nach Erfahrung, nach Laune, nach Erwartung an den Trip.Es gibt sicherlich auch Menschen, die nachts nie vom Fliegen träumen, andere aber schon. Es kommt z.B. bei mir gelegentlich vor. Wenn der gesammelte, aufzuräumende Input in meinem Kopf es eben für angebracht hält, dieses Bild abzuspielen, um etwas zu verarbeiten.

    Ich würde vermuten, dass andere Leute von denselben Substanzen durchaus fliegen können. Insbesondere, wenn sie es wollen oder gar darauf hinarbeiten wie es ein professioneller Nutzer tun würde (z.B. Schamane).

    Der ist allerdings schon hinüber, der schwärzt schon.


    (OK - Post ist von gestern, der dürfte jetzt fast zerflossen sein bis auf den Stiel wie ein an der Spitze verkolter Spieß)

    Zwischen Nutztieren und Wildtieren bestehen schon einige Unterschiede, und man könnte darin einige Erklärungen finden.


    Von Pferden weiß ich, dass wenn eine Herde auf ein neues Gebiet kommt, sie den Kot von anderen Wildpferden fressen. Und Fohlen fressen den Kot ihrer Mütter. Sie nehmen dadurch die Mikroorganismen aus dem Kot auf und können anschließend die lokalen Futterpflanzen besser vertragen.

    Auf Basis dieses Wissens halte ich es für möglich, dass bestimmtes Futter für Weide- und Stalltiere unverträglich ist, das Wildtiere fressen können.


    Herden, Rotten oder Schwärme von Wildtieren wandern und suchen sich ihr Futter. Wenn es irgendwo alle ist, wandern sie eben weiter.

    Da die Nutztiere, wenn das Futter alle ist, nicht weiterziehen können und sie schlimmstenfalls in Ställen und Weiden an Langeweile leiden, fressen sie, was da ist. So wie wir, ohne hungrig zu sein, an den Kühli gehen. Pferde werden obendrein nicht satt, die fressen, bis das Futter alle ist. Möglicherweise verkimmeln sie dabei auch Zeugs, das sie in freier Wildbahn nie angerührt hätten.


    Wissenschatler, die sich mit der Darmflora bzw dem Mikrobiom beschäftigen, haben herausgefunden, dass im Darm von "wildlebenden" Menschen (naturnah lebenden Stämmen in Afrika und Südamerika) der Darm doppelt so viele Arten von Bakterien beherbergt wie bei uns Städtern. Antibiotika tun ein Übriges. Das Ergebnis sind z.B. unsere Allergien auf Lebensmittel.

    Das weißlich verfärbte Gras rundherum (vom Sporenpulver) ist ein weiters Indiz neben den Hüten selbst.


    Also, ich meinte: bis die Pilze das Holz aufgefuttert haben.

    Im Boden wird nicht unbedingt wie wild überall Holz rumliegen, halt mal so die Reste von einem Baum, der da mal gestanden hat oder sowas.

    Ja, da stimme ich dir zu.

    Beim ersten ist es mit einem Blick für mich klar, dazu kommt noch die sofort sichtbare geriefte Manschette.

    Der zweite wäre mindestens hochverdächtig und absolut verboten. Manschette und Knolle könnten es eigentlich nur noch bestätigen oder meinethalben zweifelhaft lassen, aber der kommt mir nicht in die Nähe meiner Perlis.

    Täublingsregel: mild schmeckende Täublinge sind essbar.Tödlich giftige gibts keine, deswegen kann man sie probieren (aber ausspucken!). Dazu muss man sie allerdings auch eindeutig als Täublinge erkennen können.

    Ich überlege, was passiert, wenn in einem Jahr die Pilze witterungsbedingt nicht so wachsen können wie sie wollen. Wachsen sie trotzdem unterirdisch? Ich meine: sammeln sie Material an? Aus dem sie heuer eine Pilzschwemme machen können... der Stoff muss doch irgendwo herkommen.


    Den Klimawandel werden wir sicherlich bemerken, sobald immer öfter Pilze in neuen Gebieten gesichtet werden wie z.B. auch der Kaiserling.

    Ansonsten: auffälliger, da deutlich hörbar sind z.B. Halsbandsittiche, die schon in einigen milderen Städten an Rhein und Main siedeln. Die stammen zwar von entflogenen Exemplaren ab, aber es wird interessant sein, zu beobachten, wo sie sich halten können.

    Und kürzlich sind mir zwei Exemplare einer hier ursprünglich nicht beheimateten Spinnenart über den Weg gelaufen, Steatoda nobilis. Die werden zwar über Gartencenter mit ihrer Ware eingeschleppt, können sich aber bislang nur in deren Hallen und nicht in der freien Natur halten. Und das ist nicht die einzige (auch Zoropsis spinimana).

    Och, dass Antworten in einem Forum oder sonst einem Online-Medium "keinen Nutzen" haben, ist nichts Neues. ^^ Das ist schon immer so. Die Leute antworten, was sie eben für richtig halten.

    Hast halt ein Fettnäpfchen abgeschossen. Shit happens. Nimms cool, das passiert jedem mal.


    Eins aber noch: da dies ein Pilzforum ist und sich hier über teilweise gefährliche Arten und wie man sie erkennt ausgetauscht wird, achten wir durchaus sehr darauf, was wir schreiben und wem wir was antworten. Niemand möchte bei jemand anderem eine Vergiftung riskieren.

    Aus diesem Blickwinkel geht es uns durchaus was an, was da für ein Zeug angefragt wird.

    Derlei Anfragen häufen sich jetzt im Herbst wieder. Man kann nie wissen, ob man jetzt einen entsprechenden Interessenten abweist, oder jemand nur einen dummen Start mit einem Fettnäpfchen hatte.

    Ich versuch immer, das ein bisschen vorsichtig zu formulieren...

    "Habitusbotaniker" - ach, sieh mal an. Das kommt mir doch nur allzu bekannt vor. :rolleyes:

    So bestimme ich aus dem Bauch heraus.

    "Wie kommst du auf Täubling?" - "Sieht man doch..." Ich kann mir selber keine Antwort geben.


    In wichtigen Fällen muss ich dann noch nüchterne Merkmale zu den Pilzen pauken wie Rot - kein Rot, Bergsteigersöckchen - geriefte Manschette.

    Hallo und willkommen im Forum!


    Leider hast du da genau mit deiner Erstanfrage ein hier unerwünschtes Thema gestreift (aber nicht getroffen).

    Möglich, dass die Antworten ein wenig knapp oder merkwürdig ausfallen. Nimms uns nicht übel.


    Lass dich nicht entmutigen, wenn du dich ernsthaft für Pilze interessierst (außer solchen, die diesem da ähneln), versuch es einfach noch mal.

    Hallo, Karl, und willkommen im Forum!


    Leider hast du genau mit deine Erstanfrage ein Thema gestreift (ob absichtlich oder unabsichtlich), das hier im Forum ausgeklammert wird.

    Solltest du normale Nahrungsmittelpilze suchen und einfach nur reine Neugier an sonstigen Arten haben, vergiss diesen ersten Versuch und mach einfach weiter ;) Nix für ungut. Wir helfen gerne bei Bestimmungsanfragen, geben nur keine Verzehrfreigaben.


    Für den Fall, dass du ganz speziell eine bestimmte Art suchst, die dieser vergleichsweise ähnlich ist, bist du falsch hier.

    Kann man so einfach pilze sammeln und dann privat verkaufen ?


    Nein.

    Wer sich eine Ware beschafft in der Absicht, diese weiterzuverkaufen, ist ab dem ersten Artikel gewerblich unterwegs. Mit Widerruf, Rückgaberecht und dem ganzen Kram.

    Obendrein sind dies Lebensmittel, und da gibts auch so seine Vorschriften.


    Das Finanzamt mag bei geringem Gewinn erst später nach seinem Anteil fragen, aber vorher hast du schon genug um die Ohren.