Lieber Steffen,
ich äußere und vertrete meine Meinung. Ob sie nun gefällt oder nicht.
Und woher wusste ich schon vorher, dass genau diese Diskussion entsteht … 
...
Mehr werde ich dazu nicht sagen.
Das Zitierte erweckt den Eindruck, als seiest du mit der Diskussion unzufrieden.
Aber wenn du doch offenbar vorhergesehen hast, dass diese Diskussion entstehen würde - wieso setzt du denn dann so ein provokantes Posting ab? Spar' es dir doch einfach - geht ja sowieso am Thread-Thema vorbei - dann fängst du dir auch keine Antworten ein, die dich anpieken.
Und nur weil du dazu nichts mehr sagen willst, heißt das nicht, dass ich auch darauf verzichte.
Zu bewerten, ob etwas unsinnig ist oder nicht: Wieso sollte das davon abhängig sein, ob man das, was bewertet wird, selbst nutzt oder nicht? Das verstehe ich absolut nicht.
Beispiel: Man ist gegen eine Partei, obwohl man da selbst kein Mitglied ist.
Zu Fleischersatzprodukten, deren Inhaltsstoffen und deren Aufwand zur Herstellung gibt es genug zu sehen und zu lesen. Der Energieaufwand ist enorm. Dazu kann sich jeder selbst seine Meinung bilden.
Wie ich schon schrieb: Meinung haben können alle.
Ich kann beispielsweise auch eine Meinung dazu haben, ob Videobeweis im Fußball sinnvoll ist oder nicht.
Aber mir geht Fußball am A**** vorbei, deshalb tut meine Meinung dazu nichts zur Sache, das sollen mal diejenigen unter sich auskarteln, die es betrifft.
Auch zum Thema Essen gibt es sicherlich Dinge, zu denen man gesamtgesellschaftlich o.ä. sinnvoll eine Meinung haben kann. Bei mir ist beispielsweise ganz oben auf der Liste, wenn in der Gourmetküche Blattgold aufs Essen gemacht wird. Gold ist keine unendliche Ressource, wird insbesondere für Elektronikherstellung benötigt - da ist es echt nicht sinnvoll, wenn jemand das isst und dann in die Kanalisation befördert.
Beim Thema Fleischersatzprodukte bist du ganz offensichtlich nicht in der Zielgruppe. Ich aber schon. Ich esse seit Jahrzehnten kein Fleisch, weil ich nicht will, dass Tiere getötet werden, damit ich sie essen kann (Fisch esse ich aus gesundheitlichen Gründen). Bevor ich auf vegetarische (und später pescetarische) Ernährung umgestiegen bin, habe ich den Geschmack von Fleisch geliebt, und das wäre sicherlich immer noch so. Den Geruch von gegrilltem Fleisch liebe ich (wie du weißt
) immer noch sehr.
Trotzdem habe ich jahrzehntelang immer "nur" von Natur aus fleischlose Sachen gegessen - einfach weil sämtliche Fleischersatzprodukte (mir) einfach Scheiße geschmeckt haben.
Jetzt gibt es einige, die ich wirklich lecker finde, und freue mich drüber.
Und dann geht es mir tierisch auf den Zeiger, wenn Leute, die eh selber keine Fleischersatzprodukte essen würden, mir erzählen wollen, weshalb diese sinnlos/ungesund/umweltschädlich sind.
Echt, das geht auf keine Kuhhaut, wie viele, die sich immer fröhlich Teewurst aus dem Netto-Kühlregal reinpfeifen, plötzlich anfangen, von der Zutatenliste bei Fleischersatzprodukten zu schwadronieren, oder vom Energieverbrauch (dass die Welt insgesamt energietechnisch besser aufgestellt wäre, wenn weniger Fleisch gegessen würde, steht mE außer Frage). Die anderen, die gerne diese Vorträge halten, sind die, die immer nur die totgestreichelten Rinder vom Biobauern bei ihnen im Dorf essen, natürlich nur das reine Fleisch und die zutatenfreie Wurst.
Übrigens ist hinsichtlich Klimawirkung Fleischersatz dem (zumindest Wiederkäuer-)Fleisch deutlich überlegen: Du kannst ein Sojasteak herstellen und mindestens 70x mit einem Containerschiff über den Globus schippern, bis du bei der Klimawirkung eines Rindersteaks ankommst. Das liegt an dem Methan, das die Rinder rauspupsen und das ein Vielfaches der Klimaschädlichkeit von CO2 hat.
Beste Grüße
Sabine