Beiträge von huehnchen69

    Hallo zusammen,


    natürlich hoffe ich darauf, nach meiner Rückkehr auch zu Hause mal wieder Pilze mit Hut und Stiel zu finden.


    Aber vorerst freue ich mich im Urlaub in der Slowakei über einen persönlichen Erstfund, den Rosaanlaufenden Milchling (L. acris).


    Bestimmungsliteratur habe ich zwar nicht dabei, aber laut Internet soll er allein schon daran erkennbar sein, dass die Milch sich auch ohne Kontakt zum Fleisch schnell rosa verfärbt.



    Was für mich neu ist: Hier gibt es Bären. Die habe ich zwar zum Glück nicht gesehen - aber dafür haufenweise Kratzspuren an den Bäumen:


    Deshalb gehe ich nicht in der Dämmerung und pfeife laut vor mich hin (wie von den Leuten, die hier wohnen, empfohlen).


    Beste Grüße


    Dann wünsche ich dir viel Glück für erneute Funde. Ich glaube, sie sind sehr Standorttreu 🍀🍀

    Ich hatte einen Standort, wo sie tatsächlich mehrfach kamen. Da wuchs auch ein (teils riesiger) Nadelholzbraunporling, allerdings nie gleichzeitig mit dem Nadelholzröhrling (einmal sah man noch eine Leiche).


    Beide gleichzeitig habe ich zum ersten und einzigen Mal letztes Jahr in Irland gefunden:



    Ansonsten immer nur einen davon, und nur an dem oben beschriebenen Standort war ich oft genug, um tatsächlich beide nacheinander zu sehen.

    Vielen Dank auch für dein toller Input. Der Mandarinengeruch, wie du ihn ihn toll beschreibst, ist wirklich zutreffend und nun habe ich endlich eine gute Formulierung.

    Oh, yippie, vielen Dank! Ich habe schon häufiger andere gefragt, die ihn gefunden haben, aber die hatten dann die FK nicht da, oder andere Gründe, dass sie den Geruch nicht prüfen konnten. Toll, dass du den auch feststellen konntest!

    und wenn’s klappt, versuche ich sie zu trocknen und stelle sie dir gerne zur Geruchsprobe zu.

    ich bin allerdings nicht sonderlich zuversichtlich, dass der Geruch die Trocknung übersteht. Zumindest mein gefriergetrocknetes Exemplar riecht nicht mehr nach Mandarine.


    Beste Grüße

    Sabine

    beide Exemplare sind zu Jung für eine gute Bestimmung , auch fehlt Schnittbild , ich kann den junge Gyrodon lividus nicht außschliesen

    Das sehe ich anders.


    Nach dem Foto kann ich die zwar nicht bestimmen, aber ich möchte mal behaupten, Buchwaldoboletus lignicola, die ich selbst in der Hand habe, kann ich in fast jedem Alterszustand schon allein am Geruch bestimmen. Den Mandarinengeruch hat kein anderer Röhrling (den ich kenne).


    Auch der "wattierte" Hut macht sich meiner Erfahrung nach schon bei sehr jungen Exemplaren bemerkbar.


    Beste Grüße

    Sabine


    Nachtrag: Ich mag den auch total gerne!

    Wenn man dagegen einfach ganz entspannt loszieht (und das muß dann eben nicht 100 km weg sein, sondern kann auch in der Nachbarschaft sein), findet man eigentlich immer Pilze, die man bis dato noch nicht wahrgenommen/gefunden hat und kann sich an ihnen erfreuen.

    Das ist etwas, das ich auch beobachte (neben dem Frust übers Jahr jenseits von Schlaraffenland-Wochen, die hoffentlich Mitte September pünktlich zur Münchener Pilzausstellung wieder kommen): Ich meinem Hauswald, der fußläufig erreichbar ist, und in dem ich seit über 20 Jahren unterwegs bin, finde ich in jedem Jahr Pilze, die ich noch nie gesehen habe. Vor 3 (?) Jahren ein Hasenröhrling direkt am Weg. Letztes Jahr ein Gerberei-Räsling, ebenfalls direkt am Weg. Vor zwei Jahren eine Grünfleckende Fichtenkoralle (falls die so heißt, der Name ist aus dem Gedächtnis). Vorletztes Jahr zwischen den erfreulich vielen verschiedenen Arten von Hautköpfen, die hier regelmäßig in Massen erscheinen, plötzlich C. phoeniceus (wobei ich nicht ausschließen kann, dass ich den vorher schon gesehen und nicht als solchen erkannt habe).


    Ich bin jedenfalls regelmäßig begeistert, was sich in meinen oft begangenen Wäldchen jenseits des Bekannten immer wieder tut.


    Beste Grüße

    Sabine

    :gschock:


    Mein Zynismusdetektor ist kaputt und hat bei seinem Untergang den Ironiedetektor mitgerissen.


    Deshalb hoffe ich, dass das ein Witz ist.


    Liebe Grüße aus dem derzeit auch praktisch pilzfreien Bayerisch-Schwaben

    Sabine

    Wenn ich eine Pilzberatung mache, bin ich zu 100 % sicher, dass alles, was ich dem Ratsuchenden mitgebe, zu 100 % als Speisepilz risikolos verwendbar ist.

    Das ist bei mir anders. Ich behalte zwar häufig etwas von den aussortierten Pilzen da (für meine Pilzausstellung, zum Färben, zum Plastinieren, usw.), und einzelne Pilze dürfen auch so mal in meine Biotonne. Aber dem Pärchen, das mit einem ganzen Eimer voller Karbolegerlinge kam, habe ich den Kram wieder mitgegeben. Das will ich in meiner Biotonne oder auf dem Kompost nicht haben. Ähnlich bei anderen, die mehr als ein- oder zwei Pilze mitgebracht haben.


    Beste Grüße

    Sabine

    100% Sicherheit? Wer das von sich glaubt, hat in meinen Augen schon an Vertrauen eingebüßt, weil er an Hybris leidet.

    Tja, habe ich dann wohl.


    Es geht bei der PSV-Funktion mE nicht darum, einer ratsuchenden Person zu garantieren, dass sie den/die vorgelegten Pilze mit Sicherheit vertragen wird. Denn das geht wirklich nicht - es gibt Allergien und Unverträglichkeiten, das Chitin ist sowieso ein Problem, besonders bei zu viel, man steckt nicht drin, wie die Person die Pilze zubereitet (z. B. wie lange sie die noch im Kühlschrank lagert), mitunter gibt es neue Erkenntnisse zu Arten, die bislang als unverdächtig galten, usw.


    Sondern es geht darum, der ratsuchenden Person, die mir Pilze live vorlegt, mit 100 %iger Sicherheit sagen zu können, dass Pilze A, B und C derzeit als Speisepilze gelten, dass sie in gutem Zustand für den Verzehr sind, und auf Randbedingungen hinzuweisen (bis wann verzehren, wie lange erhitzen, usw.).


    Ja, das kann ich.


    Wenn ein Pilz dabei ist, bei dem ich mir bei Art oder Zustand unsicher bin, kommt der nicht zu den Speisepilzen.


    Selbst wenn es vielleicht ein schöner Speisepilz wäre - wie sagte hier im Forum mal jemand so schön: "Es ist noch niemand an Unterpilzung gestorben".


    Beste Grüße

    Sabine

    Es geht primär um dein Wissen. Kennst du genügend gängige Speise- und Giftpilze? Wir sicher bist du in der Gattungsansprache. Dein Wissensstand ist es, der entscheidet.

    Wenn ich mal ein kleines bisschen aus dem Nähkästchen plaudern darf:


    Sekundär(oder noch weiter hinten im Rang) darf man auch nicht zu viel rumlabern bei der Prüfungs-Korbkontrolle - selbst wenn das, was man sagt, faktisch richtig ist. Zumindest nicht so, dass es den Ratsuchenden eher Vertrauen nimmt als bringt.


    Beste Grüße

    Sabine

    Dann kann ich jetzt endlich die Aufgaben und auch die Verantwortung eines PSV besser einschätzen.

    Noch eine Ergänzung (insbesondere weil die Ausgangsfrage sich ja auf die Beratung per Telefon/Foto bezog), die hoffentlich mehr erhellt als verwirrt:


    Im Zusammenhang mit Tätigkeit für den Giftnotruf ist es relativ üblich, dass die erste Kontaktaufnahme telefonisch erfolgt und eine Einschätzung nach Foto vorgenommen wird, z. B. "Nichts tödlich Giftiges, sieht nach Gattung X aus".


    80-90 % der Fälle (bei mir, aber mW deckt sich das mit den Erfahrungen anderer) sind kleine Kinder, die sich einen einzelnen Pilz von der Wiese in den Mund gesteckt haben und vielleicht ein kleines Stück verschluckt haben, und das sind dann häufig Boviste, kleine Tintlinge, vielleicht mal ein Düngerling.


    Wenn es nicht wirklich nötig ist, lasse ich kein Elternteil eines Kleinkinds spätabends 50 Kilometer über Land juckeln, um mir live einen kleinen weißen Bovist anzuschauen.


    Dieses Vorgehen ist mW von der DGfM auch so abgesegnet/vorgesehen, weil es ja auch darum geht, ggf. eine Behandlung schnell in die Wege zu leiten.


    Beste Grüße

    Sabine

    Oh nein, lieber Karl, das trifft mich jetzt auch sehr. Ich denke oft an unsere wunderbare und (für mich) einzigartige Pilztour vor zwei Jahren.


    Diese traurige Nachricht ist für mich schon völlig unwirklich - wie muss es dir da erst gehen?


    Ich hoffe, du und die Hinterbliebenen (und der Hund) haben liebe Menschen um sich zum gemeinsam Trauern und Heilen.


    Ganz liebe Grüße

    Sabine

    Ah, Wolfgang, guter Punkt!


    Ich hatte - warum auch immer, kann ich jetzt beim Nachlesen nicht mehr ganz nachvollziehen, vielleicht wegen des "Präparate", das ich für ganze Fruchtkörper nicht verwenden würde - irgendwie an Mikro-Präparate gedacht.


    Für ganze Fruchtkörper gehen je nach Pilzart (und leider nicht für alle Pilzarten gleich gut) Gefriertrocknen und Einlegen in Polyethylenglykol (z. B. PEG 400) gut.


    Gefriertrocknen mache ich in der unaufwändigen Variante, die Fruchtkörper einfach offen in meinen No-Frost-Gefrierschrank zu legen und nach ein paar Monaten wieder rauszunehmen. Aber eine Kombination aus Gefrierschrank, verschlossenes Gefäß und Silicagel funktioniert ähnlich.


    PEG 400 braucht ein paar Tage.


    Beste Grüße

    Sabine

    Ich assoziiere mit dem Geruch "Schwimmbad", wenn es für die unerfahrenen Grundschulkinder nicht spermatisch sein soll oder ich sonst rot werden sollte.

    Spannend, Suku. Schwimmbad passt für mich eher für Chlorbecherlinge, Nitrathelmlinge usw.


    Als weniger anzügliche Assoziation zu Risspilzen habe ich frisch angerührten Kuchenteig.


    Beste Grüße

    Sabine

    @Navajoa/Steffen,


    ich finde das so beeindruckend und zauberhaft, wie viele verschiedene Kakteen du hast, und dass die alle blühen, und dass du die so schön ablichtest und uns mit Zusatzinfos bereitstellst.


    Ganz lieben Dank dafür!


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Bernd,

    Christoph, wie oft hast du dich bisher mit dem Besitzer/Nutzer beraten, bevor du eine Entscheidung getroffen hast, ob "publik oder unter dem Radar"? Das dürfte bei 0 liegen.

    Ich weiß nicht, wie Christophs Antwort ausfallen wird, aber ich beobachte hier ein Phänomen, das ich in einem anderen Zusammenhang aus einem Elternforum kenne, in dem ich unterwegs bin. Elterntypisch sind dort auch Schule und insbesondere Lehrkräfte und deren Fehlverhalten häufig Thema. In dem Forum sind auch viele Eltern unterwegs, die selbst Lehrkräfte sind.


    Die fühlen sich von solcher Kritik, die an einzelne Lehrkräfte adressiert ist, oder auch Ängsten/vorsichtigem Verhalten von Eltern in Erwartung von Problemen in der Schule oft verunglimpft.


    Und das zu Recht - in dem Forum dreht sich viel um Respekt, auch und insbesondere gegenüber Kindern. Ich bin mir sicher: Alle Lehrkräfte, die dort mitschreiben, geben ihr Bestes, um den Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, gehen respektvoll mit ihnen um und sind ihnen gegenüber wohlwollend eingestellt. Die Einzelfälle, die unterirdische Aktionen bringen, mit denen man als Elternteil nicht vernünftig reden kann, und wo man sich auf die Hinterbeine stellt und die Krallen ausfährt, sind im Forum nicht vertreten.


    Ähnlich sehe ich das hier. Ich bin mir sehr sicher, dass du selbst auch im Rahmen deiner Arbeit den Naturschutz gut im Blick hast und im Traum nicht auf die Idee kämest, auf eine deiner Flächen Gülle zu kippen, damit sie ja keinen Schutzstatus er-/behält.


    Aber die Erfahrungen, dass es auch "die anderen" gibt, die genau sowas machen, wie von Christoph für die Streuobstwiesen beschrieben, sind ja auch real (ich erinnere mich an einen Fall, über den in der Zeitung berichtet wurde aus meinem früheren Wohnort: Da war über einen Zeitraum von einigen Jahren ein Orchideen-Biotop herangepäppelt worden (Schutzstatus und Besitzverhältnisse weiß ich nicht mehr), und eines Tages war die ganze Fläche gegüllt. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung war noch nicht klar, wer das gemacht hatte, und ich habe das nicht verfolgt.


    Ich sehe hier jedenfalls das Problem: Wenn man vorher weiß, wie der/die Besitzer*in drauf ist, kann man einschätzen, was der bessere Weg ist - der optimalerweise natürlich so aussieht, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen und auf Augenhöhe kommunizieren. Wenn man aber falsch liegt und das Thema anspricht, kann das der Auslöser sein, der ihn oder sie dazu treibt, aktiv zu werden, und das nicht im guten Sinn.


    Beste Grüße

    Sabine

    Man hätte auch hier viel früher aktiv werden müssen. Zunächst herausfinden, wem das gehört und von wem das genutzt wird. Selber kaufen, pachten, einen Verein dazu gewinnen, eben dies zu tun.

    Sie hat doch geschrieben, dass es der Gemeinde gehört.


    Und dass die informiert war, was es dort alles gibt, und sich an den Mäharbeiten beteiligt hatte.


    Das klingt in meinen Ohren nicht nach einer Situation, aus der heraus damit zu rechnen ist, dass tags drauf da jemand Bambus hinpflanzt.


    Beste Grüße

    Sabine