Beiträge von MarionS

    Jung ist relativ, so ne Buche wird mal eben 200 :D
    Sie ist zwölf und steht natürlich draußen. Sie ist noch eine Rohpflanze und kommt mehr oder weniger frisch vom Feld der Bonsai-Baumschule. In ihrem Pott ist also jede Menge "Natur" drin, was ihr auf dem Acker eben so zugelaufen ist.


    Zur Myzelverpflanzung weiß ich, daß man beim Umtopfen eine Probe des Myzels überträgt, um das neue Substrat zu impfen.
    Von Pilzsammler(n) habe ich gehört, daß man beim Sammeln verdorbene Exemplare von Speisepilzen zerschneiden und in alle Richtungen schmeißen solle in der Hoffnung, daß er sich dort wieder ansiedelt.
    Ich habe einen Pott mit einer Fichte hier stehen, der "steril" sein sollte - nur Seramis und Blumenerde. Den könnte ich praktisch sofort impfen. Ein Schwammerl ist reif.
    Ein zweites wächst heran, aber es rührt sich kaum, seit ich es entdeckt habe - reichen die Nährstoffe?


    Jetzt möchte ich es natürlich richtig machen. Dafür geb ich auch das knuffige Pilzchen her. :)
    Also: Hut ab und wie bei der Sporenprobe auf den Boden legen? Stiel zusätzlich woanders ablegen?

    Okay, dann fotografier ich ihn morgen oder übermorgen noch mal.


    Könnte ich eigentlich theoretisch auch was mit den Fruchtkörpern anstellen, wenn ich den Fälbling ansiedeln will? Ich kann ja eigentlich nur hoffen, das richtige Myzel zu übertragen. Auch der Becherling würde nach dem Umtopfen ja wieder was Frisches zu futtern kriegen, da ich unter Anderem neue Blumenerde verarbeiten werde.


    Und was ist eigentlich mit dem Dünger? Die Buche ist neu, eine unbehandelte Rohpflanze. In dem Pott wird vermutlich bislang kein Dünger sein. In der nächsten Wachstumsphase sollte eigentlich welcher zugegeben werden.
    Ich mein doch da sowas im Hinterkopf zu haben, daß das dem Symbionten (ggf.) nicht so ganz guttut?

    Prima, als Symbiosepilz ist er mir natürlich seehr willkommen. Wenn er üblicherweise Fichten mag, impfe ich deren Substrat doch gleich auch mal.


    Der Fälbling scheint auch direkt an den Wurzeln zu sitzen, zumindest sprießt der größere Fruchtkörper gleich neben dem Stamm.

    Fagus sylvatica f. purpurea, ja.


    Von was lebt der Pilz? Ist das ein üblicher Symbiosepilz?
    Ich möchte das Pilzchen eigentlich nicht pflücken. Im Frühjahr fällt allerdings das Substrat mit dem Myzel an, weil dann Umtopfen auf dem Programm steht. Ich kann allerdings bloß raten, welche Seite des Topfes dem Fälbling und welche dem Becherling gehört :D

    Er steht unter einer Blutbuche.
    Auf welchem Substrat, kann ich nur schwer beurteilen, dafür habe ich noch nicht lange genug mit Bonsai bzw mit Profi-Substraten zu tun. Das könnte Akadama (zweifach gebrannter Lehm) und/oder Lavagranulat sein, sicher noch mit etwas Humus.
    Ich weiß nicht wie "frisch vom Feld" er ist oder wie lange schon im Topf.

    Hi @all!


    Vielleicht erinnerit ihr euch: vor einiger Zeit schneite ich in dieses Forum und präsentierte einen Bonsaitopf mit Becherlingen darin.
    Diese wurden kaum noch größer, nur etwas voluminöser/tiefer und eines Tages waren sie weg.


    Jetzt wachsen zu meiner Überraschung in demselben Topf andere Pilze. So ein bißchen bräunlich wie Champingnogs, zwei Einzelexemplare. Die sind in den letzten Tagen nicht größer geworden.


    Das Bemerkenswerte daran ist, daß es den Anschein hat, als ob die beiden Myzels (richtiger Plural?) über Kreuz liegen oder gar vermischt sind. Dürfte doch kaum, oder? Vertragen sich Pilze auch miteinander?

    Wenns anderen Leuten so geht wir mir, finden sie sie gruselig 8|


    Das kann man ja schon bei Spinnen beobachten, daß man sie einfach völlig ohne Not tot macht, und wir haben auf einer Wanderung zu unserer Bestürzung auch schon mal einen erschlagenen Salamander gesehen. In einer Ecke eines Reitstalles, wo ich Urlaub gemacht habe, sprossen riesige Pilze (ich hielt sie für Knollenblätterpilze) bis 20cm oder höher, wo ich nur darauf wartete, daß sie endlich den Hut aufspannten, um sie mit irgendwas als Größenvergleich zu fotografieren - und eines Tages waren sie einfach kaputt. Nur kaputt. Nicht mal weggeharkt oder sowas. Die Besitzerin konnte mir nicht plausibel erklären, warum sie das getan hatte.


    Erinnere ich mich jetzt recht, daß das ein aus Frankreich o.ä. eingewanderter Pilz ist? Ich habe doch mal im TV etwas darüber gesehen.

    Der größte war bislang 5mm groß. Bei dem hab ich Borsten finden können, die waren so klein, daß ich sie nur mit Mühe hab ausmachen können.
    Die Fruchtkörper sind erst seit vielleicht drei Tagen sichtbar. Werden die noch größer?

    Zitat von Gerd

    ...noch beurteilen kann, ob dieser Becherling völlig stiellos dem Substrat aufsitzt.


    Ich hatte das im EP erwähnt. Als vor ein paar Monaten oder so die ersten Näpfchen auftauchten, hab ich ein sie entfernt, ich konnte garnichts damit anfangen, was das sein sollte. Stiele wären mir wohl aufgefallen.
    Jetzt sind sie gerade an mehreren Stellen geradezu ausgebrochen - die konnten nur gewachsen sein.


    Den Boden kann ich nur schwer beurteilen, da ich mich mit Bonsai-Substraten noch nicht so auskenne und obendrein ein Großteil der Erdoberfläche bemoost ist. Es könnte zumindst teilweise Akadama sein, ein Lehmgranulat, aber es sind auch graue Teile dabei, vielleicht Lavasplitt. Kann auch mindstens teilweise der Ackerboden sein, auf dem der Bonsaihändler die Blutbuche kultiviert hat.
    Die Buche ist sehr dicht, der Boden dürfte ständig beschattet sein. Ich pflege meine Bonsai zu gießen, sobald die Erdoberfläche trocken ist.

    Ich habe gerade beim Stöbern den Fot von einem Geselligen Glöckchennabeling (Xeromphalina campanella) gefunden, ist das seine Normalgröße? Wie würde der sich wohl mit einem Bonsai vertragen, Symbiose, oder eher schädlich?


    Noch eine Frage: die Bonsai werden in der Regel eine Zeit des Jahres gedüngt. Schadet das den Pilzen (allgemein, den Becherling betriffts ja auch)?

    Ich habs im Baum-Tagebuch vermerkt, daß ich dran denk *g*


    Das könnte ich mir gut vorstellen: so wie Bonsaianer Schalen mit Bäumen stehen haben, haben Pilzliebhaber Schalen mit Pilzkulturen, aus denen zur Schwammerlzeit ein paar schöne Fruchtkörper sprießen.
    Da wären Bonsai im Endeffekt nur die geduldeten Symbionten. Damit sich der Fliegenpilz mit einer Fichte im Topf auch so richtig heimisch fühlt :D

    *lach*
    Du kannst gerne davon haben - im Frühjahr ist Umtopfen angesagt.
    Ich schau bis dahin mal, wie die sich machen, ob sie bleiben dürfen. Zu große Pilze sehen unter einem Bosai nicht aus, auch wenns erst ein angehender ist.