Lieber Axel,
meinen glühenden Neid kann ich gerade gut brauchen bei der Saukälte...
Beste Grüße
Sabine
Lieber Axel,
meinen glühenden Neid kann ich gerade gut brauchen bei der Saukälte...
Beste Grüße
Sabine
Albino Buche
Das ist ja faszinierend, Joe!
Woher die wohl ihre Nahrung bekommt, war auch mein erster Gedanke.
Das ist ja superspannend, dass das anscheinend seit einigen Jahren funktioniert.
Beste Grüße
Sabine
Die Bürgermeisterin und die Naturschutzbehörde haben meine Emails erst am Montag. Ich habe das Gefühl, das bis dahin vollendete Tatsachen geschaffen sind.
Es ist so unendlich frustrierend!
Ach du Scheiße, so eine hohe Dringlichkeit! Wie beklemmend.
In dem Fall würde ich wohl entweder versuchen (wie groß ist die Gemeinde?), über den Buschfunk herauszufinden, wer der/die neue Pächter*in ist und mit dieser Person zu reden versuchen.
Ich könnte mir vorstellen, dass die vielleicht gar nichts darüber weiß, was das für ein Kleinod ist.
Oder, falls die Gemeinde zu groß ist und/oder es niemanden gibt, der/die sowas weiß (bei uns im Dorf würde ich beispielsweise in unseren Tante-Emma-Laden gehen, die wüsste zumindest, wen ich fragen kann), würde ich folgendes tun:
Stöcke mit Flatterband positionieren, dazu ein Schild mit kurz dargestellter Sachlage und vor allen Dingen mit ein paar Fotos.
Saftlinge sind so schön, die finden doch eigentlich alle Leute toll.
Und insbesondere mit dem Hinweis darauf, dass der Boden nicht aufgebrochen werden darf und nichts aufgebracht werden darf, um die Pilze nicht zu schädigen. Hinweis aufs Naturschutzgesetz (auch wenn ich mir nicht sicher bin, dass das hier anwendbar ist, bei "Privatgrundstück innerörtlich" - vielleicht wissen andere das besser, aber ansonsten vielleicht so formulieren, dass es "möglicherweise relevant" ist oder ähnliches).
Das würde ich fotografieren, insbesondere auch das Schild und das Flatterband, so dass sich niemand mit einem "Hups, habe ich nicht gesehen" rausreden kann.
Und - sofern Zeit vorhanden ist, und/oder du Mitstreiter*innen kennst, die sich mit dir abwechseln würden, ggf. Wache stehen, um die Person abzupassen, die dort arbeiten will. Tendenziell dürfte das ja ein überschaubarer Zeitraum am Samstag sein, in dem jemand sowas anfangen möchte.
Viel Erfolg und liebe Grüße
Sabine
Claudia, ich verstehe deine Panik. Was würde ich alles geben für so ein Habitat in der Nähe.
Vielleicht kann man andere Organisationen, z.B. NABU für das Gebiet gewinnen, sei es durch Pacht oder durch Kauf. Hier im Weserbergland gibt es einige Projekte, wo der NABU Gebiete zur Pflege übernommen hat.
Bei uns macht sowas auch der LBV.
Danke Axel, da hat mir die Behörde keine Hoffnung gemacht. Sie wird es nicht tun mit dem Argument, dazu wäre die Fläche zu klein.
Bei uns in der Nähe gibt es mehrere jeweils eigentlich recht kleine Heideflächen, von denen nur ein Teil Naturschutzgebiete sind. Ansonsten wird nach und nach versucht, die in Naturschutzgebiete oder zumindest sonstwie geschützte Gebiete umzuwandeln und durch weitere Gebiete besser zu "verketten".
Ich hatte mal was im Schutzplan oder wie das heißt gelesen (ich glaube, das war, als ich meine Betretungserlaubnis für eines davon beantragt habe), wo argumentiert wurde, dass das "Schutzinseln" sein sollen, und die Gebiete den Abstand zum nächsten Gebiet mit ähnlichen Bedingungen verringern soll. So eine Argumentation (vielleicht ein bisschen ausgefeilter, als ich es aus dem Gedächtnis reproduzieren kann) könnte ja bei einem angeblich "zu kleinen" Gebiet vielleicht auch ziehen.
Auf jeden Fall denke ich, dass ein schriftlicher Antrag bei der Behörde auch noch mal einen ganz anderen Charme hat, als wenn jemand am Telefon sagt: "Können Sie vergessen" - denn was ihr am Telefon geredet habt, darüber gibt es keinen Nachweis.
Wenn ein schriftlicher Antrag vorliegt und bei der Behörde schwarz auf weiß vorliegt, dass sie nicht eingeschritten ist, als für so ein triviales Vorhaben ein so wertvolles Habitat plattgemacht wurde, ist das noch mal eine ganz andere Kiste, denke ich.
Wenn die Gemeinde vorhätte, dort einen Autobahnanschluss zu bauen, oder das von langer Hand geplante Hallenbad - dann sähe ich ja auch schwarz. Aber gärtnerische Nutzung? Ich glaub' es hackt ![]()
Ich drücke dir ganz fest die Daumen - das klingt so unfassbar, wie die Gemeinde überhaupt auf die Idee kommen kann, so ein Kleinod zu verpachten, für die paar Kröten, die da bei rumkommen, wenn da irgendjemand ein Gemüsegärtchen drauf packt. Da fasst man sich echt an den Kopf.... (edit: und hier in Bayern würde ich da gleich wieder Vetternwirtschaft wittern...)
Beste Grüße
Sabine
Ich möchte ergänzen: Bei euren beiden Exemplaren würde ich auf die Europäische Hornisse tippen (nicht auf die Asiatische, die hat wohl eine weniger ausgeprägte Bänderung und Beine mit gelben Endgliedern).
Beste Grüße
Sabine
Ich wäre auch bei Hornisse.
Beste Grüße
Sabine
Brombeerspinner am Hewensteig
Der ist ja wohl niedlich! Sowas gibt es in Deutschland - wieder was für meine "will ich mal finden"-Liste
Beste Grüße
Sabine
Hinterm Blumenkasten vor dem Garagenfenster haben sich Rotkehlchen unter den Überhang des Fenstersimses ein Nest gebaut und sind fleißig am Brüten :
Nein, ist das niedlich ![]()
Rotkehlchen zählen zu meinen absoluten Lieblingsvögeln. So klein und rund und mit den schwarzen Äuglein - hach... Die im Garten brüten zu haben, wäre für mich ein Highlight.
Ich habe hier zwar immer mal welche, aber ich weiß nicht, wo die wohnen.
Beste Grüße
Sabine
Peter, das finde ich so klasse, dass du das alles so ausführlich beschreibst!
Ich muss dringend mal Schaum suchen (ich hatte schon mal ein bisschen Wasser aus unserem Teich gefischt, weil ich dachte, wenn die im Wasser sind, finde ich da vielleicht auch was. Aber die sind dann vielleicht zu verdünnt. Habe jedenfalls nichts gefunden - hat offenbar seinen Grund, dass Schaum dafür benutzt wird).
Beste Grüße
Sabine
Alles anzeigenIch: „Ja, genau, das sind die Giftchampignon."
"Hr. Schmidt, die esse ich aber schon immer".
"Wir sind Vogtland, wir sagen "Du". Und die verträgst du?"
"Nein. Mir wird dann immer schlecht und 2 Tage lang geht es mir nicht gut."
"Aber: Warum in aller Welt isst du denn die Dinger trotzdem!?"
"Na, das sind doch die guten Pilze."
"Nein, das eben NICHT die guten Pilze!"
Oh, Steffen, das ist ja auch ein Highlight!
Sowas ähnliches hatte ich auch mal als Giftnotruf - ein Paar, das auch schöne Champignons aus dem Garten gegessen hatte und dann Magen-Darm-Probleme bekam.
Da meinte ich (Fotos hatten sie keine): "Dann werden das wohl Giftchampignons - Karbolegerlinge gewesen sein".
"Waaaas, es gibt giftige Champignons?!?!"
"Ja, aber eigentlich riechen und schmecken die unangenehm, besonders beim Erhitzen."
"Ach, jetzt, wo Sie's sagen - lecker waren die eigentlich wirklich nicht"
![]()
Und bei der Birkenpilz-Geschichte wird mir ja schon beim Lesen ganz anders...
Protokoll führe ich (meistens) auch. Aber für mich und für meine Statistik.
Für mich selber notiere ich das normalerweise auch, für den PSV-Jahresbericht. Aber das ist einfach eine Datei, die ich nach und nach befülle.
Ich habe gerade noch mal im PSV-Leitfaden geschaut: Da ist sogar ein Musterprotokoll drin, und auf Seite 173 heißt es, die/der PSV "sollte über die Beratertätigkeit Protokoll führen".
Wie gesagt, habe ich noch nie gemacht, und ich hatte auch noch nie in der Einzelberatung Personen, die geäußert haben, dass sie irgendwelches komisches Zeug zum Essen mitnehmen wollen.
Einmal hatte ich allerdings eine Teilnehmerin bei einer Pilzwanderung, die unbedingt Ziegelrote Schwefelköpfe mitnehmen und essen wollte. Obwohl ich ihr mehrfach und eindringlich gesagt habe, dass die Magen-Darm-giftig sind. Sie war da unbesorgt und meinte, sie hätte auch schon Grüne Schwefelköpfe gegessen (und erbrochen), und jetzt wolle sie mal die Ziegelroten zum Vergleich ausprobieren.
Wenn das nicht eine Situation gewesen wäre, wo 15 andere Leute (deren Namen und Adressen ich hatte) dabeistanden und das hätten bezeugen können - da hätte ich mit Sicherheit ein Protokoll angefertigt und mir das abzeichnen lassen.
Beste Grüße
Sabine
Hallo durnik,
mir ist nicht bekannt, dass es bei der DGfM ein Verbot gäbe, eine schriftliche Bestätigung anzufertigen.
Ich meine sogar, wir hätten mal in einem PSV-Kurs diskutiert, wie sinnvoll es ist, ein Beratungsprotokoll anzufertigen (mit "welche Pilzarten als giftig/ungenießbar aussortiert", "welche Pilzarten als genießbar freigegeben", einschließlich der Bestätigung durch die ratsuchende Person, dass es keine nicht vorgezeigten Pilze mehr gibt, also so ähnlich, wie du das vorgeschlagen hast.
Und ich meine, das wäre im Ergebnis (insbesondere in Kombination mit Fotos der Pilze) eigentlich ganz gut weggekommen. An ein "um Himmels Willen, das ist verboten" hätte ich mich sicherlich erinnert.
Gemacht habe ich das aber noch nie, und das wollte auch noch nie jemand haben.
Aber wenn ich das anpeilte, würde ich wohl, ähnlich wie Christoph das vorschlägt, sehr sorgfältig auf die Wortwahl achten und eher sowas wie: "Gemäß DGfM derzeit als Speisepilz klassifiziert und augenscheinlich derzeit mit gutem Frischezustand". Sowas wie "essbar/verträglich" schwarz auf weiß festzuhalten, ohne weitere Ergänzungen, fände ich heikel. Ja, es sind vielleicht Speisepilze, aber wenn die erst noch eine Woche im Kühlschrank liegen vor dem Verzehr, hilft das auch nicht. Oder wenn sie nicht ausreichend gegart werden oder jemand allergisch ist oder wenn sie riesige Mengen auf einmal verzehren.
Beste Grüße
Sabine
Lieber Peter,
vielen Dank für diesen spannenden Beitrag!
Das macht tatsächlich Lust, das auszuprobieren.
Noch eine ganz blöde Frage: Gibt es angesichts dieser Formenvielfalt ein einfaches Merkmal, an dem ich bei irgendwas, das ich aus dem Wasser gefischt habe, sehe, dass ich tatsächlich etwas Pilzartiges habe und nicht .... naja, irgendwas anderes halt, was es in Gewässern sonst noch so gibt? Oder merke ich das erst, wenn ich mich durch den Schlüssel gewurschtelt habe und nichts Passendes finde?
Beste Grüße
Sabine
Hallo Konstantin,
ich bin auch gespannt, ob Andreas dazu noch etwas schreibt.
Aber aus meiner Erfahrung heraus: Es kommt nicht nur auf die reine Pilzgröße/Dicke/Volumen an, sondern auch darauf, was für eine Art es ist.
Beispielsweise funktionieren selbst recht große/dicke Täublinge sehr gut. Ebenso Samtfußkremplinge. Knollenblätterpilze, die von der Größe/Dicke her ja teilweise ähnlich sind, leider nicht sonderlich, und die meisten Röhrlinge auch nicht (ich glaube, ich habe einen ganz passablen Düsteren Röhrling).
Ich verwende übrigens meistens eine noch einfachere Methode, denn ich habe einen "No Frost"-Gefrierschrank, der so eingerichtet ist, dass er "offenes" Eis einfach wegsublimiert. Ich lege die Pilze einfach offen in den Gefrierschrank und hole sie nach ein paar Monaten wieder raus.
Bei einem Röhrling habe ich mal den Stiel ausgehöhlt und mit Silica-Gel gefüllt vor dem Einfrieren. Der hat dann einigermaßen die Form gehalten.
Beste Grüße
Sabine
Lieber Werner,
vielen Dank für deine Vorschläge - ich habe sie ins Wasser gelegt. Mal schauen, was drauf wird ![]()
Beste Grüße
Sabine
Jo zum Herbst hin sicher wieder.i lass des ois was so momentan aussieht glei liegen zahlt sie net aus und ärgerst di nur. Des kennt vieles sei wei auf eiche hab i ma sowas noch nicht angesehen. Einjährig ja
Lieber Cognacmeister, da gebe ich dir recht - lieber wäre es mir auch, auf den Herbst zu warten und nicht verzweifelt so ein Zeug heimzuschleppen. Und die meisten "schönen" Sachen, die ich aus dem Gebiet mitgenommen habe, waren auch schön frische Rostpilze. Aber in dem Gebiet soll nach Möglichkeit bis Juni festgestellt werden, ob da irgendwelche Rote-Liste-Arten vorkommen. Bei Pilzen natürlich hart, bei den Käfern und den Vögeln klappt das schon besser. Aber ich will zumindest bei dem, was ich so finde, nichts unversucht lassen, einen Namen zu finden.
Den vorjährigen Orangeseitling habe ich erkannt - vielleicht kennt ja jemand diese Exemplare.
Nr. 2 hast du mit Auricularia mesenterica abgeglichen?
Lieber Stefan, vielen Dank! Von oben hat er mich tatsächlich auch an den Gezonten Ohrlappenpilz erinnert.
Aber den kenne ich ganz gut - den hatte ich sogar mal ein paar Monate in meiner Pilzausstellung, der hat sich gut gehalten (gerade noch mal geschaut - der ist sogar immer noch da). Aber selbst trocken ist der nie so hart wie dieser hier, und die Unterseite wird beim Trocknen glänzend-dunkel. Das ist sie hier nicht.
Beste Grüße
Sabine
Hast beim ersten überhaupt Sporen der schaut sehr trocken und hinüber aus
Ich schrieb ja schon, dass ich Mühe hatte, überhaupt Sporen zu finden, und bei den wenigen einzelnen, die ich fand, nicht sicher bin, ob sie zum Pilz gehören oder nicht.
"Hinüber" weiß ich nicht - denkst du, das ist was einjähriges? Ich hätte gedacht, das wird zum Herbst hin wieder.
Beste Grüße
Sabine
Hallo zusammen,
ich habe gestern zwei Pilze gefunden, bei denen ich nicht wirklich zum Ziel komme.
Bei Pilzen an Holz, insbesondere bei resupinaten, aber auch bei anderen, die keinen Hut und Stiel haben, bin ich nicht so firm. Diese beiden kenne ich nicht, und ich habe zwar im Rahmen meiner Möglichkeiten mikroskopiert, aber ich weiß noch nicht mal wirklich, was genau ich sehe. Jedenfalls habe ich nicht wirklich Basidien ausmachen können, und insgesamt so wenige Sporen, dass ich mir nicht sicher bin, ob irgendwelche davon zum jeweiligen Pilz gehören oder Fremdsporen sind.
Nr. 1 ist weiß, resupinat und gefeldert-aufgerissen, ziemlich hart. Beim Substrat vermute ich Eiche, weil der Ast in einem Eichenhain unter einer Eiche lag, aber ein anderes Laubholz kann ich nicht ganz ausschließen. Im Mikroskop habe ich viele Schnallen gesehen und Inkrustationen (?), die sich in Wasser ablösen und überall herumschwimmen und 2-3 µm Durchmesser haben.
Nr. 2 ist aus demselben Eichenhain und wuchs am Stamm einer umgestürzten Eiche. Die Fruchtkörper sind sehr hart. Hier gibt es in der Zellstruktur merkwürdige Zellen (sieht man so ein bisschen unten in der Aufnahme in Kongo). Nachtrag: Hier ist die Hutoberseite ziemlich filzig. Falls das wichtig ist, kann ich mein Bino-Foto dazu noch raussuchen.
Hat vielleicht irgendjemand eine Idee, was das sein könnte, oder nach was ich schauen müsste, um das zu klären? Mir wäre sehr lieb, wenn sich das auch jetzt im Frühjahr klären könnte, nicht erst im Herbst, wenn sie vielleicht in tauglicherem Zustand sind.
Danke schon mal und beste Grüße
Sabine
A warm welcome, Carina!
I keep my fingers crossed that we will eventually get some rain - at least where I live, it is currently way too dry for mushrooms.
Looking forward to hearing more about your ventures to the woods.
Cheers,
Sabine
Oh, yippie! Danke, Matthias, für die gute Nachricht.
Das kommt dann bestimmt bald, dass die Links wieder funzen und die Bilder wieder da sind.
Beste Grüße
Sabine
Nur damit die Sabine und der Bernhard da jetzt nicht durcheinander kommen, wär's toll, wenn Du auch erklärst was es damit auf sich hat, dass die Bezeichnung Caeoma allii ursini richtig ist, es sich aber eigentlich um eine Melampsora sp. handelt.
Oh ja, bitte 😂
Beste Grüße
Sabine
Die sehen ja toll aus, Björn!
Fast wie Kunstwerke.
Beste Grüße
Sabine
Hallo zusammen,
seit letztem Herbst bin ich ein bisschen auf den Geschmack gekommen hinsichtlich der Rostpilze, weil die oft so hübsch sind. Deshalb habe ich seitdem ein bisschen die Augen offen gehalten, und wurde bei der Morchelsuche glatt fündig (bei den Morcheln leider nicht...).
Ich habe ja null Ahnung, aber diese ausführliche Beschreibung von Julia/ Jule hat mir auf die Sprünge geholfen, so dass ich meinen Fund hoffentlich zutreffend als Caeoma alliii-ursini agg. bestimmt habe.
Gefunden habe ich ihn in den Lechauen in der Nähe von Rain. Weiden gab es dort einige, die kämen als Wechselpartner wohl in Frage.
Oberseite (links) und Unterseite (rechts) am Fundort:
Die Unterseite mit dem Bino (Vergrößerung weiß ich nicht genau, habe auch mit dem Handy noch rumgespielt):
Oberseite mit dem Bino:
Alle Mikroskopaufnahmen sind in Wasser, und bis auf das letzte alle von der Blattunterseite.
Aeciosporen 400x:
Aeciosporen 1000x in Streulicht (links). Ich finde, da sieht man die Warzen besonders schön. Rechts als normale Durchlichtaufnahme.
Das sind jeweils vom Mikroskop-Program live gestackte Aufnahmen (1000x).
Man sieht ja, dass die Formen der Aeciosporen sehr variabel sind, aber für eine Größenordnung: Die breitelliptischen haben eine Länge von etwa 20-28 µm x 18-23 µm, z. B. 26,5 x 23,0; 20,0 x 18,0 oder 28,0 x 19,0.
Die Oberseite habe ich mir auch angeschaut, aber da habe ich nur Zeug gesehen, das ich nicht interpretieren konnte. Einiges an Pflanzenzellen ist mit reingeraten, und ansonsten wildes Zellgewurschtel.
Hierzu habe ich aber eine Frage: Die ziegelsteinförmigen Gebilde sind ja sicherlich Bärlauchzellen, und die grünlichen Strukturen gehören vermutlich dazu. Aber etwas unterhalb und links unterhalb der Bildmitte sind kleine gelbe Punkte, die zumindest von der Farbe her so aussehen wie die Aeciensporen von der Unterseite. Und die scheinen ja entlang der Zellwand angeordnet zu sein. Hat das etwas mit dem Pilz zu tun?
Hat jemand Anmerkungen/Korrekturen/Ergänzungen (insbesondere natürlich gerne eine Antwort auf meine Frage zum letzten Bild)?
Beste Grüße
Sabine
Liebe Claudia,
da ich gesagt hätte, das ist ja schon sowas wie ein Pilzportrait musst du mit diesem Begriff wohl etwas anderes meinen, aber ich weiß nicht, was.
Ein Schmankerl hätte ich noch: Man sieht die Pilze auch an der "Endhaltestelle" der Endoskop-Kamerafahrt (und bevor jemand reihern muss: die großen Strukturen sind Urinstein-Klumpen, keine Ausscheidungen. Die sind sehr hart und nicht sonderlich unappetitlich, bei dem einen sieht man die Rundung, wo er am Rohr angehaftet war):
Beste Grüße
Sabine
