Beiträge von huehnchen69

    Hat eigentlich einer schon mal so ein Zeckenhalsband ausprobiert?

    Gibt es bei Fressnapf für 7,99 Euro und soll 4 Monate schützen.

    Das ist ja eine geniale Idee! Ich krabbele ja sowieso immer auf allen Vieren von Pilz zu Pilz, da müsste das gut funktionieren. Und die Haupt-Pilzsaison decken die 4 Monate ja locker ab.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo ihr beiden,

    Tja, da spiegeln sich die Veränderungen in der Gesellschaft wieder, Gleichgültigkeit, Egoismus, nach mir die Sintflut.


    Wenn jeder an sich selbst denkt, ist irgendwann auch an alle gedacht.


    Ich könnte es keinem PSV verübeln, wenn er sich wegen solchen Verhaltensweisen von der Liste nehmen lässt.

    Ich bin mir nicht sicher, über welche Zeiträume ihr sprecht - sooo lange bin ich ja noch nicht beim Giftnotruf, erst 16 Jahre oder so.


    Aber ich habe da noch keine signifikante Zunahme von Fällen bemerkt. Noch nicht mal eine, die dem gestiegenen Interesse an Pilzen entsprechen würde. Bessere Pilzjahre bringen natürlich mehr Fälle, aber eine andere Systematik ist mir nicht aufgefallen. Meine Vermutung wäre, dass es die ignoranten Leute schon immer gab. Aber vielleicht sah das vor 40-50 Jahren ja wirklich anders aus?


    Die meisten sind ja eh die "mein Kind hat vielleicht ein Stück Pilz gegessen".


    Und auch die angebliche Vergiftungswelle durch Massen an jungen Leuten, die Apps zur "Pilzbestimmung" benutzen, ist bei mir noch nicht angebrandet.


    Ich hatte erst einen einzigen Verdachtsfall, von einer ca. 90jährigen, und das war noch nicht mal ein Giftpilz.


    Beste Grüße

    Sabine

    Suillus, das Spannende bei dem "alles eingesammelt"-Fall war: Da war tatsächlich in den Putzresten nichts dabei, das (gegart) giftig gewesen wäre. Eine wilde Mischung einschließlich Gallenröhrlingen und einem Haufen Perlpilze (das fand ich ja echt sportlich für jemanden ohne Ahnung...) und noch einiges mehr, nicht nur Röhrlinge. Aber die neurologischen Symptome hatten auch nicht wirklich zu einer Pilzvergiftung gepasst.


    Halb zerlaufene Pilze ist natürlich <X


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Andreas,

    der essbare „Doppelgänger“ ist Amanita citrina. Der Gelbe Knolli wird tatsächlich in Osteuropa und Russland sehr gern zu Speisezwecken gesammelt, wohingegen A. phalloides als eher wärmeliebende Art in weiten Teilen Russlands nicht vorkommt. Das ist durchaus eine plausible Erklärung dafür, dass hierzulande häufig osteuropäische Einwanderer von Knollenblätterpilz-Vergiftungen betroffen sind.

    Sind das Erfahrungen aus erster Hand?


    Gerüchtemäßig kenne ich das auch, dass der Gelbe Knollenblätterpilz in Osteuropa/Russland gegessen werden soll.


    Meine sehr beschränkten persönlichen Erfahrungen bestätigen das bisher nicht (bin aber daran interessiert, wenn jemand das weiß, vielleicht du): Ich war mit einer russischen Bekannten häufiger Pilze sammeln, die zwar die Gerüchte um die silierten scharfen Milchlinge bestätigt hat, nicht aber das vom Gelben Knollenblätterpilz. Den fand auch sie vom Geruch her unappetitlich und hatte wohl auch niemanden im Verwandten- und Bekanntenkreis, der/die den aß. Aber das ist natürlich nur eine Stichprobe von einer Person (aus dem Raum Moskau).


    Ich habe Pilzbestimmungsbücher aus Lettland und Polen (leider keines aus Russland - obwohl ich dachte, ich hätte eines, muss vielleicht noch mal suchen). Im Buch aus Polen sind sowohl der Grüne als auch der Gelbe Knolli als Giftpilze bewertet (der Grüne mit Totenschädel, der Gelbe mit Krankenhaus). Im lettischen der Grüne Knolli als tödlich giftig, der (als Verwechslungspartner benannte) Gelbe Knolli als "kein Speisepilz".


    Aber selbst wenn dort der Gelbe Knolli tatsächlich gegessen würde, wäre immer noch die Frage, ob die Personen, die sich vergiftet haben, denn tatsächlich diese Pilze hatten sammeln wollen und die wirklich aus der Heimat kennen. Denn so ähnlich, dass man die verwechseln muss, wenn man nicht beide kennt, sind sie sich ja nun auch wieder nicht.


    Aus meiner Erfahrung mit Vergiftungsfällen bei in Deutschland aufgewachsenen Personen würde ich sagen: Eher nicht. Die Fälle, in denen Leute giftige Pilze gegessen haben, obwohl sie dachten, sie essen einen Speisepilz, den sie gut kennen, beschränken sich auf Karbolegerlinge, wo die Unterhaltung dann immer nach dem Schema abläuft: "Ich dachte, es ist ein Champignon - habe auch ganz genau drauf geachtet, dass die Lamellen rosa sind und nicht weiß. Und jetzt habe ich Brechdurchfall." - "Das dürfte ein giftiger Champignon gewesen sein." - "Ach, es gibt giftige Champignons? Wusste ich nicht".


    Alle anderen Vergiftungs-(Verdachts-)Fälle, die mir untergekommen sind, waren eher auf Ignoranz zurückzuführen (Fliegenpilz gegessen, weil er keine weißen Punkte hatte - nein, er wollte keinen roten Täubling oder ähnliches; Spitzgebuckelter Raukopf als Pfifferling (den er sonst nie sammelt, offensichtlich nicht gut kennt, und nur mitgenommen hat, weil er gerade drüber gestolpert ist); Nebelkappe als Ziegenlippe (mein absolutes Highlight); Mischpfanne von allem, was im Wald rumstand; in Öl eingelegter roher Kahler Krempling, ohne eine Idee, was das für ein Pilz sein könnte; und noch einiges mehr).


    Ich halte es deshalb eher für plausibel, dass auch Menschen aus anderen Gegenden der Welt sehr vielfältige Gründe dafür haben, hier Giftpilze zu sammeln und zu essen, und es höchstens gelegentlich mal ein: "Ich dachte, das sei einer, den ich aus der Heimat kenne" ist.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Marcel,


    die Möglichkeit besteht natürlich schon.


    Auch wenn ich dann im Nachgang noch ein bisschen auf Spanisch gegoogelt habe und versucht habe rauszukitzeln, ob es in Mexico einen essbaren Verwechslungspartner des Grünen Knollis gibt, den es anderswo nicht gibt, oder ob es den Grünen Knolli in Mexico nicht gibt.


    Meine Ergebnisse waren, dass die Verwechslungspartner wohl eher die üblichen Verdächtigen sind: Grüne Täublinge und (vermutlich sehr junge, sonst ist das ja eher abwegig) Kaiserlinge, und dass der Grüne Knolli auch in Mexico vorkommt (vermutlich nicht in allen Regionen).


    Aber ich lasse mich gerne von Leuten, die sich mit der mexikanischen Pilzwelt auskennen, eines Besseren belehren.


    Mich hatte diese Behauptung jedenfalls sehr an den seltsamen Reflex erinnert, der bei der Vergiftungswelle vor einigen Jahren in Deutschland, als auch ein paar Flüchtlinge aus Syrien betroffen waren, bei den deutschen Medien oder dem medizinischen Personal Einzug hielt (ließ sich wohl nicht immer ergründen, wer die Behauptung in die Welt gesetzt hatte): Müssen sie wohl mit einem Pilz aus der Heimat verwechselt haben.


    Was für ein heikler Speisepilz das sein soll, konnte jedenfalls wohl auch die DGfM mit ihren beträchtlichen Wissensressourcen nicht ergründen und hatte damals einen Artikel herausgebracht mit dem Titel: "Die Legende vom essbaren Doppelgänger" (oder so ähnlich).


    Der Artikel scheint seit der Überarbeitung der Webseite verschwunden zu sein, und auf der Wayback Machine kriege ich aktuell nur "No server is availabe to handle this request" - keine Ahnung, ob es zu anderen Zeiten einen Server dafür gibt. Der Link scheint möglicherweise dann dieser zu sein: Grüner Knollenblätterpilz – die Legende vom Doppelgänger / DGfM


    Beste Grüße

    Sabine


    edit: Link editiert - als es wieder einen Server gab, habe ich gesehen, dass der alte Link nur zu einer Kalenderübersicht der archivierten Updates führte, nicht zum Artikel selber. Jetzt müsste es gehen.

    Das ist ja spannend! Vielen Dank für die Information.


    Das hier (von der verlinkten Dashboard-Webseite bzw. der zugehörigen Homepage) finde ich aber ganz schön traurig - Hervorhebung von denen:

    How to stay safe

    • The best way to stay safe is to not eat wild mushrooms.
    • Avoid eating mushrooms picked by friends or family.
    • Watch children closely when they play outside where mushrooms grow. Most poisonings happen to children under 6 years old.
    • Keep pets away from wild mushrooms - animals can be poisoned too.
    • Buy mushrooms from trusted grocery stores and retailers. Take care when buying mushrooms from street vendors.
    • Cooking, boiling, freezing or drying poisonous mushrooms does not make them safe to eat.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    für Seifenblasen ist es hier immer noch zu warm, aber es gab genug Pappschnee, um meine Pilzausstellung mit Winterpilzen der anderen Art zu bestücken :) - Täublinge, Fliegenpilze, Morcheln, Risspilze und Steinpilze. Gefärbt mit Erde und Gewürzen.



    Leider taut es schon...


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Björn,

    Zu möglichen Aufzeichnungen: Die mag es zwar geben, aber wir reden hier von einer Fläche von 200 ha, wo in vielen Fällen auch keine Monokulturen, sondern Mischwälder stehen. Da ist es dann also nicht so einfach herauszubekommen, was Baum X mal war.

    Was ich von dem Baumstumpf sehen kann, sieht für mich nach Urweltmammutbaum aus (wir hatten bis vor Kurzem einen im Garten).


    Ein Foto, auf dem man mehr vom Baumstumpf sieht, hast du nicht, oder?


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Alex,


    was für ein supercooles Experiment! Ich bin gespannt auf die Weiterführung.


    Auch wenn ich mich deinem Ranking vielleicht nicht anschließen werde - für mich gibt es viele Pilzarten, die geschmacklich oberhalb des Steinpilzes rangieren: Deinen Geschmacksbeschreibungen kann ich viel abgewinnen.


    Besonderen Dank auch an die anderen Beitragenden hier, beispielsweise für die Kombination von Rauhfüßen mit Paprika, Krause Glucke besonders schonend zu trocknen, und Krause Glucke in Vanillesoße zu geben.

    Was deine Gesamtwertung betrifft, ja, Trompis sind schon super Trockenpilze. Interessant ist auch dein hohes Ranking für die Birkenpilze. Muss ich dann nächste Saison auch mal probieren. Frisch empfinde ich die ganz kleinen und super knackigen Exemplare als passabel, jedoch nur als Ergänzung, wenn es mal mit edleren Arten nicht ganz reicht.

    Die Verkostung bezog sich nicht auf Gemeine Birkenpilze, sondern auf Birken-Rotkappen. Die sollen wohl von Natur aus geschmacksintensiver sein als Birkenpilze. Habe ich aber noch nicht bei Einzelgerichten geprüft (obwohl ich in Schweden durchaus die Möglichkeit gehabt hätte...).


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Grüni/Kagi,


    mir ist dieser Pilz, glaube ich, mal in einem Vortrag der ÖMG/BMG begegnet.


    Ich hatte den abgespeichert in Verbindung mit Till Lohmeyer als Vortragendem, und der Vortrag, den ich von ihm finde, passt mit Australien (wie von Christoph und im Tintling-Artikel erläutert) thematisch ja auch, beim schnellen Durchscrollen habe ich diesen Pilz in den Vorschaubildchen aber nicht gesehen. Ich weiß nicht, ob die Vorschau da drüberzappt, oder ob ich das falsch abgespeichert habe.


    Das war jedenfalls dieser hier: Pilzvortrag: Till und Ute - Australien - YouTube


    Ich finde auch, dass der Pilz total spektakulär aussieht.


    Beste Grüße

    Sabine

    Ihr lieben Phahlwinker*innen und Phahlversteher*innen,


    da ich in beidem eine absolute Niete bin, habe ich mich aus der Prämierung rausgehalten - aber denjenigen, die dabei Chipse eingefahren haben, möchte ich dennoch gratulieren, und auch denen, die trotz ihrer schönen Phähle leer ausgegangen sind.


    Vielleicht studiere ich die mal, vielleicht finde ich ja eine "Phahlart", mit der ich im nächsten Jahr ein bisschen klarkomme. Ich war jedenfalls beeindruckt, dass anscheinend jedes Posting (außer meinen ....) während des gesamten APR vor Phählen nur so zu strotzen schien :gkopfkratz:


    Liebe Grüße

    Sabine

    Außerdem haben es einige der neueren Teilnehmer/innen ja auch noch nie gnelesen... :gzwinkern:

    Sehr umsichtig von dir! Dieses wunderhübsche und sehr treffende Gedicht kannte ich tatsächlich noch nicht! (nur das mit der Langeweile kann ich so nicht bestätigen - ich komme nur zu ganz wenigen der liegengebliebenen Aufgaben...).


    Beste Grüße

    Sabine