Beiträge von huehnchen69

    Hallo zusammen,


    so, jetzt habe ich den Feiertag genutzt, um Wolfgangs Anregungen folgend noch mal etwas unter's Mikroskop zu werfen.


    Ich hoffe, meine Grobmotorik reicht aus, um diese Fragen zu beantworten:

    Die Huthaut sieht so aus:


    Und Cheilozystiden habe ich trotz erneuter Suche keine gefunden.


    Aber ich habe was anderes gefunden, zu dem ich eine Frage habe.


    In der Basidie unten sind im Körper zwei schwarze Pünktchen. Die sind ganz eifrig herumgetanzt. Ihr wisst doch bestimmt, was das ist, oder?



    Danke schon mal und beste Grüße

    Sabine

    Hallo,


    ich habe seit Jahren auch mitunter Funde, bei denen mir die Lamellen des Blutblättrigen Hautkopfs rosalicher erscheinen als bei anderen Exemplaren, und ich habe mich gefragt, ob es möglicherweise verschiedene Arten gibt.


    Das war der Anlass für mich, danach zu suchen, und ich fand einen aktuellen Artikel von Huymann et al. mit dem Titel "Revised taxon definition in European Cortinarius subgenus Dermocybe based on phylogeny, chemotaxonomy, and morphology", bei dem auch Hautkopf-Pigmente eine Rolle spielen.


    Die Autor*innen kommen dort zu dem Schluss, dass C. semisanguineus in Mitteleuropa sehr selten sei, und normalerweise wohl C. ominosus als C. semisanguineus fehlbestimmt sei (was ich mit meinen Funden mit rötlichen Lamellen, die keine Bluthautköpfe waren - bis auf C. phoenicus - immer gemacht habe).


    Vielleicht hat ja jemand mit mehr Ahnung eine Meinung dazu.


    Jedenfalls ist dein Fund nicht der Orangerandige Hautkopf, denn der hätte leuchtend orangefarbene Lamellen


    Beste Grüße

    Sabine

    Ich bitte nochmals um Kontolöschung, @Admins

    Hallo @Gaston, ich kenne mich diesbezüglich mit dem Forum nicht so aus, aber ich könnte mir vorstellen, dass der "Inhalt melden"-Button (bei mir am Bildschirm ist der unten recht im Posting-Fenster, das Dreieck mit dem Ausrufezeichen) hilft, die Admins auf deinen Wunsch aufmerksam zu machen. Ich bin mir nicht sicher, dass sie inhaltlich jeden Thread verfolgen und von selber drauf stoßen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Wolfgang,

    danke für den Tipp - das werde ich am Freitag machen 🙂

    PS: Und vielen Dank für den Lacher, habe mich gerade köstlich amüsiert. :D

    ... und mich hat das ganz wehmütig gemacht, weil es mich daran erinnert hat, dass ich dort letztes Jahr war und es sooo schön war - und jetzt sitze ich hier im Nebel und muss arbeiten ;(  ;)


    Beste Grüße

    Sabine

    Vielen lieben Dank für eure weiteren Gedanken 😃


    Werner Edelmann und Schupfnudel, zumindest für den Stiel würde mir ein Schwindling ja schon gefallen. Den Violettlichen kenne ich nicht aus eigener Anschauung, aber klingt für mich nicht unplausibel.


    Oehrling, du wirst lachen, das habe ich sogar gemacht. Dass das Sporenpulver weiß ist, schrieb ich ja, und ich habe Melzer draufgeworfen. Aber du hattest mich neulich mit deiner Bemerkung, dass es bei Dextrinoidität nur "hopp oder topp" gäbe, so aus der Bahn geworfen, dass ich nicht wusste, was ich mit dem Ergebnis anfangen soll, denn das hätte ich (wie bei der Dextrinoidität-Einstufung bei Ludwig bei den Fälblingen) wieder bei 1-2 eingestuft, habe aber keine Ahnung, wie das bei Gminder/Karasch oder bei FoTE einsortiert wird. Die Sporen in Melzer sehen jedenfalls so aus:



    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Raphael,


    vielen Dank für deine Einschätzung.


    Auch wenn ich nichts dagegen gehabt hätte, wenn jemand gesagt hätte: Ist doch total trivial, das ist doch XY, beruhigt es mich doch auf gewisse Weise, dass es anscheinend tatsächlich nicht so einfach ist.

    Die drei Chemikalien für die siderophile Granulation sollte man deshalb immer griffbereit haben.

    Äh - ja. Da gehe ich doch, sobald ich Zeit habe, mal mein Mikroskopiebuch studieren - das sagt mir nämlich gar nichts.... Das Stichwort habe ich zwar schon mal gehört, aber was man da machen muss, und was das für Chemikalien sind: keine Ahnung.


    Aber ich denke es wäre schon hilfreich, wenn man mehrere Kollektionen als Quelle sehen könnte, um zu vergleichen.

    Diesbezüglich habe ich Hoffnung, denn ich hatte dieselbe Art schon mal ein paar Tage vorher in einem Wald in der Nähe gefunden, aber leider nicht fotografiert. Aber bei zwei Standorten hoffe ich doch, dass ich dieses oder nächstes Jahr noch mal welche finde.


    Vielen Dank euch allen!


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Benjamin,


    ganz herzlichen Dank für deinen Hinweis auf das Starkriechende Graublatt! Bei den Graublättern hatte ich angesichts der Lamellenfarbe zwar auch geschaut, aber da ich schon in der Gattungsbeschreibung "Smell farinaceous, rancid-farinaceous, cucumber-like, unpleasant or indistinct" las, hatte ich die gleich wieder ignoriert, statt mir die Mühe zu machen nachzuschauen, ob es nicht doch vielleicht abweichende Gerüche gibt (dann hätte ich in der Gesamtbeschreibung ein "mostly" erwartet). Davon sollte ich mich offenbar doch nicht zu schnell entmutigen lassen!


    Bei L. osmophorum scheinen die Sporen etwas kleiner und deutlich runder zu sein als bei meinen Pilzen, und die Lamellen sind breit angewachsen. Auch sehen die Bilder bei Ludwig (ich habe schon eines gefunden 🤔) und in der dänischen Datenbank deutlich anders aus, und der Geruch wird dort mit einem ollen Küchenlappen oder Urin verglichen, bei Ludwig wiederum mit Mottenkugeln oder dem Birnenrisspilz-Geruch, und dass er sehr stark sei - das trifft auf meine Exemplare nicht zu. Die muss man schon beschnuppern und riecht das nicht aus 30 cm Entfernung.


    Aber bei FN steht dabei, dass es möglicherweise mehrere Arten sind.


    Norbert, vielen Dank für deinen Hinweis auf die Esskastanie - dass mir das gar nicht aufgefallen ist ... Ich kann mich aber auch gar nicht an herabgefallene Fruchthüllen auf dem Boden erinnern. Muss ich noch mal drauf achten, wenn ich mal wieder dort bin.


    edit: Danke, Urs-Peter - Eberesche war ja auch mein Gedanke, die standen auf jeden Fall auch irgendwo dort im Wald herum, sind mir nur an der Stelle gar nicht aufgefallen. Wenn die Blätter passen, scheint mir das angesichts der nicht bemerkten Fruchtschalen plausibler.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    ich hoffe mal wieder auf eure Expertise, denn ich stecke fest.


    Und dabei dachte ich, es muss doch total einfach sein - Pilze mit so einem Habitus und Multivitaminsaft-Geruch (wie L. nuda) kann es ja nicht in Hülle und Fülle geben.


    Aber leider: totale Fehlanzeige.


    Dann habe ich verschiedene Wege versucht: Bei Gattungen, die mir plausibel schienen, geschaut (z. B. bei den Rüblingen), versucht, mich durchzuschlüsseln mit Gminder/Karasch und FoTE, die 123pilze-Seite bemüht - alles Fehlanzeige.


    Deshalb hoffe ich auf euch.


    Gefunden in einem Mischwald, hauptsächlich bei Buche, aber die länglichen Blätter fallen mir erst jetzt auf. Keine Ahnung, was das war - Eberesche? Einer der beiden schien auf einer im Boden vergrabenen Buchecker zu wachsen.


    Der Pilz fühlt sich rüblingsmäßig-elastisch an, der Stiel ist fast schon schwindlingsartig hart und hohl.


    Das Sporenpulver ist weiß, etwa 5,5-7 x 3-4.


    Geruch nach Multivitaminsaft, Geschmack mild.



    Danke schon mal und beste Grüße

    Sabine

    Liebe Brigitte,


    vielen Dank fürs Mitnehmen!


    Ganz besonders habe ich mich über deinen Gefleckten Purpurschneckling gefreut, denn den hatte ich letztes Jahr mal in Schweden gefunden - eines der absoluten Highlights - und hatte ihn schon wieder total vergessen. Also danke fürs Dranerinnern! 😃


    Beste Grüße

    Sabine

    Lieber Uwe,


    dann werde ich wohl nächstes Jahr noch mal die Augen offenhalten müssen. Zum Glück standen die in meinem Hauswald.


    Bei denen, die ich gefunden habe, hätte ich (auch im Vergleich zu Fotos von Fraudulosus und Obsoletus, die im Netz zu finden sind) gesagt, dass creme eher passt als rötlichbraun. Aber ob die gefundenen noch unter "frisch (genug)" fallen würden?


    Tausend Dank noch mal

    Sabine

    Hallo nochmal,


    diese Frage hatte ich überlesen:

    Dann noch was zum Cortinarius fraudulosus: ich habe recherchiert, dass er rötendes/bräunendes/schließlich schwärzendes Fleisch haben soll (Quelle: Gminder, Großpilze BW, Band 5). Ist dem bei deinem Fund so?.

    Nein, bei meinem Pilz schwärzt nichts. Der durchgeschnittene kleine ist immer noch so blütenweiß wie oben im Foto.


    Bei Ludwig steht allerdings in der Artbeschreibung auch nichts von Schwärzen. Aber unter "Verwechselbar mit" ist C. subfraudulosus erwähnt, der unter Fichten vorkommen soll (Skandinavien, Italien und Estland, aber vermutlich weiter verbreitet) und der im Schnitt sehr langsam schwärzen soll. Die Sporen sollen etwas breiter sein (7-8,5) als bei C. fraudulosus (6-7,5).


    Ferner wird als Verwechslungskandidat C. rosagustus erwähnt, mit rötendem Fleisch und starkem gasartigen Geruch (bei Fichten).


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo,

    Der Maronenröhrling blaut aber und blauende Pilze kennt er ja nicht wirklich bzw. weiß nicht das es da hervorragende Speisepilze darunter gibt, also kann er die wohl eher nicht meinen. Wahrscheinlich meint er eher Steinpilze, was dem Fund ja auch entsprechenw ürde.

    Insbesondere da olafds schreibt "Braunkappen und Steinpilze" kann ich mich deiner Vermutung nicht anschließen, sondern bin da bei Daniel224 .


    Hier in Bayern gibt es haufenweise Leute, die gerne Braunkappen (aka Maronenröhrlinge) und Steinpilze sammeln, denen aber trotzdem das Blauen des Flockis suspekt ist.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zuehli,

    Aha, wo steht denn geschrieben, dass Pilze, die sich blau verfärben, essbar oder giftig sind?

    olafds wäre nun wirklich nicht der erste Pilzsammler, dem ein Blauverfärben für Speisepilze irgendwie suspekt ist, auch wenn das in Wirklichkeit kein sinnvolles Kriterium ist.


    Gerade im Hinblick auf den Flockenstieligen Hexenröhrling höre ich dauernd: "Waaaas? Das hätte ich ja nie gedacht, dass man DEN essen kann", "der sieht doch so giftig aus", usw.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    heute hatte ich noch einen Erstfund im Kalk-Buchenwald:


    Ich hielt diesen Pilz hier für einen Rettichhelmling, und kann gar nicht so recht sagen, weshalb ich ausgerechnet diesen, von den vielen Rettichhelmlingen, die dort heute standen, entnommen habe.



    Und dann habe ich dran gerochen - huch: Er roch nach Honig! Ähnlich dem Grünen Knollenblätterpilz.


    Ich denke, das müsste trotz der abweichenden Geruchsbeschreibungen in der Literatur Mycena diosma sein, der Duftende Rettichhelmling.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    heute fand ich im Kalk-Buchenwald diesen wunderschönen Pilz - so eine Augenweide, egal auf welchen Namen er hört 😃:



    Er riecht praktisch nach nichts (nicht mal "nach Pilz") und schmeckt mild.


    KOH ist überall rotbraun, im Stielfleisch heller als am Hut.


    Die Sporen sind etwa 10-11x6-6,5:


    Funga Nordica führt mich zum Schöngelben Klumpfuß (C. splendens).


    Gibt es Einwände?


    Beste Grüße

    Sabine

    Krass, dass man Dextrinoidität in 5 Stufen einteilen kann! Mit bloßem Auge?

    Ja, Bilder sind da anscheinend nicht dabei. Die Einteilung ist:


    D0: völlig indextrinoid

    D1: mit undeutlich brauner Färbung

    D2: schwach aber deutlich dextrinoid (blassbraun, gelbbraun)

    D3: ziemlich stark dextrinoid (mittelbraun werdend)

    D4: stark dextrinoid (sofort tief rotbraun werdend)


    Da ich das auch nicht so einfach finde einzuschätzen, was die Verfärbung hier denn dann wäre, hätte ich gedacht, irgendwas zwischen D1 und D3.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Oehrling,

    die hier gezeigten Sporen sind nicht dextrinoid. Sie sind ein bisschen bräunlich verfärbt wegen des braunen Melzers. Dextrinoide Sporen müssten viel dunkler braun sein.

    vielen Dank für diesen Hinweis - aber beispielsweise im Ludwig wird die Dextrinoidität von Fälblings-Sporen in mindestens 5 Stufen eingeteilt, von gar nicht bis stark. Wie unterscheide ich denn dann "leicht dextrinoid" von "bräunlich verfärbt"?


    Danke und beste Grüße

    Sabine

    Lieber Uwe,


    oh wie genial - ja, der passt super! Da bin ich bei dem "nicht schleimig" im Schlüssel tatsächlich zu früh abgebogen. Es gibt also doch auch Schleierlinge mit so blassen Lamellen :)


    Die Sporen haben 11,5-13,0 x 7, und der Fundort ist ein eigentlich saurer Fichtenwald, aber mit Buche und Kiefer in der Nähe und an einer Wegböschung eines geschotterten Weges, so dass auch Kalk möglich ist. Wir sind hier auf etwa 550 m Höhe.


    Vielen Dank - auch an die anderen, die mit dem Schleierling den richtigen Riecher hatten :thumbup:


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    danke für eure Hinweise! Schleimig war an den Pilzen nichts, weder Hut noch Stiel, aber es hat hier auch seit ein paar Tagen nicht mehr geregnet. Allerdings ist es dauernd neblig, zumindest ein bisschen klebrig hätten die Stiele bei einem Schleimfuß schon sein können.


    Jedenfalls habe ich mich auch mal durch die Cortinarien geschlüsselt mit FN, aber auch da bin ich steckengeblieben. Spätestens die Sporengröße passt nicht, manchmal auch andere Merkmale.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Thomas,


    nein, sicher bin ich mir nicht - schrieb ich ja. Mein Erlebnis von neulich, als ich mir sicher war, einen Egerlingsschirmling vor mir zu haben, und mir einen Wolf gesucht habe, bis ich schließlich bei den Schleimschirmlingen fündig geworden bin, hat mich ein bisschen Demut gelehrt.


    Aber die Lamellenfarbe passt für mich besonders bei dem reifen Fruchtkörper nicht für einen Schleierling.


    Beste Grüße

    Sabine