Beiträge von Dryocopus


    Wieso nicht Ferreum spec.? (Hat halt noch kein "Sporenpulver" angesetzt.)
    Hexeneier: Noch nie gesehen - daher danke für das Foto.
    Specht-Relikt: Schön beobachtet!
    Molch: Teichmolch = Streifenmolch: Man beachte den Streifen übers Auge. Folglich: Bauchseite orange mit rundlichen Flecken. Kannst du ja noch überprüfen.:thumbup:


    H Gr Dryocopus


    Danke, Pablo,


    für die vielen vernünftigen Gedanken, die du da äußerst. Ich meine trotzdem, man darf es wagen, Sprache zu ändern. Sprache ändert sich mit der Zeit, und manche alten Relikte (Rudimente)
    - "Fruchtkörper" ist einer - sind Anachronismen, die den Sprachtod erleiden dürfen.


    Übrigens: Der Fliegenpilz hat sehr wohl mit Fliegen zu tun, auch wenn er nicht aus diesen Tieren besteht.;)


    H Gr Dryocopus


    Hallo, Frank,


    sehr gute Informationen. Wir wissen nun, wonach wir suchen müssen, und sind gewarnt, voreilig Funde als St. insignitum = St. ostrea anzusprechen.


    Danke.


    H Gr Dryocopus

    Hallo, Ingo,


    schön, dass uns die Winzlinge zeigst. Ich bin schon beim Suchen ganz schwach, bestimmungstechnisch ist dann sowieso schnell Ende. Hältst du mal einen Kurs?


    H Gr Dryocopus

    Hallo Ingo,
    hallo Drosophila,


    groß ist die Resonanz hier nicht. Ich schließe daraus, dass die meisten kein Problem mit den pilzlichen Früchten haben. Ich werde es mal so halten, dass ich die "Frucht" vermeide. Vielleicht macht ja der eine oder andere mit - nach dem Prinzip des steten Tropfens.


    "Leibesfrucht" - da ist immerhin vorher eine Befruchtung. Das ist schon etwas anderes als die Sporenbildung bei den Pilzen! "Schulterblatt" ist schon von der Wortzusammensetzung her kein (Pflanzen-)Blatt. Der "Walfisch" ist schon längst gestorben - sagen wir mal, vor 50 Jahren.


    Schlusswort: Wenn ich in zeitgenössische Hochschulbücher der Botanik bzw. Biologie schaue, erscheint überall der "Fruchtkörper". Er bleibt trotzdem ein wenig reflektierter Quatsch, den man abschaffen sollte.


    H Gr Dryocopus

    Liebe Mykos,


    ich möchte hier eine Diskussionsseite eröffnen. Es geht mir dabei um die Begriffe "Fruchtkörper" und "Fruchtschicht", die biologisch einfach falsch sind. Der Terminus "Frucht" kann eigentlich nur bei Blütenpflanzen, genauer bei Bedecktsamern angewendet werden, denn nur diese entwickeln in ihren Blüten Fruchtknoten, aus denen nach Bestäubung und Befruchtung eine (samenhaltige) Frucht heranreift. Nicht einmal die schönen Zapfen der Nadelbäume dürfen daher als Frucht bezeichnet werden, da Nadelbäume Nacktsamer sind und per definitionem keine Fruchtknoten aufweisen. Ein Zapfen ist ein Samenstand, aber niemals eine Frucht.


    Und jetzt kommen die Pilzkundler und schwindeln uns "Fruchtkörper", "Fruchtschicht" u. ä. vor - das sind einfach falsche Begriffe, und wenn sie tausendfach wiederholt werden, auch in der einschlägigen Fachliteratur!


    Bei "Fruchtkörper" und "Fruchtschicht" geht es um Pilzorgane bzw. -gewebe, die Sporen erzeugen. Sporen sind wenigzellige, ungeschlechtlich entstehende Fortpflanzungseinheiten, die wir in vergleichbarer Weise auch bei Moosen, Farnen und Algen finden. Mit Frucht und Samen haben sie nur so viel gemeinsam, dass sie Fortpflanzungseinheiten darstellen.


    Mein Vorschlag: Sollten wir nicht sprachbildend tätig werden und die falschen Begriffe durch eindeutigere Bezeichnungen wie Sporenkörper und Sporen bildende Schicht ablösen? ("Sporenschicht" wäre ja auch nicht korrekt, weil das Hymenium o. ä. nicht nur aus Sporen besteht. Trotzdem könnte ich mich der Kürze halber damit anfreunden.)


    Ich hoffe auf eine angeregte Diskussion und evtl. noch bessere Vorschläge.


    H Gr Dryocopus


    H
    Übrigens: Neulich hat IngoW mal die Frage in den Raum gestellt, ob die Fruchtschicht von S. ostrea auch so gilben kann wie die von S. subtomentosum.
    LG, Pablo.


    Ja, das würde mich auch interessieren. Also Aufruf an alle, die S. ostrea nachweislich finden: Daumennagelprobe durchführen - und Resultat melden!


    H Gr Dryocopus


    Heute gibts ein Foto vom letzten Herbst

    ist schon ganz praktisch ,wenn man sich bei Regen unterstellen kann


    Genau auf dieses Foto habe ich gewartet - das war eine der Phantastereien, die wir als Kinder auf unserem langen Schulweg hatten: einen Pilz zu finden, der so groß ist, dass man ihn als Regenschirm benutzen kann. Vom Riesen-Schirmpilz hatten wir bei einem Vortrag in der Schule gehört, bei dem wir aber sonst nur eines lernten: "Wehe, wenn er eine Knolle hat!"


    H Gr Dryocopus


    Hello!
    Hab jetz mitgelesen,.... Warum nicht in die pfanne?
    Greetz
    BeLLa


    ...weil dir niemand über Fotos garantieren kann, ob das, was bei dir in der Küche liegt, wirklich die angesprochene Art ist. Wir sehen auch nicht, ob die Pilze nicht schon vergammelt sind - du bekommst dann eine heftige Lebensmittelvergiftung. Und vor allem könnte unter deinen Funden ein einziger Pilz sein, der nur für den Spezialisten als andere Art zu erkenne ist. Wir denken da an Galerina marginata, den Gifthäubling. Der steht in seiner Giftigkeit den Knollenblätterpilzen nicht nach.


    Eine Verzehrfreigabe kannst du dir (mit unabwägbarem Risiko) selbst erteilen, hier bekommst du sie nicht; besser ist es, du gehst zu einem Pilzsachverständigen (PSV), der jeden einzelnen Pilz überprüft und ihm eine Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt. Dann, und erst dann, solltest du die Pilze in die Pfanne werfen.


    Was du aber machst, ist generell richtig: Du versuchst, Pilzarten kennenzulernen. Bevor man exakt Bescheid weiß, sollte man Pilze nicht in die Küche bringen. Ich kenne das Stockschwämmchen mittlerweile ganz gut, doch habe ich den Gifthäubling zu selten gesehen, so dass ich diesen nicht wirklich sicher erkennen. Folglich lasse ich vom Stockschwämmchen die Finger. Da Stockschwämmchen und Gifthäubling sogar am gleichen Baumstamm untereinander wachsen können, verzichten mittlerweile auch echte Pilzkenner auf das Stockschwämmchen. Die Gefahr, dass die Leber einen lebensgefährlichen Totalschaden erleidet, ist einfach zu hoch.


    H Gr Dryocopus


    Beinahe jeder noch so junge Pilz ist entweder von Maden (sind Würmer eigentlich das Gleiche?!) oder von Schnecken zerfressen. Selbst an Fundorten, an denen es Stellenweise relativ viel Pilze gibt.
    Aufgefallen ist mir hierbei ein springendes Minitierchen.


    Hallo, Ingo,


    auf die Springschwänze (Collembolen) wurde ja schon verwiesen.


    Was sind jetzt Maden? - Maden sind (augen- und) beinlose Insektenlarven, typischerweise der Zweiflügler (Mücken, Fliegen). Aber auch etliche Hautflügler (Hummeln, Bienen, Wespen, Ameisen) und Käfer entwickeln madenähnliche Larven ohne Beine. - Mit Würmern haben Maden nichts zu tun. Auch wenn der gemeine Mann von der Straße das Innenleben von Pilze hundertmal als "Wurm" bezeichnet, so hat er doch mindestens 99 Mal unrecht. Eine schöne Ausnahme bildet der Austernseitling. Dieser hat den Spieß rumgedreht und geht auf Fleischsuche. Er umhüllt mit seinen Hyphen Nematoden (Fadenwürmer), die er dann zur Verbesserung seiner Eiweißversorgung verdaut.


    Guten Appetit!


    Dryocopus