Beiträge von Wühlmull

    Hallo, ich war heute wieder dort und erwartungsgemäß waren die am Sonntag reifen Fruchtkörper alle hinüber, aaaaaaber: es waren junge erschienen, noch klein (max. 1 cm) aber mit aussagekräftigem Äußeren. Drei Stück habe ich eingetütet und ab nach Hause. KOH habe ich nur 40%. Die Lamellen damit beträufelt, zeigte sich sofort eine Reaktion ins tief Orangene.







    Fast vergessen:

    Hallo,


    alles zystidenähnliche, was ich noch finden konnte, war das hier:






    Durchgeschlüsselt führt es mich zu C. applanatus (falsch abgebogen?). Komme mir jetzt vor, als schlüssele ich einen Hainbuchenraufuß durch und lande bei der Espenrotkappe :veryannoyed: :huh:
    Aber wie Norbert schon sagt, ist C. crocophyllus im Schlüssel nicht erwähnt. Am Stamm waren ausschließlich ausgewachsene Fruchtkörper. Vielleicht fahre morgen nach der Arbeit wieder hin, ist nicht weit, aber bei den aktuellen Temperaturen dürfte da nur noch Kompost am Stamm hängen. Wäre schön gewesen, ein paar junge Fruchtkörper vorzufinden, nicht nur der Bestimmung wegen. Ergoogelte Bilder älterer Fruchtkörper stimmen mit meinem Fund überein, ebenso Mikrobilder. Bin motiviert, ihn als C. crocophyllus abzuhaken.

    Hallo Oehrling,



    Band 4, das ist der mit den Dachpilzen, den hab' ich sogar. Ich hätte schwören können, die Stummelfüßchen wären in einem der Bände die mir noch fehlen. Und ich Blindfisch fasele irgendwas von fehlender Literatur :haue: . Gott, wie peinlich. Ist schon von Vorteil, wenn man in seine eigenen Bücher auch manchmal reinschaut. Morgen wird geschlüsselt, was das Zeug hält.

    Hallo,


    mit dem C. applanatus werde ich auch nicht so ganz eins, auch wegen der aalglatten Oberfläche, dann schon eher der C. crocophyllus. Cheilos habe ich keine gefunden. Basidien ja, abe keine Zystiden bzw. nichts, was ich dafür halten könnte. Ich hab' den aber noch, trocknet seit gestern vor sich hin. Vielleicht werfe ich den morgen wieder unters Mikro. Dann fehlt mir aber die passende Literatur. Ich fürchte, das wird noch ein ziemliches Gewurschtel.


    Edit: Tante Google spuckt noch C. brunneoroseus aus. Zumindest makroskopisch ein vielversprechender Kandidat.


    Noch'n Edit: Ok, die Sporen passen so richtig gar nicht. Hat sich was mit C. brunnedingsbums.

    Hallo,



    meine Hoffnungen schwinden, so was wie Nr. 16 habe ich hier neben mir liegen. Ein knallgelber Täubling mit dottergelben Lamellen. Hatte ihn aber noch nicht genauer unter der Lupe.


    Wenn Nr. 5 reden könnte, würde er sich Russula violeipes rufen, da würde ich soger darauf wetten. Aber er kann ja nicht reden, also werden wir es nie erfahren :D . Ansonsten schöne Fotoserie, da ist gut was zusammen gekommen.

    Hallo Pilzfreunde,


    gestern habe ich bei einer Wanderung etwas entdeckt, was mich zunächst an ein Stummelfüßchen oder Muschelkrempling erinnert hat, konnte aber vor Ort nicht viel damit anfangen. Geändert hat sich seitdem nicht viel. Es paßt mal wieder gar nichts. Sägeblättlinge sind raus, ebenso Muschelinge, zumindest was meine Recherche angeht. Vielleicht etwas, dem irgendwann irgend jemand mal den deutschen Namen "Seitling" gegeben hat... :hmmm: .


    Die Details:


    Fruchtkörper nahezu stiellos am Substrat angewachsen. Die Lamellen reichen bis zum Substrat.
    Substrat (schon ziemlich vermorscht) wahrscheinlich Hainbuche, evtl auch Eiche. Auf jeden Fall Laubholz, es sei denn, es hat hier den einzigen Nadelbaum gekostet.
    Breite 3-5 cm
    Oberfläche filzig, Haut nicht abziehbar.
    Beschaffenheit biegsam bis zerbrechlich.
    Lamellen längs betrachtet z. T. fein gesägt
    Fleisch weiß bis schmutzig-weiß
    Geruch angenehm pilzig, kein besonderer Eigengeruch
    Sporenpulverfarbe kakaobraun
    Sporen rund und feinwarzig, golfballartig, mit Keimporus. Durchmesser 6 µm, recht gleichmäßig ohne große Toleranz.
    HDS mit großen Hyphen und kleinen Schnallen. Hyphen mit grob strukturierter Oberfläche.








    HDS




    Bei den Sporen ist mir irgendwie zwei mal die selbe reingerutscht :)



    Schon mal danke für eure Mühen.

    Hallo,


    Erbsenstreulinge habe ich bisher immer nur in getrockneter Form verköstigt. Gemörsert in Suppen oder Soßen. Evtl. werde ich bei Gelegenheit auch mal einen frisch braten. Die erscheinen auf den Bergehalden hier mit Pausen von Mai bis Ende Oktober unter jungen Birken und Kiefern. Wenn ältere Fruchtkörper da sind, sind sie leicht zu finden, denn der verräterische rostfarbene Braunton ihrer Sporen kommt auf den Halden sonst nicht vor. Sie wachsen nur da, wo wenig Gras ist, eigentlich nur auf dem nacktem Boden. Bisher habe ich sie auf jeder Halde gefunden. Ich ernte aber nicht viel, ich habe da ewig dran.

    Hallo,


    da könnte man wirklich wochenlang über Theorien plaudern, bis eines Tages ein Mykologe vielleicht eine Doktorarbeit zu diesem Thema verfaßt (die ich dann wahrscheinlich eh nicht verstehen würde) und das Geheimnis lüftet. In der Zwischenzeit kann man nur spekulieren und beobachen. An der Stelle fahre ich jede Woche mindestens zwei mal vorbei. Kurz anhalten und hinspringen ist kein Problem. Mittlerweile wurden dort einige Fichten gefällt, aber als Partner fallen die eh raus, ebenso die Eschen. Von Pappeln und Weiden ist die Rede. Ich muß mir die hochwachsende Flora dort mal genauer ansehen. Einige Schwarzerlen stehen da glaube ich auch.


    Die Milchlinge kommen nicht jedes Jahr, aber wenn die wieder da sind, finde ich den Hexenring vom Bild bestimmt wieder. Ich hätte damals ein Bandmaß mitnehmen sollen. Dann hätte man auch sehen können, wie schnell so ein Hexenring wächst. Aahhh, die besten Ideen kommen immer zu spät. Seit die Fichten weniger sind, haben die Bromberren dort die Herrschaft übernommen, aber ich komme schon irgendwie an die Stelle ran.

    Hallo Claudia,


    danke für den Beitrag. Vor etwa fünf Jahren hat hier im Nachbarort Neuweiler ein böses Grauhörnchen sein Unwesen getrieben und einige Leute gebissen. Woher das Tier kam, ist nicht wirklich bekannt, da gibt es nur Theorien. Irgendwann hat man dann nichts mehr von dem Tierchen gehört (wahrscheinlich hat jemand zurückgebissen).

    Hallo Pilzfreunde,


    ich frage mich - schon länger - wieso eigentlich manche Mykorrhizapilze Hexenringe bilden. Einen driftigen Grund haben sie ja nicht, es sei denn, sie nutzen neben den Nährstoffen ihres Symbiosepartners parallel dazu auch die Nährstoffe abgestorbener pflanzlicher Biomasse. Falls dem so ist, stoßen sie aber irgendwann auf ein Problem: Der Hexenring wird von Jahr zu Jahr größer und entfernt sich immer mehr von dem Partnerbaum, bis irgendwann die Grenze erreicht ist, an der das Myzel aufgrund der großen Entfernung keine Nährstoffe mehr an die äußere Zone liefern kann um dort Fruchtkörper auszubilden.


    Bei Saprophyten ist das auch schematisch gut zu rekonstruieren. Das Myzel stirbt in der Mitte ab und breitet sich radial aus um so auf immer neue Nährstofferssourcen zuzugreifen. Wenn sich ein Mykorrhizapilz auf diese Art ausbreitet, müßte zusätzlich eine Art "Direktleitung" zum Baum bestehen, um die fehlenden Nährstoffe zu beziehen. Eine andere Lösung wäre, daß manche Pilze einfach zu beidem in der Lage sind. Zur Not frißt der Bauer die Wurst auch ohne Brot :) . Deacademic.com sagt übrigens, daß Mykorrhizapilze NIE einen Hexenring bilden - is' klar ==Gnolm4 .


    Hexenringe vom Rosascheckigen Milchling. Einer der Hexenringe war sogar abgeerntet, da mußte wohl jemand seine "Champignonrahmsoße" zum Klo hinunterspülen. Tja, aus Fehlern lernt man :freebsd: .

    Hallo,



    der erinnert mich irgendwie an den Runzeligen Ackerling (Agrocybe rivulosa), obwohl hier die Hutoberfläche wohl eher nur so aussieht als wäre sie runzelig. Trotzdem solltet ihr euch mal diesen Thread hier anschauen.

    Hallo,


    das erinnert mich an einen Fund von vor vier, fünf Jahren. Damals hielt ich den Fund erst für Cortinarius junghuhnii, und dann (Jahre später) war's tatsächlich Psathyrella gossypina. Die Art kommt in eurem Fall zwar nicht hin, dafür ist die Hutmitte nicht runzelig genug, aber die Richtung mag schon stimmen.

    Hallo,


    Hexen habe ich vorgestern auch welche gefunden. Bisher hatte ich die noch nie im Mai, nur vereinzelt mal im Juli. Die waren nur schon ziemlich zerfressen, aber mitgenommen hätte ich die eh nicht, bin nicht so der Hexenesser.

    Hallo Armin,



    ich habe mich irgendwann einer (DER!) hiesigen Pilzinteressengemeinschaft (Drieschlinge) angeschlossen, nachdem ich einige ihrer Mitglieder bei einer der Pilzwanderungen kennenlernen durfte, die hier regelmäßig im Herbst stattfinden. Hier im Saarland sind nur zwei Gruppierungen ansässig, und die Pilzfreunde Saar-Pfalz e. V. mit Sitz im 30 km entfernten Bexbach wären mir schon wieder zu weit weg um regelmäßig dorthin zu fahren. Außerdem bin ich kein Vereinstyp mit Vorstand, Verpflichtungen und so 'nem Zeug. Bei den Drieschlingen findet monatlich ein Stammtisch statt und jährlich die Pilzausstellung. Die regelmäßigen Treffen und der Wissensaustausch bringen einen wirklich weiter in der Materie.


    Bei Dir in der Gegend werden mit Sicherheit im Herbst auch Pilzwanderungen angeboten, die dann von PSVs durchgeführt werden. Über die bekommst Du vielleicht Infos über ansässige Interessengemeinschaften. Hier sind eigentlich alle PSVs, die Pilzlehrwanderungen durchführen bei den Drieschlingen und ich komme mir trotz Nicht-PSV bestimmt nicht wie ein Azubi vor :) .


    Einen Pilzkurs habe ich auch noch nicht mitgemacht. Ich finde die auch zumindest teilweise recht teuer und man weiß vorher nie, ob es dann auch wirklich Pilze gibt. Ich hab dann echt keine Lust mit 20 anderen an drei vertrockneten Täublingen rumzuschnippeln und dafür noch einen Batzen Geld auf den Tisch zu legen. Dann noch Sprit und Unterkunft...Juhuu. Wenn es nicht regnet, wachsen auch in Hornberg keine Pilze.


    Irgendwann als Digitalfotografie bezahlbar wurde, habe ich dann angefangen meine Funde zu fotografieren. Die Fotos nur für mich zu machen war öd, so kam die Homepage. 2012 kamen die Morcheln und das Ende rationalen Denkens :D . Seitdem bin ich....hmmmhh....fungiphil?

    Hallo Malone,


    so was hatte ich auch mal. Irgendwas mit Spindelsporiges Aggregatbecherchen (Byssonectria terrestris), den Schlaunamen mußte ich googeln. Soll gerne bei Wildtoiletten gedeihen. Ich hab' damals keine mitgenommen, deswegen bleibt's bei einer Vermutung.

    Hallo Maria,


    das ist (fast) Zufall, ich finde Maipilze auch weit außerhalb der Muschelkalkgebiete wo sich keine Morchel hin traut. Einen gewissen Zusammenhang gibt es da schon, weil die Maipilze teilweise auf dem selben Substrat wachsen wie die Morcheln. Die meisten Maipilzvorkommen finde ich eben auch nur in den Morchelgebieten, weil ich eben da nach Morcheln suche und die Maipilze relativ anspruchslos sind. Die wachsen hier im Sulzbachtal sogar im Nadelwald (bei Bayrisch Zell, wen's interessiert).

    Hallo Hans,


    was den Becherling angeht, könntest Du, wenn Du ihn nochmal finden solltest, ein Stück abbrechen und ein weißes Blatt Papier oder Tachentuch an die Bruchstelle halten, ich tippe da auf den Gelbmilchenden Becherling. Den finde ich auch schon relativ früh. Die Verfärbung dauert allerdings etwas, nach so zwei, drei Minuten sollte die Gelbfärbung aber gut sichtbar sein.

    Hallo Ralf,



    Wie heißt das noch mal? Morchel suchen ist nicht schwer, Morchel finden jedoch sehr? Und nu hast Du sie.


    Also Gratulation!!! :alright: :alright: :alright:


    Beharrlichkeit zahlt sich eben immer noch aus. Damit hast Du genauso viele Käppchenmorcheln gefunden wie ich dieses Jahr und meine war nicht annähernd so morchelmodeltauglich. Übrigens suche ich seit Jahren erfolglos Moosbecherlinge wie blöd. Die Roten Samtmilben sind hübsch, die sieht man hier auch öfter. Wenigstens sind das keine Homo-sapiens-Blutsauger, dann würden wir sie nämlich alle potthäßlich finden :D

    Hallo Juliane,


    die Morcheln wären m. E. alle zu alt. In dem Zustand müßten sie eigentlich schon etwas angebrannt riechen. Stark im Aroma, aber nicht einladend. Käppchenmorcheln sammele ich eh nicht, dafür gibt es zumindest hier zu wenige. Maipilze habe ich dieses Jahr noch nicht einen gesehen. Ich suche die immer im Bliesgau, der Kalklehmboden wird dort aber bei längerer Trockenheit steinhart und hier war es sehr lange sehr trocken. Da haben die Maipilze keine Chance.


    Bei dem Champignon bis ich mal gespannt, was noch dazu geschrieben wird. Hier gibt es den Frühjahrsegerling, aber der gleicht eher dem Wiesenchampignon. Bei Deinem Exemplar fehlen mir jetzt die Größenverhältnisse. Er scheint etwas zu bräunen und erinnert mich an den Gegürtelten Egerling, nur irgendwie ohne Gürtel. So früh habe ich den aber noch nie gesehen. Im Alter riecht der etwas fischig. Das ist jedes mal wieder auf's neue ein Krampf, dem vom Kompostegerling zu unterscheiden.

    Hallo Caesar85,


    ich weiß ja nicht wo Du wohnst, aber bei uns hier im Saarland ist die Zeit von Mitte Mai bis Ende Juni die pilzärmste Zeit. Mini-Niederschläge, die Frühjahrspilze sind Mitte Mai weg bzw. die Sommerpilze Ende Juni noch nicht da. Zumindest hier ist das so. Wenn das Wetter paßt, sind Anfang Mai noch Maipilze da, deren Erscheinen aber dann den Abschluß für die Frühjahrssaison kennzeichnet. Nach dem Regen dauert es ein, zwei Wochen, bis sich was tut. So schnell geht das nicht. Sollten früher Fruchtkörper erscheinen, dann wollten sie schon vor dem Regen raus und es ist eher Zufall, daß sie gerade jetzt erscheinen. Mit Sammelabsicht gehe ich während dieser Zeit gar nicht erst los. Evtl. findet man aktuell neben Maipilzen auch Schwefelporlinge und Stockschwämmchen, die tauchen schon mal im Mai auf.