Beiträge von Südwald

    Hallo,

    im nassen Auenwald an Erle zusammen mit Graphis scripta drücken sich diese büscheligen Kügelchen raus.

    Cosmospora magnusiana und Nectria sl wurden mir von der Ki angeboten.


    Wie in einem früheren Beitrag (2019) sieht mir das eher nach Neonectria aus.

    Danke fürs Anschauen und Hinweise, inge

    Ich würde dennoch mit R. lacera vergleichen.

    Danke Martin,


    Hm - bei R. lacera sind die lappigen Blätter " relativ weich und weniger spröde als bei anderen Ramalina-Arten und lassen sich ohne zu zerbrechen umbiegen"

    und kommt auf Zweigen und seltener auf Felsen vor.

    Da es früher mal Wald auf der Insel gab, haben sich die Flechten nun als Restvorkommen auf den Felsen verbreitet?


    Ich tendiere mit F.Schumm's Senckenberg-Publikation eher zu R. maciformis : "starr, brüchig", "stark netzrunzelig"

    Vorkommen Nordafrika, aber Fuerteventura liegt mit Lanzarote fast an der Nordafrika-Küste...

    Dann bleibt es halt mal bei Ramalina spec.

    herzl. Gruß, inge

    bei diesen Krautwickeln auf Lavaküstenbrocken

    mit der markanten Äderung,


    blattartig aufrechtstehende Blattwände mit runden Apothezien

    erhalte ich von der KI völlig daneben --> "Eschenflechte"

    Mein Arbeitsname: Kohlblätter für die harte trockene Porzellanstruktur (auch bei Nieseln sehr feste Konsistenz, leicht brüchig)


    Da ich mit Bestimmen grad nicht weiterkomme,

    setze ich diesen wechselfeuchten Schmuckstücken hier ein Denkmal; (ihr Habitat ist zum Bauland freigegeben, die Bagger verschonen die zarten Flechten nicht)

    Schwierig wird es bei den fast ubiquitären Xanthorias.

    Zunächst dachte ich an unsere Rusavskia elegans, doch ich kreise inzwischen wegen Thermophilie und Salztoleranz um

    X.calcicola und X.aureola.

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    Manche sind auf blankem Basalt.

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    Die dottergelbe Farbe überzieht wie Eierspätzle die Küstenfelsen.

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    Die Lavafelsen wsind mit fossilen Kalkschichten überzogen, da sich der Unterwasservulkan über den Meeresspiegel geschoben hat.

    Beeindruckend wie Krustenflechten die goldgelben Äste überwuchern und einweißeln, dann sehen sie aus wie abgestorbene Korallen..

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    Da könnte der Formenkreis der X. aureola hinkommen.


    Bei den Folgenden mit warzigen Streuseln und den großen Scheiben

    bin ich bei X.Calicola

    Lichens marins - Xanthoria calcicola Oxner var. calcicola



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    körnig mit großen Scheiben

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    streuselig körnig, am Rand mit "Bandnudeln"

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    .danke fürs Anschauen.

    freue mich auf Einsprüche und Hinweise zu den Küstenflechten inge

    Liebe Grüße und noch ganz viel Spaß!

    Oh ja danke Martin, die Entdeckungsreise geht nun daheim weiter.


    Hier ein weiteres spannendes Einkreisen der Atlantikküsten-Bewohner:

    Vermutlich eine Lecanora sulphurella (plausibel: wird auch auf observation.org auf Lanzarote gelistet)

    Sie überzieht krustig viele Lavatuff- und Basaltbrocken und leuchtet im Flutniesel besonders neonschwefelgelb.

    Auffallend sind starke Demarkationslinien.

    Starke Felderung und schwarze Scheiben teils gelb umrandet.

    lG, inge

    Lieber Martin,


    danke für diesen Link.

    Den Link italic verdanke ich Dir ebenfalls :sun: :sun: :sun:

    Ich hab inzwischen noch ein Bestimmungsbuch von Felix Schumm (Goethe Universität Frankfurt ) "Flechten Madeiras, der Kanaren und Azoren" entdeckt,

    https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/opus4/frontdoor/deliver/index/docId/28952/file/Madeirabuch_150_dpi.pdf

    damit versuche ich mal die vielfältigen Küsten-und Halbwüstenflechten einzugrenzen.

    Jeder Felsblock ist ein Kunstwerk mit Krusten, Lecanoren, Blatt- und Strauchflechten, ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus!

    herzliche Grüße, inge

    Liebe Flechtenfreunde,


    im Norden Fuerteventuras nahe der Küste (salzhaltige Gischt und teilweise Nieselregen im Januar) fand ich zwischen kalküberzogenen Lavatuffbrocken diese braunen dünnstieligen Flechten.

    Im Büschel wachsend mit reichlich weißen aufsitzenden Sorelien.

    Laut italic8.0 gibt es 13 Roccella-Arten, vermutlich habe ich hier die R. canariensis?

    Roccella tinctoria DC.
    Thallus fruticose, stiff, brown to greyish-brown, consisting of 3-20 cm long, up to 3 mm thick, terete, foveate or smooth branches originating from a common…
    italic.units.it


    Danke fürs Draufschauen und Hinweise, inge

    mir ist der thread hier verleidet weil es nur noch um Rechthaberei und letztes Wort haben wollen geht,

    sag ich hier auch mal adieu, da mir das Niveau nicht mehr gefällt


    Ich schätze Pilz-Expertise, danke für alle Hinweise.

    zur Luftverschmutzung (und es ist nicht die einzige negative Folge) :

    >die Dänen böllern schon länger nicht mehr, nur noch die Deutschen, die über die Grenze machen...

    >die Niederländer verbieten es ab 2026/27

    >die Chinesen haben es schon etliche Jahre auf der Verbotsliste mit heftigen Strafen


    Heute im Stadtgraben unter der historischen Brücke 4 Kids, 14-16 jährige Jungs mit "F1" und "Polenböllern" und Rauchbomben (Info durch diese) unterwegs.

    Die illegalen Kracher wurden auf dem Schulhof des Gymnasiums verhökert (Exekutive versagt: Eltern, Lehrer, Polizei)


    Im stillen Wald war die Luft rein

    da begrüßte mich dieser Gezonte Ohrlappenpilz

    peace, inge

    Du hast vermutlich noch keinen Krieg live miterlebt. Sonst würdest Du das nicht so formulieren.


    Im Krieg rummst es schon noch ein bisschen anders als mit den paar Gramm Schwarzpulver

    Nun, es gibt leider verharmlosende Foristen, die keine Empathie mit PTBS-Opfern haben.

    Heute begegnete ich einem kriegsgeflüchteten Palästinenser, er leidet unter ständigen Flash-backs (seit der Knallerei)

    Hier haben Kinder der 8. Klasse ihre Polenböller auf der Brücke direkt vor dem Seniorenheim gezündet.

    Eine hochbetagte Rollator-Dame entlastete sich bei mir, wie sie als Kinder im Keller zitterten, wenn Fliegeralarm war.

    Auch sie wirkte extrem fahrig und aufgewühlt.


    Da ich selbst in Südostasien 26 Winter in einem Bürgerkriegsgebiet tätig war, weiß ich, daß selbst kleinste Knaller aus selbstgebastelten Sprengstoffflaschen Füße aufreißen, Beine zerfetzen, Kühe beim Grasen von Tellerminen schwerst verletzt werden.

    Der Lärmpegel, den wir hier heute Nacht erlebten ist Ausdruck einer Dekadenz und eines übersättigten Wohlstands.


    Friedliche Stimmung ist anders.

    Grüß Dich Bea,

    bereits den Zinnoberroten Kelchbecherling gefunden haben!!!! In Oberbayern und Pfalz! Hier bei uns hab ich noch kein Habitat, aber im Donautal. Hast du sie schon entdeckt?

    die gibt's hier auch, genauer gesagt als Roter Kelchbecherling Sammelart (Sacroscypha coccinea sl, incl. austriatica), denn ich mache nur Makro.

    Von Nov bis Feb anzutreffen z.B. oberhalb Liggerngen (Bodanrück), auch hinter Reute, vor Steißlingen kommen die regelmäßig: schönes Motiv!

    Archivbild v Feb2025


    viel Glück! inge