nachdem die ganzen Bezeichnungen "Pilzführer", "Pilzberater", "Pilzsachverständiger" usw. nicht geschützt sind, darf sich jedermann so nennen - ohne irgendeinen Nachweis. (Den PSVDGfM gibt es anscheinend nicht mehr.)
Da schau her - so ähnlich war auch mein Kenntnisstand. Außer, dass ich dachte, dass zumindest PSVDGfM und PSVBMG geschützte Bezeichnungen seien (was sie anscheinend nicht sind), und vom "Aufgeben" des hochgestellten DGfM hatte ich noch nichts mitbekommen.
Um so größer meine Überraschung: zwischen dem 03.11.2011 und dem 01.12.2021 hielt die DGfM die Wortmarke "PSV"
(für die sich aufdrängenden Waren/Dienstleistungen:
Bücher, Schriften [Veröffentlichungen], Zeitschriften, Öffentlichkeitsarbeit [Public relations], organisatorische Beratung, Ausbildung, Aus- und Fortbildungs- sowie Erziehungsberatung, Organisation und Veranstaltung von Kongressen, Veranstaltung und Durchführung von Workshops [Ausbildung])
Sieht so aus, als wäre die erst aufgegeben worden, als nach 10 Jahren neue Zahlungen nötig gewesen wären.
In einem ähnlichen Zeitraum "lebte" die Marke DGfM.
Zum eigentlichen Thema: Mich hatten vor Jahren auch mal die von Wildschytz kontaktiert, und ich hatte mit denen gesprochen. Ich dachte, wenn es über andere Kanäle als die üblichen gelingt, Pilzinteressierte zu gewinnen, wäre das eine feine Sache. Habe dann aber festgestellt, dass ich dafür eh keine Zeit habe, keinen Bock habe, mich um Betretungsgenehmigungen zu kümmern, die spätestens bei gewerblichen Veranstaltungen angesagt wären, und mir die Preisgestaltung auch nicht so zusagte. Ich denke, manche der Pilzwanderungen werden von PSV-DGfM durchgeführt (in Augsburg beispielsweise), und die sind dann bestimmt auch ordentlich.
Über den Kurs weiß ich nichts. Aber in Zeiten, wo Kurse bei den "üblichen Verdächtigen" häufig schneller ausgebucht sind, als man gucken kann, und/oder für Leute aus manchen Regionen ganz schön weit weg sind, ist das vielleicht für mache attraktiv. Mich hätte zumindest der Preis abgeschreckt, und ich stelle es mir schwierig vor, mir die Artenkenntnis innerhalb eines einzigen Jahres zu erarbeiten, wo doch die Zeit mit "Live-Pilzen" der verschiedenen Gattungen meistens relativ kurz ist und vielleicht in manchen Jahren auch mal ganz ausfällt.
Beste Grüße
Sabine