Beiträge von huehnchen69

    Hallo Martin,

    Ich fürcht aber, dassich recht habe.......

    Womit? Dass deine Katze eine Extramaus braucht?

    Naja, wer lernt schon Artmerkmale auswendig -en detail.

    Haufenweise PSV und andere Pilzinteressierte - weil das einfach sinnvoll ist, zumindest bei relevanten Arten und Gattungen. Und praktisch nur die kommen in den Prüfungsfragen vor.

    Fotos wären da bestimmt besser.

    Für was?


    Wenn ich Pilzfotos anschauen will, blättere ich durch meine Pilzbücher oder durchs Internet.


    Auch wenn in meinen Augen bei deinem Posting gar keine Aussage dabei war, bei der es überhaupt sinnvoll wäre, darüber zu sinnieren, ob du "recht hast" oder nicht - abgesehen natürlich von der hier:

    Ein wirklich bemerkenswertes Engagement.

    (und da hast du recht!)


    bin ich ja doch gespannt, was denn die Aussage ist, bei der du selbst der Meinung bist, du hättest recht.


    Beste Grüße

    Sabine

    Interessant. Das kenne ich in dieser Art eigentlich nur von der BMG. Von der DGfM war ich auch schon Prüfungs-Beisitzer. Nur gab es da sogar die Direktive, die Pilze NICHT zu manipulieren. Auch in meiner PSV-Prüfung waren keine veränderten Pilze dabei.

    In meiner ersten PSV-Prüfung (bei der ich durchgefallen bin) war ein Stück von einem Knolli-Stiel im Korb. Das war nicht der Grund für mein Durchfallen, aber ein paar andere Prüflinge hat es wohl erwischt.


    Das war allerdings schon 2003. Keine Ahnung, ob danach die Vorgaben geändert wurden. Bzgl. meiner bestandenen Prüfung kann ich mich zumindest nicht konkret an Pilz-Teile erinnern.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Benjamin,


    das finde ich einen spannenden Gedanken, habe aber zu wenig eigene Erfahrung mit dem notfalldiagnostischen Mikroskopieren. Das war bisher noch nicht nötig.


    Im Kurs wurde gelehrt, die Speisereste usw. auszuwaschen und die Stücke zu mikroskopieren, und ich war die einzige, die auch mal was von der Spülflüssigkeit unters Mikroskop gelegt hat. Mir schien, das ist keine gängige Vorgehensweise (vielleicht weil man da tatsächlich alles Mögliche findet, das ohne zugehöriges Stück tatsächlich alles Mögliche sein kann). Wie gut und in welchem Ausmaß sich solche "Geistersporen" dann an die fremden Stücke anheften würden und ob man die dann in einem Umfang entdecken würde, dass man sagen würde: Ja holla! - keine Ahnung. Ich glaube, das probiere ich im Herbst mal aus.


    Aber hier gibt es ja Leute, die das besser wissen, vielleicht mag von denen jemand was dazu sagen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Claudia,


    dass das mit den pädagogischen Erwägungen gut zieht, kann ich mir höchstens für einen überschaubaren Personenkreis vorstellen.


    Denn den Leuten ihre Pilze wegnehmen darf ich ja eh nicht. Selbst wenn ich also sage: "Den prächtigen Steinpilz kann ich dir nicht freigeben, weil der neben dem Kahlen Krempling gelegen hat", werden mir die Leute, die den selber kennen und deshalb mitgenommen haben, was husten, und den natürlich trotzdem mitnehmen und essen - Freigabe hin oder her.


    Da versuche ich als Beraterin doch eher mit Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit zu punkten und Vertrauen herzustellen, als dass ich Leuten empfehle, ihre schönen Speisepilze zu entsorgen, aus windigen Gründen, hinter denen ich selber nicht stehe.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,

    Wenn sich Fragmente / Hüte von vermeintlichen Stockschwämmchen im Korb befinden, die sich aber aufgrund des fehlenden Stieles nicht mehr zuordnen lassen, dann macht das schon Sinn, den Korb zu verwerfen. Vom Gifthäubling reichen schon sehr geringe Mengen für einen dauerhaften Leberschaden!

    Ich persönlich differenziere da.


    Ich würde die restlichen vermeintlichen Stockschwämmchen, die noch die Stiele haben, vermutlich nicht freigeben, und auch nicht irgendwelchen Schlonz mit klebrigen Hüten, wo sich Kleinzeug vielleicht anhaften könnte.


    Aber weshalb ich den hypothetischen Steinpilz, dem man gut ansehen kann, ob da ein nennenswertes Stück Fremdpilz dranhängt, nicht freigeben sollte, hat sich mir noch nie erschlossen (und das kommuniziere ich gegenüber Prüfer*innen auch so - weiß aber nicht mehr, ob das in der Prüfung auch Thema war, und wenn man sicher gehen möchte, nicht wegen solcher Diskussionen durchzufallen, ist das vielleicht auch nicht schlau - aber ich bin bei sowas eher stur als schlau).


    Natürlich empfehle ich bei Pilzwanderungen trotzdem immer, fremde Pilze getrennt von den bekannten Speisepilzen zu transportieren.


    Wie das mit den "sehr geringen Mengen" ist, stelle ich auch so ein bisschen in Frage. Beim Verhältnis von Giftgehalt von Gifthäubling vs. Grüner Knolli gibt es schwankende Aussagen (mal soll der eine eine höhere Konzentration haben, mal der andere), aber meines Wissens ist nirgends die Rede davon, dass der Gifthäubling z. B. 10x so konzentriertes Gift hat.


    Bei einem Giftnotruf-Fall letztes Jahr hat einer, der glaubte, ein Daumensegment-großes Stück Knolli roh gegessen zu haben, vom Giftnotruf gesagt bekommen, dass das nicht behandlungsbedürftig sei (es war ein erwachsener großgewachsener gesunder Mann - bei einem Kind oder einer Person mit Vorerkrankung wäre das vielleicht noch mal was anderes gewesen).


    Dementsprechend würde ich erwarten, dass ein Stück Gifthäubling, das so klein ist, dass ich es auf einem Steinpilz, den ich extra daraufhin kontrolliere, übersehen kann, nicht zu einem Leberschaden führen würde.


    Beste Grüße

    Sabine

    Oh wie zauberhaft! Vielen Dank fürs Mitnehmen!


    Das Foto von den Seidelbast-Blüten gefällt mir besonders gut.


    Aber wieso finden eigentlich gefühlt ALLE außer mir rote Becherlinge? :gmotz:


    Ich will auch!


    Beste Grüße

    Sabine

    DGfM wurde nicht als Wortmarke geschützt, sondern nur das Logo "/// [Pilz]DGfM" als Bildmarke. Für PSV galt beides, weil es wohl so ein tolles Bild ergibt mit den 3 Buchstaben.

    Lieber Stefan,


    das Markenregister des DPMA sagt was anderes, nämlich das, was ich oben schrieb.


    Das hier ist alle Marken, die für die Deutsche Gesellschaft für Mykologie im Register eingetragen sind:


    Beste Grüße

    Sabine

    als Marke wurde 2011 vom damaligen Präsidenten das Bildlogo DGfM mit den 3 Strichen links, der Begriff PSV und das Bild(marke) PSV eingetragen.

    Kleine Korrektur (nicht, dass es darauf irgendwie ankäme bei ohnehin erloschenen Marken): Anstelle der Wort-/Bildmarke PSV die Wortmarke DGfM.


    Beste Grüße

    Sabine

    nachdem die ganzen Bezeichnungen "Pilzführer", "Pilzberater", "Pilzsachverständiger" usw. nicht geschützt sind, darf sich jedermann so nennen - ohne irgendeinen Nachweis. (Den PSVDGfM gibt es anscheinend nicht mehr.)

    Da schau her - so ähnlich war auch mein Kenntnisstand. Außer, dass ich dachte, dass zumindest PSVDGfM und PSVBMG geschützte Bezeichnungen seien (was sie anscheinend nicht sind), und vom "Aufgeben" des hochgestellten DGfM hatte ich noch nichts mitbekommen.


    Um so größer meine Überraschung: zwischen dem 03.11.2011 und dem 01.12.2021 hielt die DGfM die Wortmarke "PSV" :gkrass: (für die sich aufdrängenden Waren/Dienstleistungen:
    Bücher, Schriften [Veröffentlichungen], Zeitschriften, Öffentlichkeitsarbeit [Public relations], organisatorische Beratung, Ausbildung, Aus- und Fortbildungs- sowie Erziehungsberatung, Organisation und Veranstaltung von Kongressen, Veranstaltung und Durchführung von Workshops [Ausbildung])


    Sieht so aus, als wäre die erst aufgegeben worden, als nach 10 Jahren neue Zahlungen nötig gewesen wären.


    In einem ähnlichen Zeitraum "lebte" die Marke DGfM.


    Zum eigentlichen Thema: Mich hatten vor Jahren auch mal die von Wildschytz kontaktiert, und ich hatte mit denen gesprochen. Ich dachte, wenn es über andere Kanäle als die üblichen gelingt, Pilzinteressierte zu gewinnen, wäre das eine feine Sache. Habe dann aber festgestellt, dass ich dafür eh keine Zeit habe, keinen Bock habe, mich um Betretungsgenehmigungen zu kümmern, die spätestens bei gewerblichen Veranstaltungen angesagt wären, und mir die Preisgestaltung auch nicht so zusagte. Ich denke, manche der Pilzwanderungen werden von PSV-DGfM durchgeführt (in Augsburg beispielsweise), und die sind dann bestimmt auch ordentlich.


    Über den Kurs weiß ich nichts. Aber in Zeiten, wo Kurse bei den "üblichen Verdächtigen" häufig schneller ausgebucht sind, als man gucken kann, und/oder für Leute aus manchen Regionen ganz schön weit weg sind, ist das vielleicht für mache attraktiv. Mich hätte zumindest der Preis abgeschreckt, und ich stelle es mir schwierig vor, mir die Artenkenntnis innerhalb eines einzigen Jahres zu erarbeiten, wo doch die Zeit mit "Live-Pilzen" der verschiedenen Gattungen meistens relativ kurz ist und vielleicht in manchen Jahren auch mal ganz ausfällt.


    Beste Grüße

    Sabine

    Vielen Dank, Claudia, für diese spannenden Informationen!


    Liebe Sandra,


    ich höre zum ersten Mal von Cantharidin und habe weder das mit der LD50 geprüft, noch weiß ich, wie hoch die Konzentration des Cantharidin im Käfer ist.


    Aber wenn das, was du hier:

    Aber ich glaube nicht, dass 1Öli einen Menschen töten kann. Cantharidin hat eine LD50 von 0.5 mg/ kg Körpergewicht (orale Aufnahme).

    Das heißt, erst mehr als ein Esslöffel davon würden mich in die ewigen Pilzgründe schicken, gesetz dem Fall ich lecke den Käfer ab.

    dazu über die LD50 schreibst, stimmt, passt das mit dem Esslöffel nicht dazu.


    Bei einem Körpergewicht von z. B. 80 kg läge die LD50 bei 4 Milligramm.


    Bei Wasser ist das etwa die Menge, die auf einen Teelöffel passt. Laut Wiki soll die Dichte des Cantharidin bei knapp 1,4 liegen, das hat man dann schon bei deutlich weniger als einem Teelöffel. Wäre für so einen kleinen Käfer vielleicht immer noch viel, und bestimmt trägt er nicht so viel auf der Außenseite zum Ablecken mit sich herum.


    Aber dann bin ich (nachdem ich gerade neulich wieder eine Mücke eingeatmet/verschluckt habe) doch ganz froh, dass sie nicht fliegen können.


    Beste Grüße

    Sabine

    Witzige Geschichte nebenbei - nach meinem jährlichen Bluttest beim Arzt im Januar hat sich sogar das Gesundheitsamt gemeldet, ob da was falsch lief, weil ich bereits 11 ! Borrelienstämme im Blut nachweisbar habe... ^^ Spoiler - nein - dad is so !

    Ach du meine Güte! Krass, dass das überhaupt geht - bei mir klappt der normale Nachweis von nur einem Stamm (oder evtl. zweien) schon nicht (trotz zweimaliger bilderbuchmäßiger Wanderröte, die meines Wissens eindeutig für Borreliose ist).


    Ich hoffe, durch diese Erkenntnis sind deine Beschwerden erfolgreich behandelt worden.


    Beste Grüße

    Sabine

    Es reicht schon, wenn man als PSV seine Nachtruhe opfern muss, weil unbedarfte Pilzsammler sich vergiftet haben. Das jetzt bitte nicht auch noch für Leute, die sich ausgerechnet mit Fliegenpilzen wegschießen müssen.

    Zumindest ich hatte noch nie einen Notruf wegen absichtlichen Fliegenpilzkonsums. Ich denke mal, selbst wenn der Trip heftiger wird als gedacht, bleiben die Leute doch eher zu Hause, solange es nicht gerade lebensbedrohlich wirkt.


    Ich hatte aber mal - man glaubt es kaum - eine versehentliche Fliegenpilzvergiftung. Der Mann hatte einen gegessen, und auf meine Frage hin, was er denn glaubte, gegessen zu haben, meinte er: "Keinen Fliegenpilz". Ich fragte dann noch mal nach, was denn sonst - in der Annahme, jetzt kommt gleich "einen roten Täubling", "Perlpilz", oder was auch immer. Aber er blieb bei seinem "keinen Fliegenpilz, denn der hatte keine weißen Punkte drauf". Ich denke mal, er ging davon aus, der Fliegenpilz sei der einzige Giftpilz in Deutschland, und nur den müsse er meiden - umso erstaunlicher, dass er ausgerechnet den erwischt hat.


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Frank,


    im Nachbarforum gab es mal ein Forenmitglied, das für seine Frau, die an Brustkrebs erkrankt war, um die Zusendung von getrockneten Schmetterlingstrameten gebeten hat.


    Sie hat die genommen, um die Nebenwirkungen bei der Chemotherapie zu dämpfen, was nach meinem Verständnis gut funktioniert hat. Weil sie insgesamt recht viel davon brauchte, konnte ihr Mann das nicht alles alleine ranschaffen. Meiner Erinnerung nach hat das Forenmitglied die Sammel-Bitte dann irgendwann zurückgezogen, weil die Behandlung erfolgreich abgeschlossen war.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Dodo,


    das Wochenende 17./18. ist dasjenige von den dreien, das bei mir leider ganz und gar nicht passt, da habe ich bereits zwei andere, nicht verschiebbare Termine.


    Ich wünsche euch schon jetzt viel Vergnügen und viele Pilze ==) , leckeres Essen ==Fund und schöne Musik ==Premiere


    Beste Grüße

    Sabine

    So etwas zu lesen tut weh! Jetzt wird der "Schulmediziner" in die Haftung genommen. Ein gewissenhafter Arzt kann das doch nur ablehnen. Wenn nicht, dann dringend Arzt wechseln!

    Das ist ja eine lustige Idee. Erinnert mich an die Frauenärzte, die sagten, sie können eine Hausgeburt "nicht erlauben", weil sie "das nicht verantworten können". Mein Frauenarzt war nicht so drauf, aber mein Ansatz wäre eher in solchen Fällen gewesen: Rennen, und zwar schnell. Mit einem Arzt, der mir meine Eigenverantwortung absprechen will, kann ich nichts anfangen.


    Um Rat fragen tu' ich hingegen gern - deshalb gehe ich ja hin und nehme deren Kompetenz in Anspruch. Und da würde ich beispielsweise sowas wie: "Bitte nicht parallel zur Anfangsphase der Therapie zusätzliche Medikamente/Pilze/Pflanzen einnehmen, damit man sicher sein kann, welche Wirkung/Nebenwirkung dem Medikament zuzuordnen ist", oder "Laut Studien gibt es Wechselwirkungen mit Medikament X, das ist also nicht empfehlenswert" berücksichtigen.


    Beste Grüße

    Sabine